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Reiseberichte

Schreiben Sie auch Reisetagebücher, in denen mehr zu lesen ist, als die Wassertemperatur und der tägliche Wetterbericht? Wäre es nicht etwas ganz Besonderes, wenn Ihre Erlebnisse weltweit zu lesen wären? Wir bieten Ihnen hierzu die Gelegenheit! Egal, ob Sie im Club-Urlaub auf Mallorca waren (was gibt es da alles über die Miturlauber zu lästern) oder in die Einsamkeit der Wildnis Kanadas fliehen, wir freuen uns ueber Ihren Bericht.

Schicken Sie uns Ihren Text und die dazu passenden (eigenen!) Fotos entweder per eMail oder auf dem Postweg. Idealerweise sollte Ihre Reise in lesefreundliche Tagesbeschreibungen unterteilt sein, denn wer liest schon gerne längere Texte am Bildschirm.

Die Texte sind chronologisch aufgelistet, sodass die aktuellen Einträge immer gleich am Anfang stehen.

Beitrag vom 5. Mai 2013 | Rubrik: Podcast, Reiseberichte

Wie ich einmal mit Manuel Andrack wanderte, er länger auf der Strecke blieb und wir ein Interview führten

Interview mit Manuel Andrack (rechts im Bild)Bad Peterstal im Schwarzwald eröffnet einen Premiumwanderweg. 81 von 100 Punkten vergibt das Deutsche Wanderinstitut für den »Peterstaler Schwarzwaldsteig«, ein Spitzenwert.

Ich erwäge, das Thema Wandern erneut mit Literatur zu verknüpfen. Doch Bad Peterstal bietet nur das übliche Repertoire an Schwarzwaldsagen.

Der Bezug zur Bücherwelt ist an anderer Stelle gegeben: Manuel Andrack gehört zu den Eröffnungsgästen. Nach seiner Zeit bei der Harald-Schmidt-Show hat er insgesamt drei Bücher übers Wandern verfasst.

Von Hamburg aus mache ich mich auf den Weg in den Schwarzwald, um mit Manuel Andrack übers Wandern und Schreiben zu sprechen – und reichlich nass zu werden.

Beitrag vom 31. Oktober 2012 | Rubrik: Reiseberichte

Die Geister am Mummelsee – Eine literarische Video-Wanderung

Am Mummelsee: Wolfgang Tischer liest MörikeDer Mummelsee liegt im Nordschwarzwald in einer Höhe von 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Unter der grün schimmernden Wasseroberfläche sollen Wassergeister herrschen, und der See sei ein Zugang zu einem unterirdischen Höhlensystem, das alle Seen und Meere dieser Welt verbindet.

So beschreibt es im 17. Jahrhundert bereits Jakob von Grimmelshausen, der seinen Simplicius Simplicissimus in das unterirdische Reich des Seekönigs hinabsteigen lässt. Der tiefe See findet sich in den Märchen der Gebrüder Grimm, und Eduard Mörike beschreibt in seinem Gedicht die »Geister am Mummelsee« einen Leichenzug hinab in den See.

Von Baiersbronn aus hat sich Wolfgang Tischer zu Fuß auf den Weg durch den nebelverhangenen Schwarzwald gemacht, um die literarischen Geister des Mummelsees zu besuchen.

Beitrag vom 9. August 2012 | Rubrik: Literarisches Leben, Reiseberichte

Hermann Hesse ist tot! – Ein Videobeweis aus Calw im Schwarzwald

Hermann Hesse und Wolfgang Tischer blicken nach Calw

Ein Klick auf die beiden Herren führt Sie zum Video

Er war der König des Kitsch’, ein düsterer Paulo Coelho des frühen 20. Jahrhunderts: Heute vor 50 Jahren starb Hermann Hesse. Sein Freund Thomas Mann hatte das Komitee in Stockholm so lange genervt, bis der Nudist aus dem Schwarzwald sogar den Nobelpreis bekam. Grund genug, um uns mit der Videokamera dort umzusehen, wo der literarische Selbstmordliebhaber im Jahre 1877 geboren wurde: in Calw im Schwarzwald.

Doch obwohl der Anzugträger seit einem halben Jahrhundert tot ist, lebt er künstlerisch gesehen noch weitere 20 Jahre in Gefangenschaft.

Beitrag vom 11. September 2011 | Rubrik: Reiseberichte

10 Jahre nach 9/11: Kollektives Gruseln bei multimedial aufbereiteten Todesschreien

Die Katastrophe in der Kunst: »I saw you naked and the WTC« von Garry White (Foto: David Furnham)

Die Katastrophe als Pop-Art: »I saw you naked and the WTC« von Garry White (Foto: David Furnham)

Vor 10 Jahren, am 11. September 2001, war unser Redaktionsmitglied Gero von Büttner in den USA und erlebte dort unmittelbar die Reaktionen auf den Anschlag auf das World Trade Center und die Zeit danach. Seine damaligen Eindrücke und Gedanken sind in seinem Reisetagebuch USA nachzulesen.

Vor drei Jahren, am 11.09.2008, war Gero von Büttner erneut in Nordamerika unterwegs. Doch diesmal stand er buchstäblich auf der anderen Seite und warf einen Blick auf die USA und auf das, was bisher geschah. Lesen Sie seinen Beitrag, den er zum 10. Jahrestag der Anschläge im Jahre 2011 aktualisiert hat – im Fernsehen wird schließlich auch alles wiederholt.

Beitrag vom 2. April 2011 | Rubrik: Reiseberichte

Tokio – die Ruhe nach dem Sturm

JapanWer dieser Tage die schrecklichen Ereignisse in Japan verfolgt, der wundert sich sicher manchmal über das besonnene Verhalten der Japaner. Ruhige Gesichter, nirgendwo Panik oder Geschrei, kaum Ängste, bestenfalls mal vorsichtig geäußerte Sorgen. Und das trotz der größten Katastrophe Japans seit dem Zweiten Weltkrieg, wie es der japanische Ministerpräsident formulierte. Warum sind die Bilder aus Japan so anders, als wir es erwarten würden?

Beitrag vom 8. November 2010 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Buchmesse-Podcast 2010, Frankfurter Buchmesse 2010, Podcast, Reiseberichte

Roger Willemsen im Gespräch: Vom Reisen zu den Enden der Welt – Buchmesse-Podcast 2010

Roger Willemsen (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Roger Willemsen (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Eine erschreckende Mitteilung, die uns der S. Fischer Verlag Anfang September machte: Es gibt keine Interview-Termine mit Roger Willemsen auf der Buchmesse mehr. Sein Buch »Die Enden der Welt« war sofort auf der Bestsellerliste eingestiegen und die Gesprächsanfragen zahlreich wie nie. Entsetzen in der literaturcafe.de-Redaktion, schließlich ist das Gespräch mit Roger Willemsen seit fünf Jahren ein fester Bestandteil unseres Buchmesse-Podcast, auf das Hörerinnen und Hörer warten.

Doch rasch war eine bessere Lösung gefunden: literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer traf sich mit Roger Willemsen stattdessen vor seiner Lesung im Karlsruher Tollhaus. So entstand ein entspanntes, hörenswertes und fast halbstündiges Gespräch übers Reisen, das Schreiben, Bühnenauftritte und die erschreckende Seite der USA, die Barack Obama zum Vorschein bringe.

Beitrag vom 27. Mai 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Pop-Life-Tour, Reiseberichte

Hermann Mensing in Münster: Pop Life und die Revolution

Hermann Mensing in der ROSTA Buchhandlung, MünsterDer Autor Hermann Mensing ist weiterhin auf Lesetour mit seinem neuen Roman »Pop Life« (siehe Buchbesprechung). Unlängst war er in Gronau, Wien und Leipzig, jetzt hat er in Münster gelesen. Hier sein neuer Lese- und Reisebericht:

Als der Rosta Buchladen gegründet wurde, galt er als Keimzelle des akademischen Aufruhrs. Im Hinterzimmer mühte sich der revolutionäre Nachwuchs an den Kurbeln der Nudelmaschinen, um pro Matrize maximal 100 Abzüge der neuesten Pamphlete unter das Volk zu bringen. Man schaffte im Glauben, die Intelligenz Hand in Hand mit dem Proletariat zu einem demnächst zu feiernden Sieg führen zu können.

Und was da alles abgenudelt wurde!
Und wie gut diese Matrizen rochen, wenn man die Walze befeuchtete.
Manche wurde regelrecht high davon.

Die Revolution aber ließ auf sich warten und verzettelte sich.

Beitrag vom 15. Mai 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Pop-Life-Tour, Reiseberichte

Hermann Mensing in Gronau: Pop Life im Finanzzentrum

Pop Life schwimmt im GeldDer Autor Hermann Mensing ist weiterhin auf Lesetour mit seinem neuen Roman »Pop Life« (siehe Buchbesprechung). Unlängst war er in Wien und Leipzig, jetzt hat er im Münsterland gelesen. Hier sein neuer Reisebericht:

Mit der Schockstarre, die wechselweise tiefe Angst, Hoffnungslosigkeit und wieder unbändige Zuversicht generiert, fuhr ich mit einem Freund von Münster nach Gronau. Er wollte die Nebenstraßen und Wege kennenlernen, das kaum beschreibbare der münsterländischen Landschaft, das sanfte Grün, mein Westfalendschungel, das gewellte Land, die kleinen Buchenwälder, den blühenden Raps, die auf großen Strecken fast vollständige Abwesenheit unruhigen Verkehrs, das Leuchten des Löwenzahns auf Kuhweiden, die Ruhe, das Gleiten über schmale, oft kurvige Landwirtschaftswege, das Passieren der Dörfer und Bauernschaften, der Höfe, der schlaunschen Adelssitze, das alles kannte mein Freund nicht, obwohl er doch mittendrin geboren ist.

Beitrag vom 29. März 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Pop-Life-Tour, Reiseberichte

Hermann Mensing in Wien: Pop Life am Zentralfriedhof

Leselokation in WienDer Autor Hermann Mensing ist auf Lesetour mit seinem neuen Roman »Pop Life«. Unlängst war er in Leipzig und jetzt war er in Wien. Hier sein neuer Reisebericht:

Wien bockt, als die zweimotorige Turboprop anfliegt.
Wien hüllt sich in Wolken, Wien schickt Turbulenzen, aber das Flugzeug tanzt sie aus. Selbst die letzten, von rechts kommenden, die versuchen, den Touchdown in einen Crash zu verwandeln, pariert sie geschickt, dann ist man am Boden und atmet tief durch.

Ein schöner Tod hätte das werden können, man wäre gewiss keine schöne Leiche gewesen, aber bis zum Zentralfriedhof hätte man es nicht weit gehabt. Standesgemäß hätte man sich eingefügt in die unüberschaubaren Reihen der todesverliebten Wiener, die es schwarz mögen, weil sie sich nicht lieben und den Zerfall der Donaumonarchie nicht verwinden.

Beitrag vom 16. März 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Pop-Life-Tour, Reiseberichte

Hermann Mensing in Leipzig: Pop Life in Outer Mongolia

Hermann Mensing mit seinem neuen Roman »Pop Life«Der Autor Hermann Mensing war auf der Leipziger Buchmesse 2009, um dort auf der Lesebühne der jungen Verlage aus seinem neuen Roman »Pop Life« vorzulesen. Hier sein Reisebericht.

7:59
Es bleiben knapp zehn Minuten, meinen Zug zu erreichen. Kaum nähert sich der Bus einer Ampel, wird die Ampel rot. Bis zum Bahnhof gibt es noch vier oder fünf Ampeln. Ich bin ich kurz davor, aufzuspringen und die Busfahrerin anzuherrschen, endlich Gas zu geben, Rot zu ignorieren und an Bushaltestellen nicht minutenlang mit geöffneten Türen auf Zusteiger zu warten.

8:35
Als ich in Hamm in den Intercity nach Leipzig steige, wünsche ich mir, dass das Beamen endlich Wirklichkeit wird. Come on, Scotty, aber die Reise in den fernen Osten wird dann doch eine Reise zum Schauen, und das liebe ich, denn wer Objektivität zu seiner Lebensmaxime erklärt, verleugnet, dass es ein Leben vor dem Tod gibt.

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