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Maltes Meinung

Die Textkritik im literaturcafe.de

Für den Autor eines Textes ist eine begründete Auseinandersetzung über Sprache, Stil, Aufbau und Inhalt hilfreicher als dumpfe Lobhudelei oder pauschale Verurteilung. Weil man auch aus Fehlern anderer lernen kann, gibt es diese Rubrik. Ungefähr einmal im Monat erscheint ein neuer Text.

Der Rezensent: Malte Bremer, Jahrgang 1947, studierte Germanistik in Freiburg, liest viel, schreibt, (veröffentlicht aber nichts, und wenn, dann nur im literaturcafe.de), misstraut allen Adjektiven, ist Brillenträger und Weintrinker.

Sie wollen hier auch Ihren Text besprechen lassen? Dann verwenden Sie für Einsendungen bitte ausschließlich unser Formular, das Sie hier finden, und lesen Sie die Teilnahmebedingungen aufmerksam durch.

Textkritik vom 18. August 2015 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleKeine Brille

Nichts für Mädchen

von Charlotte Buchholz

Ist der Text, den sich Malte Bremer diesmal angesehen hat, nichts für Mädchen? Unser Textkritiker findet, es sei eine kleine, unprätentiöse Erzählung, der man sich gerne überlasse.

Textkritik vom 16. Juli 2015 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Rauch

von Gary Tuncay

Aktuelles, Politisches und Gesellschaftskritisches – oft verleitet dies Menschen zu Gedichten. Und ebenso oft kommen diese Werke dann so moralisierend daher, dass es in Kitsch oder Langeweile endet, weil der Autor allzu plump das ausspricht, was der Leser ohnehin schon weiß.

Das heute von unserem Textkritiker besprochene Gedicht macht dies nicht. Es ist gut, weil es dem Leser Raum lässt.

Textkritik vom 9. Juni 2015 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Zigeuner Rhapsodie

von Tara Krein

Zumindest sprachlich ist fast jeder historische Roman im Barock anzusiedeln. Üppig und überladen kommt der Text in diesem auch bei Self-Publishern beliebten Genre daher. Doch der Sprachbombast ist meist wertloser (sic!) Tand.

Dies muss auch unser furchtloser Kritiker mit seinem üppigen grauen Haarschopf feststellen, als er mit spinnenartigen Fingern auf der Tastatur ob des Unsinns des besprochenen Textes den Anschein erweckte, mit halbgeöffnetem Mund durch die Nase zu atmen.

Textkritik vom 2. Juni 2015 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Der Sitzer

von Frank Panzer

Texte über menschliche Schwächen und Unarten können durchaus amüsant sein – wenn sie gut gemacht sind. Es fallen einem Wilhelm Busch, Heinz Erhardt oder Eugen Roth ein.

Doch Vorsicht mit dem spitzen Sprachwerkzeug! Setzt man den Leser allzu deutlich an die Stelle der Kritisierten und erhebt man sich als Autor über ihn, dann wird ein Text schnell zur Moralpredigt und verfehlt sein Ziel. So geschehen bei dem Text, den sich unser Textkritiker Malte Bremer angesehen hat.

Textkritik vom 28. April 2015 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Schuhzwist

von Manfred Ende

Textkritiker Malte Bremer blickt auf eine Sprachspielerei rund ums Schuhwerk. Leichte Unebenheiten in der Verarbeitung sind leicht zu glätten.

Textkritik vom 23. Januar 2015 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Die Befreiung

von Micha Friedrich

Ein Text wird nicht besser oder gar literarischer, wenn man ihn mit überflüssigen und unlogischen Wörtern aufpumpt. Mit einem lauten Knall fliegt er unserem Textkritiker Malte Bremer um die Ohren.

Denn wie lautet nochmal eine der wichtigsten Regeln bei der Arbeit am eigenen Text?

Textkritik vom 4. Dezember 2014 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Freunde

von Wilfred Gerber

Der Tod war im Apfelbaum verschieden: Laut Luther-Übertragung war ein verbotener Apfel Ursache von Tod und Vertreibung – aber nun ist der Tod selbst gestorben … Was aber bleibt? Freunde!

Und die Freude unseres Textkritikers Malte Bremer über ein gelungenes Gedicht.

Textkritik vom 7. November 2014 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Road to Paradise

von Jörg Stollmann

9. November 2014. 25 Jahre nach dem Mauerfall. Viel wird derzeit über damals berichtet. Menschen schreiben biografische oder erfundene Geschichten auf und sind der Meinung, die Nachwelt wolle sie lesen.

Unser Textkritiker Malte Bremer wollte von einem geplanten 500-Seiten-Roman zum Thema nicht mal den Prolog zu Ende lesen. Es ist ein Text, den man besser unter der einstürzenden Mauer begraben hätte.

Textkritik vom 22. Oktober 2014 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

er (norden)

von Christine Klomfaß

Was will uns der Dichter damit sagen? Gelegentlich zu viel. Zu Klares, zu Eindeutiges lässt oft wenig Raum für die Gedanken des Lesers und für seine eigenen Bilder im Kopf.

Textkritiker Malte Bremer macht sich diesmal Gedanken und Vorschläge, wie man einem Gedicht und seiner Lesart mehr Raum geben könnte.

Textkritik vom 24. Juli 2014 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Neues von den St. Pauli Landungsbrücken

von Wolfgang Rill

Satire setzt meist auf Übertreibung. Aber man sollte es nicht übertreiben. Die Pointe auszuwalzen und breitzutreten, bis der Autor der Meinung ist, dass sie nun auch der dümmste Leser begriffen hat, ist ärgerlich und schadet dem Text.

Weniger ist – wie so oft – mehr.

Textkritik vom 17. Juni 2014 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

14:23

von Tanja Krengel

An diesem Text stören den Kritiker zunächst die fehlenden oder wirr gesetzten Satzzeichen. Und auch die Groß- und Kleinschreibung erschließt sich nicht.

Absicht? Oder war die Autorin nur schlampig?

Und dann folgt ein kompletter Bruch im Text, sodass das Gesamturteil nur wie erwartet ausfallen kann.

Textkritik vom 8. Mai 2014 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Wassersprache

von Peter Winter

Ein heiteres Spiel mit der Alliteration bei sauberem Aufbau und ironischem Schluss! So fasst unser Textkritiker Malte Bremer seine Anmerkungen zu einem Gedicht zusammen.

Wäre da nicht ein kleiner Haken, ein kleiner sprachlicher Verstolperer.

Daher sind diesmal Sie gefragt, liebe Kritikleserin und lieber Kritikleser. Welchen Feinschliff würden Sie der Wassersprache geben?

Textkritik vom 21. Februar 2014 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

26 Rosen und kalter Kaffee

von Carmen Rodrigues

Manchmal sind Schriftsteller wie amerikanische Schauspieler: Sie steigern sich in etwas hinein und versuchen, die letzte Kante und die letzte Ecke eines Gefühls auszuloten. Das kann bei Schauspielern in einem glaubhaft dargestellten Charakter enden – und bei Schriftstellern in einem unsäglichen Geschwafel. Sie wissen schon: Goethe, Quark und so. Alles gerät außer Form, weil es nie eine hatte und der Autor lieber Worte absondert, anstatt sie zu gestalten.

So arbeitet sich unser Textkritiker Malte Bremer diesmal durch einen großen Berg an spätpubertärerem Gefühlkitschmatsch.

Textkritik vom 31. Dezember 2013 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Blog.de

von Anja Tonk

Für und wider das Bloggen kann man einiges sagen.

Man kann sein Unbehagen sogar lyrisch ausdrücken, wie in diesem von Malte Bremer besprochenen Gedicht.

Unser Textkritiker findet das Werk »Überaus gelungen!«, sodass es in der Detailkritik nur wenig anzumerken gibt.

Textkritik vom 12. November 2013 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Der Kämmerer der Amtsverwaltung

von Hermann Markau

Diesmal hätte unser Kritiker Malte Bremer für einen Text am liebsten Minusbrillen vergeben. Daher muss an dieser Stelle nochmals betont werden, dass in der Rubrik »Textkritik« keine Beiträge vorgeführt werden – und Autoren schon gar nicht. Auch ein schlechter Beitrag steht immer exemplarisch für Fehler, die wir oft sehen, sodass man daraus fürs eigene Schreiben lernen kann.

Der heute besprochene Text ist ein opulentes Beispiel für Ankündigungs- und Beschreibungsprosa, die dem vermeintlich dummen Leser überdeutlich etwas verspricht, was in keiner Weise erfüllt wird. Eine Zote wurde aufgeblasen zu einer langweiligen Geschichte.

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