Nach den Einzelglückwünschen für Heinz Erhardt, Karl May und Gudrun Pausewang sollten diese Woche eigentlich wieder mehrere Geburtstagskinder gemeinsam feiern.
Eigentlich.
Denn am 11. März wäre ein Mann 56 Jahre alt geworden, bei dem es ein Frevel höchsten Grades wäre, würden wir ihm nicht auch ein kleines Special widmen. Schließlich schrieb er nicht nur irgendwelche Bücher, nein, er offenbarte uns, was schon Goethes Faust zu finden hoffte: Das, was die Welt im Innersten zusammenhält, die Antwort auf alle Fragen, auf das Leben, das Universum und natürlich den ganzen Rest. Douglas Adams wurde durch das »Per Anhalter durch die Galaxis«-Hörspiel und die gleichnamige Romanreihe zum Kultautor. Persönlich wäre es ihm jedoch lieber gewesen, wenn seine Reportage »Die letzten ihrer Art«, in der er eine Reise zu aussterbenden Tierarten der Welt dokumentierte, stärker im Licht der Öffentlichkeit gestanden hätte.


Cornelia Travnicek, die im literaturcafe.de in lockerer Folge
Derzeit ist im Internet und auf den Frequenzen der ARD-Kulturprogramme die 3. Folge der RadioTatort-Reihe zu hören. Mit dieser Hörspiel-Krimi-Reihe möchte die ARD die bekannte Tatort-Marke auch ins Radio übertragen. Die im Januar ausgestrahlte erste Folge, die vom WDR produziert wurde,
Ja, das Leben ist schon ungerecht. Während der unbekannte Hobby-Autor es nicht einmal schafft, dass sich die örtliche Regionalzeitung für sein Buch interessiert, bekommt der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf prominente Werbung im redaktionellen Teil auf SPIEGEL Online geschenkt. Als »Anzeige« ist sie freilich nicht gekennzeichnet. Der SPIEGEL hat dem Buch »
Paulo Coelho macht es
Daniela K.* kann es nicht fassen. Für den Geburtstag eines Freundes suchte sie im Internet nach einem passenden Gedicht. Unter anderem stieß sie auf das Angebot www.gedichte-datenbank.de, in dem laut Anbieter über 2.000 Gedichte verzeichnet sind. Diese sind »Nur noch 1 Klick entfernt«. Zuvor musste Daniela lediglich ihre Adresse eingeben. Das kam ihr zwar merkwürdig vor, doch sie dachte sich nicht viel dabei. Leider erwiesen sich die Gedichte, die sie im Angebot fand, als nicht sonderlich originell. Fast alle hatte sie bereits zuvor auch schon beim
Heute beginnt der Einsendezeitraum für den Jokers Lyrik-Preis 2008. Bis Ende März 2008 können Lyrikerinnen und Lyriker wieder ihre Werke unter www.jokers.de/lyrikpreis einreichen. Eine Jury kürt die besten Gedichte. Platz 1 ist mit 2.000 Euro dotiert, der zweite und dritte Preis mit 1.500 bzw. 1.000 Euro. Außerdem gibt es zahlreiche Sach- und Sonderpreise zu gewinnen. Die besten Gedichte erscheinen in einer Anthologie bei BoD.
Im Internet kann man vieles falsch machen. Wichtig ist es, aus den Fehlern der anderen zu lernen – oder auch aus den eigenen. Da kommt eine Stadtbücherei auf die nette Idee, die Katzenbücher ihres Bestandes in einer kleinen Vitrinenausstellung zu präsentieren. Auf der Homepage der Stadtbücherei ist zu lesen: Vorgestellt werden die Katzen in der Literatur, vom Katzenkrimi bis zur großen Weltliteratur. Darunter sind auch Werke einiger felltragender Schriftsteller, so zum Beispiel der Kater Murr in E. T. A. Hoffmanns bekanntem Katzenbuch »Lebens-Ansichten des Katers Murr«. Auch Katzen ermitteln in spannenden Kriminalfällen, wie uns die schlaue Klosterkatze Mirza in Andrea Schachts »Die Lauscherin im Beichtstuhl« beweist.
Lesenswert und ein erschreckendes Beispiel dafür, wie sorglos ein namhafter Verlag mit Plagiaten umgeht, ist dieser Weblog-Eintrag des Druckers Martin Z. Schröder. Der bekam nämlich vom Eichborn-Verlag ein Rezensionsexemplar des Buches »ß. Ein Buchstabe wird vermisst« des Autors Frank Müller zugeschickt. Schröder glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Passagen des Buches waren aus einem Artikel abgeschrieben, den Schröder ein Dreivierteljahr zuvor für die Süddeutsche Zeitung geschrieben hatte. Eine Quellenangabe fehlte.
Das Bibliographische Institut & F.A. Brockhaus (Bifab) bemüht sich zu betonen, dass die Aussage »es gibt keinen gedruckten Brockhaus mehr« falsch sei. Dieser Eindruck sei durch die Medienberichte darüber entstanden, dass die mehrbändige Brockhaus Enzyklopädie demnächst frei und werbefinanziert im Internet einsehbar sei. Nachwievor werde Bifab gedruckte Nachschlagewerke zu speziellen Themen verlegen. Das Börsenblatt
Die Tricks, wie dubiose Verlage und Literaturagenten an das Geld gutgläubiger und naiver Autoren kommen wollen, sind raffinierter geworden. Da entpuppt sich beispielsweise der professionell und ganz im Sinne der Autoren agierende Agent
»Es gibt eine Minderqualität, die von bestimmten Zielgruppen schon hormonell bedingt als Qualität empfunden wird.«