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Börsenblatt über Literaturportale

Börsenblatt 2/2007Selbstverständlich müssen wir noch unserer Chronistenpflicht nachkommen und erwähnen, dass in der Ausgabe 3/2007 des Börsenblatts vom 18. Januar 2007, dem Wochenmagazin für den Deutschen Buchhandel, ein ausführlicher Beitrag über Literaturportale im Web zu finden ist (leider nur in der Ausgabe aus totem Holz, Seite 28). Da’s ja in der Regel etwas dauert, bis das Heft in der Buchhandlung oder Bibliothek jeden erreicht hat, kommt der Hinweis sicher nicht zu spät.

Der Autor Nils Kahlefendt nimmt die Aufregung um literaturportal.de zum Anlass, einmal zu schauen, welche Angebote es denn noch im Netz gibt. Insbesondere geht der Autor der Frage nach, wie sich die großen Portale gegen Blogs und Wikis behaupten, und Kahlefendt hat sich mit einigen Machern unterhalten.

Der Perlentaucher, so ist im Artikel zu lesen, plant eine Neugestaltung des Angebots, um mehr Gewicht auf Kommentarmöglichkeiten für Besucher zu legen. Auch ein Forum sei geplant. Der LiteraturPort hofft, sich nach einer Anschubfinanzierung von 29.000 Euro von Bund und Ländern in drei Jahren selbst zu finanzieren. Literaturkritik will sich durch Online-Abos und Werbung tragen. Das literaturcafe.de (also das Angebot, das sie gerade lesen) versteht sich als Vernetzungsplattform und auch immer mehr als Online-Dienstleister für die Verlagswelt. Joachim Leser vom bluetenleser.de will demnächst – neben dem aktuellen literarischen Fernseh- und Radioprogramm – Licht in den Dschungel der Literaturzeitschriften bringen.

Und in Marbach arbeitet man – wie berichtet – an Machbarkeitsstudien für das große Ganze.

Kahlefendt in seinem Fazit: Reichte es bislang, die einmal gefundene Nische intelligent zu besetzen und fleißig Perlen aus den Inhaltswüsten des Web zu picken, werden Portale ihre Mechanismen, dezentrale Kreativität und Produktivität zu bündeln, künfitg stark verfeinern müssen. Wer dies nicht beherzigt, wird nur allzu schnell seine letzte Ruhe im Cyberspace finden.

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