Es ist immer wieder erschreckend, wie inkompetent nach wie vor einige Verlage in Sachen Internet-Nutzung und eMail-Marketing sind. Da verschickt der Gerhard Hess Verlag aus Bad Schussenried eine eMail, der als Textdatei eine Buchbeschreibung anhängt – und eine Cover-Abbildung des Buches im fürs Internet ungeeigneten TIFF-Format. Die Datei ist sage und schreibe 11 Megabyte groß! Der Download mit einem Modem hätte gut eine halbe Stunde betragen. Allerdings werden in einigen Firmennetzen eMails mit mehr als 5 oder 10 MB Größe ohnehin abgeblockt und nicht zugestellt.
Zudem war es nicht mal eine persönliche Mail, sondern eine Massenaussendung. Man könnte auch Spam sagen. Vermutlich war es die gleiche TIFF-Datei, die die Druckerei für den Druck verwendet. Hatte der Praktikant wohl auf der Festplatte gefunden. Im Text der eMail natürlich keinerlei Hinweis, um was es geht.
Nachtrag: Aha, wahrscheinlich sind dem Verlag – wie von uns bereits vermutet – die von den Mailservern zurückgewiesenen Mega-Mails um die Ohren geflogen, denn heute (22.02.2007) kommt die Mail erneut, und zwar mit einem Bild im JPG-Format. Dieses ist mit über 600 kByte immer noch sehr groß – aber immerhin. Am Inhalt der Mail hat man jedoch nichts ergänzt.



Ein
Die Arbeit der Nacht von Thomas Glavinic ist für mich ein ganz besonderer Roman. Noch bevor er in den Feuilletons überaus positiv besprochen wurde, verbrachte ich zusammen mit dem Autor einen Tag in Wien, um den Podcast
Er war in Deutschland der erste literarische Blogger. Und das zu einer Zeit, als es noch gar keine Weblogs gab. In den Jahren 1998 und ’99 notierte Rainald Goetz in seinem Internet-Tagebuch, was ihn so bewegte.
Acht der zehn Titel auf der aktuellen SPIEGEL-Bestseller-Liste sind Übersetzungen. Übersetzer spielen gerade in Deutschland eine bedeutende Rolle, denn erst durch ihre Arbeit erschließt sich vielen Lesern ausländische Literatur. Trotz dieser wichtigen Funktion gelten Übersetzer als unterbezahlt. Die Verlage argumentieren, dass bei höheren Honoraren viele Übersetzungen einfach nicht mehr finanziert werden könnten, da die Leser höhere Buchpreise nicht akzeptieren würden.
Die Stuttgarter Zeitung
Eigentlich möchte man sich mit Judith freuen. Da sitzt die 18-Jährige und hält stolz ihr eigenes Buch in der Hand. »Wir stellen mal das Notebook daneben«, könnte der Fotograf gesagt haben, »sozusagen das Schreibwerkzeug. Und den siebenarmigen Leuchter, denn schließlich geht es in dem Buch um Israel. Und jetzt lächeln!«
Vor gut einer Woche hatten wir an dieser Stelle