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9. BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation belegt die Internet-Defizite der Verlagsbranche

Ein Virus im SYSTEM?Gestern wurde auf der Leipziger Buchmesse zum 9. Mal der BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation vergeben. Nach Angaben der Veranstalter ist es der einzige Marketing-Preis der Buchbranche und eine Zusammenarbeit zwischen dem Branchenmagazins BuchMarkt, der Zeitung DIE WELT, Mohn media und der Leipziger Buchmesse. Neben eher klassischen Marketingmaßnahmen wird der Preis auch in der Kategorie »Internet« vergeben.

Jedoch belegen die Auszeichnungen der Kategorie »Internet«, wie wenig die Verlagsbranche das Medium verstanden hat. Genauer muss man sagen: Die Liste der Gewinner ist der Beleg, dass die Jurymitglieder vom Internet keine Ahnung haben und offenbar nur toll finden, was sich bewegt und dreht. Denn die vier Gewinnerbeiträge oder Websites sind ausnahmslos zum Teil sehr üppig und aufwändig gestaltete Flash-Animationen. Viele davon öffnen Popup-Fenster und scheitern bereits am Popup-Blocker moderner Browser. Internet von vorgestern, Multimedia-Schlachten wie einst in der Welt der CD-ROM.

Das ist ohne Frage alles nett und schön gemacht und wahrscheinlich saß die Jury begeistert vor den Bildschirmen, beispielsweise beim Gold-Gewinner-Flash »Das System«. Aber es hat nichts mit der aktuellen Internet-Welt zu tun.

In eigener Sache: Demnächst hier…

Im Studio mit Katze waren wir Anfang Februar. Nun sind die Dateien geschnitten. Und bald geht es los.

Cicero veröffentlicht Liste der 20 wichtigsten Buchverlage

CiceroDie Zeitschrift Cicero veröffentlicht in ihrer April-Ausgabe 2008 eine Liste der 20 wichtigsten Verlage. Die Liste ist auch im Internet einsehbar. 20 Literaturexperten wurden gebeten, die ihrer Meinung nach drei wichtigsten Verlage zu benennen, aus denen die 20 Top-Verlage ermittelt wurden. Unter den Experten sind Feuilletonchefs großer Tageszeitungen, Literaturhausdirektoren und Leute wie Denis Scheck (druckfrisch) und Wolfgang Herles (aspekte).

Platz 1 der Liste verwundert nicht und ist absolut berechtigt: es ist der Hanser Verlag aus München. Erfreulich – und vielleicht gar nicht mal so erstaunlich -, dass es sich hierbei nicht um einen Konzernverlag handelt. Platz 2 geht an den S. Fischer Verlag. Ein Verlag mit Tradition und hervorragendem Buchprogramm. Dass auf Platz 3 nach wie vor der Suhrkamp Verlag steht, hätte man nicht erwartet. Nach den internen Auseinandersetzungen im Verlag, dem Weggang renommierter und wichtiger Autoren ist der Suhrkamp Verlag nicht mehr das, was er einst war. Doch bei den Literaturexperten wirkt offenbar noch die positive Vergangenheit nach.

Bereits auf Platz 4 steht ein Verlag, der der sogenannten Independent-Szene entstammt, also ein kleiner unabhängiger Verlag mit guten Programm: Kookbooks. Es folgen weitere Verlage, die man auf der Liste natürlich erwartet, wie z. B. Rowohlt, Diogenes, C.H.Beck, Kiepenheuer & Witsch, Kein & Aber, Eichborn, Tropen.

Spannend natürlich auch, wer nicht auf der Liste steht.

Abschiedsbriefe von Männern und ein Dankesbrief von einem davon

Sibylle Berg (Hrsg.): Das war's dann wohlDaniel Grandpair hat uns eine eMail geschrieben, die wir mit seiner Erlaubnis hier gerne veröffentlichen.

Sehr geehrte Damen und Herren vom literaturcafe.de,

ich möchte mich hiermit herzlichst bei Ihnen bedanken.
Wofür möchten Sie wissen?

Ganz einfach.
Vor ca. einem Jahr habe ich auf Ihrer Webseite einen Artikel darüber gefunden, dass Frau Berg noch Abschiedsbriefe von Männern sucht, um sie in ihrem neuen Buch: »Das war’s dann wohl. Abschiedsbriefe von Männern.« zu veröffentlichen.

Auch ich schickte damals einen Brief an Frau Berg, und dieser wurde in die bunt gemischte Sammlung aufgenommen. Zwar werde ich, als kleines Licht, nur als »Daniel G.« bezeichnet, aber wie sagt man so schön? Dabei sein ist alles. Immerhin fühle ich mich auch den Seiten 140-143 recht wohl, über den Mangel an guter Gesellschaft kann sich mein Beitrag jedenfalls nicht beklagen.

The Secret: Das Hochglanzbuch des positiven Denkens

Rhonda Byrne: The Secret - Das Geheimnis

Ganze Regalmeter an Büchern könnte man in den Lebenshilfe-Abteilungen der Buchhandlungen durch ein Blatt Papier ersetzen, auf dem zu lesen ist: »Denke positiv! Glaube an dich selbst! Der Rest wird schon werden!«

Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Würden mehr der problemgeplagten und ewig jammernden Menschen danach leben, ginge es ihnen ohne Zweifel wirklich besser. Aber leider nicht den Autoren der Selbsthilfebücher. Also müssen diese ständig neue Verpackungen für diese einfache Weisheit erfinden.

Besonders gut ist dies der Autorin Rhonda Byrne gelungen. Sie erklärt in ihrem Buch die Lebenshilfe-Banalität schlichtweg zum Geheimnis und behauptet von Leuten, die sich nicht mehr dagegen wehren können, wie Einstein, Platon und da Vinci, dass diese das Geheimnis gekannt hätten.

So schwadroniert sie in ihrem hübsch aufgemachten Büchlein »The Secret« munter drauflos, um das »Geheimnis« nach und nach zu enthüllen. Und dieses lautet: »Denke positiv! Glaube an dich selbst! Der Rest wird schon werden!« und kostet 16 Euro 99. Oder kaufen Sie doch die gleichnamige DVD für 31 Euro 95. Oder wie wäre es mit dem Hörbuch in der – leider – ungekürzten Fassung?

Passivlesen oder Was ist eigentlich eine Lesebühne?

Lesebühne LÄNGS: Liefka Würdemann, Thomas Nast, Jörg Schwedler (von links)Im Herbst 2007 habe ich zum ersten Mal von Lesebühnen gehört. Relativ spät für jemanden, der sich seit Jahren in der Literaturszene herumtreibt. Relativ spät auch angesichts der Tatsache, dass die erste Lesebühne bereits 1989 gegründet wurde. Allerdings lebe ich in Hamburg. Und Hamburg hat mit LÄNGS nur eine Lesebühne, im Gegensatz zu Berlin, wo um die 15 Lesebühnengruppen munter koexistieren.

Eine Lesebühne ist ein festes Autorenensemble, das einen regelmäßigen Termin – manche monatlich, manche wöchentlich – in einer Kneipe, einem Club oder einem Kulturhaus hat, zu dem die Literaten ihre eigenen Texte vorlesen. Anders als bei Poetry Slams, stehen die meist drei bis zehn Autoren dabei in keinem Wettbewerbsverhältnis. Manche Lesebühnen laden auch Gastautoren ein. In Berlin, wo die Dichte der Lesebühnen mit Abstand am größten ist, leihen sich die verschiedenen Gruppen ihre Autoren auch untereinander aus. Viele Berliner Lesebühnenautoren sind bei zwei oder mehreren Lesebühnen Mitglied.

Ivo von der Berliner Lesebühne LSD (Liebe Statt Drogen) stellt im Nachwort zum nach der Lesebühne benannten Buch-mit-CD-Paket fest, dass sich Lesebühnentexte vor allem durch drei Eigenschaften auszeichnen:

Hörbuch-Websites laden ein zur Östhöreiersuche

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OsthöreiStefan Krombach vom Hörbarium-Podcast hat sie initiiert und viele Hörbuch-Websites machen mit bei der »Osthöreiersuche«. Bis zum Ostermontag kann auf den Internetangeboten von audore, Canora Media, des Hörbuch- und Podcast-Blogs, HoerNews.de, Die Hörspiel-Freunde, Hörspielland.de, des Hörspieltalks, Lausch, Thesaurus Librorum, vorleser.net, weirdoz* und natürlich des Hörbarium-Podcasts nach Audioschnipseln gesucht werden. Wer das »singende, klingende Sonntagsrätsel« im D-Radio hört, der kennt das Prinzip: Es gilt herauszufinden, aus welchem Werk der jeweilige Ausschnitt stammt, und aus dem Titel ist ein bestimmter Buchstabe zu entnehmen. Hat man alle Buchstaben ermittelt, so entsteht daraus ein Lösungswort, das man auf www.osthoereiersuche.de eingeben kann.

Und natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Alle kleinen und größeren namhaften Hörbuch-Labels haben für die Aktion Preise gestiftet. Sachpreise im Wert von 1.200 Euro werden unter den Einsendern der richtigen Lösung verlost. Weitere Infos gibt es natürlich auch auf www.osthoereiersuche.de.

Willms Woche: Größtenteils harmlos

Nach den Einzelglückwünschen für Heinz Erhardt, Karl May und Gudrun Pausewang sollten diese Woche eigentlich wieder mehrere Geburtstagskinder gemeinsam feiern.

Eigentlich.

Denn am 11. März wäre ein Mann 56 Jahre alt geworden, bei dem es ein Frevel höchsten Grades wäre, würden wir ihm nicht auch ein kleines Special widmen. Schließlich schrieb er nicht nur irgendwelche Bücher, nein, er offenbarte uns, was schon Goethes Faust zu finden hoffte: Das, was die Welt im Innersten zusammenhält, die Antwort auf alle Fragen, auf das Leben, das Universum und natürlich den ganzen Rest. Douglas Adams wurde durch das »Per Anhalter durch die Galaxis«-Hörspiel und die gleichnamige Romanreihe zum Kultautor. Persönlich wäre es ihm jedoch lieber gewesen, wenn seine Reportage »Die letzten ihrer Art«, in der er eine Reise zu aussterbenden Tierarten der Welt dokumentierte, stärker im Licht der Öffentlichkeit gestanden hätte.

Cornelia Travnicek liest auf der LITERA in Linz

LesungCornelia Travnicek, die im literaturcafe.de in lockerer Folge über ihre Erfahrungen als Jungautorin berichtet, wird am 23. April 2008 gleich zweimal auf der LITERA aus ihrem Buch »Aurora Borealis« lesen. Die LITERA ist die neue internationale Buchmesse, die in diesem Jahr zum ersten mal vom 23. – 27. April im österreichischen Linz stattfindet.

Als Gewinnerin des Jugendpreises beim Marianne-von-Willemer-Preises der Stadt Linz liest Travnicek zunächst auf der ORF-Bühne, später dann um 17 Uhr im Forum der Messe.

Das Buch »Aurora Borealis« ist in der Edition Linz erschienen und wir offiziell am 31. März 2008 um 19:30 Uhr im Stifter-Haus der Stadt Linz der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Band sind neun Prosastücke der Autorin enthalten. Die Auflage ist auf 300 Stück limitiert.

Aktuell ist zudem im UniStandard ein Interview mit  Cornelia Travnicek und anderen Jungliteraten erschienen, das auch online nachzulesen ist.

Wir hoffen natürlich, dass Cornelia Travnicek für das literaturcafe.de wieder von Ihren Erfahrungen auf der LITERA berichten wird.

Cornelia Travnicek; : Aurora Borealis (edition linz). Gebundene Ausgabe. 2008. Bibliothek der Provinz Verlag für Literatur, Kunst. ISBN/EAN: 9783852528755

Na also: Der 3. ARD-RadioTatort konnte endlich überzeugen

RadioTatortDerzeit ist im Internet und auf den Frequenzen der ARD-Kulturprogramme die 3. Folge der RadioTatort-Reihe zu hören. Mit dieser Hörspiel-Krimi-Reihe möchte die ARD die bekannte Tatort-Marke auch ins Radio übertragen. Die im Januar ausgestrahlte erste Folge, die vom WDR produziert wurde, riss einen nicht wirklich vom Hocker. Und auch bei der zweiten Folge des MDR war nach wenigen Minuten schnell der Aus-Knopf gefunden. Zu wirr und mit grauenhaften Dialogsequenzen kam dieser Krimi daher.

»Himmelreich und Höllental« war der dritte Hörspiel-Krimi der RadioTatort-Reihe, in dem der SWR zum ersten Mal sein Ermittlerteam vom LKA Stuttgart im Badischen ermitteln ließ. Damit hatte man auch gleich dem Proporzgedanken des SWR Rechnung getragen. Im Süden des Landes muss man keine Ermittler aus westlichen und östlichen Kulturkreisen aufeinandertreffen lassen, es genügen Badener und Württemberger. Doch die Drehbuchautorin Christine Lehmann löste das sehr charmant mit sympathischen Charakteren und Dialogen, denen man gerne zuhörte. Auch Akustik und Sound-Design konnten überzeugen, wenn man einmal von dem groben Fehler absieht, dass ständig das Piepsen eines bootenden Desktop-Rechners zu hören war, wenn Kommissarin Nina Brändle am Notebook tippte. Gut gemacht waren auch die oft nur sekundenlangen Mini-Rückblenden.

Der Traum jedes Autors und Verlags: Schleichwerbung auf SPIEGEL Online

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Werbequiz auf SPIEGEL OnlineJa, das Leben ist schon ungerecht. Während der unbekannte Hobby-Autor es nicht einmal schafft, dass sich die örtliche Regionalzeitung für sein Buch interessiert, bekommt der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf prominente Werbung im redaktionellen Teil auf SPIEGEL Online geschenkt. Als »Anzeige« ist sie freilich nicht gekennzeichnet. Der SPIEGEL hat dem Buch »YOU BITCH! YOU BASTARD!«, in dem lästerliche Zitate von Rock- und Popstars über ihre Kollegen gesammelt sind, einige Zitate entnommen und ein unaufwändiges »Wer hat’s gesagt?«-Quiz gebaut. Das ganze ist sehr klickintentensiv, was dem SPIEGEL eine Steigerung der werberelevanten Seitenaufrufe bringt. Und Promi-Tratsch funktioniert immer.

Hat man sich durch alle 8 Fragen hindurchgeraten folgt die unverblümte Werbebotschaft: »Sie kennen sich hervorragend aus, Respekt! Wenn Sie dennoch Ihr Wissen erweitern wollen, greifen Sie zu den gesammelten Lästerzitaten in Buchform: "You Bitch! You Bastard" von Susan Black (Schwarzkopf & Schwarzkopf).«

Einen direkten Link auf die Verlagswebsite fand dann offenbar auch der SPIEGEL zu dreist. Aber das Angebot ist schnell ergoogelt und Schwarzkopf & Schwarzkopf macht es absolut richtig, denn mehr als 50% der Startseite sind derzeit mit dem Buchhinweis bedeckt, sodass man ihn einfach nicht übersehen kann.

Verlage beginnen zu verstehen: Heyne bietet »Upload« kostenlos zum Download an

Cory Doctorow: UploadPaulo Coelho macht es am Rande der Legalität. Auch die Riesenmaschine hat es schon gemacht. Und jetzt geht der Heyne Verlag in diese Richtung weiter: Kostenlos bietet der zu Bertelsmann gehörende Verlag auf seiner Website die aktuellen Science-Fiction-Romane »Upload« und »Backup« von Cory Doctorow in der deutschen Übersetzung zum Download an. Sogar unter CC-Lizenz! Einfach so, als PDF-Datei. Man muss sich nicht einmal registrieren und seine eMail-Adresse keiner Werbeschleuder anvertrauen. Da ist einfach nur ein Link auf der Website. Unglaublich! Die Verlage scheinen das Internet langsam zu verstehen.

Nun könnte man vermuten, dass der umtriebige Autor und Netz-Aktivist Doctorow, der für ein Umdenken bei Copyright und Verwertungsrechten plädiert, den Verlag zu diesem Schritt gebracht hat. Aber nein, es war die Idee des Heine Verlags, wie Doctorow in einer kurzen Notiz auf boingboing schreibt. Doctorow freut sich jedoch über diesen Schritt und findet ihn »pretty cool«.

Wir auch! Und selbstverständlich muss erwähnt werden, dass man das Buch auch in gedruckter Form kaufen und lesen kann. Allerdings – und das erstaunt dann doch wieder – erst ab Mai 2008.

Abzocker-Website: Wenn ein Goethe-Gedicht plötzlich 60 Euro kostet

Abgezockt auf www.gedichte-datenbank.deDaniela K.* kann es nicht fassen. Für den Geburtstag eines Freundes suchte sie im Internet nach einem passenden Gedicht. Unter anderem stieß sie auf das Angebot www.gedichte-datenbank.de, in dem laut Anbieter über 2.000 Gedichte verzeichnet sind. Diese sind »Nur noch 1 Klick entfernt«. Zuvor musste Daniela lediglich ihre Adresse eingeben. Das kam ihr zwar merkwürdig vor, doch sie dachte sich nicht viel dabei. Leider erwiesen sich die Gedichte, die sie im Angebot fand, als nicht sonderlich originell. Fast alle hatte sie bereits zuvor auch schon beim Projekt Gutenberg gefunden, bei dem sie ihre Adresse nicht hinterlassen musste.

Die Überraschung kam einige Tage später per Post: Die NETContent Ltd. stellte für den Zugang zu der von ihr betriebenen gedichte-datenbank.de exakt 59,95 Euro für einen Halbjahreszugang in Rechnung. Daniela K. schaute nochmals auf der Website nach. Und tatsächlich: Ganz unten auf der Anmeldeseite stand im Kleingedruckten, dass sie per Klick auf den »Zum Gedichte-Archiv«-Link diesen Bedingungen einwilligte. Leider hatte sie bei ihrer Gedicht-Recherche gar nicht so weit nach unten gescrollt.

Willms Woche: Noch immer Angst vor der Wolke

Kaum ein Buch, das ich als Kind las, vermochte es, mich so in Angst und Schrecken zu versetzen wie »Die Wolke«. Die Panik der Menschen, die in der Geschichte um den fiktiven Supergau des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld geschildert wird, und besonders das Schicksal der Hauptfigur, der 14jährigen Janna-Berta, ergriffen mich sofort wieder, als ich vor einiger Zeit den Trailer zur Verfilmung des Jugendbuches im Kino sah. Angeschaut habe ich mir den Film nicht. Das beklemmende Gefühl und die Angst, welche die Handlung damals bei der Lektüre ausgelöst hatte, waren noch allzu präsent. Allgegenwärtig sind – lange nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl – auch noch immer die Gefahren, die schlechte Wartung und Kontrollen von Atomkraftwerken mit sich bringen. Erst 2021 wird der letzte deutsche Reaktor vom Netz gehen, nicht zuletzt durch die Anti-AKW-Bewegung und »Die Wolke«. Die Autorin des Werkes, Gudrun Pausewang, wird am 3. März 80 Jahre alt. »Die Wolke« veröffentlichte sie 1987 als Antwort auf die Vorfälle in Tschernobyl. Kritiker warfen ihr vor, durch zu authentische Schilderungen den Eindruck einer reellen Begebenheit erwecken zu wollen. Sie schüre unnötig Panik, hieß es. In deutschen Kraftwerken sei ein solches Szenario nicht vorstellbar.

Jokers Lyrik-Preis 2008: 2.000 Euro für das beste Gedicht

jokers Lyrikpreis 2008Heute beginnt der Einsendezeitraum für den Jokers Lyrik-Preis 2008. Bis Ende März 2008 können Lyrikerinnen und Lyriker wieder ihre Werke unter www.jokers.de/lyrikpreis einreichen. Eine Jury kürt die besten Gedichte. Platz 1 ist mit 2.000 Euro dotiert, der zweite und dritte Preis mit 1.500 bzw. 1.000 Euro. Außerdem gibt es zahlreiche Sach- und Sonderpreise zu gewinnen. Die besten Gedichte erscheinen in einer Anthologie bei BoD.

Auch in diesem Jahr unterstützt das literaturcafe.de den Jokers Lyrik-Preis wieder als Kooperationspartner und mit Sonderpreisen, darunter die begehrte literaturcafe.de-Tasse.

Der Jokers Lyrik-Preis ist ein Wettbewerb des gleichnamigen Buchversenders, bei dem überwiegend Restauflagen und Sonderausgaben von Büchern, Hörbüchern und anderen Medien zu günstigen Preisen erhältlich sind.