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Literarischer Ausgleichssport: Unsere T-Shirts zur Fußball-EM

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T-Shirt, Modell AusgleichssportIn wenigen Tage ist es wieder soweit, und für viele gibt es dann nur noch ein Thema. Doch egal, ob Sie Fußball und die Literatur lieben oder ob Sie Fußball hassen und die Literatur lieben: unsere T-Shirt-Kollektion ist für alle da. Da gibt es das Modell »Ausgleichssport« in der Variante mit deutschen Bündchen oder aber mit Schriftzug in den Nationalfarben. Ebenso das Modell »Literatur-Mannschaft« mit Bündchen und mit bunten Farben.

Wer jetzt bestellt, hat die T-Shirts rechtzeitig zur Eröffnungsfeier.

Und wer partout nix Schwarz-rot-Goldenes tragen will, der oder die erfreut sich vielleicht an unserer unparteiischen Kollektion »Literat« oder »Literatin« oder an unseren klassischen Modellen.

Folge 39: Pfarrer Menzel hat Geburtstag

Pfarrer Menzel hat sich schnell daran gewöhnt, statt mit seiner Haushälterin einmal jährlich mit seinem protestantischem Amtsbruder anlässlich dieses besonderen Festtages Fang-den-Hut zu spielen. Vor allem Pfarrer Menzel kann man dabei von Herzen lachen hören. Dies freut umso mehr, als Pfarrer Menzel seit dem Verlust des Vornamens ja des Namenstages entbehrt.

Willms‘ Woche: Hübsch hässlich habt ihr’s hier

Feierten wir in der letzten Woche noch den Geburtstag des Erfinders von Sherlock Holmes, so jährt sich nun am 29. Mai der Ehrentag des »Vaters« einer weiteren wichtigen Detektivfigur.

Vor fast 100 Jahren schuf Gilbert Keith Chesterton seinen Pater Braun, der dem deutschen Publikum vor allem durch die filmische Verkörperung durch Heinz Rühmann bekannt ist.

Zwar sind die deutschen Verfilmungen gegenüber der Buchvorlage deutlich »entschärft« und müssen mit weniger theologischem Inhalt auskommen, jedoch ist die Figur des neugierigen Geistlichen, der das Ermitteln in mysteriösen Mordfällen »einfach nicht lassen kann«, liebenswert schrullig.

Folge 38: Pfarrer Menzel mogelt

So weit Pfarrer Menzel zurückdenken kann, so lange löst er schon akribisch die Kreuzworträtsel im St. Konradsblatt. Gut und gern erinnert er sich an den Gewinn eines mit einem linken Fuß bunt angemalten Marienbildes, das ihn seither unablässig begleitet. In der letzten Ausgabe nun winkte als Preis eine Pilgerei quer durchs Straßburger Münster, was Pfarrer Menzel zu besonderen Anstrengungen veranlasste; eigenhändig füllte er 72 Postkarten mit dem Losungswort »Mitsubishi« und seinem Absender aus; des nachts verteilte er sie verstohlen auf die verschiedenen Briefkästen im Kreisgebiet, denn irgendwie hatte er ein ungutes Gefühl, so eine Art schlechtes Gewissen.

Folge 37: Pfarrer Menzel schinkelt

Wenn allzu heftige Versuchungen und Angebote Pfarrer Menzel bedrängen, dann schinkelt er gut eins bis zwei Minuten, und alles ist wieder im Lot: das zu beschwören sei Pfarrer Menzel jederzeit bereit. An seinen Worten zu zweifeln steht uns weder an noch zu und sei uns fern!

Folge 36: Pfarrer Menzel erbarmt sich

Wenn Pfarrer Menzel von einem lebendigen Wesen gebeten wird, sich seiner zu erbarmen, dann tut Pfarrer Menzel das unverzüglich. Darüber hinaus erbarmt sich Pfarrer Menzel manchmal sogar ohne entsprechende Aufforderung!

Frankfurter Verlagsgruppe will weiter gegen Wikipedia klagen

Frankfurter Verlgagsgruppe will weiter gegen Wikipedia klagenDie Frankfurter Verlagsgruppe will gegen ein Urteil des Landgerichts Köln Berufung einlegen und weiter gegen die Web-Enzyklopädie Wikipedia bzw. den deutschen Wikimedia Verein klagen, wie heise online heute berichtet.

Die Verlagsgruppe sieht offenbar die Gefahr, dass sie durch kritische Äußerungen im Internet wirtschaftlich geschädigt wird. Da zur Verlagsgruppe Zuschussverlage gehören, bei denen Autoren für ihre Buchveröffentlichungen selbst zahlen, fürchtet man offenbar, die Autoren könnten aufgrund der kritischen Beiträge von einer Veröffentlichung bei der Verlagsgruppe absehen und zu Alternativen wie BoD.de oder Lulu.com wechseln. So zitiert heise aus der Pressemeldung der Verlagsgruppe: »Es kann nicht sein, dass sich im Internet rechtsfreie Räume etablieren, in denen Konkurrenten unter Phantasienamen falsche Tatsachen über missliebige Wettbewerber verbreiten dürfen.«

Damit akzeptiert die Verlagsgruppe das Urteil des Landgerichts Köln nicht, in dem dieses die entsprechenden Passagen im Wikipedia-Artikel als Meinungsäußerung oder wahre Tatsachenbehauptung für zulässig befand (wir berichteten). Der genau Wortlaut kann in der Urteilsbegründung nachgelesen werden (PDF-Download/1,2 MByte).

Nach Meinung von heise online habe die Gruppe daher mit einer Berufung keine große Aussicht auf Erfolg.

Folge 35: Pfarrer Menzel schweigt

Als Pfarrer Menzel einmal beim Predigen nicht mehr aus noch ein wusste, schwieg er einfach und beharrlich. Das beunruhigte seine Gemeinde dann zum Erstaunen des protestantischen Amtsbruders unerwartet stark, und die Sorgen bezüglich Pfarrer Menzels leib-seelischer Verfassung erlebten hier ihren fragwürdigen Anbeginn und Ausgang.

Willms‘ Woche: Watson, komm herüber!

Die erste E-Mail, die im Jahr 1970 über das ARPAnet versendet wurde, war eine Nachricht an eine Gruppe von Computerwissenschaftlern an der University of California. Das Stanford Research Institut schickte damals folgenden Text:

»Watson, komm herüber. Ich brauche deine Hilfe.«

Natürlich bezieht sich diese Anspielung auf keinen geringeren als den wohl berühmtesten Detektiv der Literaturgeschichte.

Folge 34: Pfarrer Menzel fürchtet

Wenn Pfarrer Menzel sich fürchtet, werden sein Pupillen annähernd winzig. Geschwind schlüpft er alsdann unter eine Bettdecke oder zieht sich die Alba über die Ohren und schlägt allda dreimal das Kreuzeszeichen. Notfalls erfüllt ein hastig ergriffenes Tuch den gleichen Zweck. Wenn Pfarrer Menzel sich nicht mehr fürchtet, geht es ihm gleich besser. Am meisten fürchtet sich Pfarrer Menzel übrigens vor dem Satan.

Zuschussverlag verliert Gerichtsstreit gegen Wikipedia und muss kritische Äußerungen hinnehmen

Urteil im Namen des VolkesWie heise online und die Wiener Zeitung berichten, klagte die Frankfurter Verlagsgruppe gegen den Verein Wikimedia Deutschland, da sie sich in einem Wikipedia-Eintrag über das Unternehmen verunglimpft sah. Wie in der 20-seitigen Urteilsbegründung nachzulesen ist (PDF-Download/1,2 MByte), ging es u. a. um Einträge und Aussagen zur Verlagsgruppe wie

»… sie wähle bewusst wohlklingende Namen und Bezeichnungen von ähnlich renommierten Verlagen und Vereinigungen, um so potenzielle Autoren zu täuschen. …«

und

»… Da man hierbei nicht von einem Verlag im eigentlichen Sinne sprechen kann, bezeichnen sich die Unternehmen selbst als Dienstleisterverlage…«

sowie weiterer vier im Artikel gemachter Aussagen, die sich zum Teil auch auf einen kritischen Beitrag der ZDF-Sendung WISO bezogen bzw. diesen als Quelle anführten.

heise online schreibt: »Alle sechs beanstandeten Passagen sind nach Überzeugung des Gerichts hinzunehmen, da es sich zumeist um wahre Tatsachenbehauptungen oder zulässige Meinungsäußerungen handelt«.

Zuschussgeschäft trotz Kalender mit Nacktbildern

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Kalenderbild der Madres Tierra Alba de Serradilla del ArroyoWas sieben spanischen Frauen passiert ist sollte jedem zu denken geben, der gewillt ist, einem Zuschussverlag Geld für die Veröffentlichung des eigenen Romans zu zahlen.

Wie SPIEGEL Online und spanische Zeitungen und Weblogs berichten, wollten die sieben Mütter aus dem 400-Seelen-Dorf Serradilla del Arroyo Geld für die Modernisierung eines Schulanbaus sammeln, um das kulturelle Leben in der Gemeinde zu fördern. Allein mit Kuchenbacken und Flohmärkten war das nicht zu erreichen.

So kamen sie auf die Idee, Aktfotos von sich zu machen und einen Kalender zu produzieren. Das hat bereits bei Sportvereinen und Studenten funktioniert. »Sex sells« und ist eine sichere Einnahmequelle, so dachten sie und starteten die Shootings für den Erotikkalender in Eigenregie.

Einen Verlag für den Kalender hatten Sie natürlich auch nicht. Und so begann das finanzielle Unglück.

Folge 33: Pfarrer Menzel tut Gutes

Pfarrer Menzels Versuch, das Kartenspiel kirchenfähig zu gestalten, indem er die üblichen Bildchen ersetzte durch Vater, Sohn und Maria mit dem Heiligen Geist, stieß in den dafür zuständigen Kirchenkreisen unisono auf Distanz und entsetzte Ablehnung. Pfarrer Menzel schwor ab dem Irrglauben und verlegte die Produktion in den dunklen Keller. Der in neutralem Umschlag erfolgte Großauftrag von einem in gewissen Fachkreisen bestens bekannten Versandhaus konnte Pfarrer Menzel dank seiner diesbezüglichen Unwissenheit nicht im Mindesten beunruhigen. Die unverhofft sprudelnden zusätzlichen Einnahmen verschwanden unversteuert in sehr finsteren Kirchenkanälen. Fest steht, dass viele sich seitdem an vor allem dem einen Bildchen ergötzen.

Das Internet als Motor der Verlagsbranche – in China

Chinesische eBook-WebsiteUnter dem Titel »Vom Blogger zum Bestsellerautor« berichtet die Frankfurter Buchmesse darüber, welche Rolle das Internet für die chinesische Verlagsbranche spielt. China ist im kommenden Jahr 2009 Gastland der Messe.

»Innerhalb kürzester Zeit hat das Internet die verkrusteten Strukturen der chinesischen Buchbranche aufgebrochen«, schreibt Dr. Jing Bartz, die das Außenbüro der Franfurter Buchmesse in Peking leitet. Ursprünglich im Netz veröffentlichte Texte erscheinen immer häufiger in gedruckter Form auf den Bestsellerlisten. Generell boomen im Netz veröffentlichte literarische Texte und E-Books. »Allerdings«, so sagt uns Britta Friedrich von der Frankfurter Buchmesse in einem Gespräch, »darf man sich beim Begriff E-Book nicht täuschen lassen, da eine Studie des »China Book Business Report« unter diesem Begriff sämtliche literarischen und im Netz veröffentlichten Texte zusammenfasst«. Somit verdienen auch nur die wenigsten der ausschließlich im Netz veröffentlichenden Autoren Geld mit ihren Texten. Die literarischen Netzangebote in China finanzieren sich zum Teil durch Werbung.

Durch die im Netz neu zu entdeckenden Talente werden Literatur-Scouts und -Agenten in China immer wichtiger. Ein Berufsbild, das dort relativ neu ist. Inhaltlich bewegen sich die Texte meist im Unterhaltungsbereich, doch bietet das Internet in China – trotz staatlicher Zensur – auch für politische Texte mehr Freiräume.

Folge 32: Pfarrer Menzel arbeitet

Pfarrer Menzels Herübersetzung der Lutherbibel ist inzwischen bis zum Exodus fortgeschritten. Sein Supervisor betrachtet das eher mit skeptischen Augen, sofern er es überhaupt bemerkt.