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Titus Müller: Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben

Buch: Titus Müller: Vom Abenteuer, einen Roman zu schreibenDieses Büchlein macht einfach Freude! Alleine, es zur Hand nehmen, es anzufassen, lässt das Autoren – und Leserherz höher schlagen. Ein Buch, eher ein Büchlein, im Format eines Notizkalenders, dazu in Leinen gebunden und mit Lesebändchen versehen. So etwas kann sich sehen lassen. Denn die Textmanufaktur hat nicht nur ein Faible für gute Texte, sondern schön gemachte Bücher.

Für den Inhalt zeichnet sich Titus Müller, Autor zahlreicher historischer Romane, verantwortlich. Der Klappentext empfiehlt das Buch für »Schreibanfänger und für fortgeschrittene Autoren, die sich ihrer Fähigkeiten wieder versichern wollen.«

Doch das kleine Bändchen ist weit mehr als nur ein Leitfaden zum Schreiben. Titus Müller versteht es auf meisterhafte Weise, seine Tipps und Erfahrungen in Geschichten zu packen. So liest sich das Buch nicht wie ein Ratgeber, sondern eher wie ein Roman.

Bewerbungen für »Romanzo Criminale«:50 Gründe, einen Polit-Thriller zu lesen

Fast 600 Seiten stark: Der Thriller »Romanzo Criminale« von Giancarlo De CataldoGemeinsam mit dem Folio-Verlag haben wir fünf Testleser für den Polit-Thriller »Romanzo Criminale« von Giancarlo De Cataldo gesucht. Wer hat Lust, einen Roman zu lesen und darüber fürs literaturcafe.de eine Kritik zu schreiben? Für uns ist dies ein interessantes Experiment und natürlich wollen wir berichten, wie es weitergeht.

Die hohe Zahl an Bewerbungen fürs Testlesen hat uns beeindruckt: 73 Menschen wollten den Roman lesen und besprechen. Unten haben wir 50 der mitgeschickten Begründungen veröffentlicht. Das liest sich äußerst interessant. Wen hätten Sie zur Testleserin oder zum Testleser gemacht?

Die von uns ausgesuchten fünf Testleserinnen und Testleser haben den fast 600 Seiten starken Polit-Thriller »Romanzo Criminale« bereits vor zwei Wochen zugeschickt bekommen. Nun warten wir gespannt auf ihre Rezensionen.

lit.COLOGNE die 10. – Ein Rückblick von Barbara Fellgiebel

WasserglasNiemand bringt so viele Promi-Namen in einem Text unter wie sie: Barbara Fellgiebel, Autorin unserer alljährlichen Frankfurter Buchmesseimpressionen und Veranstalterin des 1. Literaturfestivals an der Algarve, hat die lit.COLOGNE in Köln besucht, die in diesem Jahr vom 10. bis 20. März 2010 stattfand. Hier ihr Bericht:

Lit.COLOGNE die Zehnte – meine Zweite. Die Faszination des Erstbesuches, der Blindheit frischer Verliebtheit nicht unähnlich, weicht der erleichternden Reihe von Wiedererkennungseffekten – wie Sex beim zweiten Mal, wo sich Fehler vermeiden lassen und man weiß, was gut tut.

Meine lit.COLOGNE beginnt am 11. März 2010 mit einem Besuch in der Maria-Hilf-Straße, dem Hauptquartier der lit.COLOGNE. Ein verstecktes Lagerlokal auf einem Hinterhof, genauso low-key mäßig, wie die drei erfolgreichen Macher von Europas bedeutendstem Literaturfestival nun mal sind. Bescheiden, zurückhaltend, lieber weniger als zu viel sagend. Kein Wunder, das Erfolgsrezept wird von vielen hinterfragt, von manchen Orten abgekupfert aber nie erreicht.

Preis der Leipziger Buchmesse: Georg Klein ist der Kompromiss, den man statt des Skandals eingegangen ist

Helene Hegemann nach der Preisverleihung (Foto: Wolfgang Tischer)
Helene Hegemann nach der Preisverleihung (Foto: Wolfgang Tischer)

Georg Klein erhielt in dieser Woche für seinen »Roman einer Kindheit« den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Belletristik. Eine fast schon nebensächliche Tatsache, denn die einzig spannende Frage bei der Preisverleihung am Messemittwoch war: Wird die Jury den Mut und das Stehvermögen haben und Helene Hegemann den Preis zusprechen?

Doch dazu war die Jury dann doch zu feige – ein Glück für die Autorin.

Die Wellen schlugen vor einigen Wochen hoch, als sich herausstellte, dass Helene Hegemann in ihrem zuvor vom Feuilleton hochgelobten und hoch gelobten Werk »Axolotl Roadkill« Passagen aus Büchern und Liedtexten übernommen und diese Quellen verschwiegen hatte. Der Ullstein Verlag reichte daraufhin eine sechsseitige Liste der Quellen nach (PDF-Datei, 66 kByte), die ab der vierten Auflage des Buches enthalten ist. Doch niemand weiß, ob diese Liste vollständig ist.

Kuhmädchen und Möchtegern: Malte Bremers erster Romananfang

Malte Bremer bespricht Romananfänge auf SchreibStar.tvEs ist so weit: Malte Bremer hat in seiner Textkritik den ersten Romananfang besprochen. In einer Sonderrunde, gesponsert vom Verlag Nagel & Kimche, wird Malte Bremer insgesamt sechs Romananfänge besprechen, die über die Website SchreibStar.tv eingeschickt werden können.

SchreibStar.tv ist die Website zum Roman »Möchtegern« von Milena Moser. Die Autorin beschreibt darin eine fiktive Casting-Show im Schweizer Fernsehen, in der der neue Star am Literatur-Himmel gesucht wird. In den 10 Kandidaten der Show, dürfte sich so manche Schreibende und so mancher Schreibender wiederfinden.

Im »Trainingscamp« der Website, die vom literaturcafe.de für den Verlag Nagel & Kimche realisiert wurde, gibt es neben der Möglichkeit, seinen Romananfang von literaturcafe.de-Kritiker Malte Bremer öffentlich besprechen zu lassen, auch eine regelmäßige Schreibaufgabe. Unter den Teilnehmern aller Runden wird am Schluss ein Schreibseminar mit Milena Moser verlost. Die aktuelle Aufgabe bis zum 21. März 2010 lautet: »Beschreiben Sie eine Kaffeemaschine.«

Zu Malte Bremers Textkritik von »Das Kuhmädchen« »

eBook-Studie: Mitmachen bei der Umfrage von Nicole Kronenburg

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Nicole Kronenburg (Foto:privat)
Nicole Kronenburg (Foto:privat)

eBooks erfreuen sich als Thema von Seminar- und Diplomarbeiten großer Beliebtheit. Aktuell sucht Nicole Kronenburg Teilnehmer für eine Web-Umfrage zum Thema. Nicole Kronenburg ist Studentin am Lehrstuhl für Medienmanagement der Universität Mainz .

In ihrer Umfrage geht es in erster Linie um eBooks als Inhaltsform und nicht um eBook-Lesegeräte (Reader). Grundsätzliche Fragen stehen im Vordergrund, also z.B. was die Umfrageteilnehmer über eBooks wissen und in welchen Situationen sie sie vielleicht schon nutzen. Welche Vor- und Nachteile gegenüber der gedruckten Version gibt es? Und bestehen Unterschiede zwischen Fachüchern und Belletristik-Titeln? Warum werden eBooks gekauft bzw. nicht gekauft und welche Rolle spielt dabei der Preis?

Für die ca. 15-20 Fragen benötigen Sie rund 15 Minuten. Vorkenntnisse zum Thema eBooks benötigen Sie keine. Nehmen Sie sich also die Zeit, beantworten Sie die Fragen und helfen Sie Nicole Kronenburg bei Ihrer Diplomarbeit. Bis zum 20.04.2010 können Sie an der Umfrage teilnehmen.

Zur eBook-Umfrage von Nicole Kronenburg »

Textkritik: Das Kuhmädchen – Romananfang

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Franziska steckte bis zu den Ellenbogen im warmen Schweineblut, als es klingelte. Sie runzelte die Stirn. Hatte der Metzger etwas vergessen? Sie schaute zur Fensterbank, doch der Schussapparat war weg. Ein schneller Blick durchs halbblinde Stallfenster brachte ebenfalls keine Erkenntnisse. Es kamen selten Leute auf die Kleematt, die sich zuhinterst im Emmental befand und auf einer kleinen Hügelkuppe lag. Ringsum erstreckte sich Mischwald und saftige Waldwiesen, die mit einfachen Holzzäunen eingefasst waren. An den steilen Hängen wuchs das Gras hüfthoch. Zu dieser Jahreszeit grasten Kühe, Schafe und Ziegen an den abschüssigen Böschungen, trampelten dabei regelmäßige Pfade in den Boden, die den Berghängen das Aussehen grüner Pyramiden verliehen. Manchmal verirrten sich sogar ein paar Touristen an den abgelegenen Ort, wo Fränzi Zaugg seit ihrer Kindheit wohnte. Wenn man im Tal unten falsch abbog, kam man auf die Kleematt anstatt in die Schlucht, die sich über eine Länge von drei Kilometern in die Felswände eingefressen hatte und weit über die Landesgrenze hinaus bekannt war. Besagte Kluft hatte im letzten Jahrhundert eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Eine ausländische Adelige war über die dortige Felswand gestürzt und in den tosenden Fluten des Wildbachs ertrunken. Man munkelte, dass sich das adlige Fräulein von einem Stallknecht hatte schwängern lassen und, um der öffentlichen Schande zu entgehen, nur noch diesen Ausweg gesehen hatte. Vermutlich aber war die Dame einfach in ihren Stöckelschuhen auf dem unwegsamen Gelände gestolpert und unglücklich gestürzt. Aber das Gerücht des romantischen Selbstmordes hielt sich hartnäckig und bescherte der Region deshalb über die Jahre hinweg einen steten Zustrom potenzieller Liebeskummer geplagter Nachahmerinnen. Franziska gab dem Tierkörper, der an einem langen Seil an einer Handwinde befestigt war und träge über dem Abfluss baumelte, einen Klaps auf die rosige Schwarte und ging zum gemauerten Trog hinüber. Mit dem Ellbogen betätigte sie den Hahn und wusch sich mit dem eiskalten Wasser das Blut von Armen und Händen. Da kein Handtuch in Reichweite lag, trocknete sie die Finger an ihren Jeans ab und zog sich die blutige Gummischürze über den Kopf. »Gopf!«, murmelte sie missmutig, »man kann auch nichts fertig machen!« Sie öffnete die Stalltür und linste zum Hauseingang hinüber. Dort, zwischen den vertrockneten Geranien, die eigentlich schon längst auf den Mist gehörten, stand Heinz, der Postbote. Er hatte die Hände seitlich ans Gesicht gelegt und spähte durchs Wohnzimmerfenster. Franziska seufzte, hoffentlich kamen keine weiteren Rechnungen. »Ich hab ein Einschreiben für dich«, sagte er, als er sie erblickte, und hielt ihr einen weißen Umschlag unter die Nase. »Aus Deutschland«, fügte er hinzu. »Ich kenne niemanden aus Deutschland«, brummte Franziska. Sie schob den Brief, nachdem sie den Erhalt quittiert hatte, in die Gesäßtasche ihrer Jeans. An Heinz‘ enttäuschtem Gesicht merkte sie, dass er vermutlich gerne gewusst hätte, was in dem Schreiben stand. Doch sie hatte keine Lust, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, und nach ein paar schweigsamen Sekunden tippte er sich an die Stirn. »Na dann, schönes Wochenende.« Franziska nickte. Ihr war nicht nach Reden, die Sau musste eingetütet werden. Heinz schwang sich achselzuckend auf sein Moped, trat in die Pedale und fuhr dann im Leerlauf die Naturstraße hinunter. Franziska blinzelte in die strahlende Herbstsonne. Vom Bauernhof aus hatte man einen weiten Blick übers Tal. Im Herbst, wenn in den Niederungen der Emme der Nebel hockte und die gerundeten Hügel sich wie Frauenbrüste der Sonne entgegenstreckten, kamen Wanderern oft der Gedanke, dass Gott hier etwas mehr Schönheit zurückgelassen hatte als anderswo. Doch Franziska hatte keinen Blick für den Liebreiz ihrer Heimat. Seit ihre Eltern gestorben waren, musste sie den kleinen Hof ganz allein führen. Der Betrieb warf aber nur Geld ab, wenn man ihn ordentlich bewirtschaftete, und das war der zierlichen 24jährigen kaum möglich. Daher verrosteten die Landmaschinen, die Felder verwilderten, und nahezu der gesamte Tierbestand war verkauft worden. Lediglich ein paar Schweine und zwei alte Kühe waren Franziska geblieben. Dazu eine Bande halbverwilderter Katzen und der alte Berner Sennenhund Hannibal. Die Blätter der Laubbäume hatten sich bereits herbstlich verfärbt und verwandelten den Wald in einen bunten Flickenteppich. In den Bergen war schon der erste Schnee gefallen. Bald würde es auch bis ins Tal hinab schneien. Doch im Moment war noch Herbst, und Franziska schob die Gedanken an die dunkle Jahreszeit beiseite. Zwar wartete die tote Sau im Stall auf sie, aber die Neugier auf den Brief war jetzt größer. Und da das Schwein ja schon tot war, würde es sich sicher noch etwas gedulden können. Fränzi setzte sich auf die Holzbank vor der Haustür, streckte die Beine in den blutigen Gummistiefeln weit von sich und zog den Briefumschlag hervor.

© 2010 by Margot S. Baumann. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Das würde ich gerne weiterlesen – wenn es überarbeitet ist!
Schreiben ist auch Arbeit, ist auch Handwerk. Und die offenen Augen eines anderen sehen manches, was beim Schreiben übersehen wird: Denn man weiß in der Regel, was man schreiben will – und liest entsprechend.

Die Kritik im Einzelnen

Hoppla: Was geht da ab? Franziska kopfüber eingeklemmt? Halbkörper-Kneippen in Schweineblut? Oder badet sie darin, und nur ihre Arme ab Ellenbogen ragen unbefleckt über den Blutspiegel, weil sie sich die Finger nicht schmutzig machen will?
Offenbar stecken nicht vielerlei Teile von Franziska im Gefäß, sondern lediglich ihre Arme bis zum Ellenbogen, vermutlich beim Blutrühren, damit es nicht klumpt (das weiß ich seit Claudia Schreibers herrlichem Roman »Emmas Glück«). zurück
Hier muss ich weit vorgreifen: Es ist der Postbote! Warum ihr der hier nicht einfällt, obwohl sie sich fürchtet vor dem, was er bringen könnte, und er eigentlich ein quasi »normaler« Besucher ist, bleibt mir rätselhaft.  zurück
Jetzt muss der Leser Franziska verlassen, wie sie da Blut rührend steht: zugegeben, das dauert eine Weile. Es hat aber geklingelt! Stattdessen folgt jetzt eine längere Beschreibung der Umgebung – warum auch nicht; aber warum hier? Warum beginnt der Romananfang nicht mit dieser Beschreibung? Die ist doch gelungen! Franziska kann auch noch später eingeführt werden, passt da auch viel besser (ich komme darauf zurück). zurück
Als Lektor würde ich aus erstreckte ein erstreckten machen, da Mischwald + Waldwiesen = mehrerlei; den angehängten Relativsatz würde ich in eine Partizipialkonstruktion verwandeln, um den Satz ruhiger (Naturbeschreibung!) zu machen und das mögliche – wenn auch nicht nahe liegende – Missverständnis zu vermeiden, der Mischwald sei ebenfalls eingezäunt: Ringsum erstreckten sich Mischwald und saftige, mit einfachen Holzzäunen eingefasste Waldwiesen. zurück
Wie Kühe durch regelmäßiges Trampeln auf den Boden Berghängen das Aussehen von grünen Pyramiden verleihen können sollen, übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Einen Berghang stelle ich mir im Prinzip nicht dreidimensional vor, aber eine Pyramide sehr wohl: Das macht unschöne Knoten im Hirn … ließe sich auf den Relativsatz nicht verzichten? zurück
Nanana – Schluchten fressen doch nicht! Doch selbst wenn sie es könnten, fräßen sie sich nicht in Felswände: Das ergäbe dann notwendigerweise eine horizontale Schlucht! Und sich in etwas einfressen ist gedoppelt, da hinein ja schon die Richtung in beinhaltet! Wie viel einfacher ist es doch, den Wildbach hier bereits einzufügen: (…) die ein Wildbach über eine Länge von drei Kilometern in den Berg gefressen hatte. zurück
Hach, wer kennt sie nicht, die rieselnden Wildbächlein, in denen ab und zu Löwenzahnschirmchen um ihr zartes Nochnichtleben kämpfen … Wer bei Wildbach und Klamm nicht  automatisch an laut und tobend (eben: wild) denkt, dem ist nicht zu helfen. Alle anderen haben keinerlei Verwendung für die tosenden Fluten – das ist überflüssig, zu viel, mit einem Wort: Kitsch! zurück
Genau hier ist die Stelle, wo Franziska konkret auftauchen sollte! Denn die vermeintliche (oder auch befürchtete) Bergidylle bekommt durch das Fressen, den vermuteten Selbstmord und die potenziellen Nachahmerinnen einen eher morbiden Charakter, wozu wunderbar das Rühren im Blut passt! zurück
Wie soll Heinz sie erblicken? Die Stalltür führt doch hoffentlich nicht ins Wohnzimmer! Macht sie (Franziska, nicht die Stalltür!) sich bemerkbar? Schleicht sie sich an ihn ran? Da fehlt was – eine Kleinigkeit nur, aber die Genauigkeit verlangt es! Es wäre auch im Film ein unverständlicher Schnitt, wenn sie ihn von weitem und hinten sieht und er ihr dann unvermittelt einen Brief unter die Nase hält. zurück
Das muss kam heißen, denn da kommt nur ein Gedanke. zurück
Das finde ich grandios-hinterlistig: Lasen wir doch gerade erst, dass die gerundeten Hügel sich wie Frauenbrüste der Sonne entgegenstreckten – und jetzt danken (männliche?) Wanderer quasi Gott dafür – das ist meine absolute Lieblingsstelle in diesem Romananfang! Mehr davon! zurück
Schade – Jetzt wird die Hinterlist fachfraulich erlegt, und hervor quillt Florian Silbereisen: »Liebreiz der Heimat« – Darf denn der Leser keine eigenen Gefühle anlässlich der Bergwelt entwickeln? Besser wäre es, wenn es einfach hieße, dass Franziska dafür keinen Blick hatte, ohne dafür inhaltlich dermaßen festzunageln! zurück
Ach je, die Arme! So GAAAAAANZ allein – wäre da ein technisch alleinstehendes allein nicht viel neutraler? Könnte auf dieses ganz nicht ganz verzichtet werden? zurück
Diese Naturbeschreibung passt hier nicht: Wir sind bei Franziska, die sich aus Bildern wie Flickenteppich nichts macht (wenn man dem Erzähler glauben will)! Dass Herbst ist, wird drei Sätzlein weiter erneut gesagt. Ich würde diesen Satz ganz streichen! zurück
Schön: Franziska ist uns jetzt vertrauer, wir nähern uns ihr an – sie ist jetzt unsere Fränzi geworden! Zumal sie auch das Blut hat verklumpen lassen (sofern sie es überhaupt gerührt hat) und lieber dem (Fehl)Läuten der Glocke gefolgt ist! zurück

Bewerben für »Romanzo Criminale«: Wir suchen Testleserinnen und Testleser für einen Polit-Thriller

Giancarlo De Cataldo: Romanzo Criminale (Folio Verlag)Dieser Roman ist mehrfach ausgezeichnet. »Romanzo Criminale« von Giancarlo De Cataldo wurde in Italien bisher 24 Mal aufgelegt.

Der Autor ist Richter in Rom und in seinem Polit-Thriller zeichnet er den Aufstieg einer Jugendgang in der italienischen Hauptstadt in den 70er- und 80er-Jahren nach. Eine authentische Geschichte, die damals einen traurigen Höhepunkt in der Ermordung Aldo Moros fand.

De Cataldo zeichnet in seinem Roman ein korruptes System zwischen Staat und Mafia, das für viele bis heute fortbesteht. Drogen, Sex und Glücksspiel.

Der Folio Verlag Wien/Bozen bringt den spannenden 600-Seiten-Thriller, der in Italien bereits 2003 erschien, nun in deutscher Übersetzung von Karin Fleischanderl in die Buchhandlungen.

Zusammen mit dem Folio Verlag probieren wir etwas Neues aus: Sie können sich für diesen Roman als Testleserin oder Testleser bewerben! Fünf Exemplare im Wert von je 24,90 EUR werden kostenlos vergeben. Alles, was sie dafür tun müssen: Schreiben Sie nach der Lektüre eine Rezension des Buches, die wir auf literaturcafe.de veröffentlichen werden.

LIMIT live mit Frank Schätzing: Von Steve Jobs über Joachim Bublath zu Mario Barth

LIMIT live: Frank Schätzing im Gespräch mit seiner Romanfigur»Und warum bist du dann heute überhaupt hier?«, fragt mich eine Bekannte erstaunt, die ich im Foyer des Hegelsaals der Stuttgarter Liederhalle treffe.

Frank Schätzings »LIMIT live« soll es heute Abend geben. Keine Lesung, sondern eine multimediale Show auf Basis seines neuen Bestsellers.

Ich hatte gestanden, dass mich Schätzing-Romane nicht interessieren. Zweimal – an Buch und Hörbuch – hatte ich mich vergeblich am »Schwarm« versucht. LIMIT liegt noch eingeschweißt im Buchregal, nachdem im Oktober ein Interview für den Buchmesse-Podcast platzte.

Es ist also nicht der Roman LIMIT oder der Schriftsteller Schätzing, die mich interessieren, sondern es ist die Neugier, wie der Werbe-Mensch und Profi der medialen Selbstinszenierung, Frank Schätzing, an diesem Abend sich und seinen 1.300-Seiten-Wälzer präsentieren wird.

Fernab der Zukunft: Der Roman »Unterwegs in einem kleinen Land« von Philip K . Dick

Cover: Philip K. Dick: Unterwegs in einem kleinen LandPhilip K. Dick gehört zu jenen Autoren, die von ihren Büchern mehr schlecht als recht leben konnten. Dick war zwar bereits zu seinen Lebzeiten als renommierter Science-Fiction-Autor bekannt, doch der große Ruhm kam erst nach seinem Tod im Jahre 1982. Und ironischerweise ist er vielen als der Autor bekannt, nach dessen Romanen und Kurzgeschichten großartige Filme wie Blade Runner, Total Recall oder Minority Report gedreht wurden.

Philip Kindred Dick war ein Schriftsteller, der leider viel zu sehr in der SF-Schublade verkantet war. Am Anfang seiner Laufbahn, in den 1950er-Jahren, schrieb er auch »normale« Romane, so genannte »Mainstream Novels«, die ganze ohne SF-Elemente auskamen.

Dem kleinen Münchner Verlag »Liebeskind« ist es zu verdanken, dass über 25 Jahre nach Dicks Tod das beeindruckende Werk »Unterwegs in einem kleinen Land« in deutscher Sprache vorliegt.

Textkritik: Vom Romanausschnitt zum guten Romananfang

Diesmal hat sich unser Textkritiker Malte Bremer einen Romanausschnitt angesehen. Für die SchreibStar-Kooperation des literaturcafe.de mit dem Verlag Nagel & Kimche wird Malte demnächst speziell sechs Romananfänge begutachten und analysieren. Jede und jeder kann mitmachen und einen selbst geschriebenen Romananfang über das Formular auf SchreibStar.tv einsenden. Den Roman dazu muss es noch nicht geben, Malte will nur die ersten 5.000 Zeichen.

Gibt es ein Rezept für einen guten Romanfang? Wirft man einen Blick auf den Text, den Malte diesmal bespricht, so stellt sich bereits die Frage, warum das – wie die Autorin sagt – ein Romanausschnitt sein soll? Könnte es nicht ebenfalls ein Anfang sein? Und schon haben wir eine mögliche Antwort auf die Frage nach einem guten Anfang: Er macht neugierig, er wirft Leserin oder Leser mitten in die Handlung hinein.

Malte freut sich auf SchreibStar.tv über Ihre Romananfänge »

Und hier geht’s zur aktuellen Textkritik eines Romanausschnitts »

Textkritik: Karina – Prosa

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Karina saß auf dem Gartenzaun und langweilte sich. So, jetzt war sie also schon zwölf. Fühlte sich so alt werden an?
Gestern an ihrem Geburtstag hatte sie sich ihre Haare schwarz gefärbt. Durch ihr Ohrloch hatte sie eine Büroklammer gesteckt und sich ihre Fingernägel dunkelrot lackiert. Ihre Mutter hatte vor Schreck die Suppenschüssel fallen gelassen und ihr Stiefvater hatte ihr eine Ohrfeige verpasst. Bernhard fand es cool. Bei dem Gedanken daran musste sie schmunzeln.
»So, so, wird meine kleine Nachbarin also erwachsen.« Herr Kleine blieb mit dem Auto vor ihr stehen. Er war mindestens schon dreißig, also uralt.
»Leck mich«.
Er grinste. »Nein, doch ganz die Alte. Du sitzt hier wie bestellt und nicht abgeholt. Kann ich dich irgendwohin mitnehmen?«
Sie rekelte sich gelangweilt. »Ne, danke.«
Als Herr Kleine zwei Stunden später vom Einkaufen zurückkehrte, schwang sie mit dem Gartentörchen hin und her.
Er kam auf sie zu. »Ich habe dir was mitgebracht.«
Sie war gespannt. Herr Kleine war wie ein offenes Buch vor ihr, sie kannte ihn ohne ihn zu kennen. Sie wusste, was in seinem Kopf vorging, wenn er sie sah. Er konnte sich nicht vor ihr verstecken. Sie war ja schließlich kein kleines Kind mehr.
Er griff umständlich in seine Jackentasche und holte einen Lippenstift hervor »Ich dachte, der passt ganz hervorragend zu deiner neuen Haarfarbe.«
Karina drehte den Stift vorsichtig auf. Purpurrot, wie nasse Kirschen.
Herr Kleine war etwas verlegen, wie er so vor ihr stand. Da sie auf dem Gartentor saß, war sie größer als er und blickte auf ihn herab.
»Trägt deine Frau auch so einen?« fragte sie.
»Naja …« Herr Kleine hatte es plötzlich eilig »Ich muss jetzt mal wieder … Ich bin übrigens der Markus.«
Abends vor dem Badezimmerspiegel musste Karina den Lippenstift unbedingt ausprobieren. Sie sah sich lange an. Kirschmund. Danke, Markus.Auf dem Gartenzaun lag sie auf der Lauer. Markus war in seiner Garage.
»Hast du ein neues Auto?« Sie hatte sich angeschlichen.
Er zuckte kurz zusammen. »Ja. Gefällt’s dir?«
»Nein … es ist so … grün. Ich mag lieber schwarze Autos«.
»Und rote Lippen. Steht dir gut, der Lippenstift.«
»Danke.« Sie strich an der Garagenwand entlang. Das Auto zwischen sich und ihrem Nachbarn.
Markus wurde unruhig. »O.k., weswegen bist du hier?«
»Ich … weiß nicht«, stotterte sie, »einfach so halt.«
Er sah sie an. Dann drehte er sich um und schaute, ob jemand in der Nähe war. »Würdest du für mich tanzen?« fragte er leise.
Tanzen … der hat sie doch nicht mehr alle.
»Tanzen? Ne. Ich kann meine Klamotten für dich ausziehen, aber ohne tanzen« bot sie an.
»Nein, nein!« beeilte sich Markus »um Gottes Willen. Nur tanzen. Bitte.«
Spinnt der? »Du bist ja krank!« Schnell lief sie nach Hause.
Er hatte zuerst geblinzelt.

© 2010 by Erika Röhrbach. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Spannung knistert gehörig in diesem Romanausschnitt.
Lässliche Sünden sind es, die diesen Text verunzieren, und sie sind leicht zu beheben!

Die Kritik im Einzelnen

Also: Karina ist 12 geworden und denkt nach – und wenn jemand nachdenkt, hat der offenbar Langeweile: Sonst müsste ja nicht betont werden, dass Karina Langeweile hat. Warum darf Karina dann nicht einfach auf dem Gartenzaun sitzen und nachdenken? Hinfort mit der Langeweile! zurück
Da bricht eine Ladung unfreiwilliger Komik über die Leserin beiderlei Geschlechts herein: Durch ihr Ohrloch hatte sie (…) sich ihre Fingernägel dunkelrot lackiert. Eine einfache Umstellung verhindert dieses grammatisch aufdringliche Missverständnis: Sie hatte sich ihre Fingernägel dunkelrot lackiert und durch ihr Ohrloch eine Büroklammer gesteckt. zurück
Das hört sich an, als trüge Herr Kleine ein Spielzeugauto mit sich herum … Es wäre weitaus besser, wenn er sein Auto vor ihr anhielte. zurück
Arme Karina: Sie denkt nach, sie unterhält sich – und das alles aus Langeweile! Warum darf sie sich nicht einfach mal so rekeln? Schließlich ist Herumhocken auf einem Gartenzaun in der Regel nicht allzu bequem, da schreit ein Körper von ganz allein nach zusätzlicher Bewegung! Zudem gäbe es noch ganz andere Gründe, warum Karina sich vor Herrn Kleine rekeln könnte, wie man später erfährt! Folglich sollte sich Karina besser einfach nur rekeln, und den Grund dafür dürfte sich ein Leser beiderlei Geschlechts selbst ausdenken – er wird im weiteren Verlauf dann schon sehen, ob er richtig gelegen hat! zurück
Da ist Zeit vergangen – Warum dann keinen Abschnitt machen wie später auch? Schließlich beginnt etwas Neues! zurück
Da drängeln sich gleich mehrere Fragen auf, keine wichtiger als die andere:
Was ist das Besondere an Herrn Kleine, dass er ein offenes Buch vor ihr war? Ist denn ein offenes Buch jeweils anders offen, wenn es vor, neben, hinter, über, unter, um oder in einem liegt?
Lugt hier ein umgangssprachlicher Fehler oder ein Dialekt herfür, wo vor und für immer mal wieder vertauscht werden, der Satz also korrekt lauten müsste: (…) wie ein offenes Buch für sie?
Oder ist dieses schlaffe Verb Herr Kleine war wie (…) Ursach vor all dem Missverständnis, denn alle bisherigen Fragen hätten sich nicht gestellt, hieße es: Herr Kleine lag wie ein offenes Buch vor ihr. heißa, wie man da ins Grübeln gerät, also Ausdruck von Langeweile pur, sollte man dem Erzähler einerlei Geschlechts trauen.
Ein Problem bleibt jedoch bestehen: Wieso in aller Welt ist Karina gespannt, wenn sie doch weiß, was geschehen wird, schließlich kann sie in Herrn Kleine lesen wie in einem offenen Buch?! Gespannt auf Rechtschreibfehler und unglückliche Sätze? Folge: Entweder sie war gespannt, dann müsste der Rest des Absatzes entfallen. Oder Herr Kleine war wie ein offenes Buch für sie – dann sollte das erste Sätzlein entfernt werden: für mich die eindeutig beste Lösung! zurück
Dickes Lob! Ohne überflüssige Erläuterungen, was jetzt durch Hirn und Blut der Zwölfjährigen tobt, wird Herrn Kleine schlicht zu einem Markus (und bleibt es bis zum Ende dieses Textes)! So soll es sein! zurück
Warum blickt jemand, der auf einem Gartentor sitzt, auf einen herab? Erraten! Warum also muss das nochmals betont werden: »Ey, wenn jemand auf einem Gartentor sitzt, ist er normalerweise größer als einer, der nicht auf dem Gartentor sitzt, sondern davor steht! Haste das getscheckt?« – » Echt nich, kriegste voll die Krise!« Weg mit dem Unfug! zurück
Nur eine Frage: Wieso liegt sie auf der Lauer, wenn Markus in seiner Garage war? Hat sie das nicht einfach so sehen können? Oder hat sie Markus aufgelauert, und der tauchte endlich in der Garage auf? Dann sollte das auch so zu lesen sein, z. B. »Markus erschien in seiner Garage«. Ansonsten ist das Lauern sinnlos! zurück
Nanu? Was heißt so grün? So grün wie Espenlaub? Zu grün? Warum nicht einfach nur grün, warum überhaupt? Wie wäre es mit der karinaschnippischen Art »Ich mag schwarz lieber« Das ist nicht Gravierendes, vielleicht spielt grün für Karina eine ganz besondere Rolle, was in diesem Ausschnitt nicht zur Geltung kommen kann: Es ist ja ein Ausschnitt aus einem Roman! zurück
Das Stottern ist schon im Text durch die Auflösungszeichen angedeutet, brauchte also nicht noch erläutert werden – ließe sich aber noch verstärken: »Ich … Weiß nicht … Einfach so halt.« Zudem geht es auch nicht um ein echtes Stottern, sondern um ein stockendes Sprechen. zurück
Wenn Markus Karina anschaut, muss er ihr nicht frontal gegenüberstehen, folglich ist sein Umdrehen keine lebenswichtige Information zum Verständnis des Textes, zumal er nach dem Umschauen sich auch nicht wieder zurückdreht … Es geht einfacher: Dann schaute er sich um, ob jemand in der Nähe war. zurück
Ich verstehe den Satz, aber nicht den inhaltlichen Zusammenhang: Es gab keinen Wer-zuerst-blinzelt-Wettbewerb, den Markus verloren hätte; Markus hat auch nicht zunächst (in einem anderen Sinne von zuerst) geblinzelt und dann etwas anderes getan. Dieser Satz hängt in der Luft – vermutlich müsste man den Rest des Romans kennen, um ihn zu verstehen. zurück

»In meinem Himmel« von Peter Jackson und Alice Sebold – Eine Film- und Buchkritik

Regisseur Peter Jackson und Darstellerin Saoirse Ronan am Set (Foto: Paramount)
Regisseur Peter Jackson und Darstellerin Saoirse Ronan am Set (Foto: Paramount Pictures)

Ein neuer Film von Peter Jackson über ein junges Mädchen, ein grausames Verbrechen und himmlische Gestalten läuft sein heute in den deutschen Kinos. Unweigerlich fällt einem Jacksons Film »Heavenly Creatures« aus dem Jahre 1994 ein, der ihm den Weg nach Hollywood ebnete. Zwei Mädchen ermorden darin brutal die Mutter der einen, und die Schriftstellerin Anne Perry outete sich nach diesem Film, dass es ihre wahre Lebensgeschichte sei.

Das aktuelle Werk »In meinem Himmel« schmeckt trotz gleicher Zutaten anders. Wieder einmal hat sich Peter Jackson an eine nicht einfache Literaturverfilmung gewagt. Immerhin hat er mit »Der Herr der Ringe« ein Werk in die Kinos gebracht, das bis dato als unverfilmbar galt.

Erotik-Kalender »Buchhändlerinnen 2011«: Models und Textstellen gesucht – Interview mit Simone Pfeifer

Simone Pfeifer (Foto: privat)

Buchhändlerinnen sind sexy! Um das zu beweisen, ist für das Jahr 2011 ist ein Erotik-Kalender mit Buchhändlerinnen als Models geplant. Eigentlich sollte es ein Projekt der Buchhandelsfachschule in Frankfurt werden, doch dort war man über diese Form des Marketings nicht sehr erfreut.

Der Kalender »Buchhändlerinnen 2011« erscheint nun bei einem großen deutschen Kalenderverlag, und rund um Projektleiterin Simone Pfeifer hat sich ein freies Projektteam gebildet, zu dem auch das literaturcafe.de gehört.

Gemeinsam suchen wir nun weitere Models für den Kunstkalender. Wo und wie Sie sich bewerben können und dass dies alles andere als ein »Nackedei-Kalender« werden wird, das erzählt die Buchhändlerin und Projektleiterin Simone Pfeifer in unserem Interview.

SchreibStar und Möchtegern: Nagel & Kimche und literaturcafe.de laden ein ins virtuelle Schreibcamp

SchreibStar - die Show zum Roman »Möchtegern« von Milena MoserEine Casting-Show für Schreibtalente, das fehlt noch im deutschen Fernsehen. Milena Moser hat eine solche Talentshow ins Schweizer Fernsehen gebracht – fiktiv. In ihrem neuen Buch »Möchtegern« lässt sie 10 Schreibtalente in der Show »SchreibStar« auf die knallharte Jury treffen, darunter die alternde Skandalautorin Mimosa Mein, die mit 17 Jahren ihren ersten Roman geschrieben hat, der wegen sexuell allzu anzüglicher Passagen zum Bestseller wurde. Interessant – und tatsächlich nur ein Zufall – eines der Bücher von Autorin Mimosa Mein heißt »Road Kill«.

Mosers Roman ist seit Montag in jeder Buchhandlung erhältlich und in der Schweiz sofort auf Platz 10 der dortigen Bestsellerliste eingestiegen. Trotz ironischer Passagen ist Milena Mosers Roman vor allen Dingen eines: glaubhaft. In mindestens einer der 10 Kandidaten erkennt sich jeder Schreibende wieder – oder man erkennt eine(n) schreibende(n) Bekannte(n). Pflichtlektüre nicht nur für die literaturcafe.de-Redaktion!

Zusammen mit dem Verlag Nagel & Kimche, der zu den Hanser Verlagen gehört, erwecken wir daher im Internet die fiktive Casting-Show »Schreibstar« zum Leben. Das besondere: Wer bei den Schreibaufgaben im Trainingscamp mitmacht, kann einen Schreibkurs bei Milena Moser gewinnen. Und: literaturcafe.de-Kritiker Malte Bremer bespricht in einer Sonderreihe seiner Textkritik Ihre Romananfänge!