Bis Klagenfurt anruft. Ein Praxisbericht. Teil 6.
Diesmal: Die Autorenhompage.
In unserer digitalisierten Zeit, mit Internet 2.0, ist es kaum umgänglich für eine Autorin, nicht auch im Web präsent zu sein. Die eine Möglichkeit sind die Literaturforen mit ihren Userprofilen, aber darüber haben wir an dieser Stelle schon gesprochen. Die andere Möglichkeit ist eine eigene Homepage.
Aber es gibt Homepages und Homepages.
Auf der einen Seite wären schlechte Graphik, schlechtes Layout, ein nicht zu merkender Link, der in der Browserzeile ungefähr so lang wie eine mittlere Riesenschlange ist, jede Menge Werbung und diese am besten auch noch als Popup.
Hat sich der lesewillige und informationshungrige Surfer mit dschungeltauglichem Durchhaltevermögen bis zum Kern der Homepage vorgekämpft, findet er dort vielleicht auch noch ein Gästebuch, indem sich schon Hinz und Kunz (die, die schon bei BOD veröffentlich haben, siehe Folge 4) und alle Familienmitglieder der Autorin, von der Uroma bis zur kleinen Schwester, verewigt haben.
Vielleicht auch noch mit Sprüchen wie:
»Huhu, ich bin Erster!«
Sieben Jahre Jungautorin in neun Folgen.
Cornelia Travnicek erzählt vom Anfang und vom möglichen Ende ihrer bisherigen Autorenlaufbahn, davon, wohin es führen kann, wenn man eines Tages beschließt zu schreiben, wo Steine im Weg lagen und von einigen Dingen mehr. Interessant für alle, die Ähnliches selbst erlebt haben, noch erleben wollen oder sich vielleicht nach der Lektüre entschließen, es doch besser zu lassen. Wissenswertes, Praxisnahes und Geschehenes alle zwei Wochen neu im Literatur-Cafe.
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Weitere Infos über die Autorin finden Sie auf ihrer Homepage unter www.corneliatravnicek.com
Oder:
»Gefällt mir gut deine Homepage, kommst du zum Geburtstag von Tante Soundso?«
Ganz so schlimm war es auf meiner Homepage zum Glück nie, aber ich möchte nicht abstreiten, dass es schlimm war.
Auf der anderen Seite gibt es Homepages, bei denen man die URL noch nachvollziehen kann, die Werbung sich beschränkt oder gar nicht mehr auftaucht, wenn der User seinen Popup-Blocker aktiviert, und die Grafik den Text zumindest angenehm lesbar macht. Der Rest ist schon wieder Geschmackssache.
Ich habe mich jetzt für ein Kontaktformular entschieden, das ist für mich die sauberere Variante eines Gästebuches, man kann mich direkt und persönlich ansprechen, ohne dass ich meine eMail-Adresse jedem Spambot auf die Nase binde, und Spammer versuchen auch nicht, darin ihre Nachrichten zu hinterlassen.
Grundsätzlich sollte eine Homepage nett anzusehen und möglichst aktuell sein. Heute will ich selbst nicht mehr lesen, was ich vor sechs Jahren geschrieben habe, und das nehme ich auch von den anderen an. Zu aktuell ist sie aber auch nicht, denn man möchte seine Texte ja eigentlich auch noch wo anders veröffentlichen als nur auf der eigenen Internetpräsenz.
Wichtig bei Suchmaschinen:
Sucht selbst nach eurer Homepage, indem ihr dort euren Namen eingebt, und schaut, wie weit oben sie im Suchergebnis steht. Das Google-Ranking zum Beispiel hat überhaupt nichts mit der Häufigkeit der Klicks zu tun, sondern ist eine reine Auswertung des Internetgraphen, das heißt wie häufig andere eure Homepage verlinken. Darum ist es in den meisten Foren auch verboten, in der Signatur einen Link zu haben, da man damit nur die Website hypt, auf die der Link führt. Und das wiederum senkt die Qualität und Relevanz der Suchergebnisse der Suchmaschinen.
Lieber ein paar gute Links zum Thema Literatur auf der eigenen Homepage platzieren, wie www.literaturcafe.de, und damit ein paar Rankingplätze gut machen. Es zählen nämlich auch ausgehende Links (Aber nicht übertreiben!).
Die für mich angenehmste und einfachste Art, eine Homepage zu bauen und zu betreuen, findet man unter www.jimdo.com.
Autoren-Homepages sind eine moderne Form der Selbstvermarktung, mit (theoretisch) enormer Reichweite und daher fast unverzichtbar für die Autorin und den Autor von heute. Aber bitte ohne Bannerwald und Popup-Flut.




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