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Buchkritiken und Tipps

Robert Seethaler: Der letzte Satz – Wenig mehr als Wikipedia

Ist es wirklich ein Roman, den Robert Seethaler da geschrieben hat? Eigentlich ist »Der letzte Satz« nicht mehr als eine biografische Skizze über den Musiker Gustav Mahler. Gut? Schlecht? Schwierig.

Leif Randt: Allegro Pastell und Anna Katharina Hahn: Aus und davon – Lesen, hören, sehen

Zwei Romane auf der Höhe der Zeit: Wolfgang Tischer empfiehlt die aktuellen Bücher von Leif Randt und Anna Katharina Hahn. Hören Sie die Buchkritiken im Podcast des literaturcafe.de, oder schauen Sie sich auf YouTube das Video an.

Emotionaler Peitschenhieb: Twelve Years A Slave von Solomon Northup

Stellen Sie sich vor, zwei freundliche Gentlemen ködern Sie mit einem lukrativen Geschäft, um Sie dann in Wirklichkeit an einen üblen Burschen zu verkaufen. Dieser verkauft Sie weiter und Sie müssen ohne Entgelt, unter zahlreichen Entbehrungen für Fremde in der Fremde ganz zwölf Jahre Sklavenarbeit verrichten. Sie gelten als verschollen. Unwahrscheinlich? Keineswegs. Der frei geborene Afroamerikaner Solomon Northup erzählt uns diese Geschichte. Und sie ist wahr.

Wa-pa-pa-pa-pa-pa-pow! George Saunders lässt Fuchs 8 sprechen

Was sagt der Fuchs? Der Autor George Saunders hat darauf eine andere Antwort als Siri oder Alexa. In einer kurzen Geschichte lässt der Gewinner des Man Booker Prize von 2017 einen Fuchs »Mänschisch« sprechen. 2013 erschien die Story im englischen Original. Frank Heibert hat sie für den Luchterhand Verlag ins Deutsche übertragen. Funktioniert das? Und hat uns Fox 8/Fuchs 8 überhaupt etwas zu sagen?

Walden: Auch der Literaturclub des Schweizer Fernsehens diskutiert über Henry David Thoreau

Für die aktuelle Ausgabe hat auch der Literaturclub des Schweizer Fernsehens »Walden« von Henry David Thoreau gelesen und über Buch und Autor diskutiert. Das Urteil der vier Kritiker ist zwiespältig. Ist Thoreau ein Scheinriese?

Henry David Thoreau: Wer war der Walden-Autor wirklich?

Zwei Jahre lebte Henry David Thoreau in einer selbst gebauten Hütte im Wald. Er wollte herausfinden, was man wirklich zum Leben braucht, und schrieb über diese Zeit das Buch »Walden«. Oft wird aus dem Klassiker zitiert, doch die wenigsten dürften ihn ganz gelesen haben. Vieles erscheint merkwürdig und widersprüchlich bei Henry David Thoreau. Wer war er wirklich?

»Becoming« – Die Lebens- und Lesereise der Michelle Obama

Seit Mai 2020 ist auf Netflix eine Dokumentation über Amerikas ehemalige »First Lady« Michelle Obama zu sehen. Anlass ist die Lesereise zu ihrer Autobiografie durch 34 US-amerikanische Städte. Die Doku heißt wie das Buch: »Becoming«. Neben dem Titel gleicht sich auch die Botschaft.

Farbgewaltig: »Leinsee« von Anne Reinecke

Universumsblau, perlmuttweiß, puddinggelb – die Kapitelüberschriften im Roman »Leinsee« tragen Farbnamen. Die Autorin Anne Reinecke erzählt die Geschichte von Karl – die Geschichte einer besonderen Freundschaft und Liebe. Ein sprachlich außergewöhnlicher Debütroman, nicht nur für Menschen mit Farbfetisch.

Verweigerung als persönliches Recht: »Bartleby, der Schreiber« von Hermann Melville

I would prefer rather not to lautet die passive Widerstandsformel des berühmtesten Kanzleischreibers der Welt. Erfunden hat ihn Moby-Dick-Autor Hermann Melville. Die Geschichte »Bartleby, der Schreiber« erschien erstmals im Jahre 1853. Bernhard Horwatitsch über Widerspruch und Verweigerung.

Thomas Pynchon: »Die Enden der Parabel« als akustischer Rausch

14 Stunden Dauer, 400 Figuren und 99 Sprechrollen: Es ist ein akustisches Monumental- und Meisterwerk, das Regisseur Klaus Buhlert für den SWR realisiert hat. In zwei Nächten wird es am 17. und 18. März 2020 im Radio und per Stream gesendet, ab dem 24. April 2020 ist es im Handel erhältlich. Das Werk beeindruckt auch akustisch. Kopfhörer auf!

Zwei Kritiken, ein Urteil: »Federico Temperini« von Theres Essmann

Zwei Kritiker bekommen die Novelle »Federico Temperini« von Theres Essmann zugeschickt. Daher gibt es zu diesem Buch zwei Kritiken, die zwar verschieden aber gleich sind.

Mehr als nur berührend: »Nach Mattias« von Peter Zantingh

Mattias ist tot. Und sie sollten über das Buch »Nach Mattias« keine Rezensionen lesen, sondern gleich das Buch des niederländischen Autors Peter Zantingh. Aber lesen Sie vorher doch noch diese Rezension, denn dann wissen Sie, warum.

Lesetipps: Gangloffsömmern, der Mars und eine Anderswelt

Drei Lesetipps bringen Sie in ein seltsames Dorf in Thüringen, lassen Sie vom Mars zurückkehren und in ein Fantasy-Debut eintauchen. So Sie es denn wollen.

Cornelia Travnicek: »In diesen Zeiten sollten wir über Bücher sprechen«

»Wir müssen den Künstern die Aufmerksamkeit, die ihnen jetzt durch die Absage von Lesungen entgeht, ein bisschen zurückgeben, indem wir über ihre Bücher sprechen«, empfiehlt die österreichische Autorin Cornelia Travnicek. Im Podcast des literaturcafe.de erzählt sie, warum sie trotz Absage der Buchmesse letzte Woche in Leipzig war und mit Wolfgang Tischer spricht sie über ihre neues bewegendes und poetisches Buch »Feenstaub«.

»Der freie Hund«: Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo über ihren Italien-Krimi

Bestseller-Autor Wolfgang Schorlau und Schauspieler Claudio Caiolo haben gemeinsam einen Krimi geschrieben, der in Venedig spielt. Statt auf der Bühne in Leipzig hat sich Wolfgang Tischer mit den beiden beim Italiener in Stuttgart getroffen, um eine Podcast-Folge aufzunehmen. »Gemeinsam das Buch zu schreiben, war wie ein Trip«, sagt Caiolo.