Startseite Website Seite 142

Selbstbefriedigung vor dem Bildschirm: Texte von Männern gesucht

Da hier in wenigen Stunden die Buchrezension zu Charlotte Roches erstem Roman »Feuchtgebiete« zu lesen sein wird, stimmen wir uns schon mal auf den Themenbereich ein und leiten folgenden Aufruf des Linksbuch-Forums weiter:

Dieser Projektaufruf richtet sich an Männer! Im Internet ist es für Männer ein Leichtes, pornografische Seiten aufzurufen und diese als Vorlage zur Selbstbefriedigung zu nutzen. Der Weg in die Sucht ist durch derartige Angebote vorgezeichnet: Die schnelle Lustbefriedigung wird zum täglichen Ritual mit allen daraus sich ergebenden negativen Folgeerscheinungen wie Abhängigkeit, zunehmende Vereinsamung, Störung bzw. Zerstörung intimer Beziehungen zur Partnerin. Unter dem Arbeitstitel „Die Einsamkeit des Wichsens“ werden Erfahrungsberichte von männlichen Autoren gesucht, die das eigene diesbezügliche Erleben und die daraus resultierenden Erfahrungen und Probleme ehrlich und offen darstellen. Die Wahrung der Anonymität der Teilnehmer wird zugesichert. Manuskriptzusendungen im Umfang von mindestens 10.000 Zeichen als Word-Datei über die Kontaktseite von www.linksbuch-forum.de erbeten. Einsendeschluß für Beiträge ist der 1. Juli 2008.

Eine Frage jedoch: Warum geht man das Thema denn schon von vornherein voreingenommen negativ an?

Unbedingter Lesebefehl: Autorenverzweiflung und Graupelgewitter

4

Zuckerbrot: Buchmesse LeipzigGerade aus unseren Links gefischt haben wir noch einen wunderbaren Bericht über die Leipziger Buchmesse 2008. Ein Text so herrlich subjektiv und doch so treffend, dass wie Sie hiermit auffordern, sofort diesen Link hier anzuklicken und das dokumentarische Textjuwel zu lesen – auch wenn es sprachlich bei Weitem keines ist. Halten Sie durch!

Hey! Sie lesen hier ja immer noch weiter! Hatten wir nicht gesagt, Sie müssen einfach diesen Link anklicken und den Text lesen? Achso, Sie klicken erst, nachdem Sie hier alles gelesen haben.

Nun, dann sei noch festgestellt, dass das zuckerbrot-Blog, das, wie wir auf der ICH-Seite lesen, eigentlich keines ist, sondern »nur eine Seite, wo ich so Sachen schreibe und zeige« auch sonst eine feine Auswahl an Bildern, Kommentaren, Hinweisen, Links und Texten präsentiert. Zum Beispiel die »fürchterlichen Wörter«. Aktuell vom 17.03.2008: Graupelgewitter. 

So, jetzt aber klicken!

China als Gastland der Buchmesse: Wie viele Tote sind erlaubt?

3

Buchmessedirekor Jürgen Boos auf der Pressekonferenz zur Buchmesse 2007Anlässlich der Vorgänge in Tibet gerät auch die Gastland-Präsentation Chinas bei der Frankfurter Buchmesse wieder in die Diskussion. 2009 soll sich das asiatische Land auf der Bücherschau darstellen. Darf die Kultur- und Wirtschaftsmesse die Plattform für die Präsentation eines diktatorischen Landes sein, das Andersdenkende blutig niederknüppelt, 1989 beim Tian’anmen-Massaker und aktuell in Tibet?

Bereits im Herbst des letzten Jahres haben wir Buchmessedirektor Jürgen Boos die Frage hinsichtlich der Zensur in China gestellt. »Mit Gästen spricht man durchaus auch über unangenehme Themen«, so Boos damals.

Uwe Wittstock stellt in seinem Kommentar in der WELT die Frage, wie weit dieser Dialog gehen soll. Wittstock: Aber bis zu welcher Grenze, bis zu welcher Zahl von Toten gilt dieses Argument? Werden sich beim Ehrengastauftritt Chinas tatsächlich nicht pekingtreue Tibeter präsentieren dürfen? Oder wird die Buchmesse 2009 eine prächtige Bühne sein für Diktatoren, die bei der Niederschlagung von Regimegegnern vor kaum etwas zurückschrecken?

Die Fragen bleiben einstweilen offen. Vielleicht sind ja bis 2009 die Vorfälle in Tibet auch wieder vergessen.

Drecksbagage: Gerhard Polt signiert im Internet

Gerhard Polt: DrecksbagageNicht immer sollte man Bücher sofort bei Amazon & Co. bestellen. Manchmal lohnt sich der Blick auf die Verlagswebsite. Der Schweizer Verlag Kein & Aber, der seit der Neugestaltung seiner Website bereits mit einem netten Hörbuchradio aufwartet, lädt regelmäßig zur Online-Signierstunde. Die Umsetzung ist einfach, jedoch für Fans des jeweiligen Autoren lohnenswert: Neben der eigenen Adresse gibt man auf der Verlagswebsite einen kurzen Widmungstext ein, den der Autor dann persönlich von Hand ins Buch schreibt.

Aktuell signiert seit gestern kein geringerer als Kabarett-Großmeister Gerhard Polt sein Buch Drecksbagage »online«. Bis zum Versand des persönlichen Exemplars muss man sich jedoch gedulden: erst Anfang Mai ist der Meister offenbar wieder mal beim Verlag in Zürich zu Gast. Zum Buchpreis von 12 Euro 90 kommen 5 Euro Versand- und Verpackungskosten. Dafür verschickt der Verlag das Buch vertrauensvoll mit Rechnung.

Vor Polt signierten bereits Philipp Tingler und Konstantin Richter. Noch hält sich laut Verlag die Resonanz auf die virtuelle Signierstunde in Grenzen. Zwar wird auf der Startseite darauf hingewiesen, jedoch wird der signierende Autor nicht genannt. Bei Polt dürfte der Promi-Faktor und der Wunsch nach einer persönlichen Widmung natürlich höher sein. Man sieht ihn schon förmlich im Lagerraum des Verlages fluchend mit Füllfederhalter zwischen Büchertürmen sitzen.

Literaturkanal lettra ist insolvent

2

lettraAch herrje, das ging ja schnell. Im November startete der reine Literaturkanal lettra. Kein halbes Jahr später ist der Spartensender insolvent, wie Kress meldet. Laut Kress sei der Sender überschuldet, Dienstleister mussten Monate auf ihr Geld warten. Noch wird der Sendebetrieb aufrecht erhalten, nach einem Investor wird gesucht.

Leider kann und konnte das Programm nur von ganz wenigen empfangen werden, denn es war ausschließlich im Paket mit anderen Bezahlsendern erhältlich. Und wer sich Pay-TV ins Haus holt, tut dies offenbar nicht wegen der Kultur. Und wo keine Zuschauer, da keine Werbekunden. Der lettra-Trailer, der auf der Website des Senders zu sehen ist, macht keinen schlechten Eindruck. Das sieht durchaus nach einer guten Mischung zwischen Kunst und Unterhaltung aus und kommt absolut professionell daher. Für lettra modiert u.a. das Ehepaar Bärbel Schäfer und Michel Friedman.

Hier bei uns auf dem Schreibtisch liegt noch die Visitenkarte einer netten lettra-Mitarbeiterin, die wir demnächst einmal anrufen wollten. Jetzt heißt es erst mal warten, was aus lettra wird.

Nachtrag: Am 1. April 2008 hat lettra den Sendebetrieb eingestellt.

Kreative Schreibprogramme für MAC und PC – Eine Auswahl

Schreibsoftware ScrivenerIdeen entstehen zuallererst im Kopf: Texte, Gedichte, Romane. Um sie ins Leben zu rufen, müssen wir auf Handwerkszeug zurückgreifen: Füllfeder, Bleistift, Kugelschreiber, PDA-Stift, Finger, Notizzettel, Kladde, Tagebücher, Bierdeckel, Schreibmaschine, Diktiergeräte. Heute stehen uns zusätzlich eine große Anzahl von Schreibprogrammen zur Verfügung, die uns in unserem kreativen Prozess unterstützen und inspirieren wollen. Inwieweit lässt sich aber der kreative Prozess beeinflussen? Bzw. was hilft uns, was hindert uns? Und gibt es das wirklich: Schreibprogramme, die unserem kreativen Prozess weiterhelfen?

Ich habe entdeckt, dass mir gewisse ästhetische wie auch kreative Elemente beim Schreiben helfen. Natur ist für mich eine unendliche Quelle an Inspiration. Ich liebe den Himmel, Wolken, Sonnenauf- und -untergänge. Meinen Arbeitsplatz habe ich deshalb so eingerichtet, dass ich meinen Blick in die Ferne schweifen lassen kann. In den Himmel und auf die umliegenden Weinberge und Berge der Vogesen und des Schweizer Jura. Nun hat nicht jeder eine schöne Aussicht. In Arbeitsbereichen, in denen ich kein Zimmer mit Aussicht habe, hänge ich mir inspirierende Landschaftsposter an die Wand, oder stelle eine schöne Pflanze auf den Tisch.

Bezahlter Inhalt: Ein Literaturportal wurde zum Bösen verführt

Geld für eine KrimitippDerzeit (März 2008) hat der Lübbe-Verlag eine Anzeige im literaturcafe.de für den Titel »Und verführe uns nicht zum Bösen« geschaltet. Das freut uns, denn das Geld von Anzeigenkunden hilft mit, unser Angebot zu finanzieren und auszubauen. Dabei bemühen wir uns, Anzeigen als solche kenntlich zu machen, denn die Verlockung, bezahlte Werbung und redaktionelle Berichte zu vermischen, ist nicht nur bei der »Bild« groß, sondern auch bei vielen Literaturportalen im Netz gängige Praxis.

Ist eine positive Buchbesprechung nur platziert, weil der Verlag dafür Geld bezahlt hat? Wie unauffällig bezahlte Werbung und redaktioneller Inhalt vermischt und Leser getäuscht werden, ist derzeit sehr gut auf dem Angebot literature.de zu sehen. Auf der Startseite findet sich der »Krimitipp«, und für Tipps ist man als Leser ja immer dankbar. Uns hat dieser Tipp jedoch stutzig gemacht, da es genau der Titel ist, den Lübbe derzeit im literaturcafe.de bewirbt. Doch nirgendwo findet sich bei literature.de der Hinweis »Anzeige«. Klickt man auf den Artikel, so fällt auf, dass der »Empfehlungstext« aus den Versatzstücken der Verlagswerbung besteht.

Willms‘ Woche: Intimrasur, Sex und virtuelle Welten

Die Zeiten, in denen Helden zum Mond oder zum Mittelpunkt der Erde reisten, sind längst vorbei. Mit dem Einzug des PCs in den Alltag eroberte ein neues Medium die Literatur: der Cyberspace. Geprägt wurde der Begriff von William Gibson, der 1984 – im Geburtsjahr des Macintosh – den Hacker Case in das virtuelle Abenteuer »Neuromancer« schickte. Der Roman ist der Auftakt zu einer Trilogie, die als Vorreiter des Cyberpunk gilt, eine Art Film Noir der neuen Sci-Fi-Literatur – dunkel, brutal und aussichtslos. Natürlich hat Gibson das Genre nicht neu erfunden, bereits in den 60er Jahren schuf Philip K. Dick mit »Träumen Androiden von elektrischen Schafen?« (aka »Bladerunner«) eine Dystopie von Kultstatus, auf die seitdem viele Cyberpunk-Autoren gerne zurückgreifen. Mit »Neuromancer« beschritt William Gibson, der am 17. März 60 Jahre alt wird, jedoch ganz neue Wege. Menschen, die ihre Nerven mit dem Cyberspace vernetzen – so etwas hatte es in der Form noch nie gegeben. Noch immer liest sich das Abenteuer extrem spannend und schwindelerregend schnell – auch für Computerlaien.

Neue Wege schlägt auch Charlotte Roche ein – neue Wege des Ekels könnte man sagen.

9. BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation belegt die Internet-Defizite der Verlagsbranche

Ein Virus im SYSTEM?Gestern wurde auf der Leipziger Buchmesse zum 9. Mal der BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation vergeben. Nach Angaben der Veranstalter ist es der einzige Marketing-Preis der Buchbranche und eine Zusammenarbeit zwischen dem Branchenmagazins BuchMarkt, der Zeitung DIE WELT, Mohn media und der Leipziger Buchmesse. Neben eher klassischen Marketingmaßnahmen wird der Preis auch in der Kategorie »Internet« vergeben.

Jedoch belegen die Auszeichnungen der Kategorie »Internet«, wie wenig die Verlagsbranche das Medium verstanden hat. Genauer muss man sagen: Die Liste der Gewinner ist der Beleg, dass die Jurymitglieder vom Internet keine Ahnung haben und offenbar nur toll finden, was sich bewegt und dreht. Denn die vier Gewinnerbeiträge oder Websites sind ausnahmslos zum Teil sehr üppig und aufwändig gestaltete Flash-Animationen. Viele davon öffnen Popup-Fenster und scheitern bereits am Popup-Blocker moderner Browser. Internet von vorgestern, Multimedia-Schlachten wie einst in der Welt der CD-ROM.

Das ist ohne Frage alles nett und schön gemacht und wahrscheinlich saß die Jury begeistert vor den Bildschirmen, beispielsweise beim Gold-Gewinner-Flash »Das System«. Aber es hat nichts mit der aktuellen Internet-Welt zu tun.

In eigener Sache: Demnächst hier…

Im Studio mit Katze waren wir Anfang Februar. Nun sind die Dateien geschnitten. Und bald geht es los.

Cicero veröffentlicht Liste der 20 wichtigsten Buchverlage

CiceroDie Zeitschrift Cicero veröffentlicht in ihrer April-Ausgabe 2008 eine Liste der 20 wichtigsten Verlage. Die Liste ist auch im Internet einsehbar. 20 Literaturexperten wurden gebeten, die ihrer Meinung nach drei wichtigsten Verlage zu benennen, aus denen die 20 Top-Verlage ermittelt wurden. Unter den Experten sind Feuilletonchefs großer Tageszeitungen, Literaturhausdirektoren und Leute wie Denis Scheck (druckfrisch) und Wolfgang Herles (aspekte).

Platz 1 der Liste verwundert nicht und ist absolut berechtigt: es ist der Hanser Verlag aus München. Erfreulich – und vielleicht gar nicht mal so erstaunlich -, dass es sich hierbei nicht um einen Konzernverlag handelt. Platz 2 geht an den S. Fischer Verlag. Ein Verlag mit Tradition und hervorragendem Buchprogramm. Dass auf Platz 3 nach wie vor der Suhrkamp Verlag steht, hätte man nicht erwartet. Nach den internen Auseinandersetzungen im Verlag, dem Weggang renommierter und wichtiger Autoren ist der Suhrkamp Verlag nicht mehr das, was er einst war. Doch bei den Literaturexperten wirkt offenbar noch die positive Vergangenheit nach.

Bereits auf Platz 4 steht ein Verlag, der der sogenannten Independent-Szene entstammt, also ein kleiner unabhängiger Verlag mit guten Programm: Kookbooks. Es folgen weitere Verlage, die man auf der Liste natürlich erwartet, wie z. B. Rowohlt, Diogenes, C.H.Beck, Kiepenheuer & Witsch, Kein & Aber, Eichborn, Tropen.

Spannend natürlich auch, wer nicht auf der Liste steht.

Abschiedsbriefe von Männern und ein Dankesbrief von einem davon

Sibylle Berg (Hrsg.): Das war's dann wohlDaniel Grandpair hat uns eine eMail geschrieben, die wir mit seiner Erlaubnis hier gerne veröffentlichen.

Sehr geehrte Damen und Herren vom literaturcafe.de,

ich möchte mich hiermit herzlichst bei Ihnen bedanken.
Wofür möchten Sie wissen?

Ganz einfach.
Vor ca. einem Jahr habe ich auf Ihrer Webseite einen Artikel darüber gefunden, dass Frau Berg noch Abschiedsbriefe von Männern sucht, um sie in ihrem neuen Buch: »Das war’s dann wohl. Abschiedsbriefe von Männern.« zu veröffentlichen.

Auch ich schickte damals einen Brief an Frau Berg, und dieser wurde in die bunt gemischte Sammlung aufgenommen. Zwar werde ich, als kleines Licht, nur als »Daniel G.« bezeichnet, aber wie sagt man so schön? Dabei sein ist alles. Immerhin fühle ich mich auch den Seiten 140-143 recht wohl, über den Mangel an guter Gesellschaft kann sich mein Beitrag jedenfalls nicht beklagen.

The Secret: Das Hochglanzbuch des positiven Denkens

Rhonda Byrne: The Secret - Das Geheimnis

Ganze Regalmeter an Büchern könnte man in den Lebenshilfe-Abteilungen der Buchhandlungen durch ein Blatt Papier ersetzen, auf dem zu lesen ist: »Denke positiv! Glaube an dich selbst! Der Rest wird schon werden!«

Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Würden mehr der problemgeplagten und ewig jammernden Menschen danach leben, ginge es ihnen ohne Zweifel wirklich besser. Aber leider nicht den Autoren der Selbsthilfebücher. Also müssen diese ständig neue Verpackungen für diese einfache Weisheit erfinden.

Besonders gut ist dies der Autorin Rhonda Byrne gelungen. Sie erklärt in ihrem Buch die Lebenshilfe-Banalität schlichtweg zum Geheimnis und behauptet von Leuten, die sich nicht mehr dagegen wehren können, wie Einstein, Platon und da Vinci, dass diese das Geheimnis gekannt hätten.

So schwadroniert sie in ihrem hübsch aufgemachten Büchlein »The Secret« munter drauflos, um das »Geheimnis« nach und nach zu enthüllen. Und dieses lautet: »Denke positiv! Glaube an dich selbst! Der Rest wird schon werden!« und kostet 16 Euro 99. Oder kaufen Sie doch die gleichnamige DVD für 31 Euro 95. Oder wie wäre es mit dem Hörbuch in der – leider – ungekürzten Fassung?

Passivlesen oder Was ist eigentlich eine Lesebühne?

Lesebühne LÄNGS: Liefka Würdemann, Thomas Nast, Jörg Schwedler (von links)Im Herbst 2007 habe ich zum ersten Mal von Lesebühnen gehört. Relativ spät für jemanden, der sich seit Jahren in der Literaturszene herumtreibt. Relativ spät auch angesichts der Tatsache, dass die erste Lesebühne bereits 1989 gegründet wurde. Allerdings lebe ich in Hamburg. Und Hamburg hat mit LÄNGS nur eine Lesebühne, im Gegensatz zu Berlin, wo um die 15 Lesebühnengruppen munter koexistieren.

Eine Lesebühne ist ein festes Autorenensemble, das einen regelmäßigen Termin – manche monatlich, manche wöchentlich – in einer Kneipe, einem Club oder einem Kulturhaus hat, zu dem die Literaten ihre eigenen Texte vorlesen. Anders als bei Poetry Slams, stehen die meist drei bis zehn Autoren dabei in keinem Wettbewerbsverhältnis. Manche Lesebühnen laden auch Gastautoren ein. In Berlin, wo die Dichte der Lesebühnen mit Abstand am größten ist, leihen sich die verschiedenen Gruppen ihre Autoren auch untereinander aus. Viele Berliner Lesebühnenautoren sind bei zwei oder mehreren Lesebühnen Mitglied.

Ivo von der Berliner Lesebühne LSD (Liebe Statt Drogen) stellt im Nachwort zum nach der Lesebühne benannten Buch-mit-CD-Paket fest, dass sich Lesebühnentexte vor allem durch drei Eigenschaften auszeichnen:

Hörbuch-Websites laden ein zur Östhöreiersuche

0

OsthöreiStefan Krombach vom Hörbarium-Podcast hat sie initiiert und viele Hörbuch-Websites machen mit bei der »Osthöreiersuche«. Bis zum Ostermontag kann auf den Internetangeboten von audore, Canora Media, des Hörbuch- und Podcast-Blogs, HoerNews.de, Die Hörspiel-Freunde, Hörspielland.de, des Hörspieltalks, Lausch, Thesaurus Librorum, vorleser.net, weirdoz* und natürlich des Hörbarium-Podcasts nach Audioschnipseln gesucht werden. Wer das »singende, klingende Sonntagsrätsel« im D-Radio hört, der kennt das Prinzip: Es gilt herauszufinden, aus welchem Werk der jeweilige Ausschnitt stammt, und aus dem Titel ist ein bestimmter Buchstabe zu entnehmen. Hat man alle Buchstaben ermittelt, so entsteht daraus ein Lösungswort, das man auf www.osthoereiersuche.de eingeben kann.

Und natürlich gibt es auch was zu gewinnen. Alle kleinen und größeren namhaften Hörbuch-Labels haben für die Aktion Preise gestiftet. Sachpreise im Wert von 1.200 Euro werden unter den Einsendern der richtigen Lösung verlost. Weitere Infos gibt es natürlich auch auf www.osthoereiersuche.de.