| Hier lesen Sie die besten Beiträge der siebten Runde (Sommerrunde/Juni '02 - September '02), die unseren Autorinnen und Autoren zu einem Satz von Alice Munro eingefallen sind. Der Satz stammt aus der Erzählung »Die Kinder bleiben hier«. Sie findet sich im Buch »Der Traum meiner Mutter«. Aus dem Englischen von Heidi Zerning. S. Fischer Verlag. ISBN 3-10-048817-2. 18,00 EUR: |  | Sie schloss die Autotür auf und warf die Schlüssel auf den Sitz und verriegelte die Tür von innen und schlug sie zu. The End von Valerie Mohnroth, 61191 Rosbach (Deutschland) Sie schloß die Autotür auf und warf die Schlüssel auf den Sitz und verriegelte die Tür von innen und schlug sie zu. Dreckskerl, dachte sie. "Du bist nicht gut für meine Karriere" hatte er gesagt. "Ich brauche eine Frau, die mich unterstützt". Und dann auch noch "Bitte, verzeih mir!" Angewidert verzog sie das Gesicht. Und jetzt tanzte er um sein Auto herum, hektisch, aufgeregt, mit dem kleinen, verkniffenen Mund beschwörend auf sie einredend: "Liebling! Sei doch bitte vernünftig! Mach die Tür auf!" Sie drehte das Radio laut genug, um seine Stimme zu übertönen und betrachtete ihn durchs Fenster. Interessant. Wie ein Goldfisch auf Ecstasy. Trotz ihrer Wut amüsiert, zündete sie sich eine Zigarette an. Sofort klopfte es von außen wild gegen die Scheibe. "Nicht im Auto rauchen" las sie von seinen Lippen, in seinen Augen eine Andeutung von Panik. Ach ja, das Auto: Sein ganzer Stolz, sein Heiligtum. Plötzlich lächelte sie. Sie hatte ihm dort draußen eine heftige Szene gemacht. Heftig genug, um alle Anwesenden von ihrer momentanen Unzurechnungsfähigkeit zu überzeugen. Entschlossen ließ sie den Motor an. Die zwölf Zylinder schnurrten sanft. Er erstarrte. Verzweifelt preßte er die Hände an die Scheibe, Worte sprudelten wie Luftblasen aus seinem Mund. Sie zuckte mit den Schultern, ein wenig verlegen vielleicht, drückte die brennende Zigarette sorgfältig auf dem lederbezogenen Beifahrersitz aus und trat das Gaspedal durch. Zurück zur Übersichtsseite des Satzfischers Geheimnisse von Seven, 22527 Hamburg (Deutschland) Sie schloß die Autotür auf und warf die Schlüssel auf den Sitz und verriegelte die Tür von innen und schlug sie zu. Krampfhaft umschlossen ihre Hände das Lenkrad, bis das Zittern nachließ. Hanna konnte nicht glauben, was sie vor einigen Minuten gesehen hatte. Es war also alles wahr und nicht irgendein Hirngespinst ihrer besten Freundin Ute. Diese hatte ihr von seltsamen Kreaturen erzählt, die sich in den Kellern der Schloßruine herumtrieben. " Kreaturen? Das waren bestimmt die Jugendlichen aus dem Nachbardorf. Du solltest nicht so eitel sein und deine Brille tragen. " " Das habe ich! Und wenn ich Kreaturen sage, dann meine ich das auch! Das waren keine Menschen und schon gar nicht Jan und seine Bande! " Aufgeregt lief sie in Hannas Küche herum. " Du hättest sie sehen sollen! Absolut gräßlich! Mit riesigen, langen Nasen und Ohren und ihre Mäuler waren vollgespickt mit spitzen, gelben Zähnen!" Jetzt war alles Klar. " Du hast eindeutig zu viele Akte X - Serien gesehen. Das ist auf Dauer schädlich! " Hanna schüttelte ihre Lockenmähne. " Du mußt mir einfach glauben ", sagte Ute. Sie war jetzt nicht mehr hysterisch. " Wenn nicht einmal du mir glaubst, wer dann? Ich...zweifle ja schon selbst an meinem Verstand...ich...laß uns heute abend gemeinsam hingehen. Vielleicht stellt sich ja heraus, daß Jan und seine Freunde mir einen Streich spielen wollten, aber wenn nicht..." Sie verabredeten sich für den Abend, doch als Hanna am Treffpunkt ankam, war von Ute weit und breit nichts zu sehen. Sie wartete noch eine Weile, doch Ute kam nicht. Gerade wollte sie ärgerlich davonfahren, als sie einen Lichtschein, der eindeutig vom alten Schloß herüberkam sah. Der Wind trug Geräuschfetzen an ihr Ohr, die sich wie eine fremde Sprache anhörten. Neugierig geworden schlich sie sich zu Ruine. Was sie dort sah übertraf bei weitem ihr Vorstellungsvermögen. So schnell sie konnte lief zu ihrem Wagen zurück, in dem sie immer noch saß und mit der Fassung rang. Was mach ich bloß? fragte sie sich. Auf jeden Fall Hilfe holen! Am besten Michael. Der ist Polizist. Der weiß was zu tun ist. Sie hangelte den Schlüssel vom Beifahrersitz und startete das Auto. Gerade als sie losfahren wollte, sah sie Lichtkegel auf sich zukommen. Zurück zur Übersichtsseite des Satzfischers Kurze Verwirrung von blauerbengel1, 45701 Herten (Deutschand) Sie schloss die Autotür auf und warf die Schlüssel auf den Sitz und verriegelte die Tür von innen und schlug sie zu. Sie blickte in den Rückspiegel legte den Rückwärtsgang ein und fuhr aus der Parklücke, als plötzlich ein Auto mit viel zu hohem Tempo auf den Parkplatz fuhr. Sie übersah aber dieses Auto, zum Bremsen war es längst zu spät, so geschah es. Es gab einen riesen Knall, Rauch stieg auf, danach war es totenstill. Als sie aufwachte lag sie im Krankenhaus. Die Bilder waren unscharf, die Stimme kaum zu hören. "Frau Meier? Können sie mich hören?" Als Elisabeth jetzt genau hinsah, erkannte sie einen Mann im weißen Kittel, große Nase, eine Brille mit großen Gläsern! Er sah ihrem Onkel Rudolf, der in der Schweiz lebt, sehr ähnlich. Wie es ihm jetzt geht, fragte sich Ursula. Aber was mache ich denn hier und überhaupt wo bin ich? Genau jetzt weiss ichs. Der Termin für meine Geschlechtsumwandlung. Oder? Mist kann nicht sein, meine Brüste sind noch da. Also was soll ich hier nur? Als sie fragte was bei der Operation schief gegangen sei, klärte man sie auf und erzählte ihr von dem Unfall. Sie konnte es nicht fassen. Plötzlich erinnerte sie sich, dass das Auto ihrem Freund gehört und sie wohl dafür umbringen würde. Das Telefon klingelte, doch sie hatte keine Lust mit jemandem zu sprechen und drehte sich auf die Seite um ein wenig zu schlafen, da sie sich so müde fühlte. Zurück zur Übersichtsseite des Satzfischers Hinweis: Für die Rechtschreibung und Zeichensetzung sind die Autoren selbst verantwortlich. Die Urheberrechte liegen beim jeweiligen Autor. |