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Stephen-King-Verfilmung »Der dunkle Turm«: Schon mal besser gesehen

Idris Elba als Roland, der rastlos rumballernde Revolverheld (Foto: Sony Pictures)
Idris Elba als Roland, der rastlos rumballernde Revolverheld (Foto: Sony Pictures)

Acht Bände umfasst Stephen Kings Epos »Der dunkle Turm«. Regisseur und Drehbuchautor Nikolaj Arcel hat daraus ein 95-minütiges Konzentrat erstellt. Beständig beschleicht einen beim Ansehen das Gefühl, dass sich die Pilotfolge einer leicht unterdurchschnittlichen Fernsehserie in den Kinosaal verirrt hat.

Tabu des Verschweigens: Von der Faszination des Nationalsozialismus

Grauer Himmel

Kann man aus der Geschichte lernen? Vielleicht. Falls dies möglich ist, dann ist es spätestens jetzt höchste Zeit, dass wir es tun. Rechtsgerichtete Gruppierungen gewinnen in der westlichen Welt an Gewicht, radikalen Bewegungen gelingt es, Menschen unter Missachtung des eigenen Lebens, in den Tod zu schicken und völlig Unschuldige dabei zu ermorden. Das alles war von 1918 bis 1945 schon grausige Realität in Deutschland. Was wurde daraus gelernt? Fast nichts.

Unsere Literatur war dennoch fleißig mit dem Aufarbeiten des Geschehenen, des Unfassbaren beschäftigt. War sie das wirklich? Eher nicht.

Bravo, Maestro! Der Roman »Abschlussball« von Jess Jochimsen

Das Buch Abschlussball von Jess Jochimsen

Marten ist Trompeter, und er spielt ausschließlich auf dem Friedhof bei Beerdigungen. Er selbst nennt es lieber Abschiednahme. »Es geht nie um die Toten, sondern um die Lebenden«, lautet das Motto von Martens Arbeitgeber, dem Bestatter Berger.

Als Marten eines Tages bei der Abschiednahme eines früheren Klassenkameraden spielt, muss Marten erkennen, dass es plötzlich auch um sein Leben geht.

»Abschlussball« von Jess Jochimsen ist ein wunderbar anrührender Roman, der nicht kitschig wird und perfekt komponiert ist. Ein Buch, das man in diesem Sommer lesen sollte.

Interview: Wolfgang Tischer über Self-Publishing und die Veränderungen auf dem Buchmarkt

Michael Lutz (rechts) im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de
Michael Lutz (rechts) im Gespräch mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de

Für seinen YouTube-Kanal »top secret books« spricht der Journalist und Buchautor Michael Lutz regelmäßig mit Self-Publishern und Menschen aus der Buchbranche. In der vergangenen Woche traf sich Lutz mit Wolfgang Tischer, dem Herausgeber des literaturcafe.de.

Vor dem Stuttgarter Landtag sprachen die beiden unter anderem über die Veränderungen beim Selbstverlegen und die Auswirkungen auf Autoren, Leser und Verlage.

Gerlinger Lyrikpreis 2018 erneut ausgeschrieben – Erstmals zusätzlicher Förderpreis

Gewinner des 1. Gerlinger Lyrikpreises 2016: Der Heidelberger Schriftsteller und Lyriker Rainer René Mueller
Gewinner des 1. Gerlinger Lyrikpreises 2016: Der Heidelberger Schriftsteller und Lyriker Rainer René Mueller

Nach der erstmaligen Vergabe im Jahre 2016 verleiht die Petra Schmidt-Hieber Literatur-Stiftung im Jahr 2018 zum 2. Mal den mit 7.500 Euro dotierten Gerlinger Lyrikpreis. Zusätzlich zu diesem Hauptreis wird im kommenden Jahr erstmals ein Förderpreis über 2.500 Euro zuerkannt.

Für die Einreichung zum Gerlinger Lyrikpreis gibt es jedoch eine wichtige regionale Einschränkung.

Schreiben ist eine Gratwanderung – 20 Jahre als Autor

Ruben Philipp Wickenhäuser im Jugger-Outfit (Foto: Mark Hill)
Ruben Philipp Wickenhäuser im Jugger-Outfit (Foto: Mark Hill)

Der Autor Ruben Philipp Wickenhäuser blickt auf seine 20 Jahre als Autor zurück. Von den ersten fieberhaft niedergeschriebenen Geschichten als Siebzehnjähriger, die seitens der Verlag nur Absagen brachten, bis hin zu ersten Erfolgen und der Gründung einer großen Autorenvereinigung.

Jedoch ist es auch heutzutage nicht leichter geworden, einen soliden Verlag zu finden. Wickenhäuser analysiert in seinem Beitrag, woran dies liegen könnte.

Textkritik: Zurückgestochen oder abgestochen?

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Es saßen zwei Staaten beim Abendbrot
sich starr gegenüber im Gram,
dann sagte das eine: »Mein Angebot:«,
und streckte hinüber den Arm,

»Nimm hin das Schmalz,
es bleibt bei mir
das Döschen Salz,
die Flasche Bier

Das andere sagte: »Ich esse nicht
ein Brot nur mit Schmalz ohne Salz,
und ohne das Bier schmeckt mein Nachtgericht
mir übler als salzloses Schmalz.«

»Dann biete ich
jetzt Bier und Salz,
begnüge mich
allein mit Schmalz.«

Das andere Land hat im Groll gedacht:
Nur Worte aus Lug und Betrug!
Und eh sie der Gegner zur Tat gemacht,
ergreift es ein Messer: »Genug!«

Ein Stich geschwind
zur Feindesseit‘,
und beide sind
zum Krieg bereit.

© 2017 by Hannelore Furch. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Das wechselnde Metrum ist astrein durchgehalten: Handwerklich absolut überzeugend!
Aber inhaltlich? Absolut mangelhaft! Da bleibt nichts übrig und nichts hängen; das sollte wohl eine Parabel werden auf sich streitende Staaten oder Länder oder Männer oder Potentaten, aber das ist gründlich missglückt – Das gilt auch für die Überschrift zu diesem verunglückten Gedicht: Dafür habe ich nur ein Kopfschütteln übrig.

Die Kritik im Einzelnen

Das Staat? Hat sich hier etwa klammheimlich die Vorstellung von einem Staatsoberhaupt einschlawienert? Oha: Das ist ein verratzter Einstieg! zurück

Und noch etwas, was ein Staat nicht hat – wohl aber ein Gesetz: das hat sogar einen langen! zurück

Bier und Salz sind zwei Dinge, und logischerweise bleibt das nicht, sondern sie bleiben! Das ließe sich zudem völlig problemlos ändern, ohne die saubere metrische Gestaltung zu stören: »Es bleiben mir / das Döschen Salz, / die Flasche Bier.« zurück

Und: Zack! – da schlägt es wieder zu, das Staat … zurück

Hoppala: Hat da wer irgendwie was gemerkt und tut lieber so, als sei gar nichts, statt in der ersten Zeile Staaten in Länder umzubenennen? Immerhin meinen Staat und Land nicht dasselbe, und auch bei dieser Veränderung würde das vorbildlich durchgehaltene Metrum nicht gestört! zurück

Es gibt weder Worte noch Wörter, die aus Lug und Betrug bestehen! Aber mit Worten und Wörtern lässt sich trefflich lügen und betrügen, und genau das ist gemeint: Der Landstaat bzw. das Staatland vermutet eine Lüge!
Auch dieser inhaltliche Unfug ließe sich im Einvernehmen mit dem Metrum ganz einfach beheben: Nur Worte sind’s, Lug und Betrug! zurück

Mit Verlaub: Ich kenne zwar den Befehl »Stich zu!« – aber wie jemand zu einer Feindesseit’ bzw. überhaupt zu etwas stechen kann … Meiner Treu: »Reim dich, oder ich fress’ dich!« ist alles, was mir dazu einfällt! zurück

Prime Day: Kindle Paperwhite für 69,99 Euro und Voyage für 139,99

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Amazon Prime Day 2016: Kindle im Angebot

Am 11. Juli 2017 veranstaltete Amazon wieder den den »Prime Day«, einen Werbetag für die sogenannte Prime-Mitgliedschaft. Den ganzen Tag lang gab es stündlich wechselnde Angebote für Prime-Mitglieder.

Unter anderem war der Kindle Paperwhite für nur 69,99 Euro zu haben. Das sind 50 Euro weniger als der reguläre Preis!

Zu diesem unschlagbaren Preis war der Kindle Paperwhite nur für Prime-Kunden erhältlich. Es gab jedoch einen »Trick«, wie Sie an den günstigen Kindle Paperwhite gelangten, ohne für die Prime-Mitgliedschaft 69 Euro im Jahr zu zahlen.

Bachmannpreis 2017 an Ferdinand Schmalz

Die Preisträger 2017 (von links nach rechts): John Wray (Deutschlandfunk-Preis), Gianna Molinari (3sat-Preis), Ferdinand Schmalz (Bachmannpreis), Karin Peschka (BKS-Publikumspreis) und Eckhart Nickel (Kelag-Preis). (Foto: Tischer)
Die Preisträger 2017 (von links nach rechts): John Wray (Deutschlandfunk-Preis), Gianna Molinari (3sat-Preis), Ferdinand Schmalz (Bachmannpreis), Karin Peschka (BKS-Publikumspreis) und Eckhart Nickel (Kelag-Preis). (Foto: Tischer)

Ferdinand Schmalz erhält in diesem Jahr den mit 25.000 Euro dotierten Bachmannpreis. Er setzte sich gegenüber John Wray in einer Stichwahl durch. Schwer hatte es Jurorin Sandra Kegel: Beide Autoren wurden von ihr eingeladen. Die Geschichte lebe von ihrer besonderen »Schmalz-Sprache«, sagte Kegel in ihrer Laudatio. Das zweite besondere an Schmalz‘ Text seien seine Figuren.

Sie weiteren Preise gingen an John Wray (Deutschlandfunk-Preis), Eckhart Nickel (Kelag-Preis) und Gianna Molinari (3sat-Preis). Den mit 7.000 Euro dotierte BKS-Publikumspreis erhielt Karin Peschka.

Drei Mal in Folge: Klaus Kastberger 2017 erneut beliebtester Bachmann-Juror

Klaus Kastberger (Foto: Johannes Puch/ORF)
Klaus Kastberger (Foto: Johannes Puch/ORF)

Ihm ist der Hattrick gelungen: Nach 2015 und 2016 wurde Klaus Kastberger in diesem Jahr erneut zum beliebtesten Bachmann-Juror gewählt. Dies ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Abstimmung im literaturcafe.de.

Den 2. Platz müssen sich zwei Juroren teilen.

Stimmen Sie ab: Wer ist der oder die beste Bachmann-Juror(in) 2017?

Die Jury beim Bachmannpreis 2017. Hinten: Klaus Kastberger, Sandra Kegel, Stefan Gmünder, Hubert Winkels. Vorn: Meike Feßmann, Michael Wiederstein, Hildegard Keller (Foto: Tischer)
Die Jury beim Bachmannpreis 2017. Hinten: Klaus Kastberger, Sandra Kegel, Stefan Gmünder, Hubert Winkels. Vorn: Meike Feßmann, Michael Wiederstein, Hildegard Keller (Foto: Tischer)

Zum vierten Mal können Sie abstimmen: Wer ist 2017 für Sie die beste Bachmann-Jurorin oder der beste Bachmann-Juror?

In den beiden vergangenen Jahren 2016 und 2015 gewann Klaus Kastberger den Titel, bei der ersten Vergabe im Jahre 2014 hatte Daniela Strigl mit großem Abstand gewonnen. Wer ist in diesem Jahr Ihre Favoritin oder Ihr Favorit?

Der Preis ist undotiert und wird nach der Verleihung des Bachmannpreises am Sonntag überreicht.

#tddl: Wolfgang Tischer @literaturcafe twittert vom Bachmannpreis aus Klagenfurt

Tischers Tweets aus Klagenfurt #tddl

Für Menschen ohne Smartphone oder Twitter-App: Hier lesen Sie alle Tweets von literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer vom Bachmannpreis aus Klagenfurt. Die »Tage der deutschsprachigen Literatur« werden am Mittwoch, 5. Juli 2017 eröffnet und enden mit der Preisvergabe am Sonntag, 9. Juli 2017. Während dieser Zeit wird Wolfgang Tischer die Lesungen und das Geschehen per Tweets kommentieren.

Bachmann und Brockmann: Videoporträts – Info, Kunst oder kann das weg?

Autorin Jackie Thomae im Videoporträt (Quelle: bachmannpreis.at)
Autorin Jackie Thomae im Videoporträt (Quelle: bachmannpreis.at)

Diese Woche ab Donnerstag, am 5. Juli, beginnen in Klagenfurt die Lesungen um den Bachmannpreis 2017.

Bevor wir die vorgetragenen Texte der jeweils sieben geladenen Autorinnen und Autoren kennenlernen, nutzt Doris Brockmann vorab schon mal die Gelegenheit, diese – mehr oder weniger – persönlich kennenzulernen.

John le Carré liest in Ihrem Kino um die Ecke

John le Carré liest am 7. September 2017 in der Londoner Royal Festival Hall (Foto: Nadav Kandar)

Dass Opern oder Konzerte aus London oder New York live in deutsche Kinosäle übertragen werden, das kennt man. Am 7. September 2017 wird nun auch eine hochkarätige Lesung übertragen.

Der Thriller- und Agentenroman-Autor John le Carré stellt seinen neuesten Roman A Legacy of Spies in der Londoner Royal Festival Hall vor – und Kinozuschauer in ganz Europa können im Kino um die Ecke mit dabei sein.

Self-Publishing-Seminar mit Wolfgang Tischer in Detmold [ausgebucht]

Seminarort: Der Veranstaltungssaal im Haus Münsterberg in Detmold (Foto: Robin Jähnle/Literaturbüro OWL)
Seminarort: Der Veranstaltungssaal im Haus Münsterberg in Detmold (Foto: Robin Jähnle/Literaturbüro OWL)

Endlich findet das Self-Publishing-Seminar mit Wolfgang Tischer wieder einmal etwas nördlicher statt. Vom 22. bis 24. September 2017 ist Wolfgang Tischer zu Gast beim Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe in Detmold. Seminarort ist das Haus Münsterberg (Foto). Das Seminar beginnt am Freitag um 18 Uhr und endet am Sonntag um 14 Uhr.

Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro (ermäßigt 75 Euro für Schüler und Studenten) ohne Übernachtung und Verpflegung. Das Literaturbüro Ostwestfalen-Lippe in Detmold e.V. wird institutionell gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mittlerweile ist das Seminar ausgebucht und es gibt eine Warteliste.