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Das Mööp – Ein fantastischer Seuchenbericht – Teil 2

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Das Mööp (Zeichung: Holger Much)
Das Mööp (Zeichung: Holger Much)

Corona-Epidemie. Lockdown. Ein Autor sitzt daheim und schreibt an einem Horrorroman. Dann erhält er überraschenden Besuch. Oder wohnte dieses Wesen schon immer hier? Es ist das Mööp. Das literaturcafe.de präsentiert einen fantastischer Seuchenbericht in Fortsetzungen von David Gray. Teil 2.

Das Mööp – Ein fantastischer Seuchenbericht – Teil 1

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Das Mööp (Zeichung: Holger Much)
Das Mööp (Zeichung: Holger Much)

Corona-Epidemie. Lockdown. Ein Autor sitzt daheim und schreibt an einem Horrorroman. Dann erhält er überraschenden Besuch. Oder wohnte dieses Wesen schon immer hier? Es ist das Mööp. Das literaturcafe.de präsentiert einen fantastischer Seuchenbericht in Fortsetzungen von David Gray. Teil 1.

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Drei Lesetipps bringen Sie in ein seltsames Dorf in Thüringen, lassen Sie vom Mars zurückkehren und in ein Fantasy-Debut eintauchen. So Sie es denn wollen.

Bachmannpreis: Ich will Klaus Kastberger nicht schlecht beleuchtet in seiner Küche sehen!

So will ich ihn sehen: Bachmann-Juror Klaus Kastberger vor Ort in Klagenfurt.
So will ich ihn sehen: Bachmann-Juror Klaus Kastberger gut ausgeleuchtet vor Ort in Klagenfurt.

Die Absage des Bachmannpreises 2020 war die einzig richtige Entscheidung. Eine Verlagerung ins Internet darf nicht erfolgen. Ein Kommentar von Wolfgang Tischer.

Nach Protesten: Bachmannpreis soll als »digitaler Wettbewerb« stattfinden

Der ORF arbeitet am »Bachmannpreis spezial«
Der ORF arbeitet am »Bachmannpreis spezial«

Im Netz und von Mitgliedern der Jury wurde die Absage des diesjährigen Bachmannpreises heftig kritisiert. Der ORF hat nun eine Arbeitsgruppe einberufen, die prüfen wird, ob der wichtige Literaturwettbewerb nun doch digital via Internet realisiert werden kann.

Bachmannpreis: »Warum ist die Mehrheit der Jury gegen die Absage, Frau Schwens-Harrant?«

Leere Zuschauerränge im Studio des ORF in Klagenfurt (Foto: literaturcafe.de)
Leere Zuschauerränge im Studio des ORF in Klagenfurt (Foto: literaturcafe.de)

In einem offenen Brief hat sich die Mehrheit der Bachmannpreis-Jury dafür ausgesprochen, den abgesagten Literaturwettbewerb 2020 dennoch durchzuführen (Wortlaut). Neu-Jurorin und Mitunterzeichnerin Brigitte Schwens-Harrant erzählt im Interview, warum die Jury von der ORF-Entscheidung überrascht wurde und welche Alternativen möglich wären.

Bachmann-Preis: Jury-Mitglieder sind gegen die Absage

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019 bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2019 bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur

Der ORF hat den Bachmannpreis 2020 wegen der Corona-Epidemie abgesagt. Doch offenbar war die Absage nicht mit der Jury abgesprochen, denn fünf der sieben Jury-Mitglieder wenden sich in einem offenen Brief an den ORF und fordern, den Bachmannpreis als »Zeichen der Solidarität mit den Kulturschaffenden« dennoch stattfinden zu lassen. Wir veröffentlichen den Brief im Wortlaut.

Wegen Corona: Bachmannpreis fällt 2020 aus

Bleiben 2020 leer: Die Jury-Stühle im ORF-Studio in Klagenfurt
Bleiben 2020 leer: Die Jury-Stühle im ORF-Studio in Klagenfurt

Dieses Jahr wird es keinen Bachmannpreis geben. »Derzeit kann niemand tatsächlich abschätzen, wie sich die Corona-Situation in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird«, sagt Karin Bernhard vom ORF Kärnten. Der Bachmannpreis hätte Mitte Juni 2020 in Klagenfurt stattfinden sollen. Die Autoren waren bereits ausgewählt.

Online-Schreibworkshop mit Doris Dörrie

Online-Schreibworkshop nach dem Bestseller »Leben, schreiben, atmen« von Doris Dörrie (Foto: Diogenes/BürgerAkademie)
Online-Schreibworkshop nach dem Bestseller »Leben, schreiben, atmen« von Doris Dörrie (Foto: Diogenes/BürgerAkademie)

Basierend auf dem Bestseller »Leben, schreiben, atmen« von Doris Dörrie hat der Diogenes Verlag zusammen mit der BürgerAkademie und den Volkshochschulen ein kostenloses Schreibseminar online gestellt.

»Die Pest« von Albert Camus täglich um 10 Uhr live vorgelesen

Buch »Die Pest« von Albert Camus mit Kopfhörern und Hinweis zur Lesung (Foto: literaturcafe.de/Rowohlt)
Buch »Die Pest« von Albert Camus mit Kopfhörern und Hinweis zur Lesung (Foto: literaturcafe.de/Rowohlt)

»Die Pest« von Albert Camus ist das Buch der Stunde. Das literaturcafe.de präsentiert »Die Pest« als zehnteilige Live-Lesung via YouTube. Vom 30. März bis zum 10. April 2020, werktäglich von 10 bis 11 Uhr morgens liest Wolfgang Tischer den Roman von Albert Camus. [Update: Die Live-Lesung ist leider vorbei, doch das »Making-of« ist online.]

Textkritik: Reißaus vor dem flatternden Frühling

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Der Frühling flattert frisch herein
Durch Wald und Feld und durch die Lüfte.
Wer wollte es nicht gern begrüßen,
Das Sonnenlicht und tausend Düfte?

Der Winter hat reißaus genommen
Mit Schnee und Eis und Dunkelheit.
Die Uhr ist weiter fortgeschritten
In Richtung warme Jahreszeit.

Es blühen auf die Osterglocken,
Die Vögel zwitschern sanfte Töne,
Die Welt wirbt um sich, macht auf heiter,
Dass man sich immer dran gewöhne.

Und auch die Menschen werden herzlich.
Sie tauen plötzlich wie von selber auf.
Es ist wohl jedes Jahr das gleiche,
Es scheint so, wie ein Lebenslauf.

Den Frühling wird´s nicht weiter stören,
Es dreht sich um sich selbst so wunderbar.
Es will sich jeden Tag aufs neu vermählen,
Ist heiter nur, wie sonst ein Liebespaar.

Es kennt nur sich und sonst kein Morgen.
Es denkt nicht in Vergangenheit.
Und macht sich keine Zukunftssorgen.
Ist pure Gegenwart, ist Heiterkeit.

Und möcht´ so gerne ewig bleiben.
Doch alles das, das geht ja nicht.
Drum will er auch die Zeit vertreiben
Und Anteil nehmen im Gedicht.

Im lyrisch Versmaß sich einbinden,
In Schwarz auf weiß, und das im Nu.
So kann es später jeder lesen,
Dann freut er sich auch immerzu.

Derweil soll er im Draußen weiter walten.
Soll grünen, scheinen, spielen gar,
Bis dass die Zeit ist abgelaufen,
In diesem und im letzten Jahr.

© 2019 by Christoph Geiser. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Es macht einen fassungslos, dass dermaßen viel Blödsinn in so ein lächerliches Textlein gepresst werden kann!

Die Kritik im Einzelnen

Wie war das? Der Frühling flattert herein, und zwar flattert der durch Wald und Feld? Also durch Bäume UND Feldgewächse und gleichzeitig auch noch durch die Luft? Das ist maßlos übertrieben und inhaltlich mehr als fragwürdig! Eine misslungene Mörike-Anspielung? Zurück

Ich! Ich sehe keinen Grund, das Sonnenlicht zu begrüßen, schließlich war es ja nicht finster! Und 1000 Düfte sind mir 997 zu viel! Bereits die erste Strophe ist inhaltlich erfolgreich missglückt! Zurück

Das muss Reißaus heißen. Warum ist der Winter eigentlich abgehauen? Hat er Angst? Tipp: Die Natur zu vermenschlichen ist eher peinlich … siehe die Uhr, die angeblich fortgeschritten ist –aber trotzdem noch da! Was soll denn die Uhr in der warmen Zeit auch anderes tun als in der kalten, nämlich gehen? Zurück

Die Vögel zwitschern. Punkt! Das Spektakel der Vögel hat mit dem hilflosen Kitsch-Gezwitscher nichts zu tun! Dazu dann noch die Welt – eine Nummer kleiner geht wohl nicht? Warum denn nicht gleich das Universum?   – Je nun. Also die Welt! Die macht jetzt was, als der Winter Reißaus genommen hat: Sie wirbt um sich! Bislang war mir nur bekannt, dass für ein Produkt geworben wird von einer Firma oder einem Anbieter! Wie aber wirbt man um sich? Die auf dem Straßenstrich? Die machen aber weniger auf heiter, das hilft nämlich nicht! Die Welt als wahre Ware … Es geht tatsächlich noch schlimmer! Zurück

Das erste wahre Wort: Es ist jedes Jahr das Gleiche: Die Menschen tauen auf, werden herzlich, genau wie ein Lebenslauf: Der ist nämlich auch immer gleich … was ein inhaltlicher Pfusch wird hier zusammengemanscht! Zurück

WAS hat denn Frühling denn bisher gestört, damit es JETZT den Frühling nicht mehr weiter stören kann? Nix! Das ist einfach nur Sprachmüll: Der Frühling dreht sich um sich selbst, und zwar wunderbar. Hat seine Flatterei offenbar eingestellt und klammheimlich durch ein Um-sich-selbst-Drehen ersetzt sowie einen Massenvermählungswunsch und ist zudem heiter (also der Frühling) wie ein Liebespaar. Zurück

Themawechsel: Jetzt werden wir aufgeklärt, was ein echtes Liebespaar ausmacht:
§ 1.) Ein Liebespaar kennt kein Morgen, sondern nur sich.
§ 2.) Ein Liebespaar denkt nicht in Vergangenheit. Hat demnach also kein Erinnerungsvermögen.
§ 3.) Ein Liebespaar macht sich keine Zukunftssorgen
§ 4.) Ein Liebespaar ist pure Gegenwart + Heiterkeit
§ 5.) Ein Liebespaar möchte ewig bleiben (das geht leider, leider nicht, denn ewig bedeutet ja ohne Anfang und ohne Ende – aber dank Frühlingsgeflatter hat es ja angefangen! Je nun: Zerebrale Diarrhö ist ausgesprochen tragisch, da unheilbar! Eben! Zurück

Jetzt kommt endlich etwas Klarheit in dieses alberne Gefasel: Der Frühling muss Zeit totschlagen, und deswegen schreibt er halt einfach mal ein Gedicht. Aber warum auch nicht? Jeder kann schließlich Gedichte schreiben – warum also nicht auch der Frühling?  Zurück

Und fröhlich stümpert er drauflos: Im lyrisch Versmaß sich einbinden will der Frühling. Es hieße zwar korrekt in einem Versmaß – doch weil ein Versmaß vor allem in Gedichten auftritt, kann lyrisch einfach entfallen – aber wen juckt’s? Das ist schließlich dichterische Freiheit! Jawoll! Auch dass es in diesem Frühlingswörtermatsch gar kein Versmaß gibt: mal vier, mal fünf, mal sechs Betonungen, mal reimen sich nur zwei Zeile pro Vers, mal vier – egal! Es heißt zwar das Schwarz und das Weiß, aber dem Stümperfrühling ist das egal.  Zurück

Zuguterletzt soll der Frühling draußen – pardon: im Draußen – weiter walten … Was jedoch soll der Frühling walten? Oder soll er lieber verwalten? Aber WAS? Und spielen soll er auch noch! Wer sagt dem Frühling denn, was er soll? Z. B., dass er scheinen soll? Ist das nicht Aufgabe von Sonne, Mond und Sternen? Jetzt auch noch der Frühling? Und welche Zeit ist irgendwann abgelaufen? Die Lebenszeit des Frühlings? Oder die vom letzten und diesem Jahr? So steht es doch geschrieben! Zurück

Wie fühlt es sich an, sieben Stunden Hölderlin vorzulesen?

Wolfgang Tischer hat sieben Stunden lang den kompletten Hyperion live im Web vorgelesen. (Foto: literaturcafe.de)
Wolfgang Tischer hat sieben Stunden lang den kompletten Hyperion live im Web vorgelesen. (Foto: literaturcafe.de)

In sieben Stunden hat Wolfgang Tischer den kompletten Roman »Hyperion« von Friedrich Hölderlin live im Internet vorgelesen. Wie geht es seiner Stimme? Wie hat er sich auf die lange Lesung vorbereitet? Hier erzählt er es.

Friedrich Hölderlin daheim: Siebenstündige Hyperion-Lesung als Livestream und Video

Am Freitag, 20. März 2020 ab 10 Uhr, überträgt das literaturcafe.de via YouTube die vollständige Lesung des Romans »Hyperion« von Friedrich Hölderlin. An diesem Tag wird der 250. Geburtstag des Dichters gefeiert. Aufgrund des Coronavirus sind alle geplanten Feierlichkeiten in Tübingen, Marbach und Laufen abgesagt. Im YouTube-Kanal des literaturcafe.de kann man Hölderlins bekanntestes Werk nun jederzeit daheim anhören.

»Die reine Lesezeit des Hyperion wird rund sieben Stunden betragen«, schätzt Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de. »Es ist in dieser merkwürdigen Corona-Zeit fast schon bittere Ironie, dass Hölderlin die letzten 30 Jahre seines Lebens zurückgezogen in einer Turmstube in Tübingen verbrachte.«

Die Hyperion-Lesung aus der Lounge der Black Forest Lodge in Igelsberg bei Freudenstadt wird am 20. März 2020 um 10 Uhr beginnen und gegen 20.30 Uhr enden (MEZ). Es sind vier Leseabschnitte und dazwischen jeweils eine Pause von einer Stunde vorgesehen.

Nachtrag: Die Leseabschnitte direkt anwählen
In der YouTube-Videobeschreibung sind die Zeitmarken der vier Leseabschnitte nachgetragen, sodass sie direkt angewählt und die Pausen übersprungen werden können. Rufen Sie dazu das Video direkt bei YouTube auf.

00:00:12 Begrüßung und Einführung aus der Black Forest Lodge, Igelsberg
00:04:21 TEIL 1: Hyperion – Erster Band, Erstes Buch (bis 01:51:49)
02:58:03 Einführung zu Teil 2
03:03:36 TEIL 2: Hyperion – Erster Band, Zweites Buch (bis 04:58:29)
05:57:08 Einführung zu Teil 3
06:03:00 TEIL 3: Hyperion – Zweiter Band, Erstes Buch (bis 07:30:21)
08:57:21 Einführung zu Teil 4
09:00:50 TEIL 4: Hyperion – Zweiter Band, Zweites Buch (bis 10:36:18)
10:36:18 Verabschiedung aus der Black Forest Lodge, Igelsberg

Zum Bericht: Wie fühlt es sich an, sieben Stunden Hölderlin vorzulesen? »

Dem Vorleser kann live via YouTube zugehört und zugeschaut werden. Die Aufzeichnung steht auf YouTube auch später noch bereit. Wie bei YouTube üblich, kann der Live-Stream und die Webplayer-Darstellung auch von anderen Websites übernommen und eingebettet werden.

Wir freuen uns, wenn Sie die Information über diese einmalige Online-Lesung teilen! Vielen Dank!

Klicken Sie zum Starten des Videos einfach oben auf das Video-Vorschaubild.

Wer daheim mitlesen möchte, findet den vollständigen Text des Hyperion kostenfrei auf zeno.org.

Klicken Sie hier und unterstützen Sie den Vorleser! Wolfgang Tischer freut sich über Ihre Spende für weitere Lesungen.Bildmaterial zum Download

und zur kostenfreien Verwendung im Rahmen der Verlinkung oder Berichterstattung über die Lese-Aktion

»So peinlich wie nur möglich« – FAZ-Literaturchef kritisiert Verkündung des Preises der Leipziger Buchmesse

Leere Gänge der Leipziger Buchmesse. Da die Messe abgesagt wurde, fand die Preisverkündung des Preises der Leipziger Buchmesse im Radio statt.
Leere Gänge der Leipziger Buchmesse. Da die Messe abgesagt wurde, fand die Preisverkündung des Preises der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr im Radio statt.

»Wie konnte diese Peinlichkeit passieren?«, fragt sich Andreas Platthaus, Literaturchef bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Damit meint er nicht die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse, sondern die diesjährige Verleihungszeremonie. Tatsächlich muss man sich fragen, warum Deutschlandfunk Kultur so eine billige Radiosendung zusammengezimmert hat.

Corona-Virus: Literaturfest lit.Cologne 2020 abgesagt

Corona-Virus: Literaturfest lit.Cologne 2020 in letzter Minute abgesagt
Absage auf der Website der lit.Cologne

Das Kölner Literaturfest lit.Cologne wurde in letzter Minute abgesagt. Heute Abend (10.03.2020) hätte es eröffnet werden sollen. Nachdem die Leipziger Buchmesse bereits letzte Woche wegen der Corona-Epidemie abgesagt wurde, trifft es die zweite große Veranstaltung rund ums Buch. Doch warum hat man am Rhein so lange mit der Absage gewartet?