Fernsehtipp: Denis Scheck zu Gast bei Ray Bradbury

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DruckfrischHätte man uns gefragt, wir hätten vermutet, er sei schon längst tot. Nein, nicht Denis Scheck, sondern Ray Bradbury. Mit »Fahrenheit 451« hatte Letzterer bereits 1953 einen Klassiker der Science-Fiction-Literatur geschrieben, der eine ebenso düstere Zukunftsvision entwirft wie Orwells »1984«. In der von Bradbury beschriebene Zukunft ist das Lesen und der Besitz von Büchern verboten. 451 Fahrenheit ist die Temperatur, bei der Bücher beginnen zu brennen. Daher der Titel. Ein weiteres bekanntes Werk von Bradbury sind »Die Mars-Chroniken«.

88 Jahre ist Bradbury inzwischen alt und Denis Scheck hat ihn für seine Sendung »druckfrisch« besucht. In der Vorankündigung heißt es: Bradbury lebt in Los Angeles in einem bizarren Appartement zwischen Plastikdinosaurier und gigantischem Plasmabildschirm, und räsoniert finster raunend über die Zukunft der Gegenwart. »druckfrisch« wird am Sonntag, 3. Februar 2008 um 23:30 Uhr gesendet. Desweiteren sind Gila Lustiger und Hans Magnus Enzensberger im Gespräch mit Denis Scheck.

Nachtrag(end): Was war das? Entgegen der Vorankündigung kein Bradbury in der Sendung! Selbst im Videotext stand es noch, als die Sendung schon vorbei war. Grrrr…

2 Kommentare

  1. Schon eigenartig, 451 Fahrenheit ist alles, was das löcherige Gedächtnis zu Bradbury via Buch und Film bevölkert. Annehmen möchte ich, Bradbury ist, im Gegensatz zu Orwell, kein Sozial- und Gesellschaftskritiker, schon gar nicht einer der anglo-amerikanischen Varianten. Zumindest hatte ich ihn bisher als Erzähler von SF gesehen, der mit der gerade ausgestandenen Historie einen guten Plot vorgefunden und in Zukunft transformiert hat, das aber sehr beeindruckend.

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