Lobenswert: Der BuchMarkt hat die sehr schnell im passwortgeschützten Archiv versunkenen Messe-Mayer Berichte dort wieder herausgeholt, und so sind die Beiträge von Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag wieder zu lesen. Also schnell anklicken, bevor sie wieder im Archiv verschwinden.
Zitat: Man kann Nichtfachbesucher am leichtesten daran erkennen, dass sie sich gleich zwei ZVAB-Tüten umhängen. Und hier nur eines, liebe Fachnichtbesucher: In den Gängen wird gelaufen, und zwar zügig. Trödeln, staunen, orientieren, auf Mitlaufende warten, stehenbleiben, altern oder gar lesen BITTE NUR AM RAND!
Messe-Mayer
Wirklich Bücher?
Laut LITARTWORLD Weblog sprach Franziska van Almsieck: „Ich gehöre zu der Kategorie der Menschen, die viele Bücher zu Hause haben, aber wenig Zeit, sie zu lesen.“ Vielleicht sollte sie mal nachschauen, ob es nicht doch Videokassetten sind.
Über 200 weitere Buchtipps und Rezensionen
Lesen Sie hier über 200 weitere Buchtipps und Rezensionen aus den Jahren 1996 bis 2003, als das literaturcafe.de noch liebevoll per HTML von Hand gestrickt wurde.
Junge Literaten und ihr Kampf ums Überleben
IT&W weist auf den Beitrag „Dornröschen schläft noch“ hin, der gestern im DeutschlandRadio gesendet wurde. Er kann auf der Website des D-Radios sowohl nachgelesen als auch im MP3-Format heruntergeladen und angehört werden (2,4 MB, 12:09 Min). Sehr schön darin das Zitat von Anke Tröder: Mitten um 4 sitzen diese Wortkatzen neben einem und schnurren und wollen gefüttert werden und sind auf einmal da und da muss man aufstehen und etwas machen, weil man hat es bis morgen früh ja vergessen. Ebenfalls treffend auch das Zitat einer Rowohlt-Lektorin: Was man nicht weiß, dass Verlage nicht nur dafür da sind, Bücher zu machen, sondern sie sind vor allem in erster Linie dafür da, Bücher zu verhindern. Unbedingter Lese-, besser noch: Hörbefehl!
Arabische Literatur? Nein danke!
Trotz Buchmesseschwerpunkt 2004 „Arabische Welt“ ist das Interesse an arabischer Literatur gering, schreibt u.a. SPIEGEL Online. Wen wundert´s? Auch die Redaktion des literaturcafe.de interessiert sich nicht für arabische Literatur. Genausowenig wie für fernöstliche Literatur. Und auch die Literatur der westlichen Welt ist uns egal. Denn wir interessieren uns in erster Linie nur für gute Bücher. Woher die kommen, ist uns schlichtweg egal. Gerne dürfen sie auch aus der arabischen Welt stammen.
Oje, Hörbuchverlage
Was lesen wir da für Dinge und Zitate von euch bei Golem.de zum Thema Download von Hörbüchern: Für uns ist der Download jedoch eine Ergänzung zu den traditionellen Verkaufswegen, kein Ersatz Wir wollen nicht hoffen, dass ihr das jemals geglaubt habt! Mit nennenswerten Umsätzen durch das neue Medium rechnen die Hörbuchverlage erst in ein paar Jahren. Soso, erst in ein paar Jahren. Hörbücher aus dem Internet können nicht umsonst abgegeben werden. Zumindest nicht direkt bei euch. Der Arbeitskreis will dieses Thema deshalb mit Experten in einer Arbeitsgruppe analysieren. Arbeitsgruppen sind grundsätzlich immer eine gute Idee, um die Dinge voranzubringen! Trotz der Weiterentwicklung des Downloads wird der Hauptabsatzweg für Hörbücher weiterhin der Buchhandel bleiben, davon sind fast 70 Prozent der Verlage überzeugt. Also kein Grund zur Panik, da kann man sich ja beruhigt zurücklehnen.
Hörbuchverlage! Merkt ihr nix? Erinnern euch eure „Naja, mal abwarten und schauen“-Aussagen nicht an die der Tonträgerindustrie, von denen ihr angeblich lernen wollt? Na, wenn ihr das als Lernen versteht, den Zug genauso zu verpassen wie die lahme Musikindustrie und ihr dann hinterher nach der Politik schreit, um die Gesetze zu euren Gunsten zu manipulieren und um große Teile der Bevölkerung zu kriminalisieren, dann habt ihr da irgendwas falsch verstanden. Lernen kann auch heißen: besser machen, selbst aktiv werden – und nicht erst dann rumheulen, wenn eure teuren Produktionen in den Tauschbörsen zu finden sind. Und das wird nicht „in ein paar Jahren“ sein.
Zitat von Frau Jelinek
„Ein Einbruch der äußeren Welt, den ich ansonsten lieber vermeide.“
Elfriede Jelinek, die über den Literaturnobelpreis gar nicht so begeistert ist
Spielerischer Hinweis
Auf der Frankfurter Buchmesse wurden wir heute am Stand von BoD mit vorgehaltenem Lächeln gezwungen gebeten, auf das Online-Spiel zur Buchmesse hinzuweisen, was hiermit gerne geschen ist. Virtuell kann man dort bis zum 17.10.2004 u.a. nach Autogrammen und Buchdieben jagen. Unter allen Teilnehmern verlost BoD eine Buchveröffentlichung mit BoD, ein Spiegel-Abo für ein Jahr und acht Gutscheine für den Gratis-Einkauf bei Libri.de. Für das Spiel ist Flash erforderlich.
Alte Autoren für alte Rechtschreibung
Ältere Autoren wie Günter Grass und Siegfried Lenz sind zunehmend verwirrt und wollen daher eine Rückkehr zur kaiserlich verordneten Rechtschreibung. Oder so ähnlich.
Geistig fit, wenig verwirrt und jeder Rechtschreibung gewachsen zeigen sich dagegen die Redakteure der Süddeutschen Zeitung. Entgegen der ersten Ankündigung, behält die Zeitung die neue Rechtschreibung bei. Nur 4% der Mitarbeiter wollten zur alten Schreibung zurückkehren.
Marketingidee virtuelle Buchtournee
Marketingfachmann Bernd Röthlingshöfer hat eine virtuelle Buchtournee durchgeführt (wir berichteten) und war nicht in Buchhandlungen, sondern in Weblogs zu Gast. 12.000 Besucher der Tournee hätte er auf diese Weise gehabt, so Röthlingshöfer in einer eMail an unsere Redaktion.
Das Schöne: Bernd Röthlingshöfer hat seine Erfahrungen in einer umfangreichen PDF-Datei zusammengefasst und die Tournee dokumentiert. Vielleicht also auch eine Anregung für andere Autoren. Aber natürlich gilt: die Sache verliert an Reiz, wenn’s alle machen.
Die Datei gibt’s gepackt als ZIP-Datei (1,3 MB) unter folgendem Link:
https://www.morebrains.de/archives/downloads/VBT.zip
Literaturen lobt das literaturcafe.de
Nichts kommt auch an www.literaturcafe.de heran! Schreibt Arm Lintzel in der aktuellen Ausgabe 10/2004 der Zeitschrift Literaturen (Seite 99 und leider nicht mehr online zu lesen). Hier setzt man nämlich auf Qualität statt Quasselei – der wuchernden Textproduktion tut die redaktionelle Moderation aber keinen Abbruch. […] Weiterhin zukunftsweisend ist das Literaturcafé auch deshalb, weil es «das gute Buch» nicht kulturpessimistisch als ein alteuropäisches Kulturgut versteht, das vor den angeblichen Verblödungstendenzen der Techno-Gesellschaft zu schützen ist. Wir danken mit bescheiden gesenktem Blick für diese wunderschöne halbseitige Lobeshymne!
Vermutung
Das ZDF fand heraus: Die Deutschen lieben die mit zahlreichen Oscars ausgezeichnete Film-Trilogie „Der Herr der Ringe“ von Peter Jackson und vermuten daher, dass auch das Buch supertoll sein muss.
Sicherheitsrisiko Cat Stevens
Nunja, es mag nicht so ganz von der Hand zu weisen sein, dass die USA einen ehemaligen Popstar namens Cat Stevens, der zum Islam konvertierte, sich nun Yusuf Islam nennt und in der Vergangenheit den Aufruf zur Ermordung des Schriftstellers Salman Rushdie unterstützte, als Sicherheitsrisiko einstuft. Wir würden den Mann, der damals so wunderschöne Lieder sang wie „Morning has broken“ oder „Father and son“, heute auch nicht mehr zum Tee einladen wollen.
Eine neue, seltsame Kulturzeitschrift
Erst jetzt entdeckt und daher etwas verspätet verlinkt: Ein schöner Artikel von Harald Martenstein im Tagesspiegel über die neue, von Christian Kracht im Springer Verlag herausgegebene Zeitschrift Der Freund. [via polarluft]














