Alle Beiträge des literaturcafe.de in chronologischer Reihenfolge

»Nichts, nur« – sich Zeit lassen mit Walle Sayer

Was für ein Buch! 532 Gramm schwer. Ein fester, rauer Leinen-Umschlag, Lesebändchen. Am rechten Außenrand sehr klein, fast schüchtern KRÖNER EDITION KLÖPFER. Der neue Band von Walle Sayer vereint Gedichte und Textminiaturen aus 35 Jahren, stellt ältere Werke neuen gegenüber.

Zum Umgang mit Aufsteigerliteratur: Lob der Larmoyanz

Was haben Marcel Reich-Ranicki, Volker Weidermann und Denis Scheck gemeinsam? Alles namhafte Kritiker - klar. Darüber hinaus …? Genau: Es handelt sich um namhafte Kritiker mit einer offensichtlichen Vorliebe für eine bestimmte Vokabel, nämlich für das überaus schöne Wörtchen »larmoyant«. – Von Isolde Reutter.

Die große Online-Osterlesung 2021

Nach der Eiersuche und vor dem Mittagessen: Die große Osterlesung live via YouTube am Ostersonntag, 4. April 2021. Wolfgang Tischer las für Sie Oster- und Frühlingsgedichte und -geschichten bekannter deutscher Dichterinnen und Dichter. Noch online zum Nachschauen.

Video: Tom Hillenbrand über seinen Thriller »Montecrypto«

Start-up-Unternehmer Greg Hollister stirbt bei einem Flugzeugabsturz. Sein Vermögen soll er in der Kryptowährung Bitcoin angelegt haben. Ein wilder Haufen Schatzsucher will das Digitalgeld finden, bevor ein Finanzskandal die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen könnte. SPIEGEL-Bestsellerautor Tom Hillenbrand am 8. April 2021 live auf YouTube im Gespräch mit Wolfgang Tischer über den Thriller »Montecrypto«. Sehen Sie hier die Aufzeichnung.

Amanda Gorman übersetzt: Vom amerikanischen Wir zum deutschen Nominalstil

Das letzte Mal hat es hierzulande wahrscheinlich 2012 ein Gedicht in die Nachrichten geschafft. 2021 ist es die Lyrik einer 22-Jährigen, der dies gelang: Amanda Gorman mit »The Hill We Climb«. Gleichzeitig wurde die Frage gestellt, wer sie übersetzen darf. Ist es da seltsam oder konsequent, dass die deutsche Version misslungen ist?

Kurt Tucholsky und Ostern: »Die deutsche Politik …«

Bei der Vorbereitung für die Online-Lesung am Ostersonntag 2021 auf ein Gedicht von Tucholsky gestoßen. Ein Gedicht aus und für andere Zeiten. Erstmals 1914 in »Die Schaubühne« unter dem Pseudonym Theobald Tiger erschienen.  Auch 2021 2022 2023 wirkt es aktueller den je. Daher heute schon ein Ostergedicht.

Livestream-Tipp: Theres Essmann liest »Federico Temperini«

Am kommenden Freitag (26.03.2021/19 Uhr) liest Theres Essmann aus ihrem Roman »Federico Temperini«. Veranstalter ist der Hospitalhof Stuttgart, moderiert wird die Online-Lesung von Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de. Die Lesung via Zoom ist kostenfrei. Melden Sie sich gleich an.

Podcast: Moritz Heger über seinen Roman »Aus der Mitte des Sees«

Seit 16 Jahren lebt Lukas als Mönch in einem Benediktinerkloster. Doch dann geschehen Dinge, sie seine einst getroffene Entscheidung ins Wanken bringen. Moritz Heger hat einen Roman über das Leben im Kloster und das Schwimmen im Wasser geschrieben. Was fasziniert den Autor und was fasziniert die Menschen - trotz allgemeiner Kirchenskepsis - auch heute noch am Kosterleben? Und wie entscheidet sich Lukas?

Christian Schulteisz über »Wense« – Aus dem Stuttgarter Schriftstellerhaus

Hans Jürgen von der Wense (1894-1966) war Schriftsteller, Übersetzer, Fotograf, Wissenschaftler und »Universaldilettant«. Als Wanderer legte er in seinem Leben über 42.000 Kilometer zurück. Christian Schulteisz hat einen Roman über »Wense« geschrieben. Wolfgang Tischer sprach am 18.03.2021 mit dem Autor über das Buch. Sehen Sie sich die Aufzeichnung des Live-Gesprächs an.

Wir spielen mit Daniel Kehlmann: »Mein Algorithmus und ich«

»Mein Algorithmus und ich«, der Text der Rede, die Daniel Kehlmann unlängst in Stuttgart hielt, ist nun als kleines bibliophiles Büchlein erhältlich. Kehlmann berichtet von einer Reise ins Silicon Valley, wo er zusammen mit Computer und KI eine Geschichte schreiben sollte. Für uns ein Grund, die kehlmannschen Sätze nochmals an eine Künstliche Intelligenz zu verfüttern.

Textkritik: Ehestreit mit Biss und Mimose

Ein klein wenig erinnert der Text, den sich unser Textkritiker Malte Bremer heute angesehen hat, an den bitterbös lakonischen Tonfall mancher Grimms Märchen. Für einen Ehestreit mit Biss vergibt der Textkritiker fünf Brillen.
von Jolanda Brigger-Ruppen
Textart: Prosa
Bewertung: 5 von 5 Brillen

Praxisfrage: Wann gilt ein Text als veröffentlicht?

Bei Schreibwettbewerben werden meist nur »bislang unveröffentlichte Texte« akzeptiert. Doch was gilt als Veröffentlichung? Die Frage ist nicht neu, doch derzeit wieder aktuell. Gilt ein Text als veröffentlicht, wenn er live auf YouTube oder Instagram gelesen wurde? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach.

Podcast: Zweimal »Laufen« mit Isabel Bogdan – und einmal Helgoland

Der Roman »Laufen« von Isabel Bogdan ist im Frühjahr 2021 als Taschenbuch erschienen. Aus diesem Anlass gibt es heute in einer Podcast-Folge gleich zwei Gespräche mit der Autorin. Sozusagen in der Hardcover- und Taschenbuchausgabe gleichzeitig.

Olga Martynova im Gespräch – Aus dem Stuttgarter Schriftstellerhaus

Mit ihren auf Deutsch geschriebenen Texten gewann die in Russland geborene Autoren Olga Martynova u. a. den Bachmannpreis und den Chamisso-Preis. Aktuell ist sie als Stipendiatin Gast im Stuttgarter Schriftstellerhaus. In Kooperation mit dem Stuttgarter Schriftstellerhaus übertrug das literaturcafe.de am 8. März 2021 live ein Gespräch zwischen Olga Martynova und Astrid Braun. Schauen Sie sich hier die Aufzeichnung an.

Buchhandel: Hört mit dem Geschwurbel von »geistigen Tankstellen« auf!

Dass Discounter Bücher im Laden verkaufen dürfen, während Buchhandlungen schließen müssen, ist ein Skandal! Multimilliardär Roßmann darf den eigenen Bestseller in seinen Filialen anbieten, Buchhandlungen aber nicht. Amazon wird, quasi staatlich gefördert, im Lockdown immer größer! Doch was macht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels? Er schwurbelt sich wieder einen ab mit dem ausgelutschten Begriff der »geistigen Tankstellen«.