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E-Book-Update: Calibre kann Word, Cover Creator und zweimal 69

Sieht so unser neuer Ratgeber aus?Ab sofort ist der E-Book- und Selfpublishing-Ratgeber »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« in einer aktualisierten Fassung erhältlich. Käufer früherer Ausgaben erhalten die neue Version 6.2 wie immer kostenlos, für alle anderen kostet der Ratgeber weiterhin günstige 2,99 Euro.

Die Konvertierungs- und Verwaltungssoftware Calibre kann seit letztem Freitag endlich Word-Dateien ins E-Book-Format konvertieren. Außerdem stellt die neue Ausgabe des Ratgebers den »Cover Creator« von Amazon vor, mit dem sich kostenfrei und rasch professionell wirkende Titelbilder erstellen lassen. Für den Cover-Baukasten besteht jedoch eine fundamentale Einschränkung, die das Werkzeug nahezu unbenutzbar machen.

Bachmann und Brockmann I: Die KandidatInnenstatistik 2013

Bachmann-KandidatInnen-Statistik 2013Die Bachmannpreis-Jury hat entschieden. Die TeilnehmerInnen für die Endrunde von GNTA (German-speaking Next Top Author) ste­hen fest. Jedes Jury-Mitglied durfte (wie immer) zwei BewerberIn­nen einladen: macht bei sieben Mitgliedern vierzehn Eingeladene.

Doris Brockmann wirft einen Blick auf die Klagenfurter KandidatInnenliste – aber erstmal ganz unpersönlich. Das heißt, sie bleibt bei den Zah­len und noelle-neumannt drauf los.

Klischees sind nicht ironisch, Zoten schon gar nicht

Cover: Ich kann nicht, wenn die Katze zuschautBedauerlicherweise kommt es doch immer wieder vor, dass mir Wohlmeinende ein Buch schenken im Wissen, dass ich gerne und viel lese, aber ohne Vorstellung, was ich zu lesen pflege.

Sowas wie dieses Buch bestimmt nicht: Ich liebe Humor, aber ich hasse Witze – und ganz besonders, wenn jemand – passend zu den umjubelten  Dünnbrettbohrern aus dem Bestiarium der privaten Sender wie Lück, Barth, Pastewka, Schmitz und wie sie alle heißen mögen – seine in die Jahre gekommenen Plattitüden über Männer und Frauen loslässt.

Zum Glück war das Buch verpackt, so konnte ich mich artig bedanken und musste den Überbringer nicht enttäuschen.

Die geballte Dichte des Walle Sayer

Sayer-KohlrabenEs muss anfangs dieses Jahrtausends gewesen sein, dass in meiner inzwischen leider geschlossenen Lieblingsbuchhandlung mir ein schmales Bändchen von Walle Sayer auffiel, »Kohlrabenweißes«, ein »Prosazyklus«.
Schon das Äußere sprach mich an, der feste Einband, das klare Layout.

Und ich begann zu lesen. Aber das war keine Geschichte. Oder gerade doch? Es ist … ja was?

Künftiger Hanser-Verleger Jo Lendle: »Verlage sind nicht mehr nötig«

Jo LendleWie sieht der Verlag der Zukunft aus? Darüber hat sich Jo Lendle in einem kurzen Vortrag auf der LiteraturFutur Gedanken gemacht. Mit freundlicher Genehmigung des Autors veröffentlichen wir den Text hier im literaturcafe.de.

Jo Lendle wird ab 2014 verlegerischer Geschäftsführer der Hanser Literaturverlage. Lendle (Jahrgang 1968) wird der Nachfolger von Michael Krüger (Jahrgang 1943) sein. Zuvor war Jo Lendle Verleger beim DuMont-Buchverlag, bei dem er zunächst als Lektor begann. Außerdem ist Lendle selbst Autor.

Nett aber nicht neu: LiteraturFutur suchte neue Formen der Literaturvermittlung

Futur II auf der LiteraturFuturDie Buchbranche hat mittlerweile ein enges Netz an Kongressen, Barcamps und Treffen, auf denen man sich der Zukunft von Branche und Büchern widmet. Dorthin pilgern die Social-Media-Brigaden der Verlage, um Spaß zu haben und sich von Dienstleistern und Beratern ausgedachte Visionen anzuhören.

Da ist es wohltuend und angenehm, die Veranstaltungen neuer Akteure zu besuchen, deren Beraterverseuchung noch gering ist und die Kultur vor Wirtschaft platzieren.

Also auf nach Hildesheim, wo sich der von den Studenten organisierte »LiteraturFutur«-Kongress am vergangenen Wochenende (24./25. Mai 2013) neuen Formen der Literaturvermittlung zuwenden wollte.

Angriff auf das literaturcafe.de

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Angriff auf das literaturcafe.de Wer gestern Nachmittag oder Abend das literaturcafe.de besuchen wollte (22. Mai 2013), der oder die musste bis zu einer halben Minute warten, um eine Seite des Cafés zu sehen – oder es erschien gleich eine Fehlermeldung.

Der Webserver des literaturcafe.de ächzte unter einer unglaublichen Zugriffslast. So hoch war die nicht mal, als uns die Bildzeitung zu den weltweit 1.000 wichtigsten Websites zählte.

E-Book-Seminar in Hannover: Reich und berühmt im Selbstverlag? [ausgebucht]

Wolfgang Tischer (Foto: literaturcafe.de)Nach Terminen in Mainz, Stuttgart und Bremen, findet das E-Book-Seminar des literaturcafe.de für Selfpublisher erstmals am 15. Juni 2013 in Hannover statt.

Sein Buch selbst zu verlegen, das galt bislang eher als Makel. Doch E-Books werden immer populärer, und plötzlich erlebt das »Selfpublishing« einen Boom. Nicht nur Neulinge, sondern auch etablierte Autoren nutzen die digitale Veröffentlichungsmöglichkeit oder haben es vor. Viele proklamieren gar das Ende der Verlage, wie wir sie kennen, und einige Autoren wollen mit ihren E-Books 15.000 Euro in nur sechs Wochen verdient haben.

Was ist dran an diesen Berichten? Ist es wirklich so einfach, mit selbstgemachten E-Books Leser zu erreichen und dabei auch noch etwas zu verdienen?

Nach mehreren ausgebuchten Terminen findet der Workshop mit dem E-Book-Experten und literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer in Zusammenarbeit mit Heiko Idensen am 15. Juni 2013 erstmals in Hannover statt.

Bachmannpreis 2013: Autorinnen, Autoren und ein neuer Moderator

Clarissa Stadler, Burkhard Spinnen und Michaela Monschein
Nur noch der Mann in der Mitte ist 2013 wieder mit von der Partie. Moderatorin Clarissa Stadler (l.) und Leiterin Michaela Monschein sind nicht mehr dabei.

Jetzt steht fest, wer in diesem Jahr bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur liest (»Bachmannpreis«): Auf der Bewerb-Website des ORF Kärnten könnend die Namen der 14 Autorinnen und Autoren nachgelesen werden. Der Zusatz »lebt in Berlin« scheint speziell bei den deutschen Teilnehmern obligatorisch.

In diesem Jahr bleibt vieles gleich am Wörthersee, aber einiges wird sich auch ändern. Unverändert ist, dass das literaturcafe.de wieder vor Ort sein wird.

Self-Publishing: Suizid im Hirschkostüm und 57 Antworten von Tom Liehr

Gib's mir!21 Kommentare bereits am Veröffentlichungstag: Tom Liehrs Beitrags zum Thema Selfpublishing hat damit vielleicht einen Rekord im literaturcafe.de aufgestellt. Zahl und Inhalt der Kommentare zeigen, dass es um ein schwieriges, vor allem aber um ein sehr emotionales Thema geht.

»Gut! Kunst ist emotional, Künstler leben von Emotionen. Wenn Kalkül das Gefühl übertrumpft, entsteht seelenloser, wenig nachhaltiger Müll – diese Randbemerkung sei mir gestattet. Sie wird allerdings auch im Nachfolgenden noch relevant sein«, meint Autor Tom Liehr.

Wie angekündigt antwortet Tom Liehr in diesem Artikel den Kommentatoren und Kritikern ausführlich. Nehmen Sie sich Zeit zum Lesen dieses Beitrags.

In eigener Sache: Self-Publishing-Seminar von buchreport.de

Die Referenten und Diskutanten (v.li.): Wolfgang Tischer, Jan F. Wielpütz, Zoe Beck (©Victoria Tomaschko) und Tina Folsom Das Branchenmagazin Buchreport veranstaltet am 15. Mai 2013 um 14 Uhr ein web-basiertes Seminar zum Thema »Selfpublishing«. An der 90-minütigen Veranstaltung kann man bequem vom Büro aus oder von daheim teilnehmen, benötigt wird nur ein aktueller Webbrowser. Wer keine Lautsprecher oder kein Headset am PC hat, kann parallel per Telefon mithören und mitdiskutieren.

Zielgruppe des sogenannten »Webinars« sind Mitarbeiter aus Verlagen (Programm, Vertrieb, E-Book, Unternehmensentwicklung), Selfpublisher, Journalisten mit E-Book-Ambitionen und alle Interessierten.

Anders als bei den Seminaren des literaturcafe.de geht es bei der Buchreport-Veranstaltung nicht um eine Anleitung zum Selbstverlegen. Vielmehr zeigen vier Referentinnen und Referenten, wie Selfpublishing die Strukturen der Buchbranche verändert, wie sich Verlage in diesem Wettbewerb profilieren können – und es zeigt  Erfolgsrezepte von Selfpublishern.

Tom Liehr: »Self-Publishing ist keine Alternative – und erst recht kein Allheilmittel«

Abfall für den Stromkasten?Vorab: Dieser Text von Tom Liehr richtet sich nicht an jene, die mit der Selbstveröffentlichung irgendwelcher Texte via KDP & Co. ein schönes Hobby für sich entdeckt haben, sondern an Menschen, die sich mit der Idee, Schriftsteller zu werden, zu sein und zu bleiben, ernsthaft auseinandersetzen, aber möglicherweise irrtümlich annehmen, die Aufgabe der Verlage bestünde allein darin, Bücher herzustellen.

Volker Kauder (CDU) will ermäßigten Steuersatz für E-Books und Hörbücher durchsetzen

Volker KauderDie CDU/CSU-Fraktion hatte am 24. April 2013 zu einer Veranstaltung unter der Reichstagskuppel eingeladen. »Das Gedruckte – nur noch etwas für Nostalgiker?« lautete der Titel, der die üblichen Worthülsen der haptischen Papierbuchschnüffler befürchten ließ.

Doch die Veranstaltung wartete mit einigen Überraschungen auf. Erstmals verkündete der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder und auch sein Stellvertreter Günter Krings deutlich, dass sich die CDU/CSU für den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% für E-Books und auch Hörbücher starkmachen werde.

Noch überraschender war jedoch der Auftritt von Noch-Börsenvereinsvorsteher Gottfried Honnefelder. Fast hätte man vermuten können, er wolle nach seinem diesjährigen Ausscheiden in der Vorstand von Amazon wechseln und TV-Erklärbär Ranga Yogeshwar würde seine Nachfolge beim Verband antreten.

Umfrageergebnis: Sind 97% der Autoren zufrieden mit ihrem Verlag?

Zufrieden?Die Schriftstellerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben heute das Ergebnis ihrer Umfrage zur Beziehung Autor/Verlag bekannt gegeben. Auch im literaturcafe.de hatten wir zur Teilnahme aufgerufen.

»Jeder dritte Autor ist unzufrieden mit seinem Verlag« lautet die alarmierende Überschrift der Pressemitteilung der Verbände, die heute auch in den Branchenmedien verbreitet wird.

Doch bei genauer Betrachtung besteht für die Verlage kein Grund zur Sorge. In Deutschland haben gerade einmal 8% der im Verband der Schriftsteller (VS) organisierten Mitglieder teilgenommen.

Daher ist eher zu vermuten, dass eine überwältigende Mehrheit der Autorinnen und Autoren mit ihrem Verlag zufrieden ist – oder es ist ihnen schlichtweg egal.

Peter Stamm, Agnes – oder wie man Schülern die Lust am Lesen austreibt

Agnes von Peter StammDas erste, was mir von Peter Stamm vor Jahren in die Hände fiel, war der Band mit Erzählungen namens »Blitzeis«.

Eineinhalb Erzählungen habe ich mich gelangweilt und über den hölzernen Stil geärgert, dann das Buch weggelegt. Damit war Peter Stamm für mich ein erledigter Fall.

Nun ist der Roman »Agnes« von Peter Stamm zur Pflichtlektüre für Oberstufenschüler in Baden-Württembergs Gymnasien und Berufsschulen gekürt worden!

Wer brütet so was eigentlich aus?