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Wie man Online-Wahlen und Online-Umfragen fälscht, manipuliert und austrickst

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UmfrageIn diesem Beitrag geht es weder um Literatur noch um Bücher. Da jedoch hin und wieder Online-Abstimmungen genutzt werden, um über die besten Gedichte oder Bücher, die besten Literatur-Websites oder die besten Autorinnen und Autoren abzustimmen, gibt es indirekt doch einen Zusammenhang.

Nach unserem satirischen Aufruf von letzter Woche, eine Online-Abstimmung zu manipulieren, erreichten uns tatsächlich einige Dutzend Anfragen nach einer von uns vermeintlich angebotenen Software, um diese Wahlen zu manipulieren.

Wir erläutern daher hier ausführlich, wie Sie Online-Wahlen und -Umfragen austricksen und manipulieren können. Wir machen dies nicht, um zu kriminellen Handlungen aufzurufen oder dies in irgendeiner Form gut zu heißen.

Wir wollen stattdessen zeigen, dass Online-Abstimmungen nur bedingt glaubwürdig sind, da sich alle mehr oder weniger gut manipulieren lassen. Gleichzeitig wollen wir Möglichkeiten zeigen, solche Votings halbwegs zu sichern.

Digitale Wahrheiten: Google sieht sich als zukünftige Über-Buchhandlung

Google Buchsuche 1984Dan Clancy leitet die Entwicklung der Google Buchsuche. Er war am Donnerstagabend, 30. Juli 2009,  zu Gast im Computergeschichte-Museum im Kalifornischen Moutain View. Das Gespräch mit dem Leiter des Museums wurde von Google gesponsert, sodass davon auszugehen ist, dass Google den Abend bewusst nutzen wollte, um die Visionen des Unternehmens zum Thema Bücher und Digitalisierung zu verkünden.

Die Google Buchsuche und die aktuell auch in Deutschland geführte kontroverse Diskussion um das Google Books Settlement spiegle laut Clancy nicht wider, wie Google die Zukunft des Buches tatsächlich sehe. Bei der aktuelle Buchsuche gehe es primär um vergriffene Bücher, sagte Clancy und spielte die Tatsache herunter, dass das so nicht ganz richtig ist.

Der Chefentwickler der Google Buchsuche wollte über die Zukunft sprechen. Er sieht das Geschäftsmodell der stationären Buchhandlungen um die Ecke als bedroht und überholt an. Sie seien »der wunde Punkt des Bücher-Ökosystems«. Stattdessen soll es nach den Wünschen von Google künftig nur eine große digitale Über-Buchhandlung geben – und die heißt Google.

Wie wir die Schriftstellerin Else Buschheuer zur Miss Twitter machen wollten

Else statt Schnitzel!Sascha Lobo hat wieder mal alles versaut. Der nach Umfragen unter Vodafone-Kunden bekannteste und beliebteste Blogger Deutschlands hat sich per Twitter für @HappySchnitzel ausgesprochen. Mindestens ein Achtel seiner über 16.000 Follower folgten dann seinem Wahlaufruf und klickten @HappySchnitzel bei der Online-Abstimmung zur Ms Twitter auf Platz eins.

So ein Mist! Um endlich der Kultur eine Stimme zu geben, hatten wir in der Redaktion des literaturcafe.de die Tage zuvor kontinuierlich Else Buschheuer (@elsebuschheuer) nach vorne geklickt. Die Ex-Wetterfee und Buchautorin hatte unlängst den Rückzug vom Bloggen verkündet, um anschließend mindestens die doppelte Textmenge als Tweets in 140 Zeichen portioniert über den Kurznachrichtendienst zu verschicken.

Zunächst haben wir von Hand Cookies gelöscht und die IP-Nummer unseres Rechners geändert, um die Abstimmung zugunsten Buschheuers zu manipulieren. Was irgendwann zu aufwendig wurde, erledigte schließlich ein automatisches Script aus einem Hacker-Forum.

Mit sauber manipulierten 3.500 Klicks hatten wir Buschheuer schon an der Spitze, erste Online-Medien berichteten – doch dann kam Lobo.

Wissenschaftliche Dienste des Bundestages sehen Vorteile in der Google Buchsuche und halten Heidelberger Appell für überzogen

Infobrief zum Heidelberger Appell»Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Abgeordneten bei ihrer politischen Arbeit in Parlament und Wahlkreis durch Fachinformationen, Analysen und gutachterliche Stellungnahmen.« So ist es auf der Website des Deutschen Bundestages zu lesen.

Für die Abgeordneten und für den Normalbürger steht aktuell ein Infobrief zum Download bereit: »Das Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem „Heidelberger Appell“« (PDF, 175 kByte).

In dem Dokument analysieren die beiden Autoren Roger Cloes und Christopher Schappert die Kritikpunkte des Heidenberger Appells an der Google Buchsuche und dem Publikationsmodell Open Access.

Das Urteil zu Letzterem ist eindeutig: »Die Kritik an Open Access kann kaum nachvollzogen werden«, heißt es im Infobrief. Und auch die Google Buchsuche und das unerlaubte Scannen urheberrechtlich geschützter Bücher kommt in dem Dokument erstaunlich gut weg.

Duden, Auflage 25 – Ein Buch, es zu richten?

DUDEN im BundlingFrüher war der Duden »maßgebend in allen Zweifelsfällen« – zumindest in Westdeutschland. Doch die Rechtschreibprüfung der Textverarbeitung, die Aberkennung des Status‘ »maßgebend« und das Hickhack um die Rechtschreibreform haben den Duden längst vom Thron der Autorität gestoßen.

Am 21. Juli 2009 erscheint die 25. Auflage des Duden. Noch in den 80er- und 90er-Jahren des vergangenen Jahrhundertes war dies eine garantierte Geldquelle für Verlag und Buchhandlungen, da Wirtschaft und Verwaltung die neue Version fast schon automatisch und ohne Zögern bestellt haben.

Heute ist das anders. Doch dabei ist gerade der neue Duden für seinen Verlag mehr als nur ein über die Jahre dicker und bunter gewordenes gelbes Buch. Der Duden ist Lebensretter und die letzte große Hoffnung für einen Verlag, der im letzten Jahr 32,8 Millionen Euro Verlust machte.

Heidelberger Appell im Frankfurter Literaturhaus: Dramatisierte Bühnenversion im Open Access

Tagung zum Heidelberger AppellProfessor Roland Reuß, der Verfasser und Initiator des Heidelberger Appells, hatte ins Frankfurter Literaturhaus eingeladen. »Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit« lautete der Titel der Tagung am 15.07.2009, die man mit Fug und Recht als dramatisierte Bühnenversion des Appells bezeichnen kann.

Im Heidelberger Appell fordern die mittlerweile über 2.600 unterzeichnenden Autoren, Künstler und Verlage von der Politik, das Urheberrecht zu verteidigen, da dieses in erster Linie durch Googles Buchsuche und den Zwang zum Open Access massiven Angriffen ausgesetzt und nachhaltig bedroht sei (siehe und höre auch das Interview mit Matthias Spielkamp).

Allerdings wurde im Frankfurter Literaturhaus eher ein Kleinkrieg zwischen Wissenschaftlern und die Ratlosigkeit gegenüber Google inszeniert. Garniert wurde das Ganze mit dem Bild des tumben Internet-Nutzers, der die Piratenpartei wählt und grundsätzlich alles sofort und umsonst will.

Nach Elke Heidenreich jetzt auch Börsenblatt des Deutschen Buchhandels von Zuschussverlag instrumentalisiert [Nachtrag]

Bericht auf boersenblatt.netDie kurze Meldung, die das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels am vergangene Freitag in seiner Online-Ausgabe boersenblatt.net in der Rubrik »Hintergrund Recht & Gesetz« verbreitet, klingt edel und gutmütig. Dort ist zu lesen:

»Nachdem bekannt wurde, dass die ‚FAZ‘ die Rechte an Texten von Elke Heidenreich gegen Ihren Willen veräußert hat, hat sich die Deutsche Literaturgesellschaft dazu entschlossen, das Buch „Bücher könnte ich lassen, Oper nie!“ freiwillig vom Markt zu nehmen.«

Das klingt wahrlich nobel von dieser Deutschen Literaturgesellschaft. Dort arbeiten offenbar noch Menschen mit Anstand. Allen voran deren Geschäfsführer Jörgen Ellenrieder, der laut Börsenblatt verkündet: »Es ist nicht in unserem Interesse, gegen den Willen unserer Autoren zu publizieren. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass die ‚FAZ‘ ohne Rücksprache mit Elke Heidenreich und gegen ihren Willen die Rechte an uns vermittelt hat.«

Mit dem Satz »Die Rechte wurden von der ‚FAZ‘ lizenziert, wie Verlagsrechte aller großen Verlage weltweit üblicherweise gehandelt werden« endet die kurze Meldung des Börsenblattes. Quelle des Textfragmentes: Die Pressemitteilung der Deutschen Literaturgesellschaft, deren Anfang das Börsenblatt ohne jeglichen journalistischen Ehrgeiz 1:1 übernommen hat und das so den wahren Hintergrund der Deutschen Literaturgesellschaft verschweigt.

Nach Elke Heidenreich ist nun also auch das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels ein Opfer der »Werbemaßnahmen« eines Zuschussverlages geworden.

Die Vorleser im ZDF: Fernsehkritik zur ersten Sendung

Das Sofa der Vorleser»Da hinten winkt jemand ganz heftig«, sagte Frau Fried, womit offenbar die Regieassistentin gemeint war – und hopp, weiter zum nächsten Buch … Und schon waren die 30 Minuten der neuen Literatursendung »Die Vorleser« um.

Was kann, was darf man an einer neuen Literatursendung und an einem neuen Moderatorenteam kritisieren? Deutlich war den beiden Vorlesern Amelie Fried und Ijoma Mangold die Aufregung vor dem ersten Mal anzumerken. Deutlich war auch, dass sie sich selbst noch erproben müssen, um den optimalen Umgangsstil miteinander zu finden. Zu künstlich oder aufgesetzt wirkten oftmals Begeisterung oder Dissens bei vorgestellten Titeln. Und schon lautete es wieder: »Dann kommen wir jetzt zum nächsten Buch …«

Die Vorleser im ZDF: Ein Bericht von der gestigen Aufzeichung der Sendung

Hinter den Kulissen der VorleserHeute Abend (Freitag, 10. Juli 2009) wird um 22 Uhr 30 die erste Folge der neuen ZDF-Literatursendung »Die Vorleser« ausgestrahlt. Das literaturcafe.de hat letzte Woche von der Präsentation des Formats berichtet und die beiden Moderatoren Amelie Fried und Ijoma Mangold interviewt.

Gestern nun fand im alten Hauptzollamt am Hamburger Hafen die Aufzeichnung der Sendung statt, die heute Abend im Fernsehen gezeigt wird.

Isabel Bogdan gehörte zu den Gästen, die im Publikum saßen, und sie berichtet heute in ihrem Weblog von ihrem Live-Eindruck.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin präsentieren wir den Bericht von der gestrigen Fernsehaufzeichnung auch hier im literaturcafe.de. Dafür vielen Dank! Und hier der Bericht:

Tolle Twitter-Idee: Martin Spieles von den S. Fischer Verlagen über den @Tagesfang

Der Tagesfang auf TwitterWarum Twitter bei Verlagen und Buchhandlungen nicht funktionieren wird, das hat literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer bereits im Februar dieses Jahres im Börsenblatt erläutert. Blickt man auf die Twitter-Feeds der Deutschen Verlagslandschaft, so hat sich dies bewahrheitet: Pressemitteilungen, Uninteressantes, lieblos Abgehacktes und zu viel Selbstreferenzielles sind an der Tagesordnung.

Nur wenige Verlage haben es geschafft, eine eigene Twitter-Identität zu entwickeln und Hinweise in eigener Sache mit interessanten Informationen aus der Branche anzureichern. Als positive Beispiele seien hier @keinundaber und @volandquist genannt. Interessanter wird es dort, wo hinter den Tweets ohnehin erkennbare Einzelpersonen stehen wie @buchmamsell oder @wimbauer.

Seit gestern twittern nun auch die zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden S. Fischer Verlage unter der Kennung @Tagesfang. Getwittert wird jeweils nur ein einziger Satz aus einem Buch der Verlage und der Link dorthin. Eine auf den ersten Blick simple Idee, hinter der jedoch viel Potenzial steckt und die bei den Twitter-Nutzern gut ankommt, wie die Zahl der Follower innerhalb kürzester Zeit zeigt.

Wir haben mit Martin Spieles, Leiter Kommunikation bei den S. Fischer Verlagen, über den @Tagesfang gesprochen.

Bis Klagenfurt anruft. Ein Praxisbericht. Nachtrag.

Ein Ort für Manuskripte?Diesmal ein spätes PS: Literaturagenturen.

Nach 9 Teilen Praxisbericht dachte ich, dass ich als Autorin nun alles hätte, was man braucht. Doch da war tatsächlich noch etwas Nützliches zu finden, und das will ich natürlich niemanden vorenthalten. Und da ja auch heuer Klagenfurt wieder einmal nicht angerufen hat, hatte ich Zeit für andere interessante Dinge des Literatinnenlebens, wie zum Beispiel: die Suche nach einer Literaturagentur.

Wozu braucht man so etwas eigentlich, beziehungsweise was macht eine Literaturagentur überhaupt?

Das sind Fragen, die vor allem Nicht-Literaten oft als Erstes stellen. Um diese beiden Fragen und  wie man es überhaupt anstellt, von einer Agentur an der Hand genommen und durch die verstörende Welt des Literaturbetriebes geführt zu werden, darum geht es in diesem Nachtrag zum Praxisbericht.

Summer School der Akademie des Deutschen Buchhandels bildet »Projektmanager E-Publishing« aus

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Akademie des Deutschen BuchhandelsEine Meldung zu einem Fünftel in eigener Sache: Die Akademie des Deutschen Buchhandels in München bietet vom 20. bis zum 24. Juli 2009 erstmals eine »Sommerschule« mit einem Lehrgang zum »Projektmanager E-Publishing« an. In fünf Tagen werden die Grundlagen der Online-Produktentwicklung vermittelt. Das reicht von der Konzeption bis hin zur Vermarktung von E-Publishing und Online-Medien. Jedes Thema wird dabei von einem anderen Experten behandelt.

Tag 3 widmet sich der redaktionellen Betreuung von Online-Projekten und wird von literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer gestaltet. Neben dem Schreiben fürs Web wird es u. a. um Suchmaschinenoptimierung, multimediale Inhalte und die Web-2.0-Vernetzung gehen.

Die fünftägige Fortbildung mit dem Zertifikat »Projektmanager E-Publishing ADB« richtet sich an Fachkräfte aus Medienunternehmen und Verlagen, v. a. aus den Bereichen Produktmanagement, Lektorat, (Online-)Redaktion, Electronic Publishing und Internet.

Weitere Infos und Anmeldung auf der Website der Akademie des Deutschen Buchhandels »

Amelie Fried: »Die Sendung soll nicht zum Shoppingkanal verkommen« – Das ZDF präsentiert die »Die Vorleser«

Ijoma Mangold und Amelie Fried sind »Die Vorleser« im ZDFEin Sendeplatz für Literatur war frei geworden. Nachdem sich Elke Heidenreich mit »lesen!« selbst ins Aus katapultiert hatte, suchte das ZDF nach einen Nachfolgeformat. Unlängst wurde verkündet, dass es Amelie Fried und Ijoma Mangold sein werden, die den Sendeplatz literarisch beerben.

Ein ausführliches Interview mit den beiden Moderatoren hören Sie in unserem literaturcafe.de-Podcast.

Am 2. Juli 2009 präsentierte das ZDF nun erstmals das neue Moderatorenteam der Presse. Gleichzeitig wurden die Bücher bekannt gegeben, die in der ersten Sendung am 10. Juli 2009 um 22:30 Uhr besprochen werden. Als erster Gast ist der Schauspieler Walter Sittler eingeladen.

Tipp: Als Verlag oder Autor den eigenen Kurznamen bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken sichern

Facebook-Fan-Seite einer bekannten Literatur-WebsiteAb sofort bietet das soziale Web-Netzwerk Facebook die Möglichkeit, für sogenannte Fan-Seiten einen eingängigen Profilnamen zu vergeben. Verlage und Autoren sollten sich den eigenen Namen unbedingt sichern. Denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Noch bis vor nicht allzu langer Zeit war Facebook nur realen Personen vorbehalten. Nutzer konnten sich ein Profil anlegen und sich mit Freunden und Bekannten auf der Web-Plattform virtuell verknüpfen. Der Name des eigenen Profils war dabei eher kryptisch und lautete z. B. www.facebook.com/profile.php?id=634464599. Seit dem 13. Juni 2009  kann man sich unter der Adresse www.facebook.com/username einen verständlicheren Namen vergeben, beispielsweise www.facebook.com/belinda.buchbinder.

Gleiches gilt ab sofort auch für sogenannte Fan-Seiten. Wir sagen, was Sie als Autor oder Verlag dabei beachten sollten.

Betriebsausflug der Literaten: Ab heute wird beim Bachmannpreis in Klagenfurt wieder gelesen

Bachmann-Preis-Gewinner 2009: Jens Petersen (Foto: bachmannpreis.eu/ORF)
Bachmann-Preis-Gewinner 2009: Jens Petersen (Foto: bachmannpreis.eu/ORF)

Die 33. Tage der deutschsprachigen Literatur: Wie jedes Jahr treffen sich in der letzten Juniwoche deutschsprachige Autoren und Kritiker zur Text- und Nabelschau in Klagenfurt. 3sat überträgt die Lesungen der 14 geladenen Autoren ab Donnerstag, den 25. Juni ab 10.00 Uhr morgens. – Von Karsten Redmann

Spitzweg ist schon lange tot. Sein armer Poet schon alt und grau. Von Poeten liest man heute kaum – zumindest nicht im Feuilleton der Zeitungen. Von Literaten ist da die Rede. Und natürlich auch von Preisen für Literatur.

Der in den kommenden Tagen zu vergebende Ingeborg-Bachmann-Preis 2009 ist da wieder ein willkommener Anlass zur literarischen Nabelschau und zur öffentlichen Bewertung der Ware Literatur. Einer wahrlich kostbaren Ware – schaut man sich die Preisgelder der drei höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum an: Der Gewinner des Joseph-Breitbach-Preises bekommt beispielsweise einen Betrag in Höhe von 50.000 Euro auf das Konto überwiesen. Die Jury des Büchnerpreises kann 40.000 Euro weiterreichen.