In dieser Rubrik finden Sie Notizen über Bücher, ausführliche Buchkritiken und kurze Tipps. Wenn Sie ein gutes Buch gelesen haben, das Sie weiterempfehlen möchten: Schreiben Sie uns eine kurze Kritik. Egal, ob es nur zwei Sätze sind oder es eine ausführliche Besprechung ist. Egal, ob das Buch eine aktuelle Neuerscheinung ist oder schon seit Jahren erhältlich ist. Einzige Bedingung: Das Buch sollte noch über den Buchhandel erhältlich sein.
Das erste, was mir von Peter Stamm vor Jahren in die Hände fiel, war der Band mit Erzählungen namens »Blitzeis«.
Eineinhalb Erzählungen habe ich mich gelangweilt und über den hölzernen Stil geärgert, dann das Buch weggelegt. Damit war Peter Stamm für mich ein erledigter Fall.
Nun ist der Roman »Agnes« von Peter Stamm zur Pflichtlektüre für Oberstufenschüler in Baden-Württembergs Gymnasien und Berufsschulen gekürt worden!
Wer brütet so was eigentlich aus?
Was war das? Was ist geschehen? Wohin hat uns dieses Werk katapultiert?
Wir haben uns gegenseitig aus diesem Buch vorgelesen, abwechselnd eines der 24 Kapitel (es hat aber nicht 24 Stunden gedauert, trotz der 386 Seiten).
Wir haben gelacht, waren erstaunt und glaubten uns zu erinnern (»He: Kenn’ wa doch! War so nicht Goethes Werther angezogen?«).
Wir erlebten mit und in diesem Buch Unerwartetes und Bizarres; mal betraf es die Form, dann die Sprache oder den Inhalt.
Der Roman »Nachtzug nach Lissabon« von Pascal Mercier von 2004 war über zwei Jahre lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste vertreten.
Das Buch vereint Blümchen-Philosophie vom Schlage Paulo Coelhos mit der Dramaturgie eines Computer-Textadventure-Spiels. Und die Hauptfigur macht das, was wir uns doch insgeheim alle wünschen: Von einem Tag auf den anderen bricht sie aus ihrem bisherigen Leben aus. Eckpfeiler eines Bestseller-Erfolgs.
Der schwedische dänische Regisseur und Literaturverfilmer Bille August (»Das Geisterhaus«, »Fräulein Smillas Gespür für Schnee«) bringt nun den Nachtzug ins Kino.
Wir haben uns den Film schon mal angesehen.
Die deutsche Selbstverlegerin Emily Bold hat die englischsprachigen Rechte ihrer »The Curse«-Reihe an Amazon abgetreten.
Amazon will die beiden Bände in englischer Übersetzung künftig als Imprint selbst auf dem amerikanischen Markt anbieten und vermarkten. Nach Jonas Winner sichert sich der US-Konzern die Rechte eines weiteren deutschen Selbstverlegers direkt.
Einen der Bände, die trotz des englischen Titels im Original auf Deutsch erschienen sind, hatte Emily Bold bereits selbst ins Englische übertragen lassen.
Der große internationale Durchbruch soll nun durch Amazon kommen – denn die Selbstverlegerin hatte einen entscheidenden Aspekt nicht berücksichtigt.
Noch eine Stunde, dann wird Roger Willemsen auf der Bühne stehen und dem Publikum sein neues Buch »Momentum« präsentieren.
Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de spricht mit dem Autor vor seinem Auftritt über die besonderen Momente im Leben.
Zunächst aber geht es um die Antwort auf eine vor langem gestellte Frage zum Thema Urheberrecht.
Amazon verschenkt auch in diesem Jahr wieder E-Books. Vom 25. Dezember 2012 bis zum 6. Januar 2013 gibt es jeweils ein E-Book für einen Tag gratis zum Download. Eine Ausnahme ist der 25. Dezember, an dem gleich 5 Bücher kostenlos zu haben sind.
Wer an Weihnachten einen Kindle geschenkt bekam, der kann also sein Lesegerät gleich mit 17 Titeln befüllen. Der Besitz eines Kindle-Gerätes ist jedoch keine Voraussetzung. Wer bei Amazon registriert sind, kann die Bücher mithilfe der kostenlosen Lese-Apps auch auf iPad und Co oder sogar auf dem PC lesen.
Vom Thriller übers Kochbuch bis hin zum Liebesroman wird für jeden was dabei sein.
Das vorletzte Mal, dass ich Tränen gelacht hatte, war bei der Lektüre von Horst Evers, als der Ich-Erzähler in einer Bäckerei Zeuge wird, wie ein Kunde ein »Brot von Gestern« für den kommenden Tag vorbestellen will. Gelacht habe ich, weil es so absurd wie komisch ist.
Rogers »Poet der kleinen Dinge« ist überhaupt nicht absurd, aber höchst komisch, und brachte mich immer wieder zum lauten Lachen, selbst beim Vorlesen konnte ich mich nicht beherrschen.
Zentrale Figur ist »Roswell« – rein äußerlich betrachtet ein »menschliches Monstrum«, dem »ein paar Schaltstellen« fehlen und der deshalb in einer »Parallelwelt« lebt – angeblich.
»Die Schüchternheit der Pflaume« heißt der Debütroman von Fee Katrin Kanzler, erschienen bei der Frankfurter Verlagsanstalt. Für langjährige Besucher des literaturcafe.de ist die junge Schriftstellerin keine Unbekannte, denn wir haben bereits von ihr selbst gelesene Gedichte veröffentlicht.
Die Lyrikerin ist ihrem Debütroman deutlich anzumerken. Es dominieren Sprache, Beobachtungen, Bilder, Gefühls- und Situationsbeschreibungen. Ein Roman ohne Handlung?
»Ein Roman ohne Action!«, berichtigt die Autorin in unserem Video-Interview.
»Marley war tot …« – so beginnt eine der berühmtesten und beliebtesten Weihnachtserzählungen der Weltliteratur.
Britta Mümmler hat das »Weihnachtslied in Prosa« von Charles Dickens neu übersetzt und Daniel Müller hat es wunderbar illustriert. Erschienen ist die Neuausgabe bei dtv.
In Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Taschenbuch Verlags präsentierten wir Ihnen Dickens Weihnachtslied in Prosa als MP3-Hörbuch.
Die ungekürzte, fast vierstündige Hörversion wird von Wolfgang Tischer gelesen und stand für Sie kostenlos bis zum 6. Januar 2013 als Download bereit.
Der Kalender mit erotischen Fotos von Buchhändlerinnen erschien leider nur ein einziges Mal. Doch Buchhändler Wolfgang Zwierzynski aus Tübingen scheint ein adäquater Ersatz als Coverboy, wie er da lasziv auf der Bank vor seiner Buchhandlung liegt.
So allerdings, betont Zwierzynski, treffe man ihn in seiner Buchhandlung eher nicht an, so lag er nur Modell für den Fotografen Burkhard Riegels, der für den opulenten Kalender 25 Büchermenschen aus Baden-Württemberg porträtierte.