Buch
Tasse
Das Literatur-Café
Der literarische Treffpunkt im Internet - seit 1996

LIMIT live mit Frank Schätzing: Von Steve Jobs über Joachim Bublath zu Mario Barth

LIMIT live: Frank Schätzing im Gespräch mit seiner Romanfigur»Und warum bist du dann heute überhaupt hier?«, fragt mich eine Bekannte erstaunt, die ich im Foyer des Hegelsaals der Stuttgarter Liederhalle treffe.

Frank Schätzings »LIMIT live« soll es heute Abend geben. Keine Lesung, sondern eine multimediale Show auf Basis seines neuen Bestsellers.

Ich hatte gestanden, dass mich Schätzing-Romane nicht interessieren. Zweimal – an Buch und Hörbuch – hatte ich mich vergeblich am »Schwarm« versucht. LIMIT liegt noch eingeschweißt im Buchregal, nachdem im Oktober ein Interview für den Buchmesse-Podcast platzte.

Es ist also nicht der Roman LIMIT oder der Schriftsteller Schätzing, die mich interessieren, sondern es ist die Neugier, wie der Werbe-Mensch und Profi der medialen Selbstinszenierung, Frank Schätzing, an diesem Abend sich und seinen 1.300-Seiten-Wälzer präsentieren wird. Hier klicken und weiterlesen »

Erotik-Kalender »Buchhändlerinnen 2011«: Models und Textstellen gesucht – Interview mit Simone Pfeifer

Simone Pfeifer (Foto: privat)

Buchhändlerinnen sind sexy! Um das zu beweisen, ist für das Jahr 2011 ist ein Erotik-Kalender mit Buchhändlerinnen als Models geplant. Eigentlich sollte es ein Projekt der Buchhandelsfachschule in Frankfurt werden, doch dort war man über diese Form des Marketings nicht sehr erfreut.

Der Kalender »Buchhändlerinnen 2011« erscheint nun bei einem großen deutschen Kalenderverlag, und rund um Projektleiterin Simone Pfeifer hat sich ein freies Projektteam gebildet, zu dem auch das Literatur-Café gehört.

Gemeinsam suchen wir nun weitere Models für den Kunstkalender – und Textstellen. Wo und wie Sie sich bewerben können und dass dies alles andere als ein »Nackedei-Kalender« werden wird, das erzählt die Buchhändlerin und Projektleiterin Simone Pfeifer in unserem Interview. Zum Interview und zu den Bewerbungsformularen für Models und Textstellen »

SchreibStar und Möchtegern: Nagel & Kimche und literaturcafe.de laden ein ins virtuelle Schreibcamp

SchreibStar - die Show zum Roman »Möchtegern« von Milena MoserEine Casting-Show für Schreibtalente, das fehlt noch im deutschen Fernsehen. Milena Moser hat eine solche Talentshow ins Schweizer Fernsehen gebracht – fiktiv. In ihrem neuen Buch »Möchtegern« lässt sie 10 Schreibtalente in der Show »SchreibStar« auf die knallharte Jury treffen, darunter die alternde Skandalautorin Mimosa Mein, die mit 17 Jahren ihren ersten Roman geschrieben hat, der wegen sexuell allzu anzüglicher Passagen zum Bestseller wurde. Interessant – und tatsächlich nur ein Zufall – eines der Bücher von Autorin Mimosa Mein heißt »Road Kill«.

Mosers Roman ist seit Montag in jeder Buchhandlung erhältlich und in der Schweiz sofort auf Platz 10 der dortigen Bestsellerliste eingestiegen. Trotz ironischer Passagen ist Milena Mosers Roman vor allen Dingen eines: glaubhaft. In mindestens einer der 10 Kandidaten erkennt sich jeder Schreibende wieder – oder man erkennt eine(n) schreibende(n) Bekannte(n). Pflichtlektüre nicht nur für die Literatur-Café-Redaktion!

Zusammen mit dem Verlag Nagel & Kimche, der zu den Hanser Verlagen gehört, erwecken wir daher im Internet die fiktive Casting-Show »Schreibstar« zum Leben. Das besondere: Wer bei den Schreibaufgaben im Trainingscamp mitmacht, kann einen Schreibkurs bei Milena Moser gewinnen. Und: Literatur-Café-Kritiker Malte Bremer bespricht in einer Sonderreihe seiner Textkritik Ihre Romananfänge! Hier klicken und weiterlesen »

374 Schriftsteller erklären öffentlich: »Wir haben abgeschrieben!«

374 Schriftsteller bekenen im neuen Stern: "Wir haben abgeschrieben"

Klick aufs Bild zum Vergrößern

Eine Satire – Es ist der schrecklichste Literaturbetrug in Deutschland seit den Hitler-Tagebüchern von Konrad Kujau: Die junge, gut aussehende und intelligente Autorin Helene Hegemann hat Teile ihres Romans »Axolotl Roadkill« von einem anderen völlig unbedeutenden Autor abgeschrieben (siehe Kommentar hier) und aus dem Internet zusammenkopiert.

Während deutsche Blogger dies als unhaltbar bezeichnen und von der Politik eine Verschärfung des Urheberrechts fordern, reagiert das deutsche Feuilleton mit einem entsetzten Aufschrei: Abschreiben muss Literatur bleiben!

Bedeutende und wichtige deutsche Werke wie »Faust«, die »Buddenbrooks« oder »Nichts als die Wahrheit« wären ohne die »moderne Form der webbasierten Intertextualität« (FAZ) nicht möglich gewesen. Gerade jungen Menschen muss es in der heutigen Zeit erlaubt sein, dass sie Texte von anderen Stellen ungefragt zusammenklauben und unter eigenem Namen veröffentlichen dürfen. »Copy-and-Paste-Literatur hat endlich einen Preis verdient«, sagt daher auch die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse konsequent und hat das Hegemannsche Werk heute völlig zu Recht für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Jetzt stellen sich 374 deutschsprachige Autoren hinter Helene Hegemann und bekennen in der kommenden Ausgabe des Magazins Stern: »Wir haben abgeschrieben!«.

literaturcafe.de ist es durch unsere guten Beziehungen zur Kulturredaktion der Zeitschrift und etwas Einschleimen beim Verlag gelungen, dass wir das geplante Titelbild hier vorab und exklusiv zeigen dürfen. Ohgottogottogott! Ein Nachtrag und ein erklärender Link »

Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK

Axolotl Roadkill und STROBOEin Kommentar von Wolfgang Tischer - Bis gestern Abend kannte ich die Autorin Helene Hegemann und ihren Roman »Axolotl Roadkill« nicht. Allein mit diesem Satz oute ich mich als jemand, der die Kulturteile der deutschen Zeitungen nicht (mehr) liest. Ich erinnere mich rückblickend, irgendwo – war es im SPIEGEL? war es im Stern? – beim schnellen Durchblättern ein oder zwei Berichte über eine minderjährige, langhaarige, nicht gerade hässliche Autorin gesehen zu haben. Bessere Homestorys, die mich nicht interessieren, da ich den Automatismus von Verlagsmarketing und Journalisten kenne: Der Verlag bedient mit einem autobiografisch anmutenden Roman die Erwartungen der Presse – und beißt eines der großen Magazine oder Zeitungen an, dann wollen sie sie alle.

So wurde offenbar Helene Hegemann Roman hochgeschrieben, weil eine minderjährige Autorin darin über Drogen und Geschlechtsverkehr mit eindeutigen Worten schreibt, von denen sich die über 30-Jährigen vorstellen, dass das das wahre Leben der Jugend sei, und der fast 50-jährige Maxim Biller warnt kokett in der FAZ in einer lobenden Besprechung die über 30-Jährigen vor der Lektüre. Landauf landab jubeln die Feuilletons.

Doch dann kommt einer dieser bösen »Blogger« (abfällig zu betonen) aus dem »Internet« (mit Ekel in der Stimme vorzutragen) und zeigt, dass die Autorin viele Passagen ihres Werkes einfach abgekupfert hat. Vorbei ist der Kindergeburtstag. Hier klicken und weiterlesen »

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb gestartet: Ein iPod touch für das beste Gedicht mit 140-Zeichen

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb: Mitmachen und iPod gewinnenDer Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD (Books on Demand GmbH) geht in die zweite Runde: Ab sofort sind wieder alle aufgerufen, die Spaß am Dichten und Twittern haben, Poesie mit maximal 140 Zeichen zu »zwitschern«. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein iPod Touch. Alle Beiträge werden nach dem Wettbewerb im 2. Twitter-Lyrik-Band veröffentlicht. Der 1. Twitter-Lyrik-Band zum letztjährigen Wettbewerb ist bereits online oder in jeder Buchhandlung erhältlich.

Twitter-Lyrik ist spannend, macht Spaß und bringt witzige, skurrile und durchaus anspruchsvolle Kurz-Poesie hervor. Das hat der erste Twitter-Lyrik-Wettbewerb im Frühjahr 2009 gezeigt. Nach dem unerwarteten Erfolg – mehr als 300 eingesandte lyrische Tweets in nur vier Wochen – heißt es ab sofort wieder »In der Kü liegt die Wü!« Gesucht wird bis zum Tag der Poesie am 21. März 2010 das beste Twitter-Gedicht. Eine Jury aus Literatur-Café- und BoD-Mitarbeitern kürt den Gewinner, der mit einem iPod Touch (16 GB) belohnt wird. Alle Beiträge werden in einem gedruckten Lyrik-Band veröffentlicht.

Machen Sie mit unter www.twitter-lyrik.de »

Lovelybooks-Event: Betreutes Twittern im Münchner Literaturhaus

Lovelybooks: Das gut gefüllte Münchner LiteraturhausAm Schluss waren 134 Leute auf der Teilnehmerliste des »Lovelybooks-Events« zu finden. Und tatsächlich war der große Saal des Münchner Literaturhauses am 5. Februar 2010 bis auf den letzten Platz gefüllt.

»Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« lautete der Titel der Veranstaltung. In erster Linie wollten die Lovelybooks-Betreiber Verlagen nahebringen, welche wichtige Rolle das Internet und speziell aktuelle Anwendungen wie der 140-Zeichen-Mitteilungsdienst Twitter und die Vernetzungsplattform Facebook spielen.

Die kostenfreie Veranstaltung stand auch Autoren, Buchhandlungen und »Nur-Lesern« offen, und den Organisatoren ist das fast Unmögliche gelungen: Die sonst bei solchen Tagungen enorm hohe Dichte an Beratern, selbst ernannten Experten und Dampfplauderern war hier nicht zu finden. Hier klicken und weiterlesen »

Seriöse Verlagsautoren: »Nein, wir zahlen nicht!«

Autoren gesucht! Wir prüfen Ihr Manuskript kostenlos! - Die Veröffentlichung kostet Sie jedoch ein Vermögen!Dieser Artikel erschien im Original im Weblog der Autorin Nicole Rensmann. Wir veröffentlichen ihn hier mit freundlicher Genehmigung.

In den letzten Tage stoße ich vermehrt auf Interviews, Artikel, Anzeigen von Verlegern, Verlage, die von den Autoren Geld nehmen und auf »Autoren«, die für eine Veröffentlichung bezahlen. Natürlich wird auf diese kleine Unwichtigkeit nicht hingewiesen. Selbst große Zeitungen und Magazine informieren sich nicht mehr, es wird nur der Text aus der Pressemappe übernommen.

Werden Journalisten von großen Magazinen auch nicht mehr bezahlt? Bezahlen sie dafür, dass sie einen Artikel schreiben dürfen, oder wie darf ich das verstehen?

Es ist ein Schlag ins Gesicht jedes seriösen Verlags, wenn sich große Magazine nicht über den Verlag informieren, der weder Werbung noch ein Lektorat bietet, aber vierstellige Summen für eine Veröffentlichung verlangt. Und es ist ein Stich ins Herz, wenn Rezensionen geschrieben und Pressemitteilungen verfasst werden über Bücher von Menschen, die sich als Autor bezeichnen möchten und dafür gerne einen vierstelligen Betrag bezahlen. Hier klicken und weiterlesen »

Lovelybooks lädt Verlage, Autoren, Buchhandlungen und Leser ins Literaturhaus München ein

Lovelybooks lädt nach München einDie virtuelle Bücher-Diskussionsrunde Lovelybooks lädt zu einer Veranstaltung im realen Leben ein. Unter dem Titel »Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« geht man am 5. Februar 2010 im Literaturhaus München der Frage nach, wie man im und übers Internet die Leser erreicht. Die Veranstaltung richtet sich an Verlage, Autoren, Buchhandlungen – und an interessierte Leser.

Die Teilnahme an dieser eintägigen Veranstaltung ist kostenlos und laut Lovelybooks sind noch einige Plätze zu vergeben. Am besten also gleich über die Infoseite von Lovelybooks anmelden. Dort sind auch die bislang registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelistet. Das Literatur-Café ist ebenfalls vor Ort und auch die anderen Teilnehmer versprechen einen regen Austausch zum Thema. Hier klicken und weiterlesen »

Wir wünschen wir Ihnen alles Gute für 2010 mit unserem Jahresrückblick 2009!

Jahresrückblick 2009Das Literatur-Café wünscht Ihnen ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr 2010! Wie in den Vorjahren werfen wir am 1. Januar einen ganz persönlichen Blick zurück auf das vergangene Jahr.

Die bestimmenden Themen 2009 waren eigentlich die des Vorjahres 2008: Was bedeutet die Digitalisierung für Verlage und Buchautoren? Welche Rolle spielen Amazon, Google und Apple auf dem eBook-Markt? Welchen Veränderungen muss sich das Urheberrecht stellen?

Und obwohl es dank der Print-on-Demand-Dienstleister mittlerweile möglich ist, sein eigenes Buch für 0 Euro gedruckt auf den Markt zu bringen, zeigten auch 2009 zahlreiche eMails mit Hilferufen und Nachfragen an unsere Redaktion, dass Zuschussverlage nach wie vor mit großen Versprechungen und wohlklingenden Namen Autoren zur Kasse bitten. Einer davon missbrauchte 2009 sogar dreist und unverfroren den Namen Elke Heidenreichs, um Autoren zu täuschen.

Klicken Sie hier und lesen Sie unseren Jahresrückblick 2009 »

Weitere Beiträge: 1 2 3 4 5 6 7 8 ...21 22 23 »

Anzeige
Weitere Beiträge: 1 2 3 4 5 6 7 8 ...21 22 23 »