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Kein toitsches Wort für SPAM

SPAM(tm)-Tasse aus dem SPAM-Fanshop von Hormel Foods Ltd.Schön, dass ausgerechnet »BusinessNews«, Deutschlands erste Office-Zeitung, über das Bemühen der Stiftung Deutsche Sprache berichtet, ein deutsches Wort für Spam zu finden. Vorschläge und Einreichungen hierzu können unter www.aktionlebendigesdeutsch.de gemacht werden.

Freilich muss man nicht immer alles mit englischen Begriffen bezeichnen, aber wozu hier die Mühe? Denn es gibt doch bereits einen deutschen Begriff für Spam. Der lautet: Spam. Denn Spam ist ein Markenname der Hormel Foods Corporation aus England. Hierfür einen deutschen Begriff zu finden wäre genauso unsinnig, als suche man eine deutsches Wort für Tempo oder UHU. Und wer statt Tempo oder UHU die markenneutralen Begriffe Papiertaschentuch und Klebstoff verwendet, der kann statt Spam auch Dosenfleisch oder Frühstücksfleisch sagen.

In einem TV-Sketch der britischen Komiker-Truppe Monty Phyton schwebt ein Ehepaar in ein Café ein, in dem sämtliche Gerichte grundsätzlich auch Spam enthalten. Darüber hinaus besingt eine Gruppe Wikinger am Nebentisch mit lauten Gesängen »lovely Spam«.

Aufgrund der penetranten Spam-Flut auf der Speisekarte und per Gesang wurde Spam durch diesen Sketch später zum Synonym für unerwünschte (Werbe-)eMails. Die Hormel Foods Corporation klagte sogar gegen die Verwendung ihres Markennamens in diesem Zusammenhang, scheiterte jedoch damit vor Gericht.

Hast du viel Frühstücksfleisch in deinem elektronischen Briefkasten? – Nein, ich habe einen Frühstücksfleisch-Filter für mein Kleinweich Ausguck im Einsatz.

Börsenblatt über Literaturportale

Börsenblatt 2/2007Selbstverständlich müssen wir noch unserer Chronistenpflicht nachkommen und erwähnen, dass in der Ausgabe 3/2007 des Börsenblatts vom 18. Januar 2007, dem Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel, ein ausführlicher Beitrag über Literaturportale im Web zu finden ist (leider nur in der Ausgabe aus totem Holz, Seite 28). Da’s ja in der Regel etwas dauert, bis das Heft in der Buchhandlung oder Bibliothek jeden erreicht hat, kommt der Hinweis sicher nicht zu spät.

Der Autor Nils Kahlefendt nimmt die Aufregung um literaturportal.de zum Anlass, einmal zu schauen, welche Angebote es denn noch im Netz gibt. Insbesondere geht der Autor der Frage nach, wie sich die großen Portale gegen Blogs und Wikis behaupten, und Kahlefendt hat sich mit einigen Machern unterhalten.

Der Perlentaucher, so ist im Artikel zu lesen, plant eine Neugestaltung des Angebots, um mehr Gewicht auf Kommentarmöglichkeiten für Besucher zu legen. Auch ein Forum sei geplant. Der LiteraturPort hofft, sich nach einer Anschubfinanzierung von 29.000 Euro von Bund und Ländern in drei Jahren selbst zu finanzieren. Literaturkritik will sich durch Online-Abos und Werbung tragen. Das literaturcafe.de (also das Angebot, das sie gerade lesen) versteht sich als Vernetzungsplattform und auch immer mehr als Online-Dienstleister für die Verlagswelt. Joachim Leser vom bluetenleser.de will demnächst – neben dem aktuellen literarischen Fernseh- und Radioprogramm – Licht in den Dschungel der Literaturzeitschriften bringen.

Und in Marbach arbeitet man – wie berichtet – an Machbarkeitsstudien für das große Ganze.

Kahlefendt in seinem Fazit: Reichte es bislang, die einmal gefundene Nische intelligent zu besetzen und fleißig Perlen aus den Inhaltswüsten des Web zu picken, werden Portale ihre Mechanismen, dezentrale Kreativität und Produktivität zu bündeln, künfitg stark verfeinern müssen. Wer dies nicht beherzigt, wird nur allzu schnell seine letzte Ruhe im Cyberspace finden.

150.000 Euro an Bundesmitteln für die Frankfurter Allgemeine Zeitung?

Ein aktueller Screenshot vom 02.02.2007Im Juni 2006 ging www.literaturportal.de online. 150.000 Euro an Bundesmitteln flossen in dieses überflüssige Portal, das das Literaturarchiv Marbach zu verantworten hat. Wir wollten in einem offenen Brief an Minister Neumann wissen, aus welchem Grund dieses Projekt eine solch hohe Fördersumme erhalten hat, die die Website in keiner Weise widerspiegelt. Der Brief blieb unbeantwortet. In der Tradition von Altkanzler Kohl sitzt der Minister das Problem aus. Allerdings wissen wir, dass unser Brief für einige Aufregung im Ministerium sorgte und der Minister gar nicht mehr gut auf das Portal zu sprechen ist.

Damals sagten wir bereits voraus, dass das Portal schnell zur Ruine werden wird. Ein aktueller Blick auf das Web-Angebot zeigt, dass unsere Prophezeiung schon nach einem halben Jahr eingetreten ist. Es hat sich seit der Eröffnung dort so gut wie nichts getan. Zuverlässig spuckt die Datenbank die aktuellen Autorengeburtstage als Kalenderblatt aus. Der Literaturkalender, der seinerzeit von den Marbacher Machern als eines der Kernstücke des Portals gelobt wurde, nennt für den heutigen Freitag für ganz Baden-Württemberg gerade mal fünf Literaturveranstaltungen – allein vier davon sind Dauerausstellungen.

Schreibwettbewerb »Die Feder«

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Federwelt 1/2007Die aktuelle Ausgabe der Federwelt, der Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, war gestern im Briefkasten zu finden. Mit Unterstützung der Bundesakademie für kulturelle Bildung und dem literaturcafe.de startet »Die Feder«, der Schreibwettbewerb der Federwelt. Bis zum 15. Februar 2007 gilt es, einen vorgegebenen Anfang zu einer Geschichte mit maximal 10.000 Zeichen werden zu lassen. Weitere Infos sind auch online zu finden. Das literaturcafe.de wird die Vertonung der Gewinner-Geschichte übernehmen, und selbstverständlich wird die Story auch in der nächsten Ausgabe der Federwelt zu lesen sein.

Wir empfehlen übrigens jeder und jedem, die oder der am Schreiben interessiert ist, das Abo der Federwelt. Nein, für diese Empfehlung bekommen wir kein Geld, denn sie ist ehrlich gemeint. Für nur 27 Euro inkl. Versand bekommt man im Jahr sechs Ausgaben mit wertvollen Infos und Tipps für Autorinnen und Autoren. Sehr zu empfehlen in der aktuellen Ausgabe ist die Titelgeschichte über die Marketing-Möglichkeiten, die Autoren mit Podcasts haben. Herausgeberin Sandra Uschtrin behandelt das Thema verständlich und ausführlich.

Vom Uschtrin-Verlag, in dem die Federwelt seit geraumer Zeit erscheint, wird übrigens auch das Handbuch für Autorinnen und Autoren herausgegeben.

Heute ist Radioabend

Nicht vergessen: Heute Abend kurz vor 20:00 Uhr eine Kanne Tee zubereiten, das Zimmer abdunkeln, das Radio auf WDR 3, NDR Kultur, SWR 2, MDR FIGARO, Bayern2Radio, Nordwestradio Radio Bremen/NDR, rbb Kulturradio, hr2 Kultur oder SR 2 KulturRadio einstellen, gemütlich mit einer Decke aufs Sofa setzen und zuhören. Den Ablauf des Abends gibt’s auch zum Download als PDF-Datei (56 kByte).

Ein Roman aus SMS

Der SMS-Roman des Finnen Hannu LuntialaDer finnische Autor Hannu Luntiala hat einen Roman veröffentlicht, der ausschließlich aus maximal 160 Zeichen langen Handy-Kurznachrichten (SMS) besteht.

Das Werk trägt den Titel »Viimeiset viestit« (Die letzten Nachrichten). Es ist die Geschichte eines Geschäftsführers einer IT-Firma, der seinen Job hinschmeißt und durch Europa und Indien reist. Die Handlung wird nur auf Basis seiner SMS‘ und den Antworten erzählt. Ungefähr 1.000 Kurznachrichten sind – chronologisch geordnet – auf den 332 Seiten des Romans zu finden.

Luntiala legte offensichtlich großen Wert darauf, die Nachrichten möglichst echt wirken zu lassen. So enthalten diese neben den üblichen Abkürzungen auch Fehler, wie sie beim flüchtigen Tippen einer SMS üblich sind. Wie das finnische Verlagshaus Tammi mitteilt, sei man Übersetzungen in andere Sprachen nicht abgeneigt. Dies dürfte allerdings eine große Herausforderung für die Übersetzerin oder den Übersetzer werden, denn schließlich dürfen die Übersetzungen einer SMS auch nicht länger als 160 Zeichen sein. Zudem hat jede Sprache ihre eigenen SMS-Abkürzungen.

Die Idee für einen »Briefroman der Neuzeit« in SMS-Form dürfte sich urheberrechtlich nicht schützen lassen. Vielleicht also eine Anregung für einen deutschen Autor, Ähnliches zu versuchen? Ganz so neu ist die Idee natürlich nicht.

Zu Besuch beim Verlag des Jahres

Der in München ansässige Hanser Verlag wurde von den Lesern des Buchmarkt zum Verlag des Jahres gewählt. Felicitas von Lovenberg hat den erfolgreichen Verlag für die FAZ besucht und einen Bericht geschrieben. Die dicke Haustür ist an diesem Januarmittag nur angelehnt, das Pförtnerzimmer nicht besetzt. Nachdem man so ohne Klingeln und Anmeldung hereingeplatzt ist, wäre andächtiges Herumlungern Zeitverschwendung, zumal hier keine lebensgroßen Schriftstellerporträts hängen, die den Kratzfuß fordern. Dynamischen Schrittes vorbeieilende Menschen lächeln den Besucher freundlich, aber zerstreut an.

Für den Hanser Verlag hat das literaturcafe.de im letzten Jahr den Podcast »Die Arbeit der Nacht« realisiert.

Zadie Smith über das Schreiben und Bewerten von Romanen

In einem etwas zu langen und ermüdenden Essay lässt sich Zadie Smith (»Von der Schönheit«) über das Schreiben von Romanen und über die Selbstbeurteilung durch den Schriftsteller aus. Der Artikel war in der heutigen FAZ am Sonntag zu lesen und ist in einer noch längeren Fassung unter faz.de zu finden. Schriftsteller können über die Qualitäten ihrer Bücher nicht viel Verlässliches sagen – die meisten machen sich weiß Gott reichlich Illusionen über ihr Talent. Aber sie wissen andere Dinge als die Professoren oder Kritiker. Gelegentlich lohnt es sich, ihnen zuzuhören.

Buch- und Autorenmarketing mit Second Life

Virtuelle Buchhandlung von SnowbooksFür einige ist Second Life die Zukunft des Internet, für andere ist es bestenfalls ein Online-Spiel, das hohe Anforderungen an die Hardware des Computers stellt. Doch egal: Second Life ist derzeit mega-in. Egal ob Spiegel Online oder Bildzeitung, alle berichten darüber, und namhafte Firmen wie Adidas, Sony oder Toyota nutzen Second Life als Marketing und PR-Plattform. Häufig erzielen diese Unternehmen durch die Berichterstattung über ihre dortigen Aktivitäten mehr Aufmerksamkeit als in Second Life selbst.

Gerade diesen Umstand können sich derzeit auch Verlage und Autoren zunutze machen. Ein Autor, der sein Buch bei einer virtuellen Lesung präsentiert oder ein Verlag, der seine Bücher in einer digitalen Buchhandlung ausstellt, das mag derzeit manchem Medium einen Bericht wert sein. So schafft man es gegebenenfalls, über den aktuellen Hype das Interesse auf die eigenen Bücher zu lenken.

Der kleine englische Verlag Snowbooks macht vor, wie so etwas aussehen kann. Passend zum Verlagsnamen präsentiert man in einer virtuellen Winterwelt die Bücher des Verlags in einer eigenen Buchhandlung. Vor dieser dreht sich das »Book of the Month«. Ein Klick darauf zeigt eine Leseprobe. Daneben ein Link, der die Website von Amazon aufruft, sodass man das Werk gleich bestellen kann. Weitere Titel des Verlages sind in der kleinen digitalen Buchhandlung zu sehen. Auch dort stehen Leseproben und Bestelllinks bereit. Als kleines Gimmick kann man digitale Buchregale für das eigene digitale Heim kostenlos mitnehmen, und Poster an der Wand weisen auf die Website des Verlags hin.

Natürlich setzt das digitale Buchmarketing Kenntnisse in der Bedienung von Second Life voraus, denn man muss zum digitalen Baumeister werden. In Second Life gibt es aber auch eine ganze Reihe von Bibliotheken oder anderen Veranstaltungsorten. Vielleicht ist man dort für eine virtuelle Lesung offen? Fragen Sie einfach einmal nach.

Anschließend sollten Sie natürlich auf Ihre Aktivitäten in einer Pressemeldung aufmerksam machen, die sie an entsprechende Medien schicken. Rufen Sie ggf. zuvor in den entsprechenden Redaktionen an und Fragen Sie, ob Interesse an einer Berichterstattung besteht. Denken Sie daran, dass hier sowohl die Kulturredaktion als auch die Redaktion (Neue) Medien Interesse haben könnte. Seien Sie jedoch nicht größenwahnsinnig, und melden Sie sich nicht gleich bei SPIEGEL oder Focus. Allerdings könnte Ihre Regionalzeitung interessiert sein, denn dort greift man in Regel sehr gerne allgemeine Themen auf, um einen regionalen Bezug herzustellen – und ein Anfang wäre gemacht.

Vorlesen statt germanistischer Folteristrumente

2007 ist das Jahr der Geisteswissenschaften. Der Deutschlandfunk hat sich daher mit Verleger Klaus Wagenbach über die Rolle der Literatur unterhalten. Ein lesenswertes Interview, das auch als MP3-Download bereitsteht.

Unter anderem wird Wagenbach gefragt, wie man Kindern die Liebe zur Literatur beibringt: Ich würde sagen Vorlesen, Vorlesen, Vorlesen, Vorlesen. Alles das, was die Eltern nicht mehr tun, was die Großeltern nicht mehr tun, was der Pfarrer sowieso nicht tut, Vorlesen. Texte vorlesen, ohne sie weiter zu kommentieren und besonders ohne sie mit diesen furchtbaren germanistischen Folterinstrumenten zu interpretieren, sondern einfach Gedichte vorlesen.

Literaturwebsite »Berliner Zimmer« ist endgültig geschlossen

Geschlossen: Das Berliner ZimmerEine der ambitioniertesten Literatur-Websites wird nicht mehr aktualisiert. www.berlinerzimmer.de schließt endgültig seine Tür. Dies gaben die beiden Gründer Enno E. Peter und Sabrina Ortmann nun offiziell bekannt. Bereit seit über zwei Jahren wurde die Website nicht mehr nennenswert aktualisiert, jetzt ist die Schließung offiziell. Die Website bleibt jedoch zunächst als Archiv im Web bestehen.

Als Gründe gaben Peter und Ortmann die Änderung ihrer Lebensumstände an, die es ihnen zeitlich nicht mehr erlaubt, sich für das Literaturprojekt zu engagieren. Damit geht das Berliner Zimmer leider den Weg so vieler Websites und Projekte, die nicht in erster Linie aus finanziellen Gründen, sondern aus Spaß und Engagement an der Sache betrieben wurden.

Das Berliner Zimmer, das 1998 gegründet wurde, begleitete insbesondere die sogenannte Netzliteratur in ihrer Entwicklung und sammelte neben literarischen Weblinks auch wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema. Das Unterprojekt "Tagebau", in dem überwiegend Hobby-Schriftsteller bereits damals schon weblog-artig ihre Texte einstellten, gewann im Jahre 2000 den Innovationspreis bei einem einmalig ausgeschriebenen digitalen Literaturwettbewerb des Fernsehsenders arte. Durch eine 2001 im literaturcafe.de veröffentlichte Kritik der in Buchform erschienenen Web-Texte, entstand seinerzeit die kontroverse Diskussion, ob im Netz entstandene Texte, die als Buch veröffentlicht wurden, einer kritischen literarischen Betrachtung standhalten müssen. Die Diskussion ist weiterhin hier im literaturcafe.de dokumentiert.

Nachwievor erscheint das Berliner Zimmer auf den ersten Blick umfangreich und erweckte daher selbst bei aktuellen Besprechungen den Eindruck, dass hier noch viel passiere. Es ist zu hoffen, dass die beiden Herausgeber zumindest noch die Zeit finden, einen deutlicheren Hinweis auf den Archiv-Charakter der Website zu platzieren, denn der kleine Eintrag auf der Startseite wird leicht übersehen.

So übernahm unlängst der renommierte Lehrbuchverlag Europa unkritisch einen Text zum Thema digitale Literatur aus dem Berliner Zimmer für das gedrucktes Lehrbuch »Kommunikation com.pakt«, der bereits um Jahre veraltet war und nicht die aktuelle Situation widerspiegelt.

Podcast-Hörer verzichten nicht auf Bücher

Ausschnitt aus www.podcastumfrage.dePodcast- und Marketing-Experte Alex Wunschel hat nun endlich die detaillierten Ergebnisse der 2. Podcast-Umfrage veröffentlicht, an der insgesamt 3.050 Podcast-Hörer teilgenommen haben. Auszüge daraus präsentierte er bereits während einer Diskussionsrunde auf der Frankfurter Buchmesse 2006 (den Download des Audio-Mitschnitts finden Sie hier im literaturcafe.de).

Podcasts, das sind regelmäßig veröffentlichte Audio-Dateien, die mit Programmen wie Apple iTunes oder Juice abonniert werden können. Das literaturcafe.de betreibt seit 2005 einen eigenen literarischen Podcast, der mit dem Deutschen Podcast-Award ausgezeichnet wurde. Zudem waren wir als einer von 47 Podcast-Produzenten Partner der Podcast-Umfrage.

Da das Hören von Podcasts natürlich Zeit beansprucht, wollte Wunschel in seiner Umfrage auch wissen, zu Lasten welcher anderer Medien dies geschieht. Erwartungsgemäß hören 47% der Podcast-Hörer weniger Radio, 33% verzichten zugunsten der Podcasts aufs Fernsehschauen.

Interessant jedoch, dass Podcast-Hörer nicht aufs Lesen von Büchern verzichten. Nur 10% Prozent der Hörer geben an, aufgrund von Podcasts weniger zu lesen, dem gegenüber stehen 8%, die sogar mehr Bücher lesen, seit sie Podcasts hören. Bei den restlichen 82% blieb die Zeit für die Buchlektüre gleich. Wir vom literaturcafe.de hoffen natürlich, dass wir an dieser positiven Bilanz für das Buch nicht ganz unschuldig sind, haben wir doch neben unserem eigenen Podcast auch für andere Partner viel beachtete Produktionen erstellt. So beispielsweise »Die Arbeit der Nacht« für den Hanser Verlag, den BoDcast für BoD oder die »Gedichte aus dem Garten der Poesie« für den Deutschen Taschenbuchverlag. Als Partner der Frankfurter Buchmesse produzierten wir zudem 2006 den offiziellen Buchmesse-Podcast.

Paul Austers New York in einer Sonderausgabe

Paul Auster: Mein New YorkHörbucHHamburg hat »Mein New York« von Paul Auster in einer Sonderausgabe veröffentlicht. Das Hörbuch wird gelesen von Charles Brauer. Für 9,95 Euro erhält man 2 CDs mit einer Spielzeit von insgesamt 148 Minuten. Die Produktion stammt aus dem Jahre 2001 und wurde noch vor den Anschlägen des 11. September 2001 aufgenommen.

»Mein New York« ist kein eigenständiges Buch von Paul Auster, sondern versammelt Ausschnitte aus seinen bis dato veröffentlichten Romanen. Diese sind unter Rubriken wie Impressionen, Begegnungen oder Babel zusammengestellt. Die Textauszüge sind wie eine Collage zusammengesetzt, ohne Einführung und Übergänge, die meisten nur wenige Minuten lang. Da Austers Romane ohnehin voll von kleinen Nebengeschichten, interessanten Gedankengängen und Abschweifungen sind, hat man beim Hören nicht den Eindruck, dass etwas fehlt oder weggelassen wurde. Die kleinen Textpassagen stehen durchaus für sich.

Google plant den Verkauf von eBooks

Wie die Times berichtet, arbeitet Google daran, demnächst elektronische Bücher (eBooks) zu verkaufen. Die Zeitung zitiert Jens Redmer, den Chef von Google Book Search in Europa, der bestätigt, dass man an einer Plattform arbeite, über die Verlage ihre Bücher digital zugänglich machen können. Neben dem Verkauf erwähnt Redmer auch die Möglichkeit, beispielsweise digitale Reiseführer lediglich für die Dauer der Reise auszuleihen oder ein Buch kapitelweise zu kaufen.

Evan Schnittman vom Verlag Oxford University Press, einer der Verlage, die mit Google Book Search bereits zusammenarbeiten, führt im Times-Artikel wieder mal das beliebte Argument für eBooks auf: »Wollen Sie wirklich im Urlaub vier Romane und einen Reiseführer mitschleppen?«

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Thanks to pinksnapper for the picture.