Am 4. Oktober 2010 wird im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse die Gewinnerin oder der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2010 bekannt gegeben. 20 Autorinnen und Autoren befinden sich derzeit auf der sogenannten Longlist. Sie alle haben die Chance, den Preis zu gewinnen, darunter z.B. Michael Kleeberg, Thomas Hettche oder Alina Bronsky.
Anfang September finden in sechs deutschen Buchhandlungen und in einigen Goethe Instituten Blind-Date-Lesungen mit den Autorinnen und Autoren der Longlist statt. Mit anderen Worten: Als Besucher erfahren Sie erst am Abend der Lesung, wer der 20. Nominierten lesen wird. Sie haben jedoch die Garantie, dass es einer der 20 Top-Autorinnen oder Autoren des Bücherherbstes 2010 sein wird.
Zu den auserwählten Buchhandlungen, in denen eine der Blind-Date-Lesungen am 7. September 2010 stattfindet, gehört die Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen, die mit literaturcafe.de schon seit Jahren freundschaftlich verbunden ist. Gemeinsam präsentieren wir regelmäßig das Literatur-Quiz.
Daher bieten wir heute etwas Besonderes an: Wenn Sie sich ab sofort via literaturcafe.de verbindlich zur Blind-Date-Lesung anmelden und den Autor richtig voraussagen, der an diesem Abend lesen wird, erhalten Sie Ihre Eintrittskarte(n) kostenlos!
Etwa eine halbe Million Menschen, so wird geschätzt, sitzen in den Wohnzimmern der Republik vor Laptops oder sogar Schreibmaschinen und verfassen »Romane«.
Ihre Qualifikation: Deutschunterricht.
Ihr Ansatz: autobiografisch.
Ihr Impetus: Schriftsteller werden, also vor allem reich und berühmt.
In einer fünfteiligen Serie analysiert der Autor Tom Liehr schonungslos, warum diese Werke dennoch kein Verlag veröffentlicht. Immer am Freitag erscheint ein neuer Teil.
Mit einer dürftigen Geschichte ein ganzes Buch zu füllen ist schwer – und auch in diesem Fall misslungen. Vielleicht wollte Tommy Jaud aber nur um viele Gags und Zoten herum eine Geschichte drapieren – leider ist auch dies misslungen.
Es war mein erstes Buch von Tommy Jaud, und es wird wohl auch das letzte bleiben. Ich kannte den Autor nicht, wusste nicht, dass er u. a. einer der Gag-Schreiber für Anke Engelke ist.
Auf diesem nicht besonders hohem Comedy-Niveau bewegt sich das gesamte Buch. Flache und unsäglich langweilige Gags werden aneinandergereiht, die Protagonisten sind Klischeefiguren bis zum Unerträglichen.
Etwa eine halbe Million Menschen, so wird geschätzt, sitzen in den Wohnzimmern der Republik vor Laptops oder sogar Schreibmaschinen und verfassen »Romane«.
Ihre Qualifikation: Deutschunterricht.
Ihr Ansatz: autobiografisch.
Ihr Impetus: Schriftsteller werden, also vor allem reich und berühmt.
In einer fünfteiligen Serie analysiert der Autor Tom Liehr schonungslos, warum diese Werke dennoch kein Verlag veröffentlicht. Immer am Freitag erscheint ein neuer Teil.
Die Verfilmung des Buchbestsellers »In meinem Himmel« (The lovely bones) von Alice Sebold ist ab heute fürs Heimkino auf Blu-ray und DVD erhältlich. Das Werk zählt zwar nicht zu den besten Filmen von Star-Regisseur Peter Jackson (»Der Herr der Ringe«, »Heavenly Creatures«), doch der bittersüß-kitschige und dramatische Mystery-Thiller, den Jackson aus dem Buch gemacht hat, trifft Mitten ins Herz der Zielgruppe, die »In meinem Himmel« beispielsweise auf Facebook in den selbigen lobt: Mädchen ab 14.
Denn obwohl der Film ab 12 Jahren freigegeben ist, ist die Mord- und Vergewaltigungsgeschichte für dieses Alter sicherlich nicht geeignet, auch wenn sich Jackson mit blutigen Details zurückhält.
Wer nicht zur Zielgruppe gehört, kann sich an den fantasievollen Bildern des Films erfreuen und Paramount macht deutlich, dass die Blu-ray-Version dafür besser geeignet ist:
Während die DVD-Version keinerlei Bonusmaterial bietet, liegt in der blauen Hülle eine zweite Silberscheibe mit einem fast dreistündigen »Making-Of«, das den Namen verdient und auch auf die Unterschiede zwischen Film und Buch eingeht. literaturcafe.de hat sich die Blu-ray angesehen.
Mallorca ist nicht nur Ballermann, Mallorca kann auch Kultur sein – und Literatur. Unter dem Motto »Durch Schreiben ordnet sich das Denken« bietet der Literaturagent und Ex-Verleger Vito von Eichborn erstmals eine Schreibwerkstatt auf der spanischen Mittelmeerinsel an.
Im Ambiente einer restaurierten Mühle kann sechs Tage intensiv an Texten gefeilt werden. Vito von Eichborn, so steht es in seiner Werkstatt-Beschreibung, ist dabei »Anreger und Moderator«. Wer den Gründer des Eichborn Verlags kennt, der weiß, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt und nicht nur zu den Texten der maximal 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern offen seine Meinung sagen wird.
Der Workshop findet statt vom 30. August bis zum 4. September 2010. Die Kosten liegen bei 285 Euro, um Anreise und Unterbringung muss man sich selbst kümmern, Vito von Eichborn bietet für Schnellentschlossene eine Übernachtungsmöglichkeit an.
Alles Weitere ist in einer PDF-Datei zur Schreibwerkstatt nachzulesen, die uns Vito von Eichborn übermittelt hat.
Unsere Meinung: Aktiver Kultururlaub für Kurzentschlossene. Wir wären gerne selbst dort.
Die Idee hatte sich viel Zeit gelassen. Bis sie endlich Konturen annahm, musste sie über zwei Jahre im Kopf reifen. Nachdem ich die ersten Ideefetzen auf Papier gespuckt hatte, war der Rohbau schnell fertig. Die Worte flogen von der Tastatur auf den Bildschirm, als ob ein Ghostwriter im Computer gesessen hätte. Das erste Manuskript war nach vier Monaten fertig, doch wie sollte es weiter gehen?
Aller Anfang ist nicht nur schwer, sondern entscheidend für den Erfolg. Aus diesem Grund ließ ich die ersten Seiten meines jungfräulichen Manuskripts von zwei Personen lesen – von einem Spezialisten des Genres und von einer Vertreterin des anderen Geschlechts. Schließlich sollten auch Frauen als Leser infrage kommen.
Nachdem der Anfang passte, schickte ich das Manuskript an fünf Erstleser, natürlich nach vorheriger Absprache. Zwei Exemplare bekamen meine größten Kritiker in zwei unterschiedlichen Foren – zum einen die wohl größte und älteste deutsche Literaturplattform und zum anderen ein Meinungsforum, in dem auch Literatur veröffentlicht wird.
Zahlreiche Blogger und Website-Betreiber fanden in der letzten Woche eine merkwürdige Postsendung im Briefkasten: Auf dem Umschlag stand kein Absender, stattdessen war ein Computer und ein Totenschädel abgebildet.
Im Umschlag selbst steckten ein Buch und ein Anschreiben. Titel des Werkes: »Das Buch ohne Staben«. Kenner des Horror- und Fantasy-Genres erkannten am Titel und der ähnlichen Covergestaltung, dass es sich offenbar um einen Nachfolgeband des erfolgreichen »Buch ohne Namen« handelt.
Doch ein Blick ins Werk zeigte, dass es leer ist, ein Blindbuch mit weißen Seiten!
Das beiliegende Schreiben, ein auf alt gemachtes Schreiben mit Feuchtigkeitsflecken, offenbarte den Absender eindeutig: oben rechts prangt das Logo des Bastei Lübbe Verlags.
Der Brief jedoch hat es in sich: Das Buch sei mit einer unsichtbaren Tinte gedruckt, denn würde man das entschlüsselte Werk lesen, so drohe der Tod.

Nina Weber (Foto: Seashell Productions)
Am 21. März 2009 hatte sie sich bei Twitter unter dem Namen @Nanuscha angemeldet und nur einen einzigen Tweet verfasst. Es war ein Gedicht, das sie zum 1. Twitter-Lyrik-Wettbewerb einreichte. Sie schrieb genau 137 Zeichen: es ist kristallklar und still/ein Kreuz, ein Zaun,/die Spitzen pietätvoll zugeschneit/während Elstern/auf einem Hasen sitzen/und fressen
Das Werk überzeugte die Jury, die unter anderem feststellte: Ein im besten Sinne poetisches Werk, das nachwirkt, indem es beschreibt und nicht doziert. @Nanuscha gewann den 1. Twitter-Lyrik-Preis und somit auch einen iPod touch.
Doch @Nanuscha meldete sich nicht und blieb ein Phantom. Gerüchte um ihre Identität entstanden. Hatte sich jemand einen Spaß erlaubt? Doch wer würde freiwillig auf den iPod verzichten?
Und plötzlich, über ein Jahr später, meldete sich @Nanuscha erneut mit einem Tweet.
Ich habe gerade erst gesehen, dass ich den Twitter-Lyrikwettbewerb gewonnen habe … 2009. Ich war wohl zu sehr in meinem Roman vergraben, schreibt sie am 10 Juni 2010. Mittlerweile war bereits die Gewinnerin des 2. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs gekürt.
Es wird also Zeit, das Geheimnis aufzuklären. Wir haben uns mit @Nanuscha unterhalten, die im wahren Leben Nina Weber heißt.
Amazon macht das Lesen englischer eBooks auf dem iPhone, iPad und iPod touch einfacher. Ab Version 2.2 der Kindle-Lesesoftware für die mobilen Geräte ist kostenlos das »New Oxford American Dictionary« integriert, mit dem sich zu unbekannten Wörtern eine ausführliche englische Worterklärung anzeigen lässt. Es ist zwar kein Englisch-Deutsch-Wörterbuch, aber dennoch kann eine Umschreibung beim Verständnis des englischen Textes helfen. Die Version 2.2 der Lesesoftware steht ab sofort im App-Store von Apple zum Download bereit.
Das Wörterbuch umfasst 250.000 Begriffe. Es ist nach dem Download der Kindle-Lesesoftware nicht sofort verfügbar. Zunächst muss in einem englischen eBook ein Begriff markiert werden, dann lädt sich das Wörterbuch herunter und ist danach auch ohne Netzanbindung verfügbar. Mit Netz kann über Links der Begriff zusätzlich bei Google und Wikipedia nachgeschlagen werden.