
Blick aufs Buchbusiness: Vor einem Monat endete die Frankfurter Buchmesse 2019. Nach Barbara Fellgiebel blickt in diesem Jahr auch wieder der österreichische Literaturagent und Literaturvermittler Günther Wildner auf die Messe zurück.

Blick aufs Buchbusiness: Vor einem Monat endete die Frankfurter Buchmesse 2019. Nach Barbara Fellgiebel blickt in diesem Jahr auch wieder der österreichische Literaturagent und Literaturvermittler Günther Wildner auf die Messe zurück.

Der geheime Roman des Monsieur Pick: An Weihnachten 2019 kommt die Verfilmung des Buches von David Foenkino in die deutschen Kinos. Um Ihnen die Tage bis dahin zu versüßen, verlosen wir in Kooperation mit Neue Visionen Filmverleih fünf Schokoladen-Adventskalender mit dem Motiv des Filmplakats.

Die Veranstaltung ist zum heimlichen Highlight des Stuttgarter Literaturlebens geworden: Zum viertem Mal findet am 21. November 2019 das Literarische Buchhandelsquartett statt. Vier Buchhändlerinnen und Buchhändler diskutieren über ihre Lieblingsbücher, moderiert von literaturcafe.de-Chef Wolfgang Tischer.

Zum dritten Mal vergibt die Petra Schmidt-Hieber Literatur-Stiftung den mit 7.500 Euro dotierten Gerlinger Lyrikpreis. Zum zweiten Mal wird zudem der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis vergeben. Lyrikerinnen und Lyriker mit Wohnsitz in Baden-Württemberg können ihre Werke vom 1. Dezember 2019 bis zum 15. März 2020 einreichen. Der Jury gehört auch literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer an.

Lionel Shriver nähert sich heiklen Themen schonungslos. Im Roman »Wir müssen über Kevin reden« schreibt sie über eine Familie, deren Kind zum Amokläufer wird. In »Liebespaarungen« stellt sie zwei Lebenswege einer Frau mit jeweils unterschiedlichen Partnern gegenüber. »Dieses Leben, das wir haben« wirft einen mitleidlosen Blick auf eine krebskranke, chemotherapie-gebeutelte Frau und deren Ehe.

David Wagner gewinnt mit »Der vergessliche Riese« den Bayerischen Buchpreis 2019 in der Kategorie Belletristik. Das Juryurteil war einstimmig und eindeutig. Zum Glück, denn mit den anderen nominierten Büchern und der Sachbuch-Kategorie ging die Jury reichlich rüde um. Was war los in München?

Podcasts sind in aller Munde bzw. Ohren! Das Audio-Format boomt. Wie können Autoren und Verlage Podcasts optimal einsetzen und produzieren? Und warum sind Podcasts nicht gleich Podcasts? Podcast-Experte Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de gibt einen Überblick über das Thema und beantwortet in einem Webinar des Börsenblatts Ihre Fragen.
Felsenfest schweigen die Mauern.
Durch die Ritzen sickert
klamme Feuchte. Sonst nichts.
Oben im Dachstuhl hustet der Wind.
Die morschen Dielen, ausgetreten
am immergleichen rechten Weg.
Rüschen verschleiern die beschlagenen Fenster.
Müde, nie gewaschene Fetzen.
In der Waschküche tropft Selbstmitleid
aus dem verkalkten Wasserhahn.
Dort werden tapfer die bitteren Pillen
hinuntergespült. Pflichtschuldig.
Die Uhr tickt dumpf. Die Zeit vergeht –
Gott sei Dank. Gottgewollt.
Der Fernseher plaudert fröhlich
seine Monologe. Wie immer zu laut.
Hinten in der stillen Kammer
blüht der Schimmel,
wo sich weggeschobene Erinnerungen
bis unter die Decke stapeln.
Ein sprachlich herausragendes Prosagedicht! Was das ist? Vom Aufbau her ein Gedicht, von der Sprache her Prosa: Es geht um Bilder, Stimmungen, Gefühle, verpackt in dichte Sprache. Vieles nur angedeutet, uns Lesern überlassen: Perfekt!
Das nenne ich einen starken Anfang: Hier wird eine Erwartung geweckt, die sofort wieder zerstört wird, denn beschrieben wird nicht etwa eine Großmutter, sondern offenbar der Ort, wo sie wohnt! Oder gewohnt hat? Zurück
Jetzt sind wir bei der Großmutter, die sich offenbar immer auf dem rechten Weg bewegt hat, gewissermaßen Vorbild war. Zurück
Es keinen klaren Ausblick bzw. Durchblick: Großmutters Haus ist mit ihr gealtert. Zurück
Das passt: Großmutter hat immer ihre Pflicht erfüllt. Das war ihre Aufgabe, ihr Lebensinhalt, das wird am und im Haus deutlich. Zurück
Das ist das einzige Mal, dass ich einen Einwand vorbringe: TICKEN ist hell – das sagt schon der I-Laut! Ein dumpfes Ticken ist zu konstruiert – das hat dieses Gedicht nicht nötig! Ich würde dumpfes einfach streichen! Zudem passt es dann besser zum Rhythmus der folgenden Zeilen: Die Zeit vergeht / Gott sei Dank / Gottgewollt. Zurück
Hier entsteht ein starker Kontrast zur bisherigen verhaltenen Stimmung, denn jetzt kommt urplötzlich Farbe und Fröhlichkeit ins Spiel: Der zu laut monologisierende Fernsehapparat! Zurück

Soeben verkündet das ZDF, dass Volker Weidermann »Das Literarische Quartett« zum Jahresende 2019 verlässt. Der Abgang erfolgt offenbar auf eigenen Wunsch. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger steht noch nicht fest. Das ZDF will die Sendung jedoch »in neuer Konstellation« fortführen. Nachtrag: Auch Christine Westermann hat ihren Rückzug verkündet.

Kanada ist Ehrengast, ist »Guest of Honour«, ist »Invité d‘Honneur« der Frankfurter Buchmesse 2020. Am letzten Messetag 2019 hat Norwegen die Rolle an das nordamerikanische Land übergeben. Anwesend war keine geringere als die bekannteste kanadische Autorin: Margaret Atwood.

In der kommenden Sendung am 6. Dezember 2019 wird Matthias Brandt zu Gast sein. »Wer dann nicht zuguckt, ist blöd«, sagte Volker Weidermann am Ende der Sendung vom 18. Oktober 2019. Gast war die Autorin Sibylle Berg. War man auch diesmal blöd, wenn man die Sendung nicht gesehen hat? [mit Nachtrag]
Zum vierten Mal ist das Land Baden-Württemberg auf der Frankfurter Buchmesse 2019 in Halle 3.1 H15 mit der Ideentanke vertreten. Fünf Start-ups präsentieren ihre Ideen für die Buchbranche. Neu ist in diesem Jahr, dass am Sonntag weitere Ideen präsentiert werden können. Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de hat die Ideentanke auch in diesem Jahr in einem Video porträtiert.

Podcasts sind der neueste heiße Scheiß – auch auf der Frankfurter Buchmesse 2019, auf der es erstmals einen Bereich »Frankfurt Audio« gibt. Dabei war es das literaturcafe.de, das bereits im Jahre 2005 den ersten Buchmesse-Podcast produzierte und diesen seinerzeit auf der morgendlichen Pressekonferenz vorstellen durfte. Hören Sie hier das historische Tondokument.

Zum dritten Mal plauderte Thomas Gottschalk in seiner Sendung »Gottschalk liest?« mit Autorinnen und Autoren, diesmal nahezu schmerzfrei für Moderator und Zuschauer. Entdeckungen und Erkenntnisse gab es jedoch keine.