Startseite Website Seite 113

Krisenvideo: Gefällt 66, gefällt 6 nicht

Unser Video aus dem Jahre 2009: 66 gefällt's und 6 nichtDie Vertonung einer Bibelstelle aus der Offenbarung des Johannes mit der berühmt-berüchtigten Zahl 666 war seinerzeit unser satirischer Beitrag zum »Krisenjahr« 2009, der genau vor zwei Jahren online ging. Über 44.000 mal wurde das Video auf YouTube mittlerweile abgerufen.

Wundern muss man sich, über was sich die Kommentatoren unter dem Video so alles zoffen und wie sie sich beschimpfen. So Zeug mit Religion und Bibel sät offenbar immer Zwietracht.

Doch heute gab’s unter den Kommentatoren einen genauen Beobachter, der festgestellt hat, dass exakt 66 Leute auf den »Gefällt«-Button geklickt haben und 6 auf den »Gefällt nicht«.

Na, wenn das mal kein Zeichen ist 🙂

Übersicht: Diese Franzosen lesen potenzielle Gewinner am liebsten

Szene aus dem Film »Das Labyrinth der Wörter« mit Gérard Depardieu (Foto: Concorde Filmverleih)
Szene aus »Das Labyrinth der Wörter« (Foto: Concorde Filmverleih)

Welches Buch eines französischen Autors oder Autorin, das Sie in Ihrem Leben gelesen haben, ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben und warum?

Diese Frage mussten alle beantworten, die ein Buch- und Kinokartenpaket zum heute in den Kinos anlaufenden Film »Das Labyrinth der Wörter« mit Gérard Depardieu gewinnen wollten.

Wir präsentieren Ihnen die Liste der interessantesten Antworten. Welches Werk am häufigsten genannt wurde, erstaunte uns wenig. Dennoch birgt die Ansammlung auch ein paar Überraschungen – und originelle Begründungen.

Die besten Wünsche für 2011 mit unserem literarischen Jahresrückblick 2010!

Collage 2010: So sah das literarische Jahr fürs literaturcafe.de ausDas Team des literaturcafe.de wünscht Ihnen ein glückliches, friedvolles, erfolgreiches und gesundes Jahr 2011!

Wie in den Vorjahren präsentieren wir gleichzeitig unseren persönlichen literarischen Rückblick auf das vergangene Jahr 2010.

Erinnern Sie sich noch an die Plagiatsdebatte, die Helene Hegemann auslöste? Oder an das gescheiterte Experiment mit einem kostenlosen Hörbuch? Tipps zu Apples iBooks und Warnungen vor Facebook waren im literaturcafe.de die am häufigsten gelesenen Artikel des vergangenen Jahres.

Protest gegen Stuttgart 21: Ein Bauzaun in zwei Büchern

Protestdokumente am Stuttgarter BauzaunDer Bauzaun vor dem abgerissenen Nordflügel des Stuttgarter Bahnhofs ist zum kreativen Symbol des Widerstands geworden. Am Stahlgitter wurden unzählige Plakate, Zettel und Transparente angebracht, um Unmut, Ohnmacht und Wut gegenüber Politik und Bahn auszudrücken. Als Kunstwerk soll die Absperrung demnächst im Stuttgarter Haus der Geschichte ausgestellt werden. Laut Medienberichten kostet die »Umsiedelung« und Restaurierung 30.000 Euro.

Zwei Bücher versuchen, die unzähligen Protest- und Kunstwerke zu dokumentieren. literaturcafe.de hat sich die unterschiedlichen Werke angesehen.

Nur am 30. Dezember 2010: Apple verschenkt den Thriller »Cobra« von Frederick Forsyth

1

Frederick Forsyths »Cobra« am 30.01.2011 kostenlos als eBookWie bereits im letzten Jahr verschenkte Apple zum Jahreswechsel 2010/2011 zwölf digitale Produkte. Vom 26. Dezember 2010 bis zum 6. Januar 2011 gab es täglich ein Video, eine Musikdatei oder ein Spiel gratis.

Da Apple neuerdings auch elektronische Bücher anbietet, gab es am 30. Dezember 2010 eine Premiere: Zum ersten Mal wurde ein digitales Buch verschenkt.

Bemerkenswert ist, dass das Werk nicht aus der antiquarischen Mottenkiste stammte. Gratis gab’s Frederick Forsyths Thriller »Cobra«, der erst im November 2010 erschien und als gedruckte Ausgabe derzeit immerhin 22,99 EUR kostet.

Das Libroid: Des Kaisers neues Ü-Book

Libroid in Apples iTunes StoreDer Mann schien sich geklont zu haben: Egal ob Buchmesse, TOC, Homer 3.0 oder andere Lese-Veranstaltungen, Jürgen Neffe war omnipräsent. Branchenpresse und Spiegel online bejubelten, dass es diesem Mann gelungen war, die Zukunft des Lesens aufzuzeigen.

Was Unternehmen wie Amazon und Apple mit Millionen an Entwicklungskosten nicht schaffen, das hatte Neffe im Alleingang hinbekommen, so konnte man es aus den Medienberichten heraushören. Sein von ihm so genanntes »Libroid« schien das Ü-Book zu sein, das Über-eBook. Und seit wenigen Tagen ist es für alle erhältlich.

Unsere kleine Nichte hat es sich angeschaut und meint: »Aber das ist ja nur eine App!«

ZDF beerdigt seine Literatursendung »Die Vorleser«

Aus für »Die Vorleser« im ZDF (Foto: literaturcafe.de)
Foto: literaturcafe.de

Nach nicht mal eineinhalb Jahren hat das ZDF die Literatursendung »Die Vorleser« abgesetzt. Die 10. Sendung vom 3. Dezember 2010 war die letzte. Die Nachfolgesendung von Elke Heidenreichs »Lesen!« war ein konsequenter Quotenflopp am späten Freitagabend. Die beiden Moderatoren Amelie Fried und Ijoma Mangold blieben so farb- und profillos wie die ganze Sendung. Die Beiden konnten im Loben weder mit Elke Heidenreich noch im Kritisieren mit Marcel Reich-Ranicki mithalten. Jetzt meldet der SPIEGEL das Aus für die Literatursendung.

Der SPIEGEL zitiert ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut mit den Worten: »Es war sicher auch unser Fehler, dass wir auf eine Doppelmoderation gesetzt hatten.«

Scrivener & Co: Textverarbeitung für Autoren

Abbildung 6: Scrivener im Fenstermodus
Scrivener im Fenstermodus

Wer heutzutage schreibt, kann dies noch mit dem Füller auf Papier tun. Das hat den Vorteil, dass überall und jederzeit gearbeitet werden kann, auch im Café oder auf einer schönen Parkbank, und dass es einfach die schönste Art zu schreiben ist. Der Nachteil ist natürlich das Abtippen, das einerseits eine schätzenswerte Nachkorrektur darstellt, andererseits aber zeitaufwendig ist. Häufig wird daher direkt am Computer gearbeitet. Und schon ergibt sich die Frage: Welches Werkzeug ist dafür überhaupt geeignet? Ein Blick ins Internet zeitigt eine überwältigende Zahl von Programmen: OpenOffice Writer, Microsoft Word, InDesign, Ulysses, nano, jEdit, Scrivener, LaTeX … also, wovon sprechen wir hier?

Videoanleitung: Bücher als Geschenk verpacken

Video: Bücher als Geschenk verpackenBücher sind ein beliebtes Geschenk. Wir zeigen Ihnen in einer Videoanleitung, wie Sie Bücher schnell und effektiv verpacken. Es ist die klassische Verpackung mit Geschenkband, die natürlich auch für CDs, DVDs, Pralinenschachteln und andere Päckchen geeignet ist.

Speziell beim Geschenkband muss man mit unserer Methode keine Längen vorab abmessen. Es wird nie passieren, dass es zu kurz ist. Außerdem lässt sich die Lage des Knotens auf der Oberseite nachträglich praktisch verschieben, um dort einen Gruß oder eine Geschenkkarte zu platzieren.

Die gezeigte Methode ist besonders für diejenigen interessant, die beruflich viel verpacken müssen, wie beispielsweise Buchhändlerinnen im Weihnachtsgeschäft.

Verlosung: »Das Labyrinth der Wörter« mit Gérard Depardieu – Buch- und Kinopakete zu gewinnen

Das Labyrinth der Wörter - Szenenfoto (Concorde Filmverleih)
Foto: Concorde Filmverleih

Egal ob als Obelix, unlängst als Mammuth oder aktuell als Konrad in der Verfilmung von Martin Suters »Small World«: Gérard Depardieu scheint auf die Rolle des einfältigen aber irgendwie liebenswerten Dicken festgelegt zu sein.

Und schon kommt am 6. Januar 2011 erneut ein Film in die deutschen Kinos, in dem Depardieu in seiner Standardrolle zu sehen ist. Das Besondere: »Das Labyrinth der Wörter« ist nicht nur die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marie-Sabine Roger, sondern Bücher und Literatur spielen darin eine zentrale Rolle.

Grund genug also, um im literaturcafe.de mit freundlicher Unterstützung des Concorde Filmverleihs drei Buch- und Kinogutscheinpakete zu verlosen. Sie bestehen aus dem Buch »Das Labyrinth der Wörter« – erschienen bei Hoffmann & Campe – und je zwei Kinogutscheinen, die in jedem Kino einzulösen sind, das den Film zeigt.

Kein Fastfood: »Fütter mich« von Cornelia Travnicek

»Fütter mich« steht auf dem kakelbunten Cover, auf dem sich Hariboteilchen drängeln: Cornelia Travnicek serviert uns Lesern schlichte, aber alles andere als leichtverdauliche Kost: 11 Erzählungen über Menschen, die nach sehr Unterschiedlichem hungern.

Mit »schlicht« ist hier beileibe nicht der Inhalt gemeint, sondern die klare, einfache, ja schmucklose Sprache: kein Wort zu viel – nichts wird uns Lesern vorgekaut, sondern wir müssen selbst herausfinden, was mit den Protagonisten los ist; kein Etikett à la mager- oder fresssüchtig klebt darauf!

Der Erzähler lässt die Protagonisten ihren jeweiligen Hunger implizit entwickeln, da heißt es aufmerksam lesen, mitdenken, sich einfühlen.

Zerlesener Bestseller: Ferdinand von Schirachs »Verbrechen« an der Hotelrezeption

Ferdinand von Schirach: VerbrechenDer »Schirach« lag an der Hotelrezeption in einem der Regale mit zerlesenen Büchern, die andere Urlauber zurückgelassen hatten. »Verbrechen« als Piper Taschenbuch, sein Überraschungserfolg aus dem Jahre 2009. Der Aufkleber »Spiegel Bestseller« ist auf dem Umschlag angebracht. Mir war nicht bekannt, dass es gar kein Roman, sondern Kurzgeschichten sind. »Stories« ist innen im Buch zu lesen, nicht aber auf der Titelseite.

Da das Buch hier rumliegt, kann man es ja mal mit aufs Zimmer nehmen. Gekauft hätte ich es nicht. Ich erwerbe selten Bestseller, denn das machen andere, da muss ich es nicht auch noch tun.

Kostenloser Hörbuch-Download: Ein Werwolf zu Weihnachten ist wieder da

Hörbuch "Ein Werwolf zu Weihnachten" aus dem Buch "Werwölfe zu Weihnachten"Freuen Sie sich auf eine über einstündige Weihnachtsgeschichte der besonderen Art: literaturcafe.de und der Deutsche Taschenbuch Verlag präsentieren auch in diesem Jahr die Erzählung »Ein Werwolf zu Weihnachten« von Kat Richardson zum kostenlosen Download im MP3-Format.

Es ist schon reichlich blöd gelaufen für Matthias, den Werwolf: Nach einem »superdämlichen Flugzeugabsturz« sitzt er am Nordpol fest. Glücklicherweise kann er ein Rentier mit einer roten Nase erlegen, um seinen Hunger zu stillen. Doch dann taucht dieser merkwürdige Typ in Rot auf …

Obwohl die Geschichte von Matthias, dem Werwolf, reichlich schräg beginnt, hat Kat Richardson ein erstaunlich bewegendes Stück Prosa geschaffen, das – wie jede gute Weihnachtsgeschichte – den Leser berührt.

Krimi um Stuttgart 21: »Wo die Löwen weinen« von Heinrich Steinfest

Heinrich Steinfest (Foto: Theiss/D. Obertreis)
Heinrich Steinfest (Foto: Theiss/D. Obertreis)

Rosenblüt ist wieder da! In seinem neuen Krimi »Wo die Löwen weinen« schickt Autor Heinrich Steinfest seinen Kommissar als »Schwabenversteher« und Sonderermittler zurück nach Stuttgart. Eigentlich wollte Rosenblüt nie mehr hierher zurückkehren, doch besondere Umstände und vor allem das Projekt »Stuttgart 21« erfordern dies, denn mysteriöse Spuren führen zum umstrittenen Bau- und Immobilienprojekt nach Schwaben.

Krimi- und Steinfest-Fans müssen sich noch etwas gedulden, »Wo die Löwen weinen« erscheint am 24. Februar 2011 beim Theiss Verlag.

Zum Start des Krimis gibt‘s ein besonderes akustisches Bonbon: literaturcafe.de produziert in Kooperation mit Theiss einen Podcast. Zusammen mit Heinrich Steinfest besuchen wir die Schauplätze von »Wo die Löwenen weinen« und sprechen mit dem Autor über sein Buch.

Undankbare Literatur: »Und das alles für ein paar Cent«

Buch-Kunst 1Einer der Schwerpunkte in der Kultur unserer und der vergangenen Zeiten ist neben der Literatur die bildende Kunst. Man könnte meinen, beide Künste seien irgendwie gleichrangig oder zumindest bei vielen Menschen beliebt und geschätzt.

Ich gehe gerne zu Einladungen von Ausstellungen vieler Richtungen der bildenden Kunst und zu Lesungen mit den vielfältigsten Themen.

Aufgefallen ist mir, dass bei Ausstellungen mehr Publikum anzutreffen ist, bei Lesungen mit nicht so bekannten Autorinnen oder Autoren schon weniger. Du schaust dir die Bücher an, die ausliegen und denkst dir, na ja, eines könntest du dir schon kaufen, ist ja nicht so teuer, aber es fehlt halt die Zeit, das auch zu lesen.

Aber du zückst doch den Geldbeutel, weil der Typ da vorne am Lesepult ein wenig traurig dreinschaut. So eine Traurigkeit von innen, auch wenn er sich bemüht, seinen Part locker und easy vorzustellen.