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Bitte nicht: Die 5 peinlichsten Romananfänge von Hobby-Autoren

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FenstergriffKann man einen schlechten Roman schon am ersten Satz erkennen? Unsere Erfahrung zeigt: leider ja. Es gibt Romananfänge, die nichts Gutes erwarten lassen, denn sie sind kitschig, langweilig und ausgelutscht – weil bei Hobby-Autoren überaus beliebt.

Wir haben eine Liste der peinlichsten Romananfänge erstellt, die man als Autorin oder Autor besser vermeiden sollte.

Textkritik: Liebe in Gruben und Gräben

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»Im Wesen nichts Neues«, bemerkst du, Marie,
und legst diesen Blick in mein Bett, dass ich denke,
den Schinken aufs Kissen, das Wissen, Marie,
dass Krieg ist, und du mir und ich dir nichts schenke.

Wir leiern uns alt und wir lauern, Marie,
in Gräben hier nebeneinander und staken
im Grund auf der Suche nach Schwäche, Marie,
und treffen uns nachts in den Gruben der Laken.

© 2012 by Volker Weist. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Ein überaus bemerkenswertes Gedicht!
Das Spiel mit Erich Maria Remarques immer noch verstörenden Anti-Kriegs-Roman »Im Westen nichts Neues« ist inhaltlich und formal überaus gelungen: Reime, Versmaß, Aufbau: alles vom Feinsten! Der durchgängig sauber verwendete Amphibrachus als Metrum, das Spiel mit dem Titel: Westen – Wesen, dann leiern – lauern, die Folge Gräben – Grund – Gruben: Alles kompakt! Und: Man darf sich seine eigenen Gedanken machen, nichts wird einem übergestülpt!

Indem der männliche »Maria« in eine Marie verwandelt wird, spielt das Gedicht auf die bekannten situativen homosexuellen Notbeziehungen an (z.B. in Gefängnissen oder eben bei Soldaten im Feld) – aber Liebe funktioniert nicht in den Gräben, trotz der Gruben der Laken. Seltsamerweise fiel mir nach dem Lesen aber auch noch Bertolt Brechts Gedicht »Erinnerung an die Marie A.« ein, das jedoch nichts mit Krieg zu tun hat! Bei Brechts Gedicht spielt die weiße Wolke ganz weit oben eine Hauptrolle, hier sind es Gräben, Grund und Gruben … ist es dieser Gegensatz?

Bedauerlich ist, dass ich nicht mehr als 5 Punkte vergeben kann …

Die Kritik im Einzelnen

entfällt

Buchmesse Leipzig 2013: Autorengespräche und Expertentipps präsentiert vom literaturcafe.de

Wolfgang Tischer bei seinem Vortrag auf der Leipziger Buchmesse 2012 (Foto: Birgit-Cathrin Duval)Volles Programm für Leser und Autoren. In Kooperation mit der Leipziger Buchmesse präsentiert das literaturcafe.de vom 14. bis 17. März 2013 täglich hochkarätig besetzte Veranstaltungen auf der Bühne des Forum autoren@leipzig in Halle 5.

Die Autoren Codula Stratmann, Astrid Rosenfeld und Klaus Modick werden von Schreiben und ihren aktuellen Büchern erzählen. Mit dabei ist auch Selfpublishing-Star Emily Bold.

Verlagsprofis u. a. von Bastei Lübbe und Random House geben Tipps für Autoren – und zeigen, was Verlage alles leisten.

Zusammengezählt: Was wir bis Ende 2012 mit unserem E-Book verdient haben

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Wie viel Geld verdient man mit E-Books?Das E-Book-Seminar am vergangenen Samstag, das am 23. März 2013 erneut stattfinden wird (Anmeldung hier), war ein guter Anlass, endlich mal wieder einen Blick auf die Einnahmen unseres E-Book-Ratgebers zu werfen. Wir berichten regelmäßig über unsere Erfahrungen, und die letzte Auflistung liegt nun schon etwas zurück.

Hier sind sie also, die offiziellen Verkaufszahlen unseres Ratgebers »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« vom Mai 2010 bis Dezember 2012.

Erstmals lässt sich zudem die Frage beantworten: Was bringt der kostenlose Verleih dem Buchautor?

Zehn Frechheiten, die Selfpublisher unterlassen sollten

Sonderpreis?Von Xander Morus – Wir sollten anfangen, die Sache ernst zu nehmen. Gemeinsam mit anderen Autoren habe ich gesammelt, was uns in den letzten Monaten extrem negativ aufgefallen ist: was nicht sein muss, wo der Leser verarscht wird, wo ein Goldgräber den Ruf aller Selfpublisher beschädigt, wo Dollarzeichen in den Augen den Blick auf die Moral und die Qualität trüben – im Prinzip all das, was schäbig ist und nur uns allen schadet.

Es wird niemand beim Namen genannt, sollten Sie sich angesprochen fühlen, dann wird es seinen Grund haben.

Autorenumfrage: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Verlag?

Andreas Wilhelm (Foto: privat)
Andreas Wilhelm, stellv. Bundesvorsitzender des VS – Verband deutscher Schriftsteller

Wie zufrieden sind Autorinnen und Autoren mit ihrem Verlag? Die Schriftstellerverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz haben dazu eine große Umfrage gestartet, die bis zum 28. Februar 2013 dauert. Erste Ergebnisse sollen auf der Leipziger Buchmesse präsentiert werden.

An der anonymen Umfrage können und sollten sich alle Verlagsautoren beteiligen, auch wenn sie nicht Mitglied der drei Verbände VS, IG Autorinnen Autoren oder AdS sind.

Über die Hintergründe der Umfrage haben wir uns mit Andreas Wilhelm unterhalten, dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Verbands deutscher Schriftsteller (VS).

Leipziger Buchmesse 2013: Preis für Selfpublisher wird erstmals vergeben – dotiert mit insgesamt 6.000 Euro

autoren@leipzig AwardMit dem autoren@leipzig Award möchten die Leipziger Buchmesse, neobooks und die Partner des autoren@leipzig Awards das Engagement der Selfpublishing Autoren in Deutschland auszeichnen. Der Preis wird in den Kategorien Belletristik und Sachbuch vergeben. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält jeweils ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Neben der inhaltlichen Qualität spielen bei der Bewertung auch die Marketing- und Vertriebsmaßnahmen eine Rolle.

Die Bewerbung ist ab dem 22.01.2013 über die Website www.indie-autor-preis.de möglich.

Das literaturcafe.de unterstützt als Partner den Wettbewerb. Herausgeber Wolfgang Tischer sitzt mit in der Jury.

Software-Update bringt Kindle Touch (fast) auf Paperwhite-Niveau

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Amazon hat ein Software-Update für den Kindle Touch veröffentlicht. Eigentlich war der erste Kindle mit Berührungsbedienung schon im Oktober 2012 nicht mehr lieferbar, dann wurden von Amazon vor Weihnachten nochmals letzte Bestände auf den Markt gebracht, um die Lieferschwierigkeiten beim Paperwhite etwas auszugleichen. Aktuell ist der Kindle Touch nicht mehr erhältlich.

Umso erfreulicher, dass Amazon den Touch-Besitzern nun noch eine frischere Optik gönnt, die ans Paperwhite-Modell heranreicht.

Rebecca Gablé und David Gray: Verlagsautorin befragt Selfpublisher

Rebecca Gablé und David Gray (Foto Rebecca Gablé: © Olivier Favre 2011)
Rebecca Gablé und David Gray
(Foto: © Olivier Favre 2011 und privat)

Selbstverleger David Gray hat unlängst fürs literaturcafe.de ein Interview mit der Bestseller-Autorin Rebecca Gablé geführt.

Nun hat die Autorin den Spieß umgedreht, und sie befragt ihrerseits David Gray, welche Chancen, Möglichkeiten und Risiken er im Selfpublishing sieht.

Das Interview zeigt eines deutlich: Die vor Kurzem noch unüberwindlich erscheinende Schwelle zwischen Verlagsautoren und Selbstpublizern schrumpft durch die durchs E-Book ausgelöste Umwälzungen auf dem Buchmarkt.

Interview: Selbstverlegerin Emily Bold tritt Rechte der englischen Buchausgabe an Amazon ab

Emily BoldDie deutsche Selbstverlegerin Emily Bold hat die englischsprachigen Rechte ihrer »The Curse«-Reihe an Amazon abgetreten.

Amazon will die beiden Bände in englischer Übersetzung künftig als Imprint selbst auf dem amerikanischen Markt anbieten und vermarkten. Nach Jonas Winner sichert sich der US-Konzern die Rechte eines weiteren deutschen Selbstverlegers direkt.

Einen der Bände, die trotz des englischen Titels im Original auf Deutsch erschienen sind, hatte Emily Bold bereits selbst ins Englische übertragen lassen.

Der große internationale Durchbruch soll nun durch Amazon kommen – denn die Selbstverlegerin hatte einen entscheidenden Aspekt nicht berücksichtigt.

Amazon Jahresbestseller 2012: Selfpublisher spielen kaum noch eine Rolle

E-Book-Jahresbestseller 2012

Zum Jahresanfang listet Amazon wieder die meistverkauften Kindle-E-Books des Vorjahres auf.

Es fällt auf, dass Amazon im Vergleich zum Vorjahr offensichtlich den Bewertungsalgorithmus geändert hat, denn es finden sich so gut wie keine 99-Cent-E-Books von Selfpublishern mehr unter den Top100-Büchern des Jahres 2012.

Verlagstitel haben deutlich mehr Gewicht im Amazon-Ranking bekommen, und selbstverlegte E-Books spielen keine bedeutende Rolle mehr.

Damit zieht Amazon offenbar die Konsequenz aus den »Bewertungskriegen«, Manipulationsversuchen und Skandalen der Selbstverleger.

Textkritik: Das Bild hängt schief

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Die Sonne schenkt ein strahlend Kleid der Erde
und breitet es auf großen Feldern aus.
Der späte Raps lässt alle Fluren leuchten,
die Augen laben sich an diesem Schmaus.

Der gelbe Traum, er lässt einfach nicht los.
Ich möchte hier mein Menschsein überwinden
und einfach fliegen über diesen Gründen,
die mich so locken in den gelben Schoß.

© 2012 by Renate Tank. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Handwerklich sauber, inhaltlich schief.
Da kann jemand reimen und weiß auch mit dem Metrum umzugehen. Aber inhaltlich und sprachlich holpert es heftig – aber es ist auch schwer, noch Naturgedichte zu ersinnen, die neue Sichtweisen ermöglichen: Dieses Feld ist gründlich abgeerntet!

Die Kritik im Einzelnen

Das nennt man »schiefes Bild«: Wenn die Sonne der Erde ein strahlendes Kleid schenkt, dann müsste dieses Kleid Tag und Nacht strahlen, somit gäbe es keinen Tag mehr, da es keine Nacht mehr gäbe, die Wörter hätten ihren Sinn verloren, die Erde würde ja quasi selbst zur Sonne! Nun gut, mag man einwenden: Die Erde zieht das Kleid ja gar nicht an, sondern die Sonne breitet es aus auf großen Feldern – was immer auch ein großes Feld sein mag: Sind hundert Hektar groß genug, um den Ehrentitel großes Feld verpasst zu bekommen? Ach so, groß sind sie erst ab 112 … Nun ja, da habe ich mich getäuscht! Darf es auch eine Menge kleiner Felder sein, oder haben die keinen Anspruch auf das radioaktive Kleid? Aha, keinen Anspruch … na, meinetwegen.

So viel zu dem hilflos stümpernden Adjektiv groß. Damit sind das radioaktiv verseuchte Kleid und das Geschenk aber noch nicht gerettet! Vorschlag: Belassen wir doch der Sonne ihr Strahlenkleid, man muss nicht alles neu erfinden – das Wort strahlend hingegen hat spätestens seit Fokushima eine fiese Nebenbedeutung! Wie wäre es z. B. so:

Die Sonne senkt ihr Strahlenkleid zur Erde
und breitet es mit weiten Schwüngen aus.

Bevor jemand laut meckert: Ich bin mit der zweiten Zeile überhaupt nicht zufrieden, habe aber keine Lust, mir darüber Gedanken zu machen – das Verfassen von Naturgedichten ist nicht mein Metier. Hauptsache, die großen Felder sind eliminiert! zurück

Ja da schau her: Die Sonne hat ein strahlendes Kleid auf einem Dingsbums-Feld ausgebreitet, und jetzt lässt der späte Raps alle Fluren leuchten? Haben die Strahlungen des Kleides ihn etwa radioaktiv verseucht, so dass er stellvertretend zu ihm leuchten lässt alle Fluren – also alle nutzbaren Feldflächen?– Das wäre gewiss eine stattliche Menge! Warum muss es denn immer so gewaltig und groß sein? Alle Fluren? Ist 1 nicht genug? Das passiert wohl, wenn des Metrums oder des Reimes wegen gedankenlos Adjektive reingestopft werden, die halt irgendwie passen.

Jetzt wird der gute alte Augenschmaus getrennt und auf Schmaus mit laben noch einer draufgesetzt: Egal welcher Schmaus, da gehört sich laben einfach automatisch dazu, da muss nicht nochmals drauf gepocht werden. Wobei die Vorstellung von genüsslich schmatzenden Augen auch was für sich hat …

Von mir aus dürfen sich die Augen an diesem Schmaus weiden. Aber das macht die missglückte erste Strophe kaum besser. zurück

An dieser Strophe lässt sich nicht viel aussetzen – bis auf die Frage, warum das lyrische ich über diesen Abgründen fliegen möchte, wo der der gelbe Schoß so lockt: Was hindert es denn daran, hinein zu gehen und zu genießen? Warum muss hier das herrliche Menschsein so mühselig überwunden werden? zurück

Die 20 populärsten Beiträge des Jahres 2012 im literaturcafe.de

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Die Top-20 Beiträge 2012 im literaturcafe.de√Wir haben in unsere Log-Dateien geschaut, um herauszufinden, welche Beiträge im literaturcafe.de im vergangenen Jahr 2012 die populärsten waren. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese auch 2012 verfasst wurden. Soweit möglich, zählen wir Mehrfachaufrufe einer Seite durch die selben Besucher nur einmal.

Klare Erkenntnis: Auch das literaturcafe.de wird von amerikanischen Konzernen dominiert. Die meisten Besucherinnen und Besucher suchen nach günstigem Lesestoff fürs Kindle oder wollen wissen, wie man E-Books selbst veröffentlicht. Auch ein Beitrag über Apples iBooks ist ganz oben mit dabei. Lesen wird digital.

Erstaunlich: Platz 3 belegt ein deutscher Klassiker mit tödlichem Ausgang.

Die besten Wünsche für 2013 mit unserem literarischen Jahresrückblick 2012!

Collage: Das Jahr 2012 im BildDas Team des literaturcafe.de wünscht Ihnen ein glückliches, friedvolles, erfolgreiches und gesundes Jahr 2013!

Anders als andere blicken wir erst auf das vergangene Jahr zurück, wenn es wirklich vorbei ist.

Daher lesen Sie heute am 1. Januar 2013 unseren ganz persönlichen Jahresrückblick 2012.

Zweifelssohne war für uns das vergangene Jahr geprägt durch die sogenannte Urheberrechtsdiskussion, einem Boom des Selbstverlegens mit zahlreichen Podiumsdiskussionen, einem handfesten Skandal und der Suche nach Seegeistern.

Praxistest: Die beste Hülle für den Kindle Paperwhite

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Hüllen für Amazons Kindle Paperwhite2011 hatten wir Hüllen für den 79-Euro-Kindle und den Kindle Touch getestet. Grundsätzlich eignen sich die beiden seinerzeit vorgestellten Schutzhüllen von Amazon und Tuff-Luv auch für den Kindle Paperwhite.

Doch es geht noch besser: Die neuen Hüllen für den Paperwhite sind speziell für dieses Kindle-Modell konzipiert und bieten beim Lesen mehr Komfort.

Wir testen daher die Paperwhite-Originalhülle von Amazon und lassen sie gegen den Tuff-Luv-Testsieger vom letzten Jahr antreten, der ebenfalls speziell für den Paperwhite angepasst wurde.

Kann der Vorjahrestestsieger seine Spitzenposition verteidigen?