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»In meinem Himmel« – Wir verlosen Kinokarten und das Buch zum neuen Peter-Jackson-Film

In meinem HimmelDer Verleih hat den deutschen Starttermin mehrmals verschoben, jetzt ist es endlich so weit: Am kommenden Donnerstag, 18. Februar 2010, läuft der neue Peter-Jackson-Film »In meinem Himmel« in den Kinos an.

Anlässlich des deutschen Filmstarts verlosen wir mit freundlicher Unterstützung von Paramount Pictures 3 Kino- und Literaturpakete, jeweils bestehend aus einem Kinogutschein für den Film, einem Filmplakat und dem Roman zum Film von Alice Sebold. Der Kinogutschein kann in jedem deutschen Kino eingelöst werden, in dem der Film gezeigt wird.

Nach »Herr der Ringe« wagt sich Peter Jackson wieder an eine Literaturverfilmung. Alice Sebold erzählt in ihrem Roman, wie die Familie und Freunde der 14-jährigen Susie Salmon damit fertig werden, dass Susie eines Tages spurlos verschwunden ist. Schon auf den ersten Seiten wird dem Leser erzählt, dass Susie von einem Nachbarn vergewaltigt und brutal ermordet wurde.

Was den Roman bemerkens- und lesenswert macht, ist die ungewöhnliche Erzählperspektive: Sebold schildert alles aus der Sicht des toten Mädchens. Susie ist in einer Art Zwischenhimmel, von wo aus sie alles trocken und genau beobachtend kommentiert.

374 Schriftsteller erklären öffentlich: »Wir haben abgeschrieben!«

374 Schriftsteller bekenen im neuen Stern: "Wir haben abgeschrieben"
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Eine Satire – Es ist der schrecklichste Literaturbetrug in Deutschland seit den Hitler-Tagebüchern von Konrad Kujau: Die junge, gut aussehende und intelligente Autorin Helene Hegemann hat Teile ihres Romans »Axolotl Roadkill« von einem anderen völlig unbedeutenden Autor abgeschrieben (siehe Kommentar hier) und aus dem Internet zusammenkopiert.

Während deutsche Blogger dies als unhaltbar bezeichnen und von der Politik eine Verschärfung des Urheberrechts fordern, reagiert das deutsche Feuilleton mit einem entsetzten Aufschrei: Abschreiben muss Literatur bleiben!

Bedeutende und wichtige deutsche Werke wie »Faust«, die »Buddenbrooks« oder »Nichts als die Wahrheit« wären ohne die »moderne Form der webbasierten Intertextualität« (FAZ) nicht möglich gewesen. Gerade jungen Menschen muss es in der heutigen Zeit erlaubt sein, dass sie Texte von anderen Stellen ungefragt zusammenklauben und unter eigenem Namen veröffentlichen dürfen. »Copy-and-Paste-Literatur hat endlich einen Preis verdient«, sagt daher auch die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse konsequent und hat das Hegemannsche Werk heute völlig zu Recht für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Jetzt stellen sich 374 deutschsprachige Autoren hinter Helene Hegemann und bekennen in der kommenden Ausgabe des Magazins Stern: »Wir haben abgeschrieben!«.

literaturcafe.de ist es durch unsere guten Beziehungen zur Kulturredaktion der Zeitschrift und etwas Einschleimen beim Verlag gelungen, dass wir das geplante Titelbild hier vorab und exklusiv zeigen dürfen.

Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK

Axolotl Roadkill und STROBOEin Kommentar von Wolfgang Tischer – Bis gestern Abend kannte ich die Autorin Helene Hegemann und ihren Roman »Axolotl Roadkill« nicht. Allein mit diesem Satz oute ich mich als jemand, der die Kulturteile der deutschen Zeitungen nicht (mehr) liest. Ich erinnere mich rückblickend, irgendwo – war es im SPIEGEL? war es im Stern? – beim schnellen Durchblättern ein oder zwei Berichte über eine minderjährige, langhaarige, nicht gerade hässliche Autorin gesehen zu haben. Bessere Homestorys, die mich nicht interessieren, da ich den Automatismus von Verlagsmarketing und Journalisten kenne: Der Verlag bedient mit einem autobiografisch anmutenden Roman die Erwartungen der Presse – und beißt eines der großen Magazine oder Zeitungen an, dann wollen sie sie alle.

So wurde offenbar Helene Hegemann Roman hochgeschrieben, weil eine minderjährige Autorin darin über Drogen und Geschlechtsverkehr mit eindeutigen Worten schreibt, von denen sich die über 30-Jährigen vorstellen, dass das das wahre Leben der Jugend sei, und der fast 50-jährige Maxim Biller warnt kokett in der FAZ in einer lobenden Besprechung die über 30-Jährigen vor der Lektüre. Landauf landab jubeln die Feuilletons.

Doch dann kommt einer dieser bösen »Blogger« (abfällig zu betonen) aus dem »Internet« (mit Ekel in der Stimme vorzutragen) und zeigt, dass die Autorin viele Passagen ihres Werkes einfach abgekupfert hat. Vorbei ist der Kindergeburtstag.

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb gestartet: Ein iPod touch für das beste Gedicht mit 140 Zeichen

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb: Mitmachen und iPod gewinnenDer Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD (Books on Demand GmbH) geht in die zweite Runde: Ab sofort sind wieder alle aufgerufen, die Spaß am Dichten und Twittern haben, Poesie mit maximal 140 Zeichen zu »zwitschern«. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein iPod Touch. Alle Beiträge werden nach dem Wettbewerb im 2. Twitter-Lyrik-Band veröffentlicht. Der 1. Twitter-Lyrik-Band zum letztjährigen Wettbewerb ist bereits online oder in jeder Buchhandlung erhältlich.

Twitter-Lyrik ist spannend, macht Spaß und bringt witzige, skurrile und durchaus anspruchsvolle Kurz-Poesie hervor. Das hat der erste Twitter-Lyrik-Wettbewerb im Frühjahr 2009 gezeigt. Nach dem unerwarteten Erfolg – mehr als 300 eingesandte lyrische Tweets in nur vier Wochen – heißt es ab sofort wieder »In der Kü liegt die Wü!« Gesucht wird bis zum Tag der Poesie am 21. März 2010 das beste Twitter-Gedicht. Eine Jury aus literaturcafe.de- und BoD-Mitarbeitern kürt den Gewinner, der mit einem iPod Touch (16 GB) belohnt wird. Alle Beiträge werden in einem gedruckten Lyrik-Band veröffentlicht.

Lovelybooks-Event: Betreutes Twittern im Münchner Literaturhaus

Lovelybooks: Das gut gefüllte Münchner LiteraturhausAm Schluss waren 134 Leute auf der Teilnehmerliste des »Lovelybooks-Events« zu finden. Und tatsächlich war der große Saal des Münchner Literaturhauses am 5. Februar 2010 bis auf den letzten Platz gefüllt.

»Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« lautete der Titel der Veranstaltung. In erster Linie wollten die Lovelybooks-Betreiber Verlagen nahebringen, welche wichtige Rolle das Internet und speziell aktuelle Anwendungen wie der 140-Zeichen-Mitteilungsdienst Twitter und die Vernetzungsplattform Facebook spielen.

Die kostenfreie Veranstaltung stand auch Autoren, Buchhandlungen und »Nur-Lesern« offen, und den Organisatoren ist das fast Unmögliche gelungen: Die sonst bei solchen Tagungen enorm hohe Dichte an Beratern, selbst ernannten Experten und Dampfplauderern war hier nicht zu finden.

Seriöse Verlagsautoren: »Nein, wir zahlen nicht!«

Autoren gesucht! Wir prüfen Ihr Manuskript kostenlos! - Die Veröffentlichung kostet Sie jedoch ein Vermögen!Dieser Artikel erschien im Original im Weblog der Autorin Nicole Rensmann. Wir veröffentlichen ihn hier mit freundlicher Genehmigung.

In den letzten Tage stoße ich vermehrt auf Interviews, Artikel, Anzeigen von Verlegern, Verlage, die von den Autoren Geld nehmen und auf »Autoren«, die für eine Veröffentlichung bezahlen. Natürlich wird auf diese kleine Unwichtigkeit nicht hingewiesen. Selbst große Zeitungen und Magazine informieren sich nicht mehr, es wird nur der Text aus der Pressemappe übernommen.

Werden Journalisten von großen Magazinen auch nicht mehr bezahlt? Bezahlen sie dafür, dass sie einen Artikel schreiben dürfen, oder wie darf ich das verstehen?

Es ist ein Schlag ins Gesicht jedes seriösen Verlags, wenn sich große Magazine nicht über den Verlag informieren, der weder Werbung noch ein Lektorat bietet, aber vierstellige Summen für eine Veröffentlichung verlangt. Und es ist ein Stich ins Herz, wenn Rezensionen geschrieben und Pressemitteilungen verfasst werden über Bücher von Menschen, die sich als Autor bezeichnen möchten und dafür gerne einen vierstelligen Betrag bezahlen.

Warten auf die Symbiose: SONY eBook-Lesegerät PRS-600 im Test

SONY PRS-600 im Test mit SpiegeldisplayLohnt es sich, im Januar 2010 noch das SONY PRS-600 eBook-Lesegerät zu besprechen, das im Oktober 2009 auf den deutschen Markt kam?

Drei Monate sind keine lange Zeit, doch das Tempo, mit dem Amazon, Microsoft, Samsung und andere fast täglich neue eBook-Reader ankündigen, können selbst ein neues Gerät schon ganz schön alt aussehen lassen.

Anderseits muss man sich fragen, wie SONY mit dem Vorgängermodell PRS-505 im Jahre 2009 in Deutschland ein neues Lesegerät für digitale Texte präsentiert, bei dem selbst die rudimentäre Suchfunktion fehlt. Da wirkt bereits die Produktpolitik veraltet.

Das PRS-600 verspricht gegenüber dem Vorgängermodell eine Suchfunktion, man soll im Text endliche Anmerkungen und Notizen erfassen können und es hat einen Touchscreen.

Zudem sind beide SONYs derzeit so gut wie die einzigen Lesegeräte, die tatsächlich in vielen Buchhandlungen und Elektronikmärkten vor Ort vorrätig sind. Daher lohnt ein Blick.

Lovelybooks lädt Verlage, Autoren, Buchhandlungen und Leser ins Literaturhaus München ein

Lovelybooks lädt nach München einDie virtuelle Bücher-Diskussionsrunde Lovelybooks lädt zu einer Veranstaltung im realen Leben ein. Unter dem Titel »Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« geht man am 5. Februar 2010 im Literaturhaus München der Frage nach, wie man im und übers Internet die Leser erreicht. Die Veranstaltung richtet sich an Verlage, Autoren, Buchhandlungen – und an interessierte Leser.

Die Teilnahme an dieser eintägigen Veranstaltung ist kostenlos und laut Lovelybooks sind noch einige Plätze zu vergeben. Am besten also gleich über die Infoseite von Lovelybooks anmelden. Dort sind auch die bislang registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelistet. Das literaturcafe.de ist ebenfalls vor Ort und auch die anderen Teilnehmer versprechen einen regen Austausch zum Thema.

Wir wünschen wir Ihnen alles Gute für 2010 mit unserem Jahresrückblick 2009!

Jahresrückblick 2009Das literaturcafe.de wünscht Ihnen ein glückliches, erfolgreiches und gesundes Jahr 2010! Wie in den Vorjahren werfen wir am 1. Januar einen ganz persönlichen Blick zurück auf das vergangene Jahr.

Die bestimmenden Themen 2009 waren eigentlich die des Vorjahres 2008: Was bedeutet die Digitalisierung für Verlage und Buchautoren? Welche Rolle spielen Amazon, Google und Apple auf dem eBook-Markt? Welchen Veränderungen muss sich das Urheberrecht stellen?

Und obwohl es dank der Print-on-Demand-Dienstleister mittlerweile möglich ist, sein eigenes Buch für 0 Euro gedruckt auf den Markt zu bringen, zeigten auch 2009 zahlreiche eMails mit Hilferufen und Nachfragen an unsere Redaktion, dass Zuschussverlage nach wie vor mit großen Versprechungen und wohlklingenden Namen Autoren zur Kasse bitten. Einer davon missbrauchte 2009 sogar dreist und unverfroren den Namen Elke Heidenreichs, um Autoren zu täuschen.

Ein Nachruf auf Elke Heidenreichs Internet-Literatursendung »lesen!«

Elke Heidenreich liest im WebNicht nur Talkmaster Norbert Joa war überrascht und plötzlich sprachlos. »Oh«, meinte er nur, als Elke Heidenreich im Oktober 2009 in einer Radiosendung des Bayerischen Rundfunks fast beiläufig und dennoch selbstverständlich das Ende ihrer Sendung »lesen!« im Internet verkündete.

Heidenreich: »Das Netz ist noch nicht jedermanns Ding. Und die Leute, die ZDF gucken, weiß man, die sind in der Regel älter und das sind nicht unbedingt die, die durchs Netz surfen, die habe ich natürlich alle verloren. Ich krieg‘ jetzt ein paar Junge dazu, aber das alles strengt mich auch enorm an, was ich da mache. Ich mache das jede Woche. So viel kann man gar nicht lesen und ich habe mir auch vorgenommen, zum Jahresende damit aufzuhören.«

Der Start im Netz verlief seinerzeit wesentlich lauter. »Das Fernsehen ist ein Auslaufmodell«, verkündete litCOLONY-Macher Werner Köhler damals. Für das Ende 2008 gestartete Literaturportal sollte Elke Heidenreich das Zugpferd werden.

Doch die literarischen Internet-Neulinge vom Rhein hatten das Internet noch nicht verstanden und machten so ziemlich alles falsch, um schließlich Elke Heidenreich ein gutes Jahr später im Netz zu versenken.

Mann auf dem Mond: Wo liegt Schätzings Limit?

Frank Schätzing
Foto: Birgit-Cathrin Duval

Fast schon wie ein Naturgesetz landete Frank Schätzings neuer Roman »Limit« gleich nach Erscheinen ganz oben auf der Bestsellerliste. Doch kann man das 1.320-Seiten-Monster wirklich lesen? Birgit-Cathrin Duval hat damit nicht nur physische Probleme, die sie in diesem Beitrag beschreibt.

Seit einigen Wochen quäle ich mich. Überwiegend im Bett. Schuld daran ist Frank Schätzings neustes Werk »Limit«. Eigentlich ist es dem Leser nicht zumutbar. Denn wie, bitteschön, soll man den 1,2-Kilogramm-Brocken nur halbwegs handlich lesen können ohne sich Muskelkrämpfe zuzuziehen? Wo bleibt da das Lesevergnügen? Der Verlag hätte gleich eine Lesestütze mitliefern sollen. Denn der Wälzer biblischen Ausmaßes – immerhin 1.320 Seiten – liest sich nunmal nicht in einigen Tagen.

Das Format ist wirklich eine Qual. Aber nicht nur das, wie hier zu lesen sein wird.

Feines Büchlein für Autoren: »Aus dem Lektorat: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen«

Isa Schikorsky: Aus dem LektoratIsa Schikorsky hat ein feines, kleines und nützliches Buch für Prosa-Autorinnen und -Autoren geschrieben, welches exakt das enthält, was sein Untertitel verspricht: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Mit den Rubriken »Schreibtipps für Erzähltexte«, »Erste Schritte auf dem Literaturmarkt«, »Professionell in Formfragen«, »Aspekte der Verlagssuche« und »Literatur zum Schreiben und Veröffentlichen« sind nahezu alle wichtigen Aspekte beleuchtet.

Isa Schikorsky, die als Autorin und freie Lektorin arbeitet, schreibt wunderbar verständlich, und da bei 50 Tipps auf 132 Seiten einige Themen nicht länger als eine Seite behandelt werden, gibt die Autorin wertvolle und hilfreiche Literaturhinweise zum Weiterlesen – oder rät, wenn es angebracht ist, auch von zweifelhafter Ratgeberliteratur ab.

Natürlich dürfte erfahrenen Autorinnen und Autoren vieles von dem, was Schikorsky beschreibt, bekannt sein. Das Buch ist in erster Linie für Schreibanfänger ideal, doch gibt es auch erfahrenen Autoren neue Impulse oder bringt einige Dinge wieder ins Bewusstsein.

»Blog, Twitter, Facebook für Autoren« – 10 Euro beim Seminar der Textmanufaktur sparen

Textmanufaktur Leipzig, Twitter und FacebookDie Textmanufaktur in Leipzig hat ihr mittlerweile drittes Halbjahresprogramm präsentiert. Vom Januar bis Juni 2010 werden an den Wochenenden wieder erstklassige Seminare mit Top-Referenten angeboten – wie immer zu sehr moderaten Preisen.

Diesmal mit dabei u. a. Bastian Sick (»Der Dativ ist dem Genitv sein Tod«), Verleger Klaus Schöffling, die Autoren Feridun Zaimoglu, Thomas Gsella (Titanic-Magazin) und Titus Müller. Das vollständige Seminarprogramm lesen Sie hier.

Ebenfalls mit dabei: Wolfgang Tischer, Herausgeber und Chefredakteur von literaturcafe.de. Am 6. und 7. Februar 2010 wird er zusammen mit den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern Blogs, Twitter und Facebook ansehen und erläutern, welche Möglichkeiten zur Selbstvermarkung für veröffentlichte oder geplante Bücher hier bestehen – und wo die Grenzen liegen.

Ab sofort starten wir für dieses Seminar eine Weihnachtsaktion: Wer sich über das literaturcafe.de bis zum 26.12.2009 für »Blog, Twitter, Facebook für Autoren« anmeldet, die oder der erhält auf den Seminarpreis 10 Euro Nachlass. Statt 195 Euro kostet die Teilnahme dann nur 185 Euro. Vielleicht ja auch eine schöne Geschenkidee?

Textkritik: Friedhofsbesuch mit fünf Brillen

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war was, kind? jar nischt und dein frosch
grünes auge oder oh katze so süß komplett
schwarz nur die pfoten schnee weiß beim schleich
gang um hegels ganzen stein zum loch
gitter am töchter grab alle verstorben an der
tuberkulose die engel 1234567 im ein paar tage
rhythmus was ist das bloß für eine krankheit
abscheulich der fichte liegt eben hier
mensch guck doch die mauer früher
hättste umpusten können mit einem
hauch und jetzt ist der etwa auch schon
tot steht doch über marcuse: weitermachen!

© 2009 by Elisabeth Bachberg. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Ein erfrischend unverkrampfter Besuch auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin
Ich sehe sie vor mir: Das grünäugige Kind, das plötzlich verharrt, weil es eine Katze gesehen hat, ein Elter, das plötzlich registriert, wo es ist, sich von der Katze führen lässt zu Lochgitter mit toten Töchtern während einer TB-Epedemie, zu Fichtes und Marcuses Grab – und das alles stückchenweise (isolierte, auseinandergerissene Wörter) und kommentiert, dann die erneute Hinwendung ans Kind, die Überraschung über Marcuse Tod (Was? Bin ich schon so alt?) – egal: Weitermachen!

Die Kritik im Einzelnen

Entfällt. Die Links im Gedicht sind von mir gesetzt.

Mitmachen: Barbara Rampf will Dr. Podcast werden

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Barbara RampfBarbara Rampf (Foto) hat ihre Magisterarbeit über das Thems »Podcasts« geschrieben. Als Podcaster der ersten Stunde haben wir damals unsere Hörer und Leser gebeten, Barbara Rampf bei ihrer Umfrage zum Thema zu unterstützen.

Jetzt arbeitet Barbara an ihrer Dissertation, und sie ist dem Thema Podcasts treu geblieben. Erneut möchte sie für ihre wissenschaftliche Arbeit von Podcast-Hörern und -Sehern wissen, wann sie wo wie lange welche Podcasts konsumieren, ob ob sich dadurch die Nutzungszeit anderer Medien geändert hat.

Daher heute unser neuer Aufruf: Wer den Podcast des literaturcafe.de oder andere Podcasts hört, der sollte sich 10 Minuten Zeit nehmen und Barbara bei ihrer Magisterarbeit unterstützen. Die Umfrage ist bis Weihnachten 2009 online.

Hier klicken und an der Umfrage teilnehmen »