Zum Menü des literaturcafe.de | Zum Kontextbereich
Toplinks
Social-Media-Icons
Maltes Meinung

Die Textkritik im literaturcafe.de

Für den Autor eines Textes ist eine begründete Auseinandersetzung über Sprache, Stil, Aufbau und Inhalt hilfreicher als dumpfe Lobhudelei oder pauschale Verurteilung. Weil man auch aus Fehlern anderer lernen kann, gibt es diese Rubrik. Ungefähr einmal im Monat erscheint ein neuer Text.

Der Rezensent: Malte Bremer, Jahrgang 1947, studierte Germanistik in Freiburg, liest viel, schreibt, (veröffentlicht aber nichts, und wenn, dann nur im literaturcafe.de), misstraut allen Adjektiven, ist Brillenträger und Weintrinker.

Sie wollen hier auch Ihren Text besprechen lassen? Dann verwenden Sie für Einsendungen bitte ausschließlich unser Formular, das Sie hier finden, und lesen Sie die Teilnahmebedingungen aufmerksam durch.

Textkritik vom 7. November 2014 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Road to Paradise

von Jörg Stollmann

9. November 2014. 25 Jahre nach dem Mauerfall. Viel wird derzeit über damals berichtet. Menschen schreiben biografische oder erfundene Geschichten auf und sind der Meinung, die Nachwelt wolle sie lesen.

Unser Textkritiker Malte Bremer wollte von einem geplanten 500-Seiten-Roman zum Thema nicht mal den Prolog zu Ende lesen. Es ist ein Text, den man besser unter der einstürzenden Mauer begraben hätte.

Textkritik vom 22. Oktober 2014 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

er (norden)

von Christine Klomfaß

Was will uns der Dichter damit sagen? Gelegentlich zu viel. Zu Klares, zu Eindeutiges lässt oft wenig Raum für die Gedanken des Lesers und für seine eigenen Bilder im Kopf.

Textkritiker Malte Bremer macht sich diesmal Gedanken und Vorschläge, wie man einem Gedicht und seiner Lesart mehr Raum geben könnte.

Textkritik vom 24. Juli 2014 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Neues von den St. Pauli Landungsbrücken

von Wolfgang Rill

Satire setzt meist auf Übertreibung. Aber man sollte es nicht übertreiben. Die Pointe auszuwalzen und breitzutreten, bis der Autor der Meinung ist, dass sie nun auch der dümmste Leser begriffen hat, ist ärgerlich und schadet dem Text.

Weniger ist – wie so oft – mehr.

Textkritik vom 17. Juni 2014 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

14:23

von Tanja Krengel

An diesem Text stören den Kritiker zunächst die fehlenden oder wirr gesetzten Satzzeichen. Und auch die Groß- und Kleinschreibung erschließt sich nicht.

Absicht? Oder war die Autorin nur schlampig?

Und dann folgt ein kompletter Bruch im Text, sodass das Gesamturteil nur wie erwartet ausfallen kann.

Textkritik vom 8. Mai 2014 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Wassersprache

von Peter Winter

Ein heiteres Spiel mit der Alliteration bei sauberem Aufbau und ironischem Schluss! So fasst unser Textkritiker Malte Bremer seine Anmerkungen zu einem Gedicht zusammen.

Wäre da nicht ein kleiner Haken, ein kleiner sprachlicher Verstolperer.

Daher sind diesmal Sie gefragt, liebe Kritikleserin und lieber Kritikleser. Welchen Feinschliff würden Sie der Wassersprache geben?

Textkritik vom 21. Februar 2014 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

26 Rosen und kalter Kaffee

von Carmen Rodrigues

Manchmal sind Schriftsteller wie amerikanische Schauspieler: Sie steigern sich in etwas hinein und versuchen, die letzte Kante und die letzte Ecke eines Gefühls auszuloten. Das kann bei Schauspielern in einem glaubhaft dargestellten Charakter enden – und bei Schriftstellern in einem unsäglichen Geschwafel. Sie wissen schon: Goethe, Quark und so. Alles gerät außer Form, weil es nie eine hatte und der Autor lieber Worte absondert, anstatt sie zu gestalten.

So arbeitet sich unser Textkritiker Malte Bremer diesmal durch einen großen Berg an spätpubertärerem Gefühlkitschmatsch.

Textkritik vom 31. Dezember 2013 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Blog.de

von Anja Tonk

Für und wider das Bloggen kann man einiges sagen.

Man kann sein Unbehagen sogar lyrisch ausdrücken, wie in diesem von Malte Bremer besprochenen Gedicht.

Unser Textkritiker findet das Werk »Überaus gelungen!«, sodass es in der Detailkritik nur wenig anzumerken gibt.

Textkritik vom 12. November 2013 | Textart: Prosa
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Der Kämmerer der Amtsverwaltung

von Hermann Markau

Diesmal hätte unser Kritiker Malte Bremer für einen Text am liebsten Minusbrillen vergeben. Daher muss an dieser Stelle nochmals betont werden, dass in der Rubrik »Textkritik« keine Beiträge vorgeführt werden – und Autoren schon gar nicht. Auch ein schlechter Beitrag steht immer exemplarisch für Fehler, die wir oft sehen, sodass man daraus fürs eigene Schreiben lernen kann.

Der heute besprochene Text ist ein opulentes Beispiel für Ankündigungs- und Beschreibungsprosa, die dem vermeintlich dummen Leser überdeutlich etwas verspricht, was in keiner Weise erfüllt wird. Eine Zote wurde aufgeblasen zu einer langweiligen Geschichte.

Textkritik vom 24. September 2013 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleKeine BrilleKeine Brille

Vom Stuhl erhebend

von Frank Sander

Selbst wenn es in Gedichten einmal derb und heftig wird oder stinkt und kracht: die Form sollte nicht leiden. Ein Lacher oder Abscheu beim Lesen sind kein Ersatz für gutes Handwerk. Gerade im Detail!

So ist das diesmal von Malte Bremer besprochene Gedicht zwar größtenteils handwerklich sauber gearbeitet – aber an entscheidenden Stellen sollte man nochmals sauber drüberwischen.

Textkritik vom 5. September 2013 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleKeine Brille

Vor Torheit nicht

von Meike Cuddeford

Texte benötigen keine Einleitungen, die dem Leser sagen sollen: Was jetzt kommt, das ist spannend! Wenn die Autorin gut schreiben kann, dann ist der Text einfach spannend, und solch ein Einstieg ist überflüssig, auch wenn es nur ein kleiner Satz ist.

Denn die Autorin, deren Text Malte Bremer heute bespricht, kann erzählen. Ihre Beschreibungen sind klar, stimmig und präzise. Ein gutes Beispiel für die Schreibregel: »Show, don’t tell!«. Schleichend wird auch dem Leser unwohl, und man möchte wissen, was weiter passiert. Und das wird einfach nur beschrieben, ohne überflüssige Erläuterungen und Erklärungen. Es könnte auch ein Romananfang sein.

Textkritik vom 8. August 2013 | Textart: Lyrik
Brillen: Keine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Haltlos

von Sabrina Fritzsche

Die Blumen, die erfrieren,
Erneuern schöner sich.
So mußt’ ich dich verlieren,
Um zu gewinnen dich.

Das schrieb Friedrich Rückert in seiner Sammlung »Trost und Erbauung«.

Etwas Trost und Erbauung braucht auch unser Textkritiker Malte Bremer, der es nicht mit Blumen, sondern mit erfrorenem Sinn und Glück zu tun hat. Leider führt dies nicht zu Glückseis. Und auch nicht zu positiven Textbesprechungen.

Textkritik vom 16. Juli 2013 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleKeine Brille

Karfreitagsprozession

von Ella Rosenmichel

Textkritiker Malte Bremer schaut sich einen Prosabeitrag an. Sein Zusammenfassendes Urteil: eine leise, hintersinnige Kurzgeschichte.

Die kleinen Mängel im Text sind schnell behoben. Oft sind es überflüssige Adjektive. Eine »Hauptstraße« muss keine »einzige« und abgestandener Kaffee wird immer »alt« und selten frisch sein. Zudem hat der Text ein regionales Problem am laufen. Doch das sind Kleinigkeiten.

Textkritik vom 20. Juni 2013 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Liebe

von Derry Verleger

Ein »feines, überraschendes, pfiffig sauberes kleines Gedicht« hatte unser Textkritiker Malte Bremer diesmal vorliegen und vergibt dafür 5 Lesebrillen – die Höchstwertung.

Doch da wäre noch eine Kleinigkeit, da könnte man noch … Malte Bremer macht einen Vorschlag, ist nicht ganz zufrieden, aber dann doch, denn er traut dem Verfasser durchaus zu, daran weiter zu arbeiten, wenn es denn tatsächlich nötig sein sollte.

Textkritik vom 10. April 2013 | Textart: Prosa
Brillen: BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine BrilleKeine Brille

Anna und die Nachbarskinder

von Sieglinde Schwierczinski

Kennen Sie das? Sie lesen einen Text und alles wird Ihnen vom Autor erklärt und erläutert. Der Autor hält sie offenbar für dumm – oder traut der eigenen Geschichte und Erzählkraft nicht.

Doch auch das kann noch getoppt werden, indem die Personen im Text ihr eigenes Handeln für den Leser kommentieren. Nicht nur der Autor, sondern auch seine Charaktere halten Sie für dumm.

Solche Texte mag man nicht lesen – es sei denn, man ist Textkritiker im literaturcafe.de und seziert einen solchen Text, damit andere daraus etwas lernen können.

Textkritik vom 11. Februar 2013 | Textart: Lyrik
Brillen: BrilleBrilleBrilleBrilleBrille

Remarkation

von Volker Weist

Bei dem Gedicht, das sich Malte Bremer diesmal angesehen hat, beginnt das Spiel mit Andeutungen, Assoziationen und Mehrfachbedeutungen bereits im Titel.

Es sei inhaltlich und formal überaus gelungen, meint unser Textkritiker, und im Detail gibt es daher nichts zu kritisieren oder anzumerken.

Mehr Beiträge: 1 2 3 4 5 11 12 »