Ein Wunsch frei: Idioten. Fünf Märchen von Jakob Arjouni

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Jakob Arjouni: Idioten. Fünf Märchen

Was würden Sie tun, wenn in einer kritischen Situation plötzlich eine Fee auftaucht und Ihnen erklärt, Sie hätten einen Wunsch frei? Wüssten Sie spontan, was Sie antworten würden – einmal ganz davon abgesehen, dass ja jede(r) behaupten könne, eine Fee zu sein?

Jakob Arjouni erzählt fünf Märchen, und Protagonisten sind (neben der Fee) Max, der um das Betriebsklima bemühte Vizechef einer großen Werbefirma, Paul, der erfolgreiche Filmemacher, der das ultimative Projekt vor Augen hat, Frau Radek, die nur das Beste für ihren erwachsenen Sohn will, Rudolf, der erfolgreiche Serienromanschreiber, der endlich ein literarisches Meisterwerk schaffen will, und schließlich der Journalist Manuel, der von der Schickeria anerkannt werden will.

Das sind die fünf Idioten, und die Fee hat sie gewarnt: Alle Wünsche (bis auf wenige Ausnahmen) würden zwar erfüllt, aber manchmal sei das Ergebnis ganz anders, als die Wünschenden sich das vorgestellt hätten!

So könne sich jemand wünschen, die heißeste Pop-CD des Jahres herauszubringen, aber er wäre dann nicht der Leadsänger; wolle er aber der Leadsänger sein, würde es nicht die heißeste CD.

Der großartige Erzähler Jakob Arjouni – 2013 leider viel zu früh verstorben – lässt uns miterleben, was aus den Wünschen der fünf Idioten wird.

Malte Bremer

Jakob Arjouni: Idioten. Fünf Märchen (detebe). Taschenbuch. 2004. Diogenes. ISBN/EAN: 9783257233896. EUR 10,00 » Bestellen bei amazon.de Anzeige

1 Kommentar

  1. ohne “sich” vor “das vorgestellt hätten!” – das ist auch nicht gerade bestes Deutsch … :-)) !

    Tatort (1): … aber manchmal sei das Ergebnis ganz anders, als ??? die Wünschenden das vorgestellt hätten!

    Das Ignorieren des Konjunktivs in den beiden Prädikaten des Kondizionalsatzes ist auch nicht gerade elegant…!

    Tatort (2)Was würden Sie tun, wenn in einer kritischen Situation plötzlich eine Fee auftaucht ?? und Ihnen erklärt ??, Sie hätten einen Wunsch frei?

    Die Tatsache allerdings, dass dieser Roman ein jämmerliches Machwerk sein dürfte, ist gut beobachtet, Herr Bremer.

    LG. und ‘gute Besserung’

    jakob klivinyi, Graz

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