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Glücksfall Harold Pinter

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So ganz glücklich war man ja nicht, als Harold Pinter den Literaturnobelpreis 2005 zugesprochen bekam. Denis Scheck, oftmals der Elefant im Literaturladen, sprach sogar von einer „Beleidigung der Weltliteratur“. Reich-Ranicki fand lobende Worte: „Sein Werk ist nicht mit dem Rücken zum Publikum geschrieben“

Das zeigt Pinter auch bei der Nobelvorlesung. Er entpuppt sich als Glücksfall und äußert anläßlich der Preisverleihung deutliche Worte über die Politiker und insbesondere Bush und Blair. Das ist mutig. Auch wenn einige lästern, der krebskranke Autor habe nicht mehr viel zu verlieren.

Sein Text ist auf der Website der Nobelstiftung in voller Länge und deutscher Übersetzung nachzulesen. Es lohnt sich!

Die Sprache in der Kunst bleibt also eine äußerst vieldeutige Angelegenheit, Treibsand oder Trampolin, ein gefrorener Teich, auf dem man, der Autor, jederzeit einbrechen könnte.

Politische Sprache, so wie Politiker sie gebrauchen, wagt sich auf keines dieser Gebiete, weil die Mehrheit der Politiker, nach den uns vorliegenden Beweisen, an der Wahrheit kein Interesse hat sondern nur an der Macht und am Erhalt dieser Macht. Damit diese Macht erhalten bleibt, ist es unabdingbar, dass die Menschen unwissend bleiben, dass sie in Unkenntnis der Wahrheit leben, sogar der Wahrheit ihres eigenen Lebens. Es umgibt uns deshalb ein weitverzweigtes Lügengespinst, von dem wir uns nähren.

Der Vorlesung ist auch als Video abrufbar.

Textkritik: Abgrund – Lyrik

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Ich steh‘ an eines Abgrunds spitzer Kante
und lasse weithin schweifen meinen Sinn.
Voll stumpfer Neugier recke ich dass Kinn
nach dort, wohin ich den Gedanken sandte.

So wie des Grundes weitgereckte Spanne
bläht sich in meinem Kopf ein gähnend‘ Spalt.
Das Schöne meines Lebens, frisch wie alt,
es strömt hinaus, als wirkten Zauberbanne.

Wie hoffte ich, ich käm mit mir ins Reine
Vergebens scheint’s mir: Es vergehet nicht!
So setzt ich mich: Ach traurig’s Los, ich weine!

Selbst Sonnenstrahlen bringen nie mehr Licht
Für den, der einst verlor die Eine.
Wie wünschte ich, es träf mich nicht!

© 2005 by Christoph Wohlstein. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Ein formal fast sauberes Sonett, in bewusst altertümlichen Zungenschlag gehalten, aber es weist inhaltliche Mängel auf.
Auf jeden Fall ist es aufregender und sinnvoller, die immer gleichen Liebes-Abschieds-Gedichte in eine besondere Form zu kleiden, als sie in »moderner Form« (was zumeist als »keine Form« missverstanden wird) hinauszuschreien. Wenn man diese alte Sprache benutzt, merkt man erst, wie alt die heute noch benutzten Bilder sind . vor allem, wenn man noch jung ist wie Schüler Christoph!

Die Kritik im Einzelnen

So sehr sich »spitz« und »stumpf« auch antithetisch gegenüber stehen, so wenig gibt es eine »spitze Kante« denn »Kante« ist im Gegensatz zu »Spitze« eher länglicher Natur; passend wäre »scharfe Kante«, wenn die Gefahr noch betont werden soll – obwohl Abgründe an sich schon gefährlich genug sind.
Wenn jemand seinen Sinn weithin schweifen lässt, dann richtet er gerade nicht 1 Gedanken an 1 speziellen Ort oder 1 bestimmte Person, sondern er lässt seinen Sinn das machen, wonach es den gelüstet. Der kann sich dann z. B. über Schnappi freuen, während dem lyrischen Ich gerade zum Heulen ist. Das hat man davon, wenn man seinen Sinn schweifen lässt!
Und was ist »stumpfe Neugier?« Eine spitze macht auch nichts her. Neugier kann dumpf sein, d. h. unbewusst. Aber stumpf? Dann wäre es keine mehr .
Festzuhalten aber ist: Wir haben es hier mit einem astreinen Quartett zu tun, mit dem Beginn einer Situationsbeschreibung – so, wie es das klassische Sonett verlangt! Passend dazu die altertümelnde Ausdrucksweise. Das hat was, auch wenn es inhaltlich hinkt! zurück
Die strenge Sonettform wird in dieser Strophe verlassen, denn eigentlich müssten die gleichen Reime verwendet werden wie im Quartett davor.
»Des Grundes weitgereckte Spanne« altertümelt dermaßen schräg, dass es schon fast wieder witzig ist. Problematisch ist das »so«, denn es kann sich auf allerlei beziehen, z.B. auf »bläht« – dann würde das aber heißen, dass auch des Grundes weitgereckte Spanne sich bläht, was wiederum nicht sein kann, da die Spanne »weitgereckt« wurde. Warum es nach einem Punkt klein weitergeht mit »das Schöne«, bleibt auch unergründlich, ebenso wie die Einteilung des Schönen in die Lebensmittelkategorien »frisch« und »alt«. Vielleicht gab es für das lyrische Ich bis zu dem Zeitpunkt nur schöne Fraßerlebnisse?
»Zauberbanne« ist eine höchlichst seltene, aber grammatisch tatsächlich korrekte Form! Gemeinhin reicht 1 Bann aus, sodass niemand mit Ächten und Bannen belegt wird. zurück
Völlig korrekt endet nach den beiden Quartetten die Situationsbeschreibung, denn mit dem ersten Terzett beginnt die Reflexionsphase. Was wird reflektiert? Die Vergangenheit? Aber die war schon in der Situationsbeschreibung (»den Gedanken sandte«). Also nichts, außer dass die Hoffnung getrogen hat: Das lyrische Ich kommt nicht mit sich »ins Reine« (worauf ein Satzzeichen folgen müsste), sondern stellt fest: »es vergehet nicht«. Was ist es, das da nicht vergeht? Das Reine? Dann hätte das lyrische Ich noch Hoffnung. Folge von der Unklarheit: Das lyrische Ich setzte sich – also erneut Vergangenheit – und klagt – also Gegenwart – jammernd und im Original kommafrei und apostrophlos »Ach, traurig’s Los« und weint. Da hockt es also an schroffscharfer Abgrundkante und weint, war ja irgendwie zu erwarten. zurück
Die Reflexion beginnt, das lyrische Ich gelangt zu einer Erkenntnis: Sonnenstrahlen bringen für jemanden nie mehr Licht, sondern immer nur genauso viel wie für jeden anderen auch. Gemeint war das zwar garantiert nicht, jedoch lässt es sich problemlos so lesen – das liegt an der Ausdrucksweise. Die letzte Zeile ist wegen der Zeitstufe unklar: Wünscht unser lyrisches Ich sich das jetzt noch, oder denkt es an die seligen Zeiten zurück, wo es sich das Nicht-von-Verlust-betroffen-Werden gewunschen hat (mit Verlaub, mir dreut die Grammatik zu verzagen ob geballter Schwelgerei in gediegensten Formen, bitte um dero Verständnis!)? Jedenfalls sind die beiden Terzette perfekt, und getreu barocker Manierismen hebet am Ende an eyne Klage.
In den beiden Schlusszeilen wird das Metrum auf vier Jamben gekürzt, was eigentlich nicht sein sollte, aber verständlich scheint, denn in Gedanken an die Eine kann die Sprache ruhig versickern. zurück

Harald Schmidt darf wieder lesen!

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Am 29.April 2003 war Harald Schmidt der erste prominente Gast in Elke Heidenreichs Literaturlobpreisungssendung „lesen!“. Nun am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2005, ist Schmidt erneut bei Heidenreich zu Gast. Die Sendung beginnt um 22:45 Uhr im ZDF. Für Schmidt-Fans also eine fast gewohnte Zeit.

Die folgenden Bücher werden gnadenlos in den Bücherhimmel gelobt werden:

Sybille Bedford
Ein Liebling der Götter
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier
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Paula Fox
Luisa
Aus dem Englischen von Alissa Walser
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J.M. Coetzee
Zeitlupe
Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke
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Michael Krüger
Turiner Komödie
Suhrkamp Verlag
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Ludwig Reiners, Hrsg.
Der ewige Brunnen – Ein Hausbuch deutscher Dichtung
Aktualisiert und erweitert von Albert von Schirnding
Vignetten von Andreas Brylka
C.H. Beck Verlag
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Marcel Reich-Ranicki, Hrsg.
Der Kanon. Die Deutsche Literatur/Dichtung
7 Bände und 1 Begleitbuch
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Anita Albus
Von seltenen Vögeln
S. Fischer Verlag
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Yoko Ono, Hrsg.
Erinnerungen an John Lennon
Schwarzkopf & Schwarzkopf
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Bob Gruen
John Lennon: Die Jahre in New York
Fotografien und Texte
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Margit Schreiner
Buch der Enttäuschungen
Schöffling & Co. Verlag
176 Seiten
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Edgardo Cozarinsky
Die Braut aus Odessa
A.d.argentinischen Spanisch v. Sabine Giersberg
Verlag Klaus Wagenbach
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Hörbuch W. Somerset Maugham
Regen und andere Meisterwerke
gelesen von Hans Korte u.a.
Diogenes Verlag, Zürich
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Axel Hacke
Der weiße Neger Wumbaba
Illustriert von Michael Sowa
Antje Kunstmann Verlag
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8,90 Euro

Fischer-Geschenkbändchen
A Concert of Angels
Music from J.S. Bach to G.Mahler
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30,00 Euro, Buch und CD

Michel de Mantaigne
Von der Kunst, das Leben zu lieben
Hrsg. u. a. d. Französischen von Hans Stilett
Eichborn Verlag
300 Seiten
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19,90 Euro

Irène Némirovski
Der Ball
Aus dem Französichen von Claudia Kalscheuer
Zsolnay Verlag, Wien
99 Seiten
Bestellen bei Amazon.de
12,90 Euro

Kostenloses Hörbuch bei Mercedes-Benz

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Unter dem Motto „Literarisches Neuland entdecken“ stellt Mercedes Benz ab heute die erste Folge der Text Tracks online.

Vor einigen Wochen rief Mercedes-Benz Nachwuchsschriftstellerinnen und -schriftsteller dazu auf, Texte einzusenden. Die besten stehen nun von professionellen Sprechern vertont kostenlos für jederman zum Download bereit (60 MByte für alle Texte im MP3-Format). Zum persönlichen Gebrauch darf man sie sich auch auf CD brennen.

Neben unbekannten Namen zählen zu den Schreibern auch die mit dem Förderpreis der Stadt Hamburg ausgezeichnete Autorin Kerstin Döring, der Nachwuchsschriftsteller Kolja Mensing, derzeit Stipendiat des Berliner Senats, sowie Andrej Glusgold, Träger des Manuskripte-Preises für Lyrik.

Im Studio wurden die Texte unter anderem vom Schauspieler Florian Lukas (u.a. „Keine Lieder über Liebe“, „Good bye, Lenin!“) und Hansi Jochmann eingelesen, der deutschen Synchronsprecherin von Jodie Foster.

In 10 Wochen soll die nächste Ausgabe der Text Tracks erscheinen, zu der man noch Beiträge einsenden kann. Einzige Vorgabe für Schreibbegeisterte: Die Geschichten sollten in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein und nicht mehr als 10.000 Zeichen umfassen. Autoren bewerben sich online unter www.mercedes-benz.com/texttracks.

Und Juli Zeh?

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Günter Grass, so lesen wir u.a. im Standard, will den Geist der Gruppe 47 wiederbeleben. Die neue Autorenrunde firmiert diesmal unter dem Titel „Lübeck 05“. In diesem literarischen Kreis sollen Texte und Politik diskutiert werden. Grass will auch das Zepter des politisch engagierten Autors an eine jüngere Generation weiterreichen.

Zum Treffen am 5. Dezember 2005 sind eingeladen: Thomas Brussig, Michael Kumpfmüller, Katja Lange-Müller, Benjamin Lebert, Eva Menasse, Matthias Politycki, Tilman Spengler und Burkhard Spinnen.

Und wir fragen uns besorgt: Was ist mit Juli Zeh? Schließlich ist sie ansonsten immer und überall dabei, wenn bei einer Aktion mehr als ein Autorenname genannt ist.

Not nicht lindern

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BildTäglich steht man vor einer Plakatwand und wartet auf die S-Bahn. Das Bild eines traurigen Mädchens, das Plakat einer Hilfsorganisation, der Diakonie Katastrophenhilfe. Das Erstaunliche daran ist, dass dieses Plakat und das tägliche Betrachten dazu geführt haben, dass wir derzeit das Wort Not (wie Notlage) selbst in deutschen Texten immer wie not (englisch „nicht“) lesen.
Denn dort auf dem Plakat steht „Not_lindern“. Als Programmierer oder EDV-Mensch liest man dieses Wortbild automatisch wie einen Variablennamen, dem ein logisches Nicht (not) vorangestellt ist. Da in Variablennamen keine Leerzeichen möglich sind, behilft man sich mit dem Unterstrich. Und gerade unter deutschen Programmierern ist dieser deutsch-englisch Mischmasch üblich. Das Wortbild mit dem Unterstrich führt somit interessanterweise in EDV-Kreisen sofort zur Leseweise „Nicht lindern“.

Sebastian und Eva

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Es wird Zeit, hier mit Nachdruck auf Blog:Read 28 hinzuweisen. Auf Blog:Read – seit einiger Zeit auch bei unseren Literaturlinks zu finden – vertonen Amateursprecher Texte aus Weblogs, die in der Regel mit Musik abgemischt sind (Natürlich die Texte, nicht die Weblogs). In Folge 28 liest Holger Struck die Geschichte „Sebastian und Eva“ von Brain farts. Dazu gibt`s Musik von Cormac Brenock: Believe My Love.

Aus drei Zutaten ist ein wunderbares Blog:Read-Highlight entstanden, das man unbedingt herunterladen und anhören sollte (MP3/5,14 MByte). Und dieses 5 Minuten 37 lange Stück beweist, dass es nicht immer Profisprecher sein müssen. Holger Struck liest sehr ruhig, ohne große Betonungen und fast schon nuschelig. Doch gerade das passt ausgezeichnet zu dieser Geschichte. Hörbefehl!

Schokolade in der Schtadtbücherei

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Ja warum sagt uns Schokoholikern im literaturcafe.de das niemand, und wir müssen es erst aus netbib erfahren: In der Stuttgarter Stadtbücherei gibt es noch bis zum 14. Januar 2006 eine Schokoladenausstellung zu sehen.

Unglaublicher Plott

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Wenn es stimmt, was in diesem SPIEGEL-Online-Beitrag steht (wovon leider nicht unbedingt auszugehen ist), dann hat das Leben an sich mehr schwarzen Humor als mancher Krimischriftsteller:

Ein 15-jähriges Mädchen mit einer Erdnuss-Allergie ist nach einem Kuss seines Freundes gestorben. Auch eine sofortige Adrenalinspritze konnte den Teenager nicht mehr retten. Der Junge hatte vorher ein Erdnussbutterbrot gegessen.

weter.de

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Gefunden bei Martin Röll im Newsfeed, geklickt und gefreut: weter.de

Bitte einen Bollen Eis

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Ariane Willikonsky vom „Fon Institut für Sprache und Stimme“ in Stuttgart gibt Sprachkurse. Sie unterrichtet Hochdeutsch für Schwaben. Da dieser Dialekt nicht unbedingt den besten Ruf hat und sich dies negativ für die Sprecherin oder den Sprecher auswirken kann, lehrt Frau Willikowski die hochdeutsche Lautbildung, damit der Schwabe unerkannt bleiben kann.

Die durchaus nicht üblichen Kurse fand bereits im Sommer die Süddeutsche Zeitung sehr interessant und brachte im Juli einen kurzen Bericht am Beispiel des Schwaben Tim P.

Nun hat es die Geschichte um die Sprachlehrerin erneut in die Medien geschafft und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete in einem längeren Artikel gestern darüber. Interessant ist neben dem Inhalt, dass die journalistische Vorgehensweise auch hier „Tell a Story“ lautet und diesmal Ulrike Rössle die Hochdeutsch-Lernende gibt.

Und jetzt alle: Wo ich gehe und stehe, sehe ich Rehe in meiner Nähe. Die laufen und stehen auf ihren Zehen.

Achja:
Im August berichtete der Stern mit Modellschwabe Jürgen Heyer.
Im Oktober DeutschlandRadio Kultur. Dort kann man den Beitrag auch anhören.

Zitat des Tages

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„Ich möchte meine Sache gut machen aus der Dimension des Frauseins heraus.“
Bundeskanzler Merkel am 22.11.2005 in einem ARD-Interview

Links zum Vortrag in München

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Wolfgang Tischer, Inhaber und Herausgeber des literaturcafe.de, war am vergangenen Freitag (18.11.2005) in München. An der dortigen Volkshochschule hielt er einen eineinhalbstündigen Vortrag zum Thema „Literatur und Internet“. Schnell stellte sich heraus, dass die meisten der Anwesenden selbst schreiben und daher wurde der Fokus des Vortrags auf diesen Bereich gelegt. Für die Teilnehmer der Veranstaltung sind hier – wie versprochen – die wichtigsten der Links zusammengetragen. An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank fürs Kommen! Wer nicht in München war, für die oder den mag sich der Zusammenhang der Links nicht immer erschließen, denn es fehlen natürlich eineinhalb Stunden Erläuterungen und Fragen der Teilnehmer. Aber vielleicht sieht man sich ja mal demnächst bei einer der kommenden Veranstaltungen des literaturcafe.de?

Hier die Links:

Klassische Texte: Das Projekt Gutenberg

Projekt Gutenberg-DE: Beispiel Stifter

Projekt Gutenberg: So kann man mitmachen

Bastian Sick: Neues vom Zwiebelfisch – Vom Netz ins Buch

Texttourismus – Kreatives Buchprojekt und -marketing

Prosa & Lyrik im literaturcafe.de

Lesetipp: Karin Sutter: „Der Weihnachtsbusen“

Erotische Literatur – Eine Marktlücke?

Zumindest Emma Marlowe hat es damit vom Internet zum Buch geschaft

Vorsicht! Nicht alle Verlags-Angebote sind seriös!

Konstrutive Textkritik: Von den Fehlern anderer Lernen

Forum des Cafés: Vorher besser prüfen, ob dies der richtige Ort zur Veröffentlichung eigener Teste ist. Gute Ratschläge mischen sich mit Nonsens.

leselupe.de – Eine weitere Literaturplattform

Leselupe – Twilight: öffentliche Textkritik für jederman

autorenforum.de – Weiteres Portal für Autoren

BoD – Books on Demand GmbH – Die besser Alternative für die Selbstveröffentlichung

Titus Müller – Homepage

Titus Müller – Das Weblog des Bestsellerautors

literaturwelt.de – Gute Linksammlung

Literaturwelt. Das Blog.

Notizen der Redaktion: Literarische Fundstücke

Der Podcast des literaturcafe.de im Internet – Inteview mit H.-U. Treichel

Literatur zum Hören: Vorleser.net

Das Café in der BILD

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BildNicht in der gedruckten Ausgabe, aber in der Online-Version der BILD-Zeitung wird das literaturcafe.de erwähnt. In einem Artikel übers Podcasten stellt der digitale Ableger der beliebten Boulevard-Zeitung eine Auswahl beliebter Podcasts vor. An erster Stelle: der AutoBILD-Podcast (ja so ein Zufall!). Und an zweiter Stelle: der Podcast des literaturcafe.de!

Und was lesen wir da: Bei Literaturcafe.de gibt es Goethe für unterwegs. Wer keine Lust hat, die schwere Kost selbst zu lesen, kann sich Die Leiden des jungen Werther als Audiodatei runterladen

Typisch BILD, denn das ist so natürlich falsch! Der Werther hat absolut nix mit Podcasting zu tun, obwohl er als MP3-Datei zum Download bereitsteht, denn es gibt keinen RSS-Feed, mit dem die Dateien automatisch bezogen werden können. Und nebenbei bemerkt: „schwere Kost“ ist der Werther höchstens für BILD-Leser.

In unserem Podcast gibt es stattdessen Theodor Storms „Immensee“ in Fortsetzungen zu hören.

Dennoch: Danke, liebe BILD-Zeitung, dass ihr eure Leser auch mal in literarische Ecken des Netzes führt. Herzlich willkommen, liebe BILD-Online -Leser! Bitte hier entlang.

Die lyrische Anmut der Killerspiele

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Beim Spielen blutiger Horror-Ego-Shooter-Metzelspiele schwärmt der Autor der FAZ fast schon literarisch:

Die schönsten Momente beim Spielen eines Ego-Shooters sind die, in denen man das Schießen vergißt. Weil man, wie im neuen Meisterwerk »F.E.A.R.«, übermannt wird von den graphischen Oberflächen. Dann hält das Ich inne, um die flüchtige Schönheit des Augenblicks zu genießen, und setzt dafür nicht selten seine Existenz aufs Spiel.

Und was sagen wir dazu? Recht hat er! F.E.A.R. ist ein großartiges Spiel, das auch die Redaktion des literaturcafe.de begeistert!

Dann fällt einem plötzlich wieder ein, daß Schönheit nicht alles sein kann auf dieser Welt.

Und auch da hat der Autor Recht, denn es gibt nun mal Politiker, die solche "Killerspiele" verbieten wollen (siehe Koalitionsvertrag, Zeile 5147).

Manche Politiker haben nun mal ein erschreckend naives Weltbild, das wesentlich einfacher ist, als die digitale Welt der Computerspiele.

Wer "Killerspiele" spielt, bringt später seine Mitschüler um! Jawoll! So einfach ist das.

Daher fordern wir schon längst auch Goethe und Hesse aus den Schulen zu verbannen, da sie schlimmer sind als jeder Ego-Shooter!

Und wir, die wir gerade den deutschen Blut-Patch für F.E.A.R eingespielt haben, damit die Erschossenen vor ihrem digitalen Ableben lauter schreien und das Blut höher spritzt, bieten Ihnen auch gefährliche literarische Ware zum Downlaod an!

Holen Sie’s sich, bevor es CDU und SPD verbieten!