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Harry Rowohlt (1945-2015) – der Papageno der Abschweifung

Harry Rowohlt bei einer Lesung im Jahre 1998 - noch mit Whiskeyflasche auf dem Tisch
Harry Rowohlt bei einer Lesung im Jahre 1998 – noch mit Whiskeyflasche auf dem Tisch

Harry Rowohlt ist tot. Im Alter von 70 Jahren starb er nach langer Krankheit am 15. Juni 2015. Einen Tag später – am Bloomsday – wurde sein Tod bekanntgegeben. Vielleicht hätte ihm das gefallen, lästerte der doch gerne über seinen Übersetzer-Kollegen Hans Wollschläger, dass selbigem mit dem Ulysses eine gute Rohübersetzung ins Deutsche gelungen wäre.

Ein Wunsch frei: Idioten. Fünf Märchen von Jakob Arjouni

Jakob Arjouni: Idioten. Fünf Märchen

Was würden Sie tun, wenn in einer kritischen Situation plötzlich eine Fee auftaucht und Ihnen erklärt, Sie hätten einen Wunsch frei? Wüssten Sie spontan, was Sie antworten würden – einmal ganz davon abgesehen, dass ja jede(r) behaupten könne, eine Fee zu sein?

Textkritik: Voll in den historischen Roman reingeritten

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Iasi, Hauptstadt des Fürstentums Moldau, 5. Juli 1579

Es waren die Osmanen, Muskowiten und Wallachen, die zu Pferd bis an die Verkaufsstände ritten und den Staub aufwirbelten, der die ganze Stadt überzog. So war der Marktplatz bereits zur Mittagszeit von einem sandigen Schleier durchtränkt. Zusammen mit den ockergelben Häusern, die das Stadtbild prägten, wurde den Besuchern ein fast monochromer Schauplatz geboten, der lediglich von grauen Kapellen und einer Moschee, dieses illegale Symbol der Vorherrschaft, nuanciert wurde. Obwohl die Moldau bekannt war für ihre hochwertigen Pelze, Textilien, Falken und Zuchtpferde, waren die meisten Käufer wegen des hiesigen Sklavenmarktes hergekommen. Heute war der Andrang besonders groß, denn die neueste Ware bestand aus vorwiegend jungen, kräftigen Tscherkessen, die gute Arbeit im Haus wie auch auf den Feldern zu verrichten versprachen. Trotz der Ketten an ihren Füßen und Händen wirkten sie stolz und erhaben, geradeso, als nahmen sie nicht teil an ihrer eigenen Versteigerung.

Inmitten des Geschehens stand ein Mädchen mit großen Augen und einem dunklen Zopf, Schatten suchend unter einer Eiche. Die Hände, die durch die langen Finger elegant und spinnenartig zugleich wirkten, hatte sie auf ihre flache Brust gelegt, als wollte sie sich vor etwas schützen. Dies gab ihr das Aussehen einer zu Stein erstarrten Figur, die im Moment des Erschreckens oder Erstaunens verwandelt worden war. Der Mund war dabei leicht geöffnet, als könnte sie nicht mehr durch ihre Nase atmen, die fast immer noch so klein war wie bei einem Säugling. Wer anhand all dieser Anzeichen noch nicht überzeugt davon war, dass aus ihr einmal eine grandiose Schönheit werden würde, der brauchte sich nur ihre Lippen anzusehen, die voll und schon jetzt zu einem ewigen Kuss geformt waren. Doch es waren nicht etwa ihre Augen, die die See in sich zu tragen schienen oder ihre würdevolle Haltung, die sie von den meisten Menschen auf dem Marktplatz unterschied. Nein, es war ihre Haut, die nach monatelanger ungeschützter Sonneneinstrahlung die Farbe dunklen Honigs angenommen hatte. Nun hinterließ das Mädchen überall, wo sie hinging, einen Duft, der an Karamell und Milch erinnerte.

Obwohl sie erst vor kurzem ihren elften Geburtstag gefeiert hatte, suchte sie die Plage der Frauen bereits seit einem Jahr monatlich heim. Ihre Mutter hatte ihr zu diesem Einstieg ins Frausein ein violettes Tuch, bestickt mit goldenem Garn, geschenkt. Es sei ein Grund zum Feiern, hatte sie gesagt, doch das Mädchen konnte sich beim besten Willen nicht erklären, warum die pulsierenden Unterleibskrämpfe und das Blut, das ihr dann die Innenschenkel herunterlief, zu bejubeln waren. Trotzdem war sie sich der Einzigartigkeit dieses Tuchs bewusst. Es hatte einst ihrer Großmutter gehört, und ihre Mutter hatte diesen Schatz seit jeher als einziges Andenken an ihre verlorene Familie aufbewahrt. Auf ihrem sackartigen Leinenkleid, das einst weiß gewesen war und nun die Farbe einer Schlammpfütze angenommen hatte, bildete dieses Schmuckstück einen außergewöhnlichen, wenn nicht gar lächerlichen Kontrast. Nun glich sie in Mitten des Schmutzes, in dem sie lebte, einer Adligen und spiegelte so den Stolz wider, den ihre Mutter in all den Jahren der Erniedrigungen niemals verloren hatte.

Es war eigentlich zu heiß, um so seinen Stolz zur Schau zu stellen, doch dies nahm das Mädchen in Kauf. Sie hatte sich sowieso um Wichtigeres zu kümmern. Der Hunger, der sie seit zweieinhalb Tagen quälte, eine Bestrafung für ihren Ungehorsam, raubte ihr den Verstand. Die Mittagsglut trug dazu bei, dass sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Dennoch hielt sie tapfer stand und wartete auf die anderen zwei Kinder, die sie losgeschickt hatte, damit sie herausfanden, wo man am besten unauffällig etwas zu Essen entwenden konnte. Ein schlechtes Gewissen hatte sie deswegen noch nie geplagt. Sie war hungrig und würde alles dafür tun, nie wieder mit einem sich schmerzhaft zusammenziehenden Magen zu Bett gehen zu müssen wie gestern Abend. Ihre Mutter wusste, was ihre Tochter tat, wenn sie sich alleine oder mit anderen Kindern heimlich auf den Marktplatz davonschlich, hinterfragte es aber auch nie. Allerdings hatte sie ihr vehement verboten zu betteln. Das Mädchen hatte nie verstanden, warum betteln schlimmer als stehlen war, aber nahm dieses Verbot wiederum ohne nachzufragen hin.

Die süßen, sauren und deftigen Gerüche der Speisekarren in ihrer unmittelbaren Nähe trieben ihr die Tränen in die Augen und verlangten ihr höchste Überwindung ab, sich nicht einfach vor aller Augen so viel zu nehmen, wie sie nur wollte.

Zehn Minuten waren erst vergangen, seit sie die beiden Jungen losgeschickt hatte, und doch schien sie schon seit Stunden zu warten. So lange hatten sie noch nie gebraucht. Wahrscheinlich sind alle Waren zu gut bewacht, dachte das Mädchen. Jetzt war Hochsaison und da konnte es sich kein Händler leisten, seine Güter von dreckigen, kleinen tigani -Kindern klauen zu lassen.

Dann, endlich, hörte sie eine schrille Stimme aus der Menschenmenge:

„Ira“, schrie der siebenjährige Radu, der außer Atem zusammen mit seinem fünfjährigen Bruder Vlad angelaufen kam.

© 2015 by Tara Krein. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Grauenhaftes Gestümper
Da passt aber auch gar nichts zusammen! Schon im Romantitel fehlt der Bindestrich zwischen Zigeuner und Rhapsodie …

Die Kritik im Einzelnen

Das fängt ja prächtig an: Diese Menschen sind Moskoviten! Muskoviten ist etwas völlig anderes. zurück

Das geht ja prächtig weiter: Ein Wallach sitzt auf einem Pferd? Ein Wallach ist ein Pferd! Gemeint waren wohl die Walachen, die aus der Walachei stammen. zurück

Die Voll-Prächtigkeit nimmt ihren Lauf: Ein Marktplatz ist von einem sandigen Schleier durchtränkt? Was soll denn das heißen? Wie ist das Feuchtigkeit enthaltene durchtränken mit dem staubigen Staub zu verbinden? Und wie ist der Zusammenhang zwischen Sand und Staub? Was ein Geschwafel! zurück

Die Kapellen müssten wegen dem alles durchtränkenden Sandstaub (oder Staubsand?) ebenfalls ockerig aussehen, und ebenso die ansonsten wohl farblose Moschee. zurück

Von wem oder was wurde die Monochromie durchbrochen?  Von diesem illegalen Dingsbums … So will es die deutsche Grammatik!
Wie ein Grau und eine farblose Moschee einen fast monochromen Schauplatz nuancieren sollen, bleibt das Geheimnis des Erzählers! Fast monochrom ist schon nuanciert genug, aber grau und ocker sind nicht fast monochrom, das ist ziemlich kontrastreich! Zudem passt das Verb nuancieren überhaupt nicht in das sprachliche Umfeld. zurück

Die Moldau ist ein Fluss, und der ist nicht bekannt für seine Pelze und Zuchtpferde, sondern wegen seiner wandernden Steine! Hier ist das Fürstentum Moldau gemeint, es könnte also einfach Moldau heißen, ohne jeden Artikel.
Wenn man nicht alles selbst macht. zurück

Genau: Die restlichen Sklaven waren die alten, schwachen Tscherkessen … Setzte man vorwiegend vor bestand statt dahinter, wäre alles klar. So einfach ist das! Und so schwer.
Und was treiben diese jungen, kräftigen Tscherkessen? Sie biedern sich an! Sie versprechen den potentiellen Käufern, gute Arbeit im Haus wie auch auf den Feldern zu verrichten (wobei wie auch auf wie ein Stottern wirkt und gefahrlos durch und ersetzt werden könnte).
Den Käufern genügt ein Blick: (…) die aussahen, als könnten sie gute Arbeit im Haus und auf den Feldern verrichten. zurück

Blödsinn: Sie können gar nicht an ihrer Versteigerung teilnehmen, genau so wenig wie ein antikes Fabergé-Ei, denn sie haben garantiert kein Geld: Sonst hätten sie sich schon längst frei gekauft. Das wäre das eine.
Das andere ist Folgendes: Nach geradeso folgt ein Irrealis, denn man könnte sich vorstellen, dass es so wäre: dass die Sklaven daran teilnähmen! Kann man aber aus dem genannten Grund nicht. zurück

Ach, das Mädchen hatte große Augen? Wie groß denn? Wenn schon, denn schon! Und der Zopf war dunkel? Also nicht ockergelb? Und das Mädchen stand und suchte Schatten (wohl mit  ihren großen Augen) unter einer Eiche? Warum stellt sie sich nicht einfach in deren Schatten? Was gibt es da groß zu suchen?
So viel Fragen wegen so viel überflüssigen Geschreibsels! Offenbar sollte eine wichtige Person weiblichen Geschlechts eingeführt werden, und das ginge z. B. so: Das Mädchen stand im Schatten einer Eiche. Durch den bestimmten Artikel wird das Mädchen zu einer wichtigen Person.
Augengröße und Haartracht sind nebensächlich, das sollte – wenn überhaupt – erst dann erwähnt werden, wenn sie eine Rolle spielen, z. B. als Wahrnehmung einer anderen Roman-Figur. zurück

Wie nicht anders zu erwarten bei »historischen« Romanen (oder bei all den Machwerken der Genres Horror, Fantasy, Krimi, Soft-Porno, Liebe, Arzt usw.), beginnt jetzt eine unbeschreibliche Beschreibung der Protagonistin. Nicht der Leser darf sich ein Bild machen von diesem Mädchen, sondern es wird ihm vor den Latz geknallt: Lange Finger hat das Wesen, elegant und spinnenartig zugleich: Wie, bitteschön, sehen denn spinnenartige Finger aus? Hat etwa jeder Finger acht Beine?
Flachbrüstig ist das Mädchen. Schön. Und? Weil sie Finger mit acht Beinen hat und eine flache Brust, deswegen sieht sie aus wie eine zu Stein erstarrte Figur? zurück

Der Dummfug treibt immer verkrüppeltere Blüten: Der Mund war dabei leicht geöffnet, als könnte sie nicht mehr durch ihre Nase atmen.
Sie könnte doch trotz offenem Mund durch die Nase atmen: Was hat das denn mit dem offenen Mund zu tun? Ist das eine ganz spezielle Art von leicht offenem Mund? zurück

Jetzt haben wir erfahren, was der auktoriale Erzähler für eine grandiose Schönheit hält: Flachbrüstig, Finger, die wie Spinnen aussehen, leicht geöffneter Mund und verstopfte Nase: Toll! zurück

Offensichtlich ist der Erzähler selbst noch nicht so ganz überzeugt von seinem Schönheitsideal; denn er bessert verschlimmernd nach (ob er wohl beim Schreiben irgendwas bemerkt, sich aber nicht getraut hat, das gerade Erzählte nochmals zu überarbeiten?):
Das flachbrüstige Wesen hat nicht nur einen leicht geöffneten Mund wegen seiner verstopften Nase: Die Lippen sind sogar voll (leere Lippen: Das wäre mal interessant!) und zu einem ewigen Kuss geformt.
EWIG! Dieses immer gern bemühte Unwort, das nichts weiter ausdrückt als die Unfähigkeit, sich auszudrücken!
Ewiger Kuss – was für eine grauenhafte Vorstellung: Nach spätestens 14 Tagen wären die beiden verhungert, wenn sie nicht schon viel früher verdurstet wären! zurück

Ach: Nicht die Augen schienen die See in sich zu tragen? Schade! Wäre doch ein schon so hübsch tot getretenes Bild!
Dafür gibt es jetzt etwas völlig Überraschendes: Das Auge trägt nämlich jetzt ihre würdevolle Haltung in sich, also die Spinnenfinger auf der flachen Brust samt leicht geöffnetem Mund in Kombination mit der verstopften Nase. So sieht sie aus, die würdevolle Haltung!
Stünde nach schienen ein Komma, wäre alles bestens! Dann müssten die Augen nicht die würdevolle Haltung tragen! zurück

Soso: Die Haut trug also die See in sich! Na, warum nicht? Wäre vielleicht ein bisschen viel Moisture – aber sei’s drum! zurück

Das Mädchen ging nirgendwo hin, das stand im Schatten einer Eiche! Und dort duftete es vor sich hin, nach was auch immer. zurück

Liebe Leserinnen und Leser: Im Rest dieses Romananfangs dürfen Sie selbst graben und sich an den Fundsachen erfreuen! Sowohl der Kitsch als auch die Unbeholfenheit des Erzählers blühen enthemmt weiter … und immerhin erfahren Sie endlich, dass die Regelblutung monatlich eintritt! zurück

Let’s Dance – and Write: Joachim Llambi übt Kritik

Buchcover: Joachim Llambi

Am Freitag (5. Juni 2015) ist das Finale der RTL-Tanzshow »Let’s Dance«. Joachim Llambi war als Juror bei allen 8 Staffeln dabei und gilt als harter Kritiker. Wie man Kritik übt, darüber hat er sogar ein Buch geschrieben: »Das wollte ich Ihnen schon immer mal sagen: Mut zur ehrlichen Kritik«.

Kann Llambis Kritik-Buch auch hilfreich für Literaturkritiker sein? Leider nur bedingt – und das liegt nicht daran, dass Llambi auch Krtik an Marcel Reich-Ranicki übt.

Textkritik: Dieser Text sitzt nicht so richtig

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Und schön brav sitz …

INTRODUCTIONS: My name is … Nazywam się … What’s your name?

Häufig ist das Leben nur ein Warten auf das Sterben. Du sitzt jahrzehntelang rum. Schon bald nach dem kurzen Liegen und dem langen Aufstehen wieder hinsetzen.

Vielleicht schön im Cafe zu Croissant und Tee, aber meistens am PC.

Dein Arbeitsplatz im Rollstuhl mit 5 wohlgeformten Beinen. Chromglänzend oder Alu-gebürstet. Auf jeden Fall schöner als die eigenen. Armlehne, Rückenlehne, Lendenwirbellehne, Lordosenstütze. Flexibel verstellbar, bis alles verstellt ist.

Das hochgestellte Leben ersitzen im Off-Roader durch den Innenstadt-Stau. Das Gefühl von Macht und einen runden Popo kriegen. Sehr sexy, isn´t it?

Viele sitzen auch tief unten in den Rhein-Bahn-Verliesen, wie es sich lebende Ölsardinen nicht gerne gefallen ließen.

Aber immer organisiert, schnell und sichel, das ist doch der wahre Deutsche Michel.

Nach der Arbeit auch schon mal ein Stündchen am Tresen sitzen und über Deine Rückenschmerzen schwitzen. Gelbgoldene Gerste gibts gegen den Geschmack vom Büroschlafkaffee der Maulfechter. Fürs Bauchweh ein, zwei Jägermeister. Und noch ein, zwei hinterher für die gute Laune, wenn noch Kredit da ist. Ein kleines Leben.

Aber dann schnell nach Hause, denn da wartet schon das große Leben. Es ist auf DVD, wird gestreamt oder kommt einfach so aus dem HomeCinema 7.1. Hinein in den Kunst-Ledersessel und dann nur noch Breitband, Bruder. Das ist Deine Heimat, Hallelujah.

Während der ausgestrahlten Dauer-Werbungsendung schnell noch auf der Küchenarbeitsplatte hacken und Staub wischen. Immer wieder, bis nichts mehr geht. Dann kommt die Schlafenszeit, und Du kannst endlich davon träumen, was Dich bewegt. Mach doch.

© 2014 by Frank Panzer. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Völlig verkorkste Moralinpredigt.
Ein paar angewandte Stilmittel machen noch keinen brauchbaren Text.

Die Kritik im Einzelnen

Was sollen diese INTRODUCTIONS? Nur wegen dem Anagramm mit den Buchstaben m,y,n,a,m,e,i,s? Schön.  Zum wahren Namen des Autors gibt es allein zehn!  Interessiert aber letztlich nicht, denn  es hat nichts mit dem folgenden Inhalt zu tun: Streichen! zurück

Schönes Spiel mit dem Reim Cafe-Tee-PC zurück

Das haut grammatikalisch nicht hin. Was ist gemeint: Das Gefühl von Macht und Einen-runden-Popo-Kriegen? Oder sollte es heißen: Das Gefühl von Macht. Und einen runden Popo kriegen.  Sollte letzteres der Fall sein, drängelt sich die Frage auf: Was ist das Besondere an einem runden Popo? Und was hat der wiederum mit einem SUV zu tun? zurück

Da ist nichts sexy! Das wäre allenfalls der Klischee-überfrachtete knackige … Brauchts so wenig wie die Introductions! zurück

Erneut ein Reim: Verliesen-ließen. zurück

Einfach nur albern ist der Deutsche Michel, der gern bemüht wird, um zu demonstrieren, dass man anders ist als die anderen, weil man den Durchblick hat. zurück

Jetzt klinkt sich der fiktive Erzähler aus: Ließe sich ein du bislang als allgemeine Ansprache verstehen, wird es jetzt dank der Großschreibung zur direkten Leseransprache, dem damit die Leviten gelesen werden: SO bist Du, und merkst es nicht einmal! Peinlich … zurück

Wieder ein Reim: sitzen-schwitzen. So weit, so gut, als Stilmittel erkannt! zurück

Als Stilmittel jetzt die Alliteration: fünf Mal ein g – Gleichzeitig wird Bierwerbung parodiert.  zurück

Diese Bewertung kann ersatzlos gestrichen werden. zurück

Eine schwächliche Alliteration und zusätzlich eine Anbiederung an den Deutschen Michel, denn der wird jetzt Bruder genannt  … ist das jetzt unfreiwillige Selbstironie, also ein Versehen? Oder ein bewusster Akt? zurück

Jetzt hat er’s dem Leser aber gegeben – Hallelujah! Wenn er jetzt nicht endlich aufwacht … Streichen! Das ist schon oberpeinlich! zurück

Wenn er nur bei einer „ausgestrahlten“ Dauer-Werbesendung auf der Küchenarbeitsplatte herum hackt, dann muss er dauernd auf ihr herumhacken, schließlich wird eine Dauer-Werbesendung dauernd ausgestrahlt  … das ging völlig daneben! zurück

Jetzt wird auch noch das Thema verlassen: Es ging doch wohl ums SITZEN! So etwas passiert halt, wenn man beim Drauflosschreiben den Faden verliert. zurück

Bis WAS nicht mehr geht? Das Hacken, weil die Arbeitsplatte wegen dem Dauerhacken kleinst gehackt ist, z. B. zu Staub? Der kann ja dann mit dem Staubtuch … Was soll’s! zurück

Nö! Hab ich keine Lust zu! zurück

Bachmann und Brockmann II: Von Frauen, Profis und besseren Gewinnchancen

Bachmann-Tasche 2015 (Foto: ORF/Ferdinand Neumüller)
Foto: ORF/Ferdinand Neumüller

Auf der Pressekonferenz vom 28. Mai 2015 gaben die Veranstalter des Bachmannpreis-Wettbewerbs letzte Neuigkeiten zu den »39. Tagen der deutschsprachigen Literatur« bekannt: Die Farbe der Bachmannpreis-Tasche, eine Veränderung beim Wahlmodus, den Namen des Redners der »16. Klagenfurter Rede zur Literatur« und – ta-da! – die KandidatInnenliste für die Lesungen vom 2.-4. Juli 2015.

Nutzer kommentieren »Sind 30 Euro für vergessene Parkscheiben übertrieben?«

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Dramatisierte Fassung von Nutzerkommentaren zu einem Artikel in der Badischen Zeitung vom 23. Mai 2015. Auf die Sprechblasen klicken und anhören.

Dracula – Eine Vampyrlesung – Live in Stuttgart am 27. Mai 2015

Bram Stoker: Dracula - Eine Vampyr-Lesung
Bram Stoker: Dracula – Eine Vampyr-Lesung (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Am Mittwoch, 27. Mai 2015, lesen Lilian Wilfart und Wolfgang Tischer wieder Bram Stokers »Dracula«. Das blutsaugende Original, das bis heute unübertroffen ist – eine fulminante Horrorstory und zwei Stunden Text, die sie atemlos zurücklassen werden.

Beginn ist um 19:30 Uhr in der Akademie für gesprochenes Wort. Der Raum ist nicht sehr groß, fast könnte man sich an eine viktorianische Salon-Lesung erinnert fühlen. Das Grauen ist nah.

Joachim Zelter: Wiedersehen – aber mit ohne drei Zeilen

Joachim Zelter: Wiedersehen

Joachim Zelter kann schreiben, daran besteht kein Zweifel. Ich denke dabei an den Ministerpräsidenten, der seinerzeit auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand, oder an Einen Blick werfen.

Zelters Können setzt sich fort in seiner neuen Erzählung »Wiedersehen«, die er (oder der Verlag?) aus unerfindlichen Gründen Novelle genannt hat.

Wenn da in diesem kleinen Büchlein nur nicht die drei letzten Zeilen wären!

Bachmann und Brockmann I: Neuigkeiten des Jahres 2015

Kann sich 2015 entspannt zurücklehnen: Burkhard Spinnen gehört (freiwillig) nicht mehr der Bachmannpreis-Jury an
Kann sich 2015 entspannt zurücklehnen: Burkhard Spinnen gehört (freiwillig) nicht mehr der Bachmannpreis-Jury an

Am 1. Juli 2015 werden die »39. Tage der deutschsprachigen Literatur« (#TDDL) eröffnet.

Leichtes Vorvibrieren macht sich im Literaturbetrieb breit. Alles wartet auf die Bekanntgabe der zum Bachmannpreis-Wettbewerb ein­geladenen Autorinnen und Autoren. Bis die News in Klagenfurt verkündet werden, wollen wir die Wartezeit nutzen, uns die bereits bekannten Neuig­keiten anzuschauen.

Video-Interview: Neobooks startet neue Selfpublishing-Plattform

Im Interview: Projektleiter Andreas Ländle von neobooks.com

Der Droemer Knaur Verlag hat seine Selfpublishing-Plattform Neobooks komplett überarbeitet. Neben einem neuen Design wurde das Hochladen und Konvertieren der Manuskripte für Autorinnen und Autoren vereinfacht.

Was ist sonst noch neu bei Neobooks? Was bringt die Plattform den Autorinnen und Autoren? Und was bringt sie dem Verlag Droemer Knaur?

Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de hat sich mit Michael Döschner, Verlagsleiter Elektronisches Publizieren bei Droemer Knaur, und Neobooks-Projektleiter Andreas Ländle getroffen und über den Neustart und die Bedeutung von Self-Publishing gesprochen.

Der Hals der Giraffe: Stuttgart liest wieder ein Buch

Leserin mit »Der Hals der Giraffe« vor der Stuttgarter Oper

Ab heute (11. Mai 2015) bis zum 22. Mai 2015 heißt es in der Landeshauptstadt von Baden- Württemberg wieder »Stuttgart liest ein Buch«. Zwei Wochen lang wird das Buch »Der Hals der Giraffe« von Judith Schalansky im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen stehen – von Lesungen, über Poetry-Slam bis hin zur Führung im Giraffenhaus der Wilhelma.

Den Auftakt bildet die Eröffnungsveranstaltung in der Stuttgarter Stadtbibliothek. Neben Musik gibt es ein Gespräch zwischen Judith Schalansky und der Literaturkritikerin Daniela Strigl. Das literaturcafe.de ist als Sponsor von »Stuttgart liest ein Buch« mit dabei.

Literarischer Spieletipp »Lifeline«: Notruf aus dem All

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Lifeline iPhone App

Manche Ideen sind nicht neu – aber gut in die Neuzeit gebracht. Die kleine Spieleschmeide 3 Minute Games kombiniert das gute alte Textadventure der 1980er-Jahre mit Tamagotchi und Mobiltelefon. Eine weitere wichtige Zutat: die Zeit.

Und plötzlich erhält man auf seinem Smartphone Nachrichten von Taylor. Er (oder sie?) ist bei einer Weltraummission auf einem fernen Planeten abgestürzt. Die einzige Verbindung zur Erde besteht zu Ihrem Mobiltelefon! Und so blickt man auf sein Smartphone und wartet ungeduldig auf Nachrichten von Tayler. Kann man ihr oder ihm helfen zu überleben?

Abnormal albern: Die Abnormen von Marcus Sakey

»Die Abnormen« auf dem E-Reader

Warum der Originaltitel »Brilliance« zu »Die Abnormen« wurde, kann ich mir nicht erklären – wie so vieles in an und in diesem Buch von Marcus Sakey.

Lesetipp: Die FAZ über Selfpublisher und ein Interview als Zugabe

»Ich bin dann mal Autor« - FAZ vom 2. Mai 2015

Unter dem Titel »Ich bin dann mal Autor« widmete sich die FAZ in ihrer Samstagsausgabe vom 2. Mai 2015 dem Phänomen Self-Publishing. In einem fast ganzseitigen Feuilleton-Beitrag blickt Autorin Dana Buchzik auf den Werdegang von deutschen Self-Publishern wie Poppy J. Anderson, Hanni Münzer oder Clara Hitzel. Der FAZ-Beitrag ist nun auch auf faz.net online nachzulesen.

Im Rahmen der Recherche führte Dana Buchzik auch ein Interview mit literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer, der im Beitrag mehrfach zitiert wird.

Als Bonus-Track zum FAZ-Artikel, gibt es das vollständige Interview mit Wolfgang Tischer über Self-Publishing hier im literaturcafe.de zu lesen.