
Rebecca Gablé und David Gray
(Foto: © Olivier Favre 2011 und privat)
Selbstverleger David Gray hat unlängst fürs literaturcafe.de ein Interview mit der Bestseller-Autorin Rebecca Gablé geführt.
Nun hat die Autorin den Spieß umgedreht, und sie befragt ihrerseits David Gray, welche Chancen, Möglichkeiten und Risiken er im Selfpublishing sieht.
Das Interview zeigt eines deutlich: Die vor Kurzem noch unüberwindlich erscheinende Schwelle zwischen Verlagsautoren und Selbstpublizern schrumpft durch die durchs E-Book ausgelöste Umwälzungen auf dem Buchmarkt.
Die deutsche Selbstverlegerin Emily Bold hat die englischsprachigen Rechte ihrer »The Curse«-Reihe an Amazon abgetreten.
Amazon will die beiden Bände in englischer Übersetzung künftig als Imprint selbst auf dem amerikanischen Markt anbieten und vermarkten. Nach Jonas Winner sichert sich der US-Konzern die Rechte eines weiteren deutschen Selbstverlegers direkt.
Einen der Bände, die trotz des englischen Titels im Original auf Deutsch erschienen sind, hatte Emily Bold bereits selbst ins Englische übertragen lassen.
Der große internationale Durchbruch soll nun durch Amazon kommen – denn die Selbstverlegerin hatte einen entscheidenden Aspekt nicht berücksichtigt.

Zum Jahresanfang listet Amazon wieder die meistverkauften Kindle-E-Books des Vorjahres auf.
Es fällt auf, dass Amazon im Vergleich zum Vorjahr offensichtlich den Bewertungsalgorithmus geändert hat, denn es finden sich so gut wie keine 99-Cent-E-Books von Selfpublishern mehr unter den Top100-Büchern des Jahres 2012.
Verlagstitel haben deutlich mehr Gewicht im Amazon-Ranking bekommen, und selbstverlegte E-Books spielen keine bedeutende Rolle mehr.
Damit zieht Amazon offenbar die Konsequenz aus den »Bewertungskriegen«, Manipulationsversuchen und Skandalen der Selbstverleger.
Die Tage sind trüb, da wollen wir uns heute zumindest lyrisch der Sonne zuwenden. Textkritiker Malte Bremer schaut sich ein kurzes Gedicht an, dem er attestiert, dass es handwerklich zwar sauber gearbeitet sein, doch am Inhalt hapere es.
Das stimmige Metrum wird durch unpassende oder abgegriffene Adjektive gestört. Und auch am Bild mit Kleid sollte die Autorin noch arbeiten.
Obwohl Bilder oder Vergleiche fantasievoll genutzt werden können, sollten sie dennoch in sich logisch sein, denn sonst hängen auch diese Bilder schief, was ja – wie wir spätestens seit Loriot wissen – für den Betrachter unangenehme Folgen haben kann.
Wir haben in unsere Log-Dateien geschaut, um herauszufinden, welche Beiträge im literaturcafe.de im vergangenen Jahr 2012 die populärsten waren. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese auch 2012 verfasst wurden. Soweit möglich, zählen wir Mehrfachaufrufe einer Seite durch die selben Besucher nur einmal.
Klare Erkenntnis: Auch das literaturcafe.de wird von amerikanischen Konzernen dominiert. Die meisten Besucherinnen und Besucher suchen nach günstigem Lesestoff fürs Kindle oder wollen wissen, wie man E-Books selbst veröffentlicht. Auch ein Beitrag über Apples iBooks ist ganz oben mit dabei. Lesen wird digital.
Erstaunlich: Platz 3 belegt ein deutscher Klassiker mit tödlichem Ausgang.
Das Team des literaturcafe.de wünscht Ihnen ein glückliches, friedvolles, erfolgreiches und gesundes Jahr 2013!
Anders als andere blicken wir erst auf das vergangene Jahr zurück, wenn es wirklich vorbei ist.
Daher lesen Sie heute am 1. Januar 2013 unseren ganz persönlichen Jahresrückblick 2012.
Zweifelssohne war für uns das vergangene Jahr geprägt durch die sogenannte Urheberrechtsdiskussion, einem Boom des Selbstverlegens mit zahlreichen Podiumsdiskussionen, einem handfesten Skandal und der Suche nach Seegeistern.
2011 hatten wir Hüllen für den 79-Euro-Kindle und den Kindle Touch getestet. Grundsätzlich eignen sich die beiden seinerzeit vorgestellten Schutzhüllen von Amazon und Tuff-Luv auch für den Kindle Paperwhite.
Doch es geht noch besser: Die neuen Hüllen für den Paperwhite sind speziell für dieses Kindle-Modell konzipiert und bieten beim Lesen mehr Komfort.
Wir testen daher die Paperwhite-Originalhülle von Amazon und lassen sie gegen den Tuff-Luv-Testsieger vom letzten Jahr antreten, der ebenfalls speziell für den Paperwhite angepasst wurde.
Kann der Vorjahrestestsieger seine Spitzenposition verteidigen?
Xander Morus gehört nicht zu den Selfpublishern, die ganz oben in Amazons Kindle-Bestsellerliste stehen. Und dennoch verkauft er seine selbstverlegten E-Books stetig und mit Erfolg. Von seinen Erfahrungen hat Xander Morus in diesem Jahr in zwei Beiträgen für das literaturcafe.de berichtet, die auf großes Interesse stießen.
Kurz vor Jahresende wirft der Autor von Horrorgeschichten und Thrillern einen ganz persönlichen Blick auf die Selfpublishing-Szene und wie der Kampf der Selbstverleger um die begehrten Bestsellerränge immer härter wird.
Noch eine Stunde, dann wird Roger Willemsen auf der Bühne stehen und dem Publikum sein neues Buch »Momentum« präsentieren.
Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de spricht mit dem Autor vor seinem Auftritt über die besonderen Momente im Leben.
Zunächst aber geht es um die Antwort auf eine vor langem gestellte Frage zum Thema Urheberrecht.
Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Buchbranche und wie reagieren Autoren, Verlage und Dienstleister auf diese Veränderungen?
Insa Moog hat dazu für einen Beitrag auf wdr.de fast eine Stunde Wolfgang Tischer befragt, den Herausgeber des literaturcafe.de. Nun ist ihr lesenswerter Artikel online, der die Quintessenz des Gesprächs sehr gut zusammenfasst.
Ebenfalls zitierte wird Rita Bollig, die beim Lübbe Verlag den Bereich Bastei Entertainment verantwortet.