20.000 Buchbesprechungen hat die FAZ einfach so ins Netz gestellt für alle, die einmal wissen wollen, was man von einem Buch eigentlich halten soll oder wie man das Lieblingsbuch auch noch betrachten kann. Dankenswert! [via polarluft].
Harald Schmidt kommt zurück!
Seien wir froh, dass wir nicht den ersten April haben, denn so hoffen wir, dass sich der Bericht in der FAZ bewahrheitet: Am 23. Dezember soll Harald Schmidt mit seiner Show wieder ins Fernsehen zurückkehren – und zwar in der ARD. Auch Manuel Andrack soll wieder mit dabei sein.
Welch Freude! Endlich haben die langweiligen Redaktionsabende ein Ende und, wir müssen nicht mehr um 23 Uhr ins Bett.
Buchhandlungsblog
Marin Röll macht in seinem Newsfeed auf das Buchhandlungsblog: MügaBlog aufmerksam. Wir werden mal reinschauen.
Unser ungeschlagener Buchhandelsblog-Liebling ist nachwievor der Packraum.
Klassentreffen mit Lesebühne
Nina Apin schreibt in der Morgenpost über BLOGS! und die kürzlich erfolgte Lesung aus diesem Buch im Roten Salon der Volksbühne (erinnert uns im Grundtenor etwas an unsere Buchbesprechung). Zitat: Während der Lesung wurde deutlich: Bloggen, egal auf welchem Niveau, ist ein Hobby, aber keinesfalls eine Kulturrevolution. Tja, letztendlich wollen eben doch alle ins Buch, auf die Bühne und ins Fernsehen. Alles schon mal dagewesen. Aber es ist doch schön, wenn Menschen ihren Spaß haben und zumindest glauben, Teil einer Kulturrevolution zu sein. [nach einem Hinweis auf polarluft.de]
Bush spricht, wie er läuft
Siegfried Buschschlüter, DLR-Hörfunkstudio Washington, auf tagesschau.de über die offensichtlich sehr bewusst eingesetzte Leseschwäche des Mannes, der in der kommenden Woche für weitere 4 Jahre zum Präsidenten der USA gewählt wird: Und dann gibt es Äußerungen, die wenig oder keinen Sinn machen, wie „Krieg ist ein gefährlicher Ort“ oder „Es wird eine Weile dauern, um Chaos wiederherzustellen“. Gelegentlich korrigiert er sich selbst, um schließlich aufzugeben, wenn er merkt, dass er ohne Hilfe keinen Ausweg findet aus dem Irrgarten seiner Satzkonstruktion. (…) Und da Bush spricht, wie er läuft, gehört dazu auch der texanische Akzent.
Totenhorcher, Hochstapler und Literaturagenten
Wolfgang Tischer über seine Lektüre im Herbsturlaub 2004 und ein Gespräch mit dem walisischen Autor Jasper Fforde.
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Es war ein Erlebnis im örtlichen Supermarkt, wenige Tage vor meiner Reise, das mich veranlasste, Jasper Ffordes (ein walisischer Name, daher das doppelte F) Roman »Der Fall Jane Eyre« für den Urlaub einzupacken. Ich stand vor den gefüllten Regalen, um eine Produktentscheidung zu treffen, und wie immer beschallte mich leicht das so genannte Einkaufsradio mit milden Melodien. Dann Nachrichten. In der Regel ebenso milde Meldungen, soll doch der Käufer nicht durch unangenehme Dinge irritiert werden. Also meist Tratsch und Klatsch aus Politik und Showbiz.
8. German International Poetry Slam
Nicht vergessen: Am kommenden Wochenende findet in Stuttgart, dort wo auch die Café-Redaktion ihren Sitz hat, das deutschsprachige Slam-Ereignis, nämlich der 8. German International Poetry Slam statt. Auf dem Slam treten die besten 100 Slammer aus Deutschland, Schweiz und Österreich an. Von der ersten Vorrunde an bieten die Teilnehmer das Beste, was diese noch junge Kunstform zu bieten hat, so stehts auf der Website www.slam2004.de.
Organisator des SLAM2004 ist Timo Brunke und wer immer noch nicht weiß, was ein Slam ist, sollte vielleicht nochmal Timos Bericht im literaturcafe.de nachlesen.
Habseligkeiten nicht erbärmlich
Ihre erbärmlichen kleinen Habseligkeiten sollten Sie künftig mehr würdigen. Zumindest das Wort, denn der deutsche Sprachrat (was für ein Gremium ist das denn schon wieder?) hat es zum schönsten deutschen Wort gekürt. Seien wir weiterhin froh, dass es zudem ein Wort ist, das nach neuer und alter Rechtschreibung gleich geschrieben wird. Hier alle Preisträger:
1. Habseligkeiten
2. Geborgenheit
3. lieben
4. Augenblick
5. Rhabarbermarmelade (aka Rababamaaamelaaade)
Die siegreiche Einsenderin begründete ihren Vorschlag damit, dass das Wort „Habseligkeiten“ nicht den Besitz und nicht das Vermögen eines Menschen bezeichne, wohl aber „mit einem freundlichen-mitleidigen Unterton“ seine Besitztümer. Dies lasse den Eigentümer dieser Dinge „sympathisch und liebenswert“ erscheinen. Das Wort verbinde zwei Bereiche des Lebens, die entgegengesetzter nicht sein könnten: „das höchst weltliche Haben, das heißt den irdischen Besitz, und das höchste und im irdischen Leben unerreichbare Ziel des menschlichen Glücksstrebens: die Seligkeit“, schreibt die Nachrichtenagentur AP.
Ausführliche Infos auf den entsprechenden Seiten des WDR.
Lurchi darf nicht sterben!
Verzweifelt ob der grausamen Welt ruft IT&W zum Widerstand auf: Es reicht! Opel, Karstadt, Anke Engelke! Nun auch noch Lurchi!! Weil kaltherzige und machtversessene Manager weiter eine liebgewonnene Marke nach der anderen in den Abgrund reissen, formiert sich der Widerstand der Basis. Hier ist eine Grenze, die der Raubtierkapitalismus besser nicht überschreiten sollte! Lurchi darf nicht sterben!
Genau! Immerhin waren die grünen Hefte aus dem Schuhgeschäft für viele der erste Lesestoff überhaupt!
Ich ziehe meine Bluse aus usw
Aus unserer beliebten und lockeren Reihe „Gästebucheinträge und eMails an die Redaktion, die wo wir Ihnen nicht vorenthalten sollten“ heute eine eMail von einer Dame, deren Namen wir Ihnen natürlich hier dann doch vorenthalten:
Von:
geloescht@bigmir.net
An: erotik@literaturcafe.de
Datum: 21.10.2004 16:38
Betreff: Hilfe!!!Hallo!
Ich bin aus Russland. Mein Freund ist aus Deutschland. Er hat gern, wenn ich ihm erotische Geschichte erzaehle. Ich habe einige Sprachprobleme. Hilfe! Schicken Sie mir bitte einige Geschichte, die eine Frau einem wunderschoenen Mann erzaehlen koennte… z.B. Ich ziehe meine Bluse aus usw…
MfG
Gelöscht
Zweitausendeins lässt Autoren bloggen
Der CD- und Buchversender Zweitausendeins lässt im – Achtung, Megawortspiel: – Writersblog seine Autoren bloggen. Bislang sind es der Verschwörungstheoretiker Mathias Bröckers („Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September“) und Roman-Autor Frank Schulz („Morbus fonticuli“/siehe Besprechung im Café). Ob`s noch mehr werden?
Trotzworte gegen die westdeutsche Überflutung
In einem Artikel der dpa, der u.a. beim Stern und der Volksstimme nachzulesen ist, berichtet Wolfgang Harms mit sehr schönen Beispielen, dass sich Ost- und Westdeutschland zumindest sprachlich angeglichen haben. Zitat: Ostler fanden es dagegen komisch, zu einer „Besprechung“ gebeten zu werden, denn das hörte sich für sie nach esoterischer Warzenentfernung an. Eine betriebliche Unterredung hieß in der DDR „Beratung“.
Hessi liest Lyrik
Der Schockwellenreiter hat Hessis „Poetcast“ entdeckt. Es klingt nicht professionell – soll es wohl auch nicht, aber man hört, daß es Spaß gemacht hat. Hessi trägt Gedichte des Projekts Gutenberg vor (MP3-Dateien). Schön, wenn die Jugend wieder Lyrik rezitiert, jubeln unsere Redaktionsrentner und stellen den iPod lauter.
Kostenlose Hörbücher zu Halloween
Auf vorleser.net gibt es ein großes Halloween-Special. Gruselige Hörbücher können kostenlos im MP3-Format heruntergeladen werden. Mit dabei sind auch einige Klassiker von Edgar Allan Poe wie z.B. „Das verräterische Herz“.
Die meißten Hasselnüße
Die BILD-Zeitung ist ja angeblich zur kaiserlich verordneten Rechtschreibung zurückgekehrt. Leider scheint man dort aber vergessen zu haben, wie die alten Regeln genau lauten. Dies belegt zumindest das BILDblog anhand von Nüßen und der meißten Gage.

