allenfalls ein gewebe aus etwas wie wärme:
atome in ständiger kettenreaktion mit uns
selbst wir scheiterten – weil wir beides sind
immer ich und du etymologisch zusammen
hängend im raum der stapel kassetten deutet
auf unsere kreuzzüge oder entdeckungsreisen das
such dir aus was wir nie werden die welt
kassetten die wir wuschen als kinder und später
schämten wir uns der korrelierenden stimmen
und menschen darauf erwarteten in umbrüchen
deutlicher dem anschein nach die erinnerung
der glieder an ihre beweglichkeit dieses strenge
wagnis ein absatz von uns den flüssen nach
streben und halten am rande des sees von dem
wir sagen er beginne und ende am ufer die enten
Textkritik: Irrlichternd irritierende Erinnerungsfetzen
Zusammenfassende Bewertung
Irrlichternd irritierende Erinnerungsfetzen
Eingefangen in Videokassetten, die die Welt bedeuten – aber sie wärmen kaum! Und die Welt? Das ist am Ende des Flusses ein See. Aber die Welt umfasst mehr: Schließlich sind Enten Wasser- UND Landvögel … während wir am Ufer anhalten.
Die Kritik im Einzelnen
Hier ereignet sich die erste größere Irritation: Gehört dieser Kassettenstapel noch zu Raum oder bereits zu deutet? Die Frage ist wohl falsch, es gibt kein Entweder-Oder, denn Erinnerungen sind häufig assoziativ! Dass Aufnahme sich nur auf die Kassetten bezieht, muss nicht sein: Es könnte auch das Einander- Aufnehmen sein, nicht nur die (Video-)Aufnahme – eben das Wir. zurück
Die zweite große Irritation: Haben die Kinder Kassetten gewaschen? Vielleicht Hörkassetten? Oder haben sie als Kinder die Welt gewaschen, und Kassetten gehört eigentlich zwischen zwei Kommas? Such dir was aus! zurück
Die dritte große Irritation: Wer erwartete da? Wir? Die Menschen? Ändern sich die Stimmen (Stimmbruch)? Und was wurde erwartet: Die Erinnerung (beim Anschauen der Kassetten) oder erinnern sich die Glieder an ihre ehemalige Beweglichkeit? Das geht alles so schnell vorbei – im Nachhinein, in der Erinnerung …zurück
ReadMore: Der Lese-Tachometer für iPhone und iPad
Wie lange werde ich noch an den letzten 100 Seiten des Buches lesen? Wie viel Zeit benötige ich die Lektüre eines 500 Seiten starken Romans? Was habe ich im letzten Jahr alles gelesen?
ReadMore ist ein Programm für iPhone und iPad, das Ihnen hilft, Ihre Lesegewohnheiten besser zu analysieren. Wenn Sie damit Ihre Leseeinheiten aufzeichnen, sagt Ihnen die Anwendung genau voraus, wie viele Minuten Sie für die Lektüre benötigen und an welchem Tag Sie das Buch beendet haben werden.
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Krabat: Karel Zemans Trickfilm-Meisterwerk endlich auf DVD

Otfried Preußler veröffentlichte 1971 das Jugendbuch »Krabat«, das auf einer sorbischen Volkssage beruht. Der obdachlose Waisenjunge Krabat beginnt eine Müllerlehre, muss jedoch bald feststellen, dass die alte Mühle in Wahrheit eine Schule der schwarzen Magie ist. Um sich und die anderen Müllerburschen vom Fluch zu befreien, nimmt Krabat den magischen Kampf mit dem alten Müllermeister auf.
Otfried Preußlers düsteres Buch ist ein Meisterwerk. Doch es sind die Bilder einer ganz besonderen Verfilmung, die sich denen eingeprägt haben, die in den 1970ern, 80er oder 90ern vor dem Fernseher groß wurden: Karel Zemans gruselige Zeichentrickfassung aus dem Jahre 1977. Endlich liegt sie als restaurierte Fassung auf DVD vor.
Ein Jahr nach Hegemann: Hat auch Guttenberg abgeschrieben?

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Teile seiner Doktorarbeit offenbar von anderen Quellen übernommen habe, ohne in den Fußnoten darauf hinzuweisen. Die Süddeutsche spricht von »eklatanten Lücken«. Die betreffenden Stellen seien »teilweise über eine Seite lang«.
Der SPIEGEL zitiert Guttenberg mit den Worten: »Ich … würde dies bei einer Neuauflage berücksichtigen«.
Berichte von geklauten Textpassagen und angeblich vergessene Quellenangaben, die in einer Neuauflage nachgereicht werden? Das erinnert fatal an Helene Hegemann, der vor genau einem Jahr nachgewiesen wurde, dass sie Textpassagen aus einem anderen Buch geklaut hatte.
»Lisa« von Thomas Glavinic: Webradio und Drogen für alle
Tom nimmt Drogen und betreibt ein Internet-Radio. Mit seinem Sohn hat er sich in einem einsamen Ferienhaus in den Bergen verschanzt. Tom ist überzeugt davon, dass ihn die brutale Serienmörderin Lisa umbringen will. Das Webradio ist sein einseitiger Kontakt zur Außenwelt.
»Lisa« ist ein irrer Radio-Monolog und der neue Roman von Thomas Glavinic, der sich erneut in die dunklen und gruseligen Randgebiete des Alltäglichen begibt.
literaturcafe.de hat Toms Webradio Wirklichkeit werden lassen. Man kann es auf der eigenen Website einbinden – mit einer markanten und bekannten Stimme, die Ihnen sehr bekannt sein dürfte.
Content-Autor: Rezension, Fachaufsatz, Gegendarstellung? – Ich erfinde alles!
Ich bin Autorin. Ich bin nicht jung, aber ich brauche das Geld. Ich erfinde Geschichten fürs Internet.
Das Internet bietet Chancen, die in Centbeträgen berechnet werden. Ich schreibe im Akkord, schaffe 14 Stunden am Tag, ich brauche mehr.
Ich schreibe Rezensionen und Leserkommentare zu Romanen, die ich nicht gelesen habe – und auf Wunsch auch Forendialoge.
Lyrikerin Oda Schaefer: »Es war der Garten des Gutes Poll in Estland, in dem ich nur kurz verweilen durfte.«
Ein Gutshaus auf dem Meer – es ist ein beeindruckendes Filmset, das Silke Buhr für »Poll« erschaffen hat. Der visuelle Mittelpunkt des Films entstand nicht am Computer, sondern tatsächlich in sechsmonatiger Bauzeit an der Ostseeküste.
Mit dem Historien- und Familiendrama »Poll« setzt Regisseur und Drehbuchautor Chris Kraus seiner Großtante Oda Schaefer ein filmisches Denkmal. Die Lyrikerin und Journalistin, die von 1900 bis 1988 lebte, ist heute vergessen, ihre Bücher werden nicht mehr aufgelegt.
Facebook: Dieser Beitrag wurde anonymisiert
Hier stand ein Artikel, der anhand eines prominenten Beispiels aus dem Verlagsbereich erläuterte, welchen Zugriff sogenannte Facebook-Applikationen auf die Datenprofile der dortigen Mitglieder haben.
Obwohl im Artikel deutlich darauf hingewiesen wurde, dass eine solche Datengewinnung in keiner Weise illegal oder »ungesetzlich« sei und die im Beispiel genannte Firma sich verpflichtet hat, die Daten nicht an Dritte weiterzugeben, haben wir uns dazu entschlossen, den Artikel in dieser Form vom Netz zu nehmen.
Losgelöst von diesem anschaulichen Beispiel – und somit leider auch von dem für uns relevanten Buch- und Verlagsbereich, lesen Sie daher hier die allgemeinen Passagen aus dem Artikel.
Konkursbuch Verlag: Vom Pornoverdacht zum Landespreis
Alle Jahre wieder wird der baden-württembergische Landespreis für literarisch ambitionierte kleinere Verlage vergeben. In diesem Jahr, so teilte Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk mit, erhält den mit 12.000 Euro dotierten Preis der Tübinger Konkursbuch Verlag.
Die Preisverleihung wird am 28. Februar im Zimmertheater in Tübingen stattfinden, verbunden mit einer Lesung von Yoko Tawada.
Wer hätte das gedacht? Noch vor 10 Jahren musste sich ebendieser Verlag des Verdachts erwehren, Pornografie zu produzieren und die deutsche Jugend zu verderben. Müssen jetzt die Politiker befürchten, zur Preisverleihung Schweinkram zu hören zu bekommen?
Schwarzer Wald: Von blässlichen Beamten und strengen Schwestern
Der Schwarzwald ist bekannt für Schwarzwälder Kirschtorte, Schwarzwaldmädels in Tracht mit roten Bollenhüten und für seine unverwechselbare Landschaft, die das Herz eines jeden Wanderers höher schlagen lässt.
Einen ganz anderen Schwarzwald bekommt man in Holger Montags Roman »Schwarzer Wald« zu Gesicht. Der Klappentext verspricht einen »außergewöhnlichen Thriller abseits von genreüblichen Krimiplots« der in einer »typisch Schwarzwälder Winterlandschaft« spielt. Das klingt vielversprechend, bietet der Schwarzwald doch allerlei Mythen und Sagen und interessante Schauplätze.
Lane Smith: Das ist ein Buch! Aber das Video ist besser!
Die englische Version eines Werbefilmchen für das Bilderbuch »It’s a book!« ist auch bei deutschen Buchliebhaberinnen und -liebhabern längst Kult. Jetzt erscheint das Büchlein von Jane Smith auf deutsch. Daher gibt es jetzt auch eine deutschsprachige Fassung des Videos.
Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Ironie, dass das Video die Botschaft weitaus besser als das Buch transportiert, obwohl dieses für das gedruckte Medium werben soll.
Außerdem gibt es in der deutschen Fassung einen kleinen aber feinen Unterschied.
Google Analytics: Drohen Bußgelder für Verlage und Autoren? [Nachtrag II]
Websites lassen sich wunderbar mit Google Analytics auswerten. Wie fast alle Dienste des US-Konzerns ist auch dieses Statistik-Werkzeug kostenlos.
Doch der Auswertungsdienst steht in der Kritik. Einige Datenschützer und Juristen sind der Meinung, dass Google Analytics gegen das deutsche Datenschutzgesetz verstößt.
Hamburgs Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar droht mit Musterprozessen gegen deutsche Unternehmen, die die Statistiksoftware einsetzen. Firmen und Bloggern drohen Bußgeldzahlungen und Abmahnungen.
Betroffen wären auch viele deutsche Buchverlage, Autoren- und Branchenwebsites.
literaturcafe.de hat nachgeschaut, wer die umstrittene Auswertungssoftware einsetzt.

