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Dünnes Eis: Poesie-Prosa von Theres Essmann

Dünnes Eis von Theres Essmann

Wie fühlt es sich an, bald 100 Jahre alt zu sein? Die wenigsten werden es erleben. Und die meisten der Menschen in diesem Alter werden nicht immer in der Lage sein zu beschreiben, wie sich dieses Alter anfühlt. Theres Essmann lässt in ihrem zweiten Roman eine 99-jährige Protagonistin erzählen.

Bachmannpreis-Rückblick 2024: Baumarkt und Berufsschule

Die Bachmannpreis-Jury 2024 (von links): Laura de Weck, Philipp Tingler, Mara Delius, Thomas Strässle, Klaus Kastberger, Mithu Sanyal und Brigitte Schwens-Harrant (Foto: Tischer)
Die Bachmannpreis-Jury 2024 (von links): Laura de Weck, Philipp Tingler, Mara Delius, Thomas Strässle, Klaus Kastberger, Mithu Sanyal und Brigitte Schwens-Harrant (Foto: Tischer)

»Wie war der Jahrgang?«, lautet die abgedroschene Frage nach jedem Bachmannpreis. Mehr oder weniger bemüht sucht man dann nach Gemeinsamkeiten der Texte. Und dennoch ist der Gewinner 2024 ein typischer Bachmanntext, wie ihn die Jury seit Jahren mag. Das Drama des »Bewerbs« fand in diesem Jahr wieder einmal an anderer Stelle statt.

Bachmannpreis 2024 geht an Tijan Sila

Bachmannpreisträger Tijan Sila (zweiter von rechts), Kelag-Preis für Tamara Štajner (links), 3sat-Preis und Publikumspreis fpr Johanna Sebauer und Deutschlandfunk-Preis an Denis Pfabe (rechts) (Foto: Wolfgang Tischer)
Bachmannpreisträger 2024 Tijan Sila (zweiter von rechts), Kelag-Preis für Tamara Štajner (links), 3sat-Preis und Publikumspreis fpr Johanna Sebauer und Deutschlandfunk-Preis an Denis Pfabe (rechts) (Foto: Wolfgang Tischer)

Der mit 25.000 Euro dotierte Bachmannpreis geht 2024 an Tijan Sila für seinen Text »Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde«. Weitere Preise erhielten Denis Pfabe (Deutschlandfunk-Preis) , Tamara Štajner (Kelag-Preis) und Johanna Sebauer, die den 3sat-Preis und den Publikumspreis erhalten hat.

Brigitte Schwens-Harrant ist die beliebteste Bachmannpreis-Jurorin des Jahres 2024

In der Publikumsgunst auf Platz 1: Jurorin Brigitte Schwens-Harrant im Dialog mit dem Kollegen Thomas Strässle, der Platz 2 belegt (Foto: ORF/Johannes Puch)
In der Publikumsgunst auf Platz 1: Jurorin Brigitte Schwens-Harrant im Dialog mit dem Kollegen Thomas Strässle, der Platz 2 belegt (Foto: ORF/Johannes Puch)

Brigitte Schwens-Harrant ist mit Abstand die beliebteste Bachmannpreis-Jurorin des Jahres 2024. Bei der Publikumsabstimmung auf literaturcafe.de setzte sie sich souverän an die Spitze, die sie bereits 2022 inne hatte. Vorjahressiegerin Thomas Strässle kam auf Platz 2. Platz 3 mag viele erstaunen, und es gibt ein eindeutiges Schlusslicht in der Publikumsgunst.

Abstimmen: Wer ist der oder die beste Bachmann-Juror(in) 2024?

Die Jury 2024 im Studio (Foto: ORF/Johannes Puch)
Die Jury 2024 im Studio (Foto: ORF/Johannes Puch)

Zum elften Mal konnten Sie abstimmen: Wer ist 2024 für Sie die beste Bachmann-Jurorin oder der beste Bachmann-Juror? Stimmen Sie ab am Samstag, 29. Juni 2024, von 10 Uhr bis 23:00 Uhr! Das Ergebnis wird am Sonntag, 30. Juni 2024, bekannt gegeben.

Benedict Wells: Die Geschichten in uns – Stellt dem Autor eure Fragen

Auch auf seiner Lesetour im Jahre 2021 las Wells und berichtete vom Autorendasein, zusammen mit dem Musiker Jacob Brass (Foto:Tischer)
Auch auf seiner Lesetour im Jahre 2021 las Wells (rechts am Tisch) und berichtete vom Autorendasein, zusammen mit dem Musiker Jacob Brass (Foto:Tischer)

Am 24. Juli 2024 erscheint »Die Geschichten in uns  – Vom Schreiben und vom Leben« von Bendict Wells (»Hard Land«). Ein Lebens- und Schreibratgeber, inspiriert u. a. von Stephen Kings »Über das Schreiben«. Für einen Online-Workshop mit Benedict Wells sucht daher die Bürgerakademie Fragen an den Autor zum Schreiben und zum Leben als Schriftsteller.

Schreibzeug mit KI und unser KI-Webinar

Alles besser und schöner? KI-verändertes Logo des Schreibzeug-Podcast
Alles besser und schöner? KI-verändertes Logo des Schreibzeug-Podcast

In Folge 67 des Schreibzeug-Podcast beschäftigen sich Diana Hillebrand und Wolfgang Tischer diesmal mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) beim Schreiben. Passend dazu gibt es am 9. Juli 2024 im literaturcafe.de ein Webinar mit dem KI-Experten Christoph Heilig.

TV-Tipp: Miniserie »Das Seil« nach dem Buch von Stefan aus dem Siepen auf Arte

Das Seil (La corde) – Miniserie in drei Teilen nach dem Roman von Stefan aus dem Siepen. (Foto:Arte)
Das Seil (La corde) – Miniserie in drei Teilen nach dem Roman von Stefan aus dem Siepen. (ARTE France / © Les Films de l’Instant/G.Chekaiban)

Im Jahre 2012 erschien der Roman »Das Seil« von Stefan aus dem Siepen. Am Rande ihres Dorfes finden Bauern ein Seil, das in den Wald führt und das kein Ende zu haben scheint. Arte Frankreich hat aus dieser Motiv-Vorgabe eine sehenswerte Miniserie gemacht, die in der Mediathek des TV-Senders abrufbar ist.

Gucktipp: Die KI und das Ende des Urheberrechts

Müder König am Text (Bild mit KI erstellt)
Müder König am Text (Bild mit KI erstellt)

Rechtsanwalt Joerg Heidrich ging auf der Digitalkonferenz re:publica der Frage nach, ob unsere Texte und Fotos digitales Freiwild fürs KI-Training der US-Konzerne sind. Seine Antwort lautet ja, seine weiteren Thesen könnten für manche verstörend sein. Man sollte sich den Vortrag auf YouTube ansehen.

Live-Mitschnitt: Wolfgang Tischer liest »Die Verwandlung« von Franz Kafka

Wolfgang Tischer liest »Die Verwandlung« von Franz Kafka (Bild mit DALL·E erstellt)
Wolfgang Tischer liest »Die Verwandlung« von Franz Kafka (Bild mit DALL·E erstellt)

Abends am 4. Juni 2024 las Wolfgang Tischer live die Erzählung »Die Verwandlung« von Franz Kafka. Die Lesung wurde via TikTok gestreamt und konnte auch via literaturcafe.de verfolgt werden. Nun ist der Mitschnitt online für alle, die die Live-Lesung verpasst haben.

Hinter dem Erfolg: Was »Fourth Wing – Flammengeküsst« zum Bestseller macht

Fourth Wing mit Drachen

Lange angekündigt und endlich gelesen. Was ist das Geheimnis von »Fourth Wing – Flammengeküsst« von Rebecca Yarros? Das Talent der Autorin scheidet aus. Aber was ist es dann? Warum wurde dieser Fantasy-Roman ein Bestseller? Wolfgang Tischer hat nach langwieriger Lektüre die beiden Erfolgsfaktoren gefunden.

Bachmannpreis 2024: Diese Menschen werden im Juni lesen #tddl

Veranstalter und Sponsoren nach der Pressekonferenz zum Bachmannpreis 2024
Veranstalter und Sponsoren nach der Pressekonferenz zum Bachmannpreis 2024: v.l.n.r.: Heimo Strempfl (Robert Musil Literatur-Museum), Bettina Kugi (BKS Bank), Klaus Wachschütz (Technischer Leiter ORF Kärnten & Regisseur Ingeborg-Bachmann-Preis), Ursula Schirlbauer (ORF / 3sat), Horst L. Ebner (Koordinator „Tage der deutschsprachigen Literatur), Karin Bernhard (ORF Landesdirektorin), Christian Scheider (Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee), Reinhard Draxler (Kelag), Inga Horny (Stadtmarketing Klagenfurt) (Foto: Johannes Puch/ORF))

Vom 26. bis 30. Juni 2024 wird in Klagenfurt wieder um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmannpreis gelesen. Heute, am 24. Mai 2024, wurde bekannt gegeben, welche 14 Menschen in diesem Jahr ihre Texte lesen werden. Erstmals wird zudem  in diesem Jahr der Bachmannpreis-Podcast des literaturcafe.de live vor Publikum aufgenommen.

Kommentar zu Literaturpreisen: Wir brauchen mehr Transparenz

Würden Sie diese Menschen über Literatur urteilen lassen? Die Jury des Internationalen Literaturpreises 2024 des HKW. V.l.n.r.: Olga Radetzkaja, Beatrice Faßbender, Deniz Utlu, Asal Dardan, Khuê Phạm, Cia Rinne und Ibou Coulibaly Diop. (Foto: Malte Seidel/HKW)
Würden Sie diese Menschen über Literatur urteilen lassen? Die Jury des Internationalen Literaturpreises 2024 des HKW. V.l.n.r.: Olga Radetzkaja, Beatrice Faßbender, Deniz Utlu, Asal Dardan, Khuê Phạm, Cia Rinne und Ibou Coulibaly Diop. (Foto: Malte Seidel/HKW)

Über Pfingsten 2024 geriet die Welt der Literaturpreise ins Wanken. Der Grund war ein »Insider-Bericht« in der ZEIT über den Internationalen Literaturpreise 2023. Juliane Liebert und Ronya Othmann behaupten darin, nicht die Qualität der Literatur stand bei der Jury-Diskussion an erster Stelle, sondern die Herkunft und Hautfarbe der Autoren. Was machen wir jetzt?

Das Literarische Quartett vom Mai 2024 mit Salman Rushdie

Sir Salman Rushdie sitzt unter der Lampe am Tisch des Literarischen Quartetts vom Mai 2024 und hält »Die Verwandlung« von Franz Kafka in der Hand (Foto: ZDF/Jens Gyarmati)
Sir Salman Rushdie sitzt unter der Lampe am Tisch des Literarischen Quartetts vom Mai 2024 und hält »Die Verwandlung« von Franz Kafka in der Hand (Foto: ZDF/Jens Gyarmati)

Sir Salman Rushdie diskutiert mit Thea Dorn, Deniz Yücel und Juli Zeh im Literarischen Quartett. Ein bemerkenswerter Coup, der der Redaktion des ZDF gelungen ist. Die Chronistenpflicht verlangt eine Würdigung, auch wenn die Sendung nicht besser war als sonst. Aber anders.

Politik und Geld: Ein Beitrag in der ZEIT enthüllt scheinbar, wie Literaturjurys arbeiten [Nachträge]

Auch online: Beitrag über Literaturjurys in der gedruckten Ausgabe der ZEIT 22/2024 (Bild: Screenshot)
Auch online: Beitrag über Literaturjurys in der gedruckten Ausgabe der ZEIT 22/2024 (Bild: Screenshot)

Ein »Insider-Bericht« in der ZEIT scheint die Vorurteile gegenüber Literaturpreisjurys zu bestätigen. Es geht »um Politik, um Geld, um Weltanschauung, auch um Macht«, aber nicht um literarische Qualität. Ein in mehrfacher Hinsicht skandalöser Beitrag. [Mit zwei Nachträgen vom 21. und 23.05.2024]