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Kerkeling-Buch wird viermal verfilmt und Karasek hat viel über die Heidenreich zu sagen

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Na sowas: In gleich vier Rubriken berichtet der aktuelle SPIEGEL 44/2008 darüber, dass die ARD das Buch »Ich bin dann mal weg« von Hape Kerkeling verfilmen will. Und Hellmuth Karasek hat offenbar einiges zum Rauswurf seiner Kollegin Elke Heidenreich beim ZDF zu sagen und zwar in den Rubriken TV-Kultur, ZDF, Fernsehstars und Journalisten. Klar, passt ja alles. Oder wie sonst ist die aktuelle Inhaltsangabe des SPIEGEL auf SPIEGEL ONLINE zu interpretieren?

Buchmesse-Rückblick 2008: »Nur wer anwesend ist, kann gewinnen«

Cosplayer auf der Buchmesse 2008Buchmesse 2008? Alles schon wieder vergessen? Gerade noch Medienrummel scheinbar ohne Ende und nun schon wieder lange vorbei. Damit nicht alles vergessen wird, fasst Barbara Fellgiebel ihre wichtigsten Eindrücke von fünf Messetagen erneut hier zusammen. Mit Fotos von Wolfgang Tischer der am Messe-Wochenende anwesenden Cosplayer.

Montag
Vor zehn Jahren war ich ziemlich allein auf weiter Flur mit meinen Messeimpressionen. Heute schreiben – nicht zuletzt dank Blogs, den Internet-Tagebüchern für jedermann – Hunderte ihre Gedanken zur Frankfurter Buchmesse auf und verbreiten sie.

Meine Buchmesse 2008 beginnt mit der Verleihung des dbp 08, des Deutschen Buchpreises, mit 25 000 Euro der höchst dotierte deutsche Literaturpreis und einzigartig in seiner Forderung: Nur wer anwesend ist, kann gewinnen – was bedeutet, dass sich alle sechs Autoren, die es auf die Shortlist geschafft haben, einzufinden haben, egal ob sie krank sind oder nicht.

Lesetipp im Internet: Elfriede Jelinek über Jörg Haiders Tod

Die Website von Elfriede JelinekElfriede Jelinek hat die Todesfahrt Jörg Haiders bereits literarisch verarbeitet und dank des Internet‘ auch schon veröffentlicht. Auf ihrer Homepage kann der knapp über 3.500 Wörter umfassende Text »Von Ewigkeit zu Ewigkeit« nachgelesen werden (Menüpunkt Aktuelles). Ein sprachlich fulminantes und dichtes Werk voll bitterböser Anspielungen auf den »Erlöser« Haider, der bei Jelinek dem Erlkönig gleich die österreichischen Bauernbuben verführt hat – und das nicht nur im Geiste. Haiders Name wird im Text jedoch nicht explizit genannt. Wie bei allen im Internet veröffentlichten Texten Jelineks darf daraus leider nicht zitiert werden, also hilft nur selber lesen.

Jelinek veröffentlicht ihre Texte seit geraumer Zeit ausschließlich im Web, darunter auch den Roman »Neid«.

Schmunzeln mussten wir bei einigen Medienberichten, die erneut zeigen, wie wenig Medienkompetenz in Internet-Dingen besteht.

Buchhandel fürchtet Umsatzeinbußen durch Entlassung Elke Heidenreichs

lesen! oder verkaufen!?Wenn sie in ihrer Sendung »lesen!« auch nur für Sekunden ein Buch in die Kamera hielt und lobte, stand es sofort auf der Bestsellerliste. Die Marke »Elke Heidenreich« mutierte zum Gütesiegel der Buchbranche. Unzählige Bücher führten Zitate von ihr auf, sie schrieb Vor- und Nachworte, gab eigene Buchreihen heraus und es schien, dass nur ihr Wort, nur ihr Lob entscheidend war. Sie war die beste Verkaufsmitarbeiterin im Buchhandel, was besonders die Buchketten freute, denn von ihr empfohlene Bücher verkauften sich vom Stapel ab, und man konnte auf eigenes qualifiziertes Beratungspersonal weitgehend verzichten.

Für die Verleger war ihre Sendung wie die Ziehung der Lottozahlen. Hatten sie das Glück und ein Buch aus ihrem Hause wurde von Heidenreich auserwählt, so kam das sechs Richtigen mit Zusatzzahl gleich, mindestens jedoch fünf Richtigen.

Doch nun hat das ZDF die Heidenreich wegen allzu unflätiger Bemerkungen entlassen und ihre Sendung mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Das Schlimmste, was dem Buchhandel passieren konnte, denn er hat seine wichtigste Werbeikone verloren – zumindest wurde ihre Wirkung beschnitten. Wer sein Urteil nicht mehr im Fernsehen abgibt, ist weniger wichtig.

Daher haben sich die Chefs und Verleger der großen deutschen Verlage in einem offenen Brief an ZDF-Intendant Schächter gewandt.

Eragon-Podcast der Stuttgarter Schiller-Buchhandlung

EragonAm Samstag, 25. Oktober 2008, erscheint der von den Fans lang erwartete dritte Band des Fantasy-Epos »Eragon – Die Weisheit des Feuers« des 24-jährigen amerikanischen Autors Christopher Paolini auf Deutsch.

Die Schiller-Buchhandlung in Stuttgart präsentiert bereits vorab einen interessanten Podcast rund um das Buch und stimmt die Leser auf das Werk ein. Die Inhaberin und Buchhändlerin Susanne Martin greift selbst zum Mikrofon und interviewt in der ersten Folge die erfolgreiche deutsche Fantasy-Autorin Evelyne Okonnek, deren Buch »Die Tochter der Schlange« 2006 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde.

In Teil 2 kommt der junge Testleser und Fantasy-Fan Daniel zu Wort und berichtet über seine Eragon-Leseerfahrungen und was er sich vom 3. Band erhofft. Unbedingt anhören, der Junge ist klasse!

Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD unterstützen das Aktionsbündnis für faire Verlage

Fairlag-PodiumdiskussionÜber 45 Autorenverbände und andere Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich jüngst zu einer gemeinsamen Initiative für mehr Fairness im Verlagsbetrieb zusammengeschlossen (Fairlag). Die Mitglieder setzen sich u. a. für eine faire Bezahlung von Autoren ein und informieren insbesondere junge und unerfahrene Schriftsteller über die Praktiken mancher Zuschussverlage.

Auf der Frankfurter Buchmesse stellten Imre Török (Verband deutscher Schriftsteller in ver.di/VS), Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren, Österreich) und Tobias Kiwitt (Bundesverband junger Autoren und Autorinnen/BVjA) das Aktionsbündnis in einer Podiumsdiskussion vor.

Im Vorfeld der Messe hatte sich zudem die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag für einen fairen Umgang zwischen Autoren und Verlagen ausgesprochen und sich klar für das Aktionsbündnis und das Engagement der Mitglieder ausgesprochen. Unmittelbar nach der Gründung des Aktionsbündnis‘ für faire Verlage im April 2008 hatte sich bereits die SPD-Bundestagsfraktion mit den Mitgliedern der Initiative solidarisch erklärt. (Quelle: Montségur Autorenforum)

Ausgelesen und Aus für »lesen!«: ZDF feuert Elke Heidenreich

Kein 'lesen!' mehr im ZDFDeutschlands populärste Literatursendung wird es nicht mehr geben. Das ZDF hat die Zusammenarbeit mit Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung beendet. Selbst die bereits angekündigte »lesen!«-Sendung mit Studiogast Campino am 31. Oktober 2008 wird nicht mehr produziert.

ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut meint in einer Stellungnahme: »Mit ihren Äußerungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Frau Heidenreich die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem ZDF und Frau Heidenreich wurde dadurch so nachhaltig zerstört, dass eine gedeihliche und sinnvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.«

Buchmesse 2008: Amazon erzählt nichts Neues über das Kindle-eBook

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Amazons präsentiert den KindleDie Presse hatte diesen Termin als das große Ereignis angekündigt: Amazon präsentiert den Kindle, das elektronische Wundergerät, das eBook wird kommen – und nichts wird mehr so sein wie zuvor.

Tatsächlich ist es aber genauso gekommen, wie vom literaturcafe.de vorhergesagt: Auf einer Präsentation hielt ein Vertreter (bzw. eine Vertreterin) von Amazon das Kindle hoch und erzählte und präsentierte in einer für amerikanische Firmen erstaunlich langatmigen Präsentation das Gerät.

Aber es wurde dort nichts gesagt oder verkündet, was man nicht auch schon seit einem Jahr auf der Website des Buchversenders hätte nachlesen können.

Die wirklich spannenden Frage wurden auf der Bühne nicht beantwortet: Wann kommt das Kindle nach Deutschland? Wer wird der Partner im Mobilfunkbereich für die Übertragung der Inhalte sein? Gibt es schon erste Vereinbarungen mit Verlagen über die Inhalte?

Auf unsere Nachfrage lacht die Amazon-Repräsentantin nur: »Nein, darüber wann das Kindle nach Deutschland oder Europa kommt, könne man noch nichts sagen.«

Buchmesse: Sven Regener bloggt auf SPIEGEL ONLINE wie arte ihn bei Interviews filmt

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Regeners Messe im SPIEGEL OnlineGestern Nachmittag ein Anruf des Kultursenders arte in der Redaktion des literaturcafe.de.
»Ich habe Ihre Telefonnummer vom Eichborn Verlag. Sie interviewen doch auf der Messe auch Sven Regener.«
»Ja.«
»Ich wollte nur fragen, ob es in Ordnung ist, wenn wir das filmen?«
Der Angerufen ist kurz verwirrt. arte will unser Interview mit Sven Regener filmen? Womöglich dann auch noch gleich im Abendprogramm ausstrahlen?
»Äh ja.«
»Wir machen nämlich einen Film über Sven Regener auf der Messe und wollen auch zeigen, wie oft er interviewt wird.«
»Achso ja, klar, filmen Sie nur.«

Und ab heute bloggt Regener auch auf SPIEGEL ONLINE über die Buchmesse. Unter anderem auch darüber, dass arte ihn bei Interviews filmt. Was er wohl noch machen muss? Strichliste darüber führen, wie oft er welche Frage von den Interviewern gestellt bekommt? Das ist aber alles meta Meta. Am besten wir fragen ihn im Interview, wie es ist zu bloggen, dass man gefilmt wird, während man Interviews gibt. Meta, meta, meta in dieser Woche im Buchmesse-Podcast 2008 des literaturcafe.de.

Paulo Coelho auf der Buchmesse: »Die Buchbranche steht dem Internet mit einem gewissen Mangel an Verständnis gegenüber«

Paulo CoelhoDer Mann ist knapp über 60, Marketingmenschen würden ihn daher als »Silver Surfer« bezeichnen, doch wie kaum ein anderer Buchautor hat er das Internet verstanden. Der Bestseller-Autor Paulo Coelho nutzte seine heutige Eröffnungsrede (Download als PDF-Datei, 90 kByte) auf der Frankfurter Buchmesse wieder einmal dazu, um der Buchbranche zu erklären, wie das Internet funktioniert und wie man es gewinnbringend einsetzt.

»Die Menschen tauschen das, was sie für wichtig halten, kostenlos untereinander aus, und sie erwarten, dass dasselbe auch für die Massenkommunikation gilt«, stellt Coelho fest. Die Musikindustrie und die Filmindustrie seien die ersten »Opfer« des Internets gewesen, da sie dies nicht verstanden hätten. »Die Manager der multinationalen Plattenfirmen zogen es vor, die Preise für Musik nicht zu senken sondern stattdessen Anwälte ins Feld zu schicken.«

Das sei jedoch der falsche Weg. Fast genüsslich erwähnt Coelho, dass der von der Unterhaltungsindustire polemisch benutze Begriff »Pirat« im Ursprung auch bedeutet habe »sein Glück auf See zu finden«.

Tagesspiegel sucht die »junge Literatur« während sie das U_mag bereits präsentiert

Literatur-Oktober auf Umagazine.deDer Literaturagent Alexander Simon stellt im Tagesspiegel fest, dass die Debütromane von heute schwer in den Regalen liegen – oder es gar nicht mehr in die Buchhandlungen schaffen. Er nennt interessante Zahlen, so z.B. dass selbst große Verlage von deutschsprachigen Werken deutlich weniger als 1.000 Exemplaren verkaufen. Die Verlagskosten für eine Veröffentlichung beziffert Simon auf 30.000 Euro.

Da ist die Initiative des U_mag, dem Magazin der Popkultur und Gegenwart, löblich, das in seiner aktuellen Oktober-Ausgabe am Kiosk und auf Umagazine.de junge Autoren und ihre Bücher vorstellt. Jede Woche werden auf der Website des Magazins im »Literatur-Oktober« lesenswerte Erstlingswerke präsentiert.

Mit dabei ist auch Alina Bronsky, deren Debüt »Scherbenpark« gerade für den aspekte Literaturpreis nominiert wurde. Bronskys Roman spielt im Milieu der russischen Spätaussiedler, und ihr gelingt es, das triste und von einem brutalen Verbrechen überschattete Leben der 17-jährigen Sascha mit Witz und Humor darzustellen. Klingt widersprüchlich? Klappt aber. Mit Alina Bronsky werden wir uns in dieser Woche übrigens auch in unserem Buchmesse-Podcast 2008 unterhalten.

Grrroßartig: Reich-Ranicki lehnt Deutschen Fernsehpreis ab und kritisiert »diesen Blödsinn«

Deutscher FernsehpreisDamit hatte niemand gerechnet: In der Selbstbeweihräucherungsgala »Deutscher Fernsehpreis«, in der sich Stars und Sternchen gegenseitig loben und nach Drehbuch Preise überreichen und sich freuen, wollte einer nicht mitspielen. Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, dem der Preis für sein Lebenswerk überreicht werden sollte, lehnte diesen auf offener Bühne ab. Wie DWDL.de und andere Medien berichten, sagte Reich-Ranicki vor dem verdutzten Publikum: »Ich habe nicht gewusst, was mich hier erwartet. Ich finde es schlimm, dass ich das hier viele Stunden ertragen musste. Diesen Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben.«

Wie die Medien weiter berichten, ging Moderator Thomas Gottschalk offenbar sehr souverän mit der unerwarteten und für die Veranstalter peinlichen Situation um. Er bot Reich-Ranicki an, dass die Stifter des Deutschen Fernsehpreises ARD, ZDF, RTL und SAT.1 mit ihm eine eine einstündige Sendung produzieren, in der über die Qualität des Fernsehens diskutiert werde. Unter dieser Bedingung erklärte sich Reich-Ranicki nach der Aufzeichnung offenbar bereit, den Preis doch »symbolisch« anzunehmen. Der Literaturkritiker wurde nach seinem Auftritt offenbar recht gut gelaunt angetroffen.

Touchscreen oder Kästchen, die die Welt bedeuten

Zeigt das eBook mehr vom Autor als das BuchVor kurzem konnte man auf perlentaucher.de lesen, wie stark die chinesische Literatur im Online-Bereich boomt. In diesem Artikel scheinen Zahlen auf, die manche europäische Autorinnen schwindelig werden lassen. Der Amazon Kindle scheint die Papierproduzenten heimlich zum Zittern zu bringen, und das eBook an sich gilt als der ultimative Todesstoß für die Druckindustrie. Aber ist das nun wirklich die letzte Runde, in der sich gedrucktes Buch und digitaler Text im finalen Kampf gegenüberstehen, und ist es tatsächlich so vorhersehbar, dass das Buch zu Boden gehen wird?

Ich habe einen Traum. Und ich denke, mit mir haben diesen Traum viele bücherverliebte Menschen, die das gedruckte Buch nicht aussterben werden lassen. Immerhin werden noch immer Platten gepresst und Plattenspieler gebaut, während wir von der Kassette über die CD bis hin zum iPod jede Entwicklung mitgemacht haben.

Amazon bietet Print-on-Demand-Dienstleistungen nun auch in Deutschland an

Amazon-PressemeldungIn einer Pressemeldung hat der Buchversender Amazon.de heute angekündigt, dass er künftig auch in Deutschland für seine Kunden aus der Verlags- und Musikbranche Print-on-Demand-Dienstleistungen anbieten wird. Vergriffene oder bislang noch gar nicht angebotene Bücher, CDs und DVD können so von Amazon bei Bestellung in Einzelstücken produziert und an Endkunden ausgeliefert werden. Verlage oder Musiklabels müssen dazu die digitalen Daten ihrer Produkte an Amazon liefern – im Bücherfall reicht die PDF-Datei. Amazon hält für seinen »Buchdurchsuchdienst« Seach Inside! ohnehin bereits etliche Werke digital vor.

Den »Druck bei Nachfrage« bietet Amazon in den USA bereits seit einiger Zeit an, nachdem man sich dort Anfang 2005 den POD-Dienstleister BookSurge und dessen Know-how einverleibt hatte.

Derzeit stellt Amazon den POD-Service in Deutschland nur für größere »Content-Eigentümer« bereit. Wird der Dienst mittelfristig auch für Autoren und Kleinverleger günstig verfügbar sein? Wird Amazon somit demnächst ein Konkurrent für bod.de und lulu.com?

Onkel Dieters Märchenstunde: Der Bohlenweg beginnt

Dieter Bohlen liest vor (Quelle: yahoo.de)
Quelle: yahoo.de

Es ist soweit. Dieter Bohlen hat wieder ein Buch veröffentlicht. Diesmal steht als Autor tatsächlich sein Name allein auf dem Cover. Daher schrieb also offenbar nicht BILD-Chefredakteursgattin Katja Kessler das Buch, sondern ein Ghostwriter, der gegen entsprechendes Geld auf die Namensnennung verzichtet hat.

Und leider geht es jetzt wieder los, dass man an allen Ecken und Enden die Leute über das Buch lästern hören wird: Der Bohlen? Der kann doch gar nicht schreiben! Was hat das bitteschön mit Literatur zu tun!?

Und die vielen kleinen Hobbyschreiber, die ihre schlechten Romane vergeblich und zu Recht bei keinem anständigen Verlag unterbringen, werden sich wieder darüber echauffieren, dass man als Promi ja wohl jeden Mist als Buch veröffentlichen kann und dass die Leute das auch noch kaufen, während man selbst mit seinem Manuskript (»eine ironische gesellschaftskritische Satire mit autobiografischen Zügen«) als Jung- oder alter Neuautor bei deutschen Verlagen ohnehin keine Chance hat. Aber den Bohlen, den nehmen sie, über den berichten sie, obwohl der ja gar nichts kann und sowieso ein arrogantes Arschloch ist.