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Unbedingte Weihnachtshörempfehlung mit einer Warnung

WeihnachtserinnerungenMit Nachdruck und noch vollkommen im Bann dieser fantastischen Produktion empfehlen wir überschwänglich ein Weihnachtshörbuch aus dem Hause Kein & Aber. Noch ist es Zeit, diese CD online zu bestellen oder in der nächsten Buchhandlung zu schauen, ob sie dort vorrätig ist.

Es sind zwei Erzählungen von Truman Capote, zusammen 60 Minuten lang. Die eine stammt aus dem Jahre 1956, die andere wurde 26 Jahre später geschrieben. Zwei Geschichten über eine wunderbare und ungewöhnliche Freundschaft, die die gleiche Hauptfigur besitzen, einen kleinen Jungen namens Buddy. Capote erzählt meisterlich leicht von zwei unterschiedlichen Weihnachtserinnerungen. Eine Melancholie liegt über allem, Geschichten mit der Stimmung eines ruhigen Weihnachtsmorgens – mit einem leichten Schuss Kitsch. So wie schöne Weihnachtsgeschichten eben sein müssen.

Rodja Smolny und Lindbergh & Well: NDR berichtet über dubiosen Literaturagenten

Ausschnitt aus einem Screenshot der angeblichen schwedischen Literaturagentur Lindbergh & Well, die Rodja Smolny in Deutschland vertratAls deutscher Vertreter der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well versuchte Rodja Smolny Geld von arglosen Autoren abzukassieren (wir berichteten). Viele seiner potenziellen Opfer fand er übers Internet. Allein anhand der uns vorliegenden Rückmeldungen von Autorinnen und Autoren, muss Smolny offenbar Dutzenden, wenn nicht gar Hunderten von Autoren Hoffnung auf Veröffentlichung ihrer Werke gemacht haben, wenn diese Geld für ein kostenpflichtiges Lektorat bezahlen. Dies natürlich bei einer Firma, an der Rodja Smolny selbst beteiligt war. Autoren sprechen in der Regel von um die 12.000 Euro, die für die Korrektur von oftmals nur knapp über 100 Manuskriptseiten anfallen sollten.

Jetzt berichtet auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in seinem »Hamburg Journal« über die kreative Geschäftsidee des Literaturagenten Rodja Smolny von Lindbergh & Well. Die Sendung wird im Regionalfenster Hamburg des NDR am Montag, 17.12.2007 um 19.30 Uhr ausgestrahlt. Per Live-Stream ist der Bericht weltweit auch im Internet zu sehen. Außerdem wird die Sendung im allgemeinen dritten Fernsehprogramm des NDR am 18.12.2007 um 9:30 Uhr wiederholt. Dann ist sie auch bundesweit über Satellit oder Kabel zu empfangen.

Nachtrag: Mittlerweile ist der Beitrag auch bei YouTube verfügbar

Willms Woche diesmal mit linken Tendenzen

»Genet dürfte als jemand gelten, der zu jener Menschenkategorie gehört, deren moralische Verantwortlichkeit leicht gemildert ist.« Zu diesem Schluss kam ein Gutachten, das 1943 über den 33jährigen Jean Genet erstellt wurde. Damals konnte der Schriftsteller bereits auf 10 Gefängnisaufenthalte bedingt durch Diebstahl und Landstreicherei zurückblicken. Auch mit seinem literarischen Werk eckte Genet mehr als einmal an. Die Prüfstelle wilfür jugendgefährdende Inhalte hielt ihn aufgrund pornografischer Darstellungen stets im Auge und die USA verweigerten dem Autor gar wegen »sexueller Abweichungen« die Einreise. Jean Genet wäre am 19. Dezember 97 Jahre alt geworden.

Während Genet recht unverhohlen mit der RAF liebäugelte, litt Heinrich Böll darunter, als geistiger Sympathisant des Terrorismus gescholten zu werden.

Rodja Smolny und Lindbergh & Well: Bauernfängerei unter arglosen Autoren

Abgeschaltet: Die Website von Lindbergh & WellAus gegebenem Anlass warnen wir alle Autorinnen und Autoren davor, direkt oder indirekt Geld für eine Veröffentlichung zu zahlen! Dies gilt auch für etwaige Lektoratsdienstleistungen, egal wie diese begründet werden. Eine Ausnahme hiervon bilden selbstverständlich seriöse Print-on-Demand-Anbieter wie BoD oder lulu.com.

In letzter Zeit wurden Autorinnen und Autoren von einem Mann namens Rodja Smolny angeschrieben, der als Agent der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well auftritt (Websites mittlerweile gelöscht). Er schreibt bevorzugt Autoren an, die in Internet-Foren veröffentlichen und schaltete Werbebanner auf entsprechenden Websites, um neue »Kunden« zu gewinnen. Sein Auftreten ist dabei tadellos und sein Stil absolut Vertrauen erweckend. Er warnt sogar vor Zuschussverlagen und betont glaubhaft, dass es absolut in seinem Interesse sei, dass ein Autor gerecht bezahlt werde. Eine flüchtige Google-Recherche weist ihn ebenfalls als absoluten Experten im Agenturgeschäft aus. Zitat aus einem Artikel:

„Ich bekomme jetzt noch Anfragen, ob ich auf der Buchmesse Zeit für Autoren habe“, sagt Rodja Smolny, Aushängeschild der schwedischen Literaturagentur „Lindbergh & Well“ im deutschsprachigen Raum. „Dabei bin ich seit Wochen ausgebucht, selbst beim Essen sitze ich mit Kollegen aus aller Welt zusammen“, so Smolny. Er macht dabei allerdings keinen traurigen Eindruck, er freut sich auf das weltgrößte Treffen seiner Branche.

Die meisten dieser Artikel wurden jedoch zuvor von ihm selbst in Presseportalen wie open-pr.de veröffentlicht, was für den Laien nicht immer sofort ersichtlich ist. Mit diesen Artikeln will Smolny offenbar verhindern, dass seine nicht unumstrittenen Tätigkeiten als Geschäftsführer der mittlerweile insolventen MeinBuch oHG sofort ins Auge fallen und entsprechende Artikel von Google nicht gleich auf der ersten Seite gelistet werden. Unliebsame Beiträge in Weblogs lässt er auch schon mal gegen den Willen der Bloggerin durch den Blog-Provider entfernen.

Hörbuchportal am Ende: claudio.de gibt auf

Claudio ist kein Hörbuchportal mehrHinter einigen Internet-Angeboten steckt eine solch gewaltige Marketing-, Konzern- und Netzwerkmacht, dass sie fast zum Erfolg verdammt sind. Doch nicht immer ist dies garantiert. Das musste vor einigen Jahren der Bertelsmann-Konzern mit bol.de erfahren, als er damit Amazon Konkurrenz machen wollte. Heute existiert die Website noch dem Namen nach, gehört jedoch zu buch.de und ist nur blau eingefärbt.

Und jetzt traf es Burda mit seinem Hörbuch-Downloadportal claudio.de, das es in dieser Form nicht mehr gibt. Offiziell ist von Sortimentserweiterung zu lesen. Tatsache ist jedoch, dass claudio.de zum Medienshoppingportal des Burda-Verlags verkommen ist, bei dem Hörbücher zum Herunterladen nur eine marginale Rolle spielen, ähnlich wie dies libri.de schon länger anbietet. claudio.de ist austauschbar geworden – ein medialer Gemischtwarenladen.

Zu groß war offenbar die Macht des Konkurrenten Audible, der mit starken Partnern wie Amazon und Apple aufwarten kann, zu gering der Kundenkreis, der Hörbücher digital erwerben will und zu klein und überlastet die Mannschaft, die für den claudio-Betrieb zuständig war.

Willms Woche diesmal vollkommen unzensiert

Ironie und Sarkasmus setzen nicht nur Intelligenz aufseiten des Empfängers voraus, sondern vor allem auch die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen und Fünfe auch mal gerade sein zu lassen. Welche dieser Kompetenzen den Deutschen Anfang des 19. Jahrhunderts fehlte, soll hier unbeantwortet bleiben, die Bücher Heinrich Heines jedenfalls waren zur dieser Zeit einer strengen Zensur unterworfen. Heine antwortete in »Das Buch Le Grand« wiederum mit Satire: Die deutschen Censoren — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —- — — — — — — — – — — — — — — — — — — — — —- — — — — Dummköpfe — —- — — — — — — — — —- — — — — — — — — — — — — —
Am 13. Dezember feiern wir Heines 210. Geburtstag.

Ein Jahr älter wird am 13. Dezember auch der Mann, dessen Bücher seit über 30 Jahren Kinderherzen höher schlagen lassen.

perlentaucher.de darf weiterhin Buchkritiken zuammenfassen und verkaufen

FAZ gegen PerlentaucherDas Urteil wurde verschoben und lange erwartet – jetzt ist es verkündet: Das Online-Angebot perlentaucher.de darf weiterhin Buchkritiken von Tageszeitungen zusammenfassen und diese Zusammenfassungen auch verkaufen.

Die Frankfurter Allgemeinen Zeitung und die Süddeutschen Zeitung hatten gegen diese Praxis geklagt, da sie in den Zusammenfassungen, die z. T. Zitate der Originalkritiken enthalten, eine Urheberrechtsverletzung sehen.

Das Frankfurter Landgericht schloss sich auch in zweiter Instanz dieser Meinung der Kläger nicht an.

Das Urteil wurde mit Spannung erwartet, denn hätten FAZ und SZ Recht bekommen, so wäre mit negative Auswirkungen auch auf andere Web-Angebote und Blogs zu rechnen gewesen, da auch dort häufig Artikel Dritter zitiert werden. Mehr zum Urteil und zur Begründung ist im Heise-Newsticker nachzulesen.

Amazons Kindle als Lesegerät für Raubkopien

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Bericht in TechCrunchEin Hinweis, dass man auf Amazons neuem eBook-Lesegerät Kindle auch Raubkopien lesen kann, war überfällig. TechCrunch berichtet darüber, und die Verlage dürften sich in ihrer Angst bestätigt sehen.

Doch was TechCrunch beschreibt, ist nicht sonderlich spektakulär. Bislang sind die eBook-Dateien fürs Kindle (noch?) nicht geknackt worden, sondern TechCrunch verweist auf die Möglichkeit, dass man bereits als Raubkopie vorliegende digitalisierte Bücher in Sekundenschnelle auf das Kindle übertragen und dort lesen kann. Amazon habe keinerlei Filter oder Sperren eingebaut, um dies zu verhindern.

Raubkopien aktueller Bestseller, im Szene-Jargon »bookz« genannt, liegen in einschlägigen Foren und Tauschbörsen meist im PDF oder Word-Format vor. Diese können ohne Probleme als reine Textdatei auf das eBook-Lesegerät aus dem Hause Amazon übertragen werden. Das hochgelobte E-Paper-Display des Kindle sorgt für eine gestochen scharfe Darstellung. Neu ist also lediglich die Qualität und Portabilität, mit der die Lektüre raubkopierter Bücher dank Kindle möglich ist.

Das literaturcafe.de war am Samstag in München in Bewegung [Nachtrag]

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web.in.bewegungAm vergangenen Samstag (08.12.07) fand in München der Kongress web.in.bewegung.07 statt. Einen Tag lang ging es im Münchner Gasteig um Themen des so genannten Web 2.0, also um Weblogs, Social Communiys, Second Life und andere Bereiche. Veranstaltet wurde der eintägige Kongress von der Münchner Volkshochschule, und das vollständige Programm findet sich unter www.web-in-bewegung.de.

Auf der Liste der Referenten standen u.a. Deutschlands bekannteste Podcasterin Annik Rubens und Albert Warnecke von Yahoo! Deutschland, der über die Kommunikation im Web 2.0 berichten wird.

Ebenfalls mit dabei war Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de, der sich dem nicht immer einfachen Verhältnis zwischen Bloggern und Journalisten widmete und zeigte, welche Möglichkeiten Weblogs und Podcast bieten können – oder auch nicht.

Nachtrag: Wer hören will, wie’s war, der sollte in die 444. Folge von »Schlaflos in München« reinhören. Annik Rubens berichtet in ihrem Podcast vom Kongress und spricht mit einigen Referenten.

Die deutsche Sprache stirbt: 23 der 100 am häufigsten gebrauchten Wörter sind bereits englisch?

SlogometerSprachkritiker haben es schon lange befürchtet, doch nun ist es quasi amtlich: Englische Wörter nehmen in der deutschen Sprache immer mehr zu. In der aktuellen Ausgabe 40 der Zeitschrift GEO Wissen berichtet Prof. Walter Krämer, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik, über eine erschreckende Zahl, die in einem großen deutschen Nachrichtenmagazin zu lesen war: »Die Zahl der Fremdwörter im Deutschen hat seit 15 Jahren dramatisch zugenommen, wie zum Beispiel der "Spiegel" schreibt. 1985 war nur einer der 100 am häufigsten verwendeten Begriffe englisch, heute sind es 23 – fast ein Viertel!«

Eine Zahl, die selbst für diejenigen erschreckend ist, die sich am »Denglisch« bislang weniger gestört haben. Immerhin sagt es Walter Krämer, der das Lexikon der Populären Irrtümer geschrieben hat und sicher alle Fakten zweimal prüft. Es wäre ja sonst überaus peinlich für ihn. Und diese Zahlen standen auch tatsächlich im SPIEGEL.

Aber glauben Sie das? 23 der im Deutschen am häufigsten verwendeten Begriffe sollen englisch sein?

Und in der Tat: diese Zahlen sind falsch!

Willms Woche: Seemann, Jurist und andere mehr oder weniger beliebte Berufe

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Willms' WocheJede Woche blickt Jennifer Willms knapp und subjektiv auf die literarischen Jahrestage der aktuellen Woche.

Er ist schon seit einiger Zeit aus der Hitparade der beliebtesten Berufe verschwunden: Joseph Conrad verspürte dagegen schon früh den Wunsch, Seemann zu werden, und erfüllte sich diesen Traum bereits im Alter von 16 Jahren. Jedoch loderte in Conrad die Leidenschaft für eine weitere Berufung: die Schriftstellerei. Die Erfahrungen, die er während seiner Reisen durch die Welt sammelte, flossen in sein literarisches Werk ein und so gilt Conrad bis heute als einer der wichtigsten Kritiker des europäischen Kolonialismus. Obwohl der in der Ukraine geborene Autor die englische Sprache erst im Erwachsenenalter erlernte, zählt er zudem zu den großen Meistern der britischen Literatur. Am 3. Dezember feiern wir Joseph Conrads 150. Geburtstag.

Der Beruf des Schriftstellers erfreut sich anders als der des Seemanns nach wie vor großer Beliebtheit. Was aber sollte man dafür studieren?

Maltes Meinung: VER ist zu verbessern

Maltes Meinung - Die Textkritik im literaturcafe.deRasch ist an diese Stelle nachzutragen, dass bereits seit vergangenem Freitag eine neue Textkritik von Malte Bremer in der entsprechenden Rubrik online ist. Diesmal geht es um Lyrik, und Maltes Bewertung liegt im Mittelfeld. Dabei hat das Gedicht nicht die übliche »Kritik im Einzelnen« bekommen. Normalerweise ist dies – wenn überhaupt – nur bei hervorragenden 5-Brillen-Wertungen der Fall. Doch diesmal entfällt die Detail-Bewertung, da Malte der Meinung war, dass am Gedicht mit dem Titel VER durchaus noch einiges zu verbessern ist.

Lesen Sie hier die vollständige Kritik zu »VER« >

Unser literarischer Adventskalender öffnet sich wieder

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Der literarische AdventskalenderHeutzutage, da einem fast jeder Online-Adventskalender mit Gewinnspielen entgegenbrüllt, ist unser literarischer Adventskalender schon so etwas wie eine besinnliche Insel der Ruhe. In diesem Jahr feiert er zudem Jubiläum, denn bereits im 10. Jahr findet sich hinter jedem Türchen ein Ausschnitt aus einem nie geschriebenen Roman. Aus diesem Anlass gibt es in diesem Jahr nicht nur neue Ausschnitte zu lesen, sondern Sie können sich auch auf ein paar »Klassiker« der letzten 10 Jahre freuen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Öffnen der virtuellen Bücher-Türchen und natürlich eine entspannte Vorweihnachtszeit.

Jeden Tag eine Büchertür: Hier geht’s zu unserem Adventskalender > 

Schlechteste Sex-Szene: Preis geht posthum an Norman Mailer

Sexszene (künstlich)Seit 1993 wird der Kritikerpreis für die schlechteste Sex-Szene von der englischen Zeitschrift Literary Review vergeben. Erstmals wurde in diesem Jahr ein verstorbener Autor ausgezeichnet, denn der Preis ging an Norman Mailer für die Beschreibung einer Oralsex-Szene in seinem Buch »Das Schloss im Wald«, in dem Hitlers Jugend beschrieben wird.

Der jährlich vergebene Preis soll Autorinnen und Autoren davon abhalten, peinliche und überflüssige Sexszenen zu (be)schreiben, die sich nicht selten negativ auf das ganze Buch auswirken. Der Grund liegt nicht etwa darin, dass die Szenen anstößig oder jugendgefährdend sein könnten, sondern diese Passagen sind oftmals reiner Textmüll.

Tektkritik: Ver – Lyrik

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VER

Verlassen              verdunkelt
verborgen          versteckt

verschlungen            verschüttet
verboten              verängstigt

verwoben       verkannt
verdächtig    verlogen

verfolgt  verfeinert
verspielt  vertraut

verdrängt
Verabredung
mit mir
auf meinen
Gedankenwegen

© 2007 by Henriette Jorjan. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Ein ansehnlich-anschauliches Spiel in der Tradition der optischen Gedichte.

Barockdichter haben es vorexerziert, Expressionisten und Autoren der 50er/60er (Heißenbüttel, Jandl, Gomringer, Astel usw.) wieder aufgegriffen.
Was zeigt nun in diesem Gedicht die äußere Form? Ist es ein Pokal (mit Deckel) als Belohnung dafür, sich selbst vergessen zu haben? Ist es eine Urne (mit Deckel) für den Toten, der das lyrische Ich ist, das sich verloren hat? Ist es ein Glas (ohne Deckel, die Überschrift Ver wäre dann aber nicht Teil der Form, sondern lediglich die Überschrift)? Auch über die Anordnung der ver-Wörter bin ich mir nicht im Klaren: Es gibt zwei- und dreisilbige, aber ich kann kein Ordnungssystem erkennen; manche enden auf -t, andere auf -en: aber auch hier ist keine Struktur zu erkennen, obwohl es zunächst so aussieht, als ob links die -en-Wörter stünden und rechts die mit -t. Dabei gäbe es genug ver-Wörter, die mit -en schließen ( z. B. verloren, verstohlen, verworren …)! Inhaltlich stehe ich vor ähnlichen Problemen: So kann ich eine Stimmungsänderung zwischen verlassen (Z. 1) und verspielt (Z. 8) feststellen, auch zwischen versteckt und vertraut (ebd.) aber so ist es nicht bei allen Wörtern; deshalb bin ich vorsichtig mit der Wertung, denn es sieht für mich so aus, als ließe sich hier noch allerlei verbessern!

Die Kritik im Einzelnen

entfällt