0
Startseite Website Seite 44

Keine Nachrichten, nirgends: »Die Kunst des digitalen Lebens« von Rolf Dobelli

»Die Kunst des digitalen Lebens« von Rolf Dobelli

Nur der Titel ist irreführend. In »Die Kunst des digitalen Lebens« von Rolf Dobelli geht es nicht um den effizienten Umgang mit Facebook, Twitter oder Alexa. Stattdessen fordert Dobelli von uns allen einen radikalen Schnitt: auf den Konsum von News vollständig zu verzichten.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 (4/5)

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019

Am 21.08.2019 wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 bekannt gegeben. 20 Bücher haben die Chance, am 14. Oktober 2019 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 17. September 2019 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie bereits in den Jahren zuvor mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweilig? Lesen Sie den 4. von 5 Teilen zu jeweils 4 Büchern.

Diesmal: Lola Randl, Karen Köhler, Alexander Osang und Jackie Thomae.

Spam-Poesie: Dr. Ogundele – real und mächtig

Noch nicht erhältlich: der Roman mit Dr. Ogundele (Klicken, um das Cover anzusehen/Motiv: Canva)

Spam ist lästig. Doch bisweilen finden sich hochliterarische Perlen darunter, Geschichten von epischer Einzigartigkeit, aus denen Autorinnen und Autoren ganze Romanserien gestalten könnten.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 (3/5)

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019

Am 21.08.2019 wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 bekannt gegeben. 20 Bücher haben die Chance, am 14. Oktober 2019 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 17. September 2019 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie bereits in den Jahren zuvor mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweilig? Lesen Sie den 3. von 5 Teilen zu jeweils 4 Büchern.

Diesmal: Ulrich Woelk, Tom Zürcher, Norbert Zähringer und Raphaela Edelbauer.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 (2/5)

Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017

Am 21.08.2019 wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 bekannt gegeben. 20 Bücher haben die Chance, am 14. Oktober 2019 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 17. September 2019 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie bereits in den Jahren zuvor mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweilig? Lesen Sie den 2. von 5 Teilen zu jeweils 4 Büchern.

Diesmal: Norbert Scheuer, Eva Schmidt, Saša Stanišić und Marlene Streeruwitz.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 (1/5)

Deutscher Buchpreis 2019 - Die Longlist

Am 21.08.2019 wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2019 bekannt gegeben. 20 Bücher haben die Chance, am 14. Oktober 2019 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 17. September 2019 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie bereits in den Jahren zuvor mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweilig? Lesen Sie den 1. von 5 Teilen zu jeweils 4 Büchern.

Diesmal: Andrea Grill, Angela Lehner, Emanuel Maeß und Katerina Poladjan.

Miroloi – Der Roman von Karen Köhler ist da!

Karen Köhler: Miroloi

Endlich ist er da: der Roman von Karen Köhler. Ihr Debüt war 2014 der von der Kritik gelobte Erzählband »Wir haben Raketen geangelt«. Erfüllt »Miroloi« die Erwartungen? Erstaunlich ist, dass der Hanser Verlag den Roman zum Top-Titel seines Belletristik-Programms macht.

Lesetipp: Wie gehen Textverarbeitungen mit Word-Dateien um?

Beitrag in der Zeitschrift c't 18/2019
Beitrag in der Zeitschrift c’t 18/2019, Seite 114 ff

Nicht jeder arbeitet mit Microsoft Word. Es gibt alternative Textverarbeitungen wie LibreOffice Writer, Pages oder Papyrus. Doch alle werben damit, dass sie dennoch das DOCX-Format von Word beherrschen. Aber wie gut können sie das? Die Zeitschrift c’t hat es getestet.

Schreiben mit Kondom: Diversität, politische Korrektheit, Empfindlichkeitslesen und die Literatur

Schere

Künstler und Autoren werden immer häufiger mit der Anforderung konfrontiert, sich in ihrer Selbstdarstellung und sogar in ihren Werken politisch korrekt zu geben – oder sie versuchen dies freiwillig, weil sie glauben, das tun zu müssen. Der Berliner Schriftsteller Tom Liehr seziert das Phänomen.

Das Literarische Quartett: Warum schauen Sie sich das an?

Diesmal Gast im Literarischen Quartett: Svenja Flaßpöhler (Foto: ZDF)
Diesmal Gast im Literarischen Quartett: Svenja Flaßpöhler (Foto: ZDF)

Nach all den bisherigen Sendungen wird es Zeit, sich einmal die Frage zu stellen, warum man sich das Literarische Quartett am späten Freitagabend im ZDF überhaupt anschauen sollte.

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für E-Books kommt: Was bedeutet das für Leser, Autoren und Verlage?

5
Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt via Twitter die Gesetzesinitiative der Bundesregierung zur Senkung der Mehrwertsteuer auf E-Books an (Quelle: Twitter @OlafScholz)
Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt via Twitter die Gesetzesinitiative der Bundesregierung zur Senkung der Mehrwertsteuer auf E-Books an (Quelle: Twitter @OlafScholz)

Endlich soll auch für E-Books der ermäßigte Steuersatz gelten. Kein geringerer als Finanzminister Olaf Scholz verkündete die Gesetzesinitiative der Bundesregierung via Twitter. Was bedeutet es für Leser, Autoren und Verlage, wenn auf E-Books künftig nur 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden? Klar scheint die Lage derzeit nur für Self-Publisher zu sein.

Aktuelle Ergänzung: Seit dem 18.12.2019 gilt der ermäßigte Steuersatz (siehe Bericht hier).

Textkritik: Es stimmt was nicht im Stimmungsbild

0

Krach, Menschen in Bewegung, Im-Weg-Stehen-Bleiben. Ein dünner Junge mit schwarzen, strähnigen Haaren und höchstens halb geöffneten Augen, Anfang 20, kommt näher. Er kaut an einem Stück Brot, gebückt, als verbringe er sein ganzes Leben gebückt, verbogen, richtet sich nie vollständig auf, wirft den Brötchenmüll in das dafür zuständige Fach des viergeteilten Mülleimers, öffnet einen Pappkarton Bananensaft, alles gaaanz langsam, hochkonzentriert. Er sieht aus, als ob er jeden Moment umkippt. Ich warte drauf. Beinahe will ich, dass es passiert. Er geht ein paar Schritte, trinkt aus der Ein-Liter-Saftpackung. Die Leute schauen hin, können nicht anders wie ich, doch die meisten gucken ganz schnell zur Seite wie in Sorge, in seine Intimsphäre einzudringen, oder als wäre sein Anblick ansteckend. Die Bedröhnung. Die Ent-Kopplung. Die Verlangsamung. Ich bin fasziniert. Neben mir hält jemand sein Phone drauf, filmt, spricht gleichzeitig lachend im Gespräch, vielleicht mit der Frau, die ich auf seinem Display sehe, eine Braunhaarige Dunkeläugige mit rotem Punkt auf der Stirn. Auch er sieht indisch aus. Hat kabellose Hörer im Ohr, filmt den gekrümmten, verlangsamten Jungen und lacht dabei leise ins Mikro in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Nicht boshaft, aber auch nicht freundlich. Distanziert-interessiert, als säße er in einem Kino, das nicht dunkel ist, sondern hell, und deshalb kein Eintauchen erlaubt, keine Identifikation, kein Verschwinden im Film.

Der bedröhnte Junge wankt auf mich zu, kurz streift mich sein halber Blick aus halbgeöffneten Lidern, funktional. Merkwürdig elegant weicht er mir aus wie ein Schiff, dem von stürmischen Wogen geholfen wird, die ihm zugleich zu schaffen machen: Sie tragen es sicher, jedoch außer Kontrolle. Ich schaue und schreibe und drücke Bewertungen weg, unterlasse Hilfeleistung, formuliere in Gedanken Selbstbeschwichtigungen, die Bahnhofsmission wird ihm helfen, weiche einem grellweißen Blindenstock aus, der wie eine giftige Schlinge vor meine Füße springt – noch einer, der ich nicht sein will, der mich nicht sieht. Kurz nimmt der Blinde mir die Sicht auf den Jungen. Ich will wissen, wie es weiter geht.

Der Inder filmt und plaudert weiter. Der Junge holt einen leeren Becher aus dem Müll, versucht aus der Packung Bananensaft hineinzugießen, in mehreren Anläufen, scheitert daran, trinkt auch den Rest aus der Packung, wirft sie in den Müll, wieder die richtige Abteilung „Verpackungen“, spuckt etwas Saft nach, setzt sich am Boden ab mit gedehnten Achillessehnen, Augen geschlossen, hockt, als würde er ein Baby am dreckigen Boden trösten, doch vermutlich braucht er eine Weile, um wieder hoch zu kommen. Fühlt es sich gut an, frage ich mich, oder schrecklich? Oder gar nicht? Endlich richtet er sich wieder auf, aber nicht ganz, die Krümmung seines Oberkörpers zwischen Brust und Nacken bleibt bestehen. Vielleicht schützt sie sein Herz. Oder seine Knochen sind kaputt. Es sieht aus, als wenn er kotzen muss, aber er kotzt nicht. Geht weiter wie ein Tier, das laufen lernt, stellt sich bei Ditsch an, aber nicht am Ende der Schlange, sondern vorne, vor einem Mädchen und einem Bahn-Menschen in blauer Uniform mit roten Streifen, dahinter weitere Menschen. Niemand sagt etwas. Keiner beschwert sich. Es ist, als wäre nur der Junge im Raum, allein am großen Bahnhof. Oder als wäre er der König, und die anderen, diese hektische wabernde Menge, seine Untertanen, sein Publikum. Ich höre ihn nicht sprechen, doch die Bedienung reicht ihm eine Brezel. Er fischt Münzen aus der Hosentasche, angelt dabei eine zerknüllte Papiertüte hervor, stopft diese ordentlich zurück. Auch dies geschieht in Zeitlupe, jedoch fließend. Nie stockt er. Der Junge ist immer in Bewegung, auch wenn er steht, dann schwingt er sachte seinen gekrümmten Körper horizontal im Raum, als höre er eine Musik, die ihn führt, die ihn sicher durch alle Wirren leitet. Er fällt nicht hin, er stößt nirgendwo an, er pöbelt nicht, erbricht sich nicht, schimpft nicht. Behutsam wankt er in Richtung Domplatz, immer wieder anhaltend, als müsse er überlegen, wie es weiter geht oder als müsse er neue Kraft schöpfen. In einigen Minuten fährt mein Zug. Ich kann mich nicht von seinem Anblick lösen. Plötzlich ist er weg, um die Ecke gekrümmt. Ich laufe kurz noch umher und suche ihn. Hatte mich an ihn gewöhnt. Wüsste gern, was als Nächstes passiert. Alles. Nichts.

© 2019 by Katharina Körting. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Ein halbwegs gelungener Versuch zu einem Stimmungsbild Bahnhof, allerdings mit allerlei inhaltlichen Ungereimtheiten wie dem halben Blick oder das Lachen mit Wörtern (siehe auch die Einzelkritik). Vor allem wären Kürzungen angebracht: Saftpackungen haben meistens 1l. Warum das erwähnen? Warum die vorgebliche Steigerung Bedröhnung – Ent-Kopplung – Verlangsamung? Das ist Spielerei, wird aber dem Genre Stimmungsbild nicht gerecht, denn da geht es um Atmosphäre, Geruch, Gefühl …

Die Kritik im Einzelnen

Die vielen »aaaa« machen langsam nicht langsamer. Wie wäre es mit umständlich? Oder penibel?   Zurück

Spricht im Gespräch? Wie das? Gemeint ist wohl, dass dieser Jemand beim Filmen gleichzeitig kommentiert, was er und selbstverständlich auch die eingeloggte Frau sehen. Wäre schön, wäre das hörbar gemacht … Schade drum! Zurück

Seit wann braucht es zum Lachen Wörter?! Zurück

Was bitte ist ein halber Blick? Zurück

Die Packung muss nicht erneut genannt werden, war doch erst inclusive dem Inhalt Bananensaft! Streichen! Zurück

Angenommen, es handelt sich auch um einen Inder: Dann sind die Fußsohlen komplett am Boden, was zur Dehnung der Achillessehne führt. Europäer hocken eher auf den Fußspitzen. Zurück

Was ist hier ES? Zurück

Was ist das für eine seltsame Krümmung zwischen Brust und Nacken? Die Brust ist doch vorne, der Nacken aber hinten? Zurück

Wie geht denn ein Tier, das Laufen lernt? Wieso geht er nicht, als ob er laufen lernte? Zurück

Die stehen doch ganz friedlich in einer Schlange: Da wabert & wogt doch nichts! Zurück

Bodo Kirchhoff, das Kreuz mit der Kreuzfahrt und die Knusperhaut der Zimmermädchen

Antwort-E-Mail in Buchform: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Künstler werden von Reedereien gerne zu Kreuzfahrten eingeladen. Gegen freie Kost und Logis sollen sie das Publikum an Bord unterhalten. Bodo Kirchhoff malt sich aus, wie wohl die Antwort eines Schriftstellers auf solch eine Einladung aussehen könnte. Es ist ein überhebliches, überlanges Schreiben eines selbstverliebten arroganten alten Mannes geworden.

Blick hinter die Kulissen: So entsteht ein Podcast

Bachmann-Podcast-Produktion am Biertisch mit Andrea Diener (Foto: Instagram/frau_diener)
Bachmann-Podcast-Produktion am Biertisch mit Andrea Diener (Foto: Instagram/frau_diener)

Wie produziert ihr euren Podcast? Welche Technik verwendet ihr? Die Frage nach dem »Setup« wird unter Podcastern und denen, die es werden wollen, gern gestellt. Podcasts boomen, und daher hören auch wir die Frage sehr oft – speziell nach den jüngsten Bachmannpreis-Folgen. In diesem Beitrag zeigen wir unsere Ausrüstung und geben Tipps für die Podcast-Produktion.