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John le Carré: Zur Lesung in London nach Stuttgart ins Kino

John le Carré - Lesung im Kino

Eine Lesung in London, die live in deutsche Kinos übertragen wird? Das klingt spannend. Wie viele Leute wird das interessieren, und wie viele Leute werden dafür ins Kino gehen? Immerhin liest John le Carré, der altehrwürdige Meister des Spionageromans. Wie läuft so eine Lesung in der Royal Festival Hall ab?

Also bin ich zu einer Lesung in London nach Stuttgart ins Kino gefahren, um das und noch viel mehr herauszufinden.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 (5/5)

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017

Vor gut zwei Wochen wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 bekannt gegeben. Die 20 Bücher auf der Liste haben die Chance, am 9. Oktober 2017 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 12. September 2017 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie im Vorjahr mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweiliges Gelaber?

In dieser Woche lesen Sie von Montag bis Freitag die Anmerkungen zu je vier Titeln.

Diesmal: Sasha Marianna Salzmann, Ingo Schulze, Michael Wildenhain und Sven Regener.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 (4/5)

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017

Vor gut zwei Wochen wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 bekannt gegeben. Die 20 Bücher auf der Liste haben die Chance, am 9. Oktober 2017 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 12. September 2017 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie im Vorjahr mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweiliges Gelaber?

In dieser Woche lesen Sie von Montag bis Freitag die Anmerkungen zu je vier Titeln.

Diesmal: Gerhard Falkner, Thomas Lehr, Robert Menasse und Marion Poschmann.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 (3/5)

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017

Vor gut zwei Wochen wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 bekannt gegeben. Die 20 Bücher auf der Liste haben die Chance, am 9. Oktober 2017 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 12. September 2017 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie im Vorjahr mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweiliges Gelaber?

In dieser Woche lesen Sie von Montag bis Freitag die Anmerkungen zu je vier Titeln.

Diesmal: Robert Prosser, Julia Wolf, Christine Wunnicke und Feridun Zaimoglu.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 (2/5)

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017

Vor gut zwei Wochen wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 bekannt gegeben. Die 20 Bücher auf der Liste haben die Chance, am 9. Oktober 2017 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 12. September 2017 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie im Vorjahr mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweiliges Gelaber?

In dieser Woche lesen Sie von Montag bis Freitag die Anmerkungen zu je vier Titeln.

Diesmal: Jonas Lüscher, Birgit Müller-Wieland, Jakob Nolte und Kerstin Preiwuß.

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 (1/5)

Maltes Meinung: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017

Vor gut zwei Wochen wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2017 bekannt gegeben. Die 20 Bücher auf der Liste haben die Chance, am 9. Oktober 2017 den mit 25.000 Euro dotierten Preis zu erhalten. Am 12. September 2017 werden es nur noch sechs sein, denn dann wird die Shortlist bekannt gegeben.

Unser Textkritiker Malte Bremer hat wie im Vorjahr mit allen 20 nominierten Titeln den »Buchhandelstest« gemacht und sich die jeweils ersten Seiten angeschaut: Taugt das was? Will man das weiterlesen? Spannend? Oder langweiliges Gelaber?

In dieser Woche lesen Sie von Montag bis Freitag die Anmerkungen zu je vier Titeln.

Diesmal: Mirko Bonné, Franzobel, Monika Helfer und Christoph Höhtker.

The Circle von Dave Eggers als Film: Rundweg misslungen

Emma Watson als Mae Holland in »The Circle« (Foto: Universum Film)
Emma Watson als Mae Holland in »The Circle« (Foto: Universum Film)

»The Circle« von Dave Eggers ist ein Bestseller. Doch die Kritik war gespalten. Wer das Buch nicht als Satire und Groteske auf Datensammler wie Facebook und Google und auf den Verlust der Privatsphäre sah, musste dem Werk unglaubwürdige Charaktere und einen schwachen Plot bescheinigen.

Wer daher das Buch nicht als Komödie oder überzogene Satire filmisch umsetzt, kann damit nur scheitern. Die Starbesetzung mit Emma Watson und Tom Hanks trägt zur Enttäuschung bei.

Buchblog-Award: Bitte helfen Sie dem literaturcafe.de mit Ihrer Stimme

Das literaturcafe.de steht auf der Longlist des Buchblog-Awards: Bitte unterstützen Sie das literaturcafe.de mit Ihrer Stimme

Das literaturcafe.de steht auf der Longlist zum Buchblog-Award, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird.

Bitte unterstützen Sie das literaturcafe.de mit Ihrer Stimme und klicken Sie unten auf der Abstimmungsseite den Daumen an. Sie müssen ansonsten keinerlei Daten zur Abstimmung eingeben. Die sieben Kandidaten mit den meisten Stimmen gelangen auf die Shortlist für den Haupt- und Sonderpreis. Dann entscheidet die Jury über die Gewinner.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Vielen Dank für Ihre Stimme!

 

Textkritik: Lakonische Miniatur mit kleineren Schwächen

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Haare sehr kurz – also Igelschnitt, und nicht die Spur eines Löckchens, keine Chance. Und Ohren, weit abstehend. Dazu dünne, braungebrannte Beine in kurzen Lederhosen. Der Spielplatz ist die Straße vorm Haus, immer mit zwei Dutzend krakeelender Kinder und Gummitwist. Fenster werden auf und zugeschlagen. Eltern, die laut ihre Zöglinge rufen, auch aus dem 10. Stock. Kinder kommen und gehen, die Straße gehört ihren Spielen, auch der Wäscheplatz und die vielen Verstecke zwischen dem blühenden Unkraut hinter den Garagen.

Sonntags dann Petticoatkleidchen und weiße Strümpfe. Wie behält man weiße Socken beim Spielen? Neben dem Ausflugslokal der Spielplatz mit Gartenzwergen. Das Kind ist allein und spricht mit ihnen. Wie heißt du und wer bin ich? Jeden Sonntag das Altbekannte aufs Neue. Die Langeweile sitzt mit am Tisch neben Torte und Limonade und heißt Familienausflug. Artig sein und sich nicht schmutzig machen und auf keinen Fall die Erwachsenen stören. Die Enttäuschung in den Augen der Eltern, wenn es wieder nicht geklappt hat, die Knie aufgeschlagen oder die Schuhe schlammig sind. Was die Leute denken! Denken sie so?

Die guten Sonntage, wenn Murle, die dicke, alte Katze, durch den Biergarten stromert. Manchmal steht sie unverhofft in den Träumen des Kindes als große Schwester. Sie kann sie nicht hinüberretten, in ihr richtiges Leben, auch wenn sie gern tauschen möchte. Wer bekommt schon große Geschwister? Im trüben Alltagsbrei ist kein Platz für Träume zwischen dem Streit der Erwachsenen.

Und plötzlich ein Unfall, der alles verändert: Das Bild der Mutter, wie sie mit verbogenen Beinen unter dem Auto liegt. Das Bild, das sie fortan verfolgt. Niemand hat es fotografiert.

Die Blumen im Krankenhaus sind immer schon verwelkt. Besuchsverbot für das Kind, das jetzt sonntags beim Pförtner abgegeben wird. Die Mutter bleibt in ihrer anderen Welt, die die Ärzte Koma nennen. Das Fremde, das sich steril anfühlt. Wie buchstabiert man Einsamkeit? Es steht in keinem Lesebuch. Die Zweiraumwohnung mit der Abwesenheit des Vaters schmerzt. Die Lehrer, die Nachbarn, die Spielgefährten – überall zu Gast und nirgends zu Hause sein. Das Mitleid der übervollen Teller würgt das Kind. Aus zu vielen Fenstern findet es keine Ausblicke. Verweise und schlechte Noten bleiben folgenlos.

Ein Jahr später. Die Mutter kommt nach Hause, sehr dünn, irgendwie durchsichtig. Das Kind kennt die Fremde nicht und nicht seine unverhoffte Freude, die es Normalität nennen wird. Die Familie als Platz, den die Leere füllt mit streitenden Eltern und einem trotzigem Kind dazwischen.

© 2017 by Andrea Stefan. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Eine ansprechend lakonische Miniatur mit kleineren Schwächen
Die jedoch sind – bis auf den Schluss – eigentlich mühelos zu beheben.

Die Kritik im Einzelnen

Dieser Satz fällt aus dem gesteckten Rahmen, da er nicht vollständig ist! Das wäre leicht zu ändern: Eltern rufen laut ihre Zöglinge, auch aus dem 10. Stock. zurück

Zwischen dem Unkraut – das funktioniert nicht, denn dann wären die Kinder zu sehen, da die Unkräuter nur um sie herum wüchsen, wohingegen sie im Unkraut besser verborgen wären! zurück

Das heißt einfach nur Petticoats – schließlich gibt keine Petticoathöschen für männliche Kinder! zurück

Aufs Neue steckt bereits in Jeden Sonntag das Altbekannte, kann also gestrichen werden. zurück

In meiner Erinnerung hieß der Satz »Was sollen denn die Leute denken!« zurück

Hier fehlt mir ein Zusammenhang, nämlich wie denken die Leute? Ich würde diesen Satz streichen, er fügt nichts Erhellendes hinzu. zurück

Sie kann sie – das holpert: Wer denn wen? Vorschlag: Sie kann Murle nicht hinüber retten in ihr richtiges Leben. zurück

Wer möchte gerne tauschen? Und was wofür? Ich verstehe diesen Satz inhaltlich nicht und empfehle deswegen eine ersatzlose Streichung! zurück

Gibt es auch klaren Brei? Eben! Weg mit dem Adjektiv! zurück

Da es keine unplötzlichen Unfälle gibt, ließe sich der Satz folgendermaßen bereinigen: Dann ein Unfall, der alles verändert. zurück

Diesen Absatz verstehe ich nicht, deshalb kann ich ihn auch nicht korrigieren! Wer kennt hier wen nicht: Das Kind nicht die Mutter oder die Mutter nicht das Kind? Erlebt das Kind eine unverhoffte Freude oder die Fremde? Wer nennt diese unverhoffte Freude Normalität? Wieso füllt die Leere einen Platz? zurück

»Ein Reiseblog ist wie ein Diaabend, bloß sechs Monate länger.«

Matthias Debureaux: Die Kunst, andere mit seinen Reiseberichten zu langweilen

»Und? Wie war’s im Urlaub?« Eine verhängnisvolle Frage – und eine überflüssige obendrein. Denn der so Gefragte hatte noch vor Ort seine Strandfotos bei Facebook hochgeladen, Selfie mit Lächeln inklusive. Und schon Monate zuvor konnte man dort sein Foto mit den Flugtickets in den Händen sehen.

Früher langweilte man mit Diaabenden, heute mit Reiseblogs.

Wir werden alle fliegen: Warum Sie ES hören sollten, bevor Sie ES sehen

Bill Skarsgård als Horror-Clown Pennywise (Foto: New Line Cinema)
Bill Skarsgård als Horror-Clown Pennywise in der Neuverfilmung (Foto: New Line Cinema)

Stephen King wird in diesem Jahr 70, und im Kino sind gleich zwei Verfilmungen seiner wichtigsten Werke zu sehen. Während die Adaption von »Der dunkle Turm« keinen der Kritiker überzeugte, lässt der Trailer zu ES hoffen, dass diese Neuverfilmung besser wird. Ab dem 21. September 2017 wird ES in den deutschen Kinos zu sehen sein.

Grund genug, den über 1.500 Seiten starken Roman nochmals zu lesen. Denn ES ist mehr als ein Horror-Roman mit Horror-Clown. ES ist eine Geschichte über Außenseiter, über die Freundschaft und die Frage, ob man seinem Schicksal entkommen kann.

Und wer die Geschichte noch intensiver erleben will, der lässt sie sich von David Nathan in über 52 Stunden ungekürzt vorlesen.

Interview mit Jess Jochimsen: »Helene Fischer am Grab ist ein schlechter Witz«

Kabarettist und Buchautor Jess Jochimsen
Kabarettist und Buchautor Jess Jochimsen (Foto: Tischer)

Es sollte 12 Jahre dauern, bis Jess Jochimsen seinen zweiten Roman veröffentlicht hat. »Abschlussball« ist ein Roman über den Tod, Beerdigungen, die Lebenden und die Musik. Die ausführliche Kritik zu »Abschlussball« können Sie im literaturcafe.de nachlesen.

Anfang August 2017 hat Jess Jochimsen seinen Roman erstmals der Öffentlichkeit auf einer Lesung in Freiburg präsentiert. Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de war dabei und hat vor der sogenannten »Buchtaufe« mit Jess Jochimsen über den Roman »Abschlussball«, die Hauptfigur Marten und Entstehung des Buches gesprochen.

Lesung mit John le Carré: Gewinnen Sie ein handsigniertes Buch zur Kinoübertragung

John le Carré (Foto: Nadav Kandar)
John le Carré (Foto: Nadav Kandar)

Am 7. September 2017 findet in ausgewählten Kinos ein ganz besonderes Ereignis statt: Live aus der Royal Festival Hall in London wird wie bereits berichtet eine Lesung von John le Carré übertragen. Unter dem Titel »An Evening with George Smiley« präsentiert der Meister des Agenten-Thrillers sein neues Buch »A Legacy of Spies« (Das Vermächtnis der Spione).

In Zusammenarbeit mit dem Veranstalter verlosen wir anlässlich dieses ganz besonderen Kino-Ereignisses eine von John le Carré handsignierte Ausgabe des neuen Buches.

Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält das Buch direkt nach der Lesung aus London zugeschickt.

Lesenswertes über Literaturjurys

Ausschnitt aus der Website des Deutschen Buchpreises
Ausschnitt aus der Website des Deutschen Buchpreises

Am Dienstag (15.08.2017) wurde die Longlist zum Deutschen Buchpreis bekannt gegeben, also die 20 Titel und Autoren, die sich nun Hoffnung auf den Gewinn des mit 25.000 Euro dotierten Preises machen können. Knapp einen Monat später werden dann nur noch sechs übrig sein, wenn die Shortlist bekannt gegen wird.

Anders als bei Sportwettbewerben, bei denen die besten Zeiten oder Weiten ausschlaggebend sind, liegt es in der Natur der Sache, dass Literaturpreise auch nach Geschmack und Vorlieben vergeben werden.

Wer den Preis bekommt, bestimmt eine Jury, die im Falle des Deutschen Buchpreises aus sieben jährlich wechselnden Jurorinnen und Juroren besteht. Aber wie muss man sich das vorstellen? Bestechung, Vetternwirtschaft und Intrigen? Und am Ende hat man meist den Preisträger gekürt, der es nach Meinung von Fachleuten am wenigsten verdient hat?

Literarisches Quartett: Wie eine kurze rote Hose ins Fernsehen kam

Die rote Hose im Quartett (Foto: ZDF)
Die rote Hose im Quartett (Foto: ZDF)

Die Frage ist: Wie konnte das passieren? Man kann nur Vermutungen anstellen. Da ist einiges schief gelaufen. Hätte noch jemand einschreiten können? Daheim vor dem Kleiderschrank? Spätestens im Studio? Bei Privatsendern ist sowas ja gang und gäbe. Die Hässlichen nach hinten, die Hübschen nach vorne. Seit dieser Folge des Literarischen Quartetts wissen wir, dass das nicht böse gemeint ist. Es hilft. Auch und vor allen Dingen dem Zuschauer. Denn ab Minute 1:40 musste man hinsehen wie bei einem Autounfall.

Denn da kam sie das erste Mal ins Bild: die rote Hose.