Feines Büchlein für Autoren: »Aus dem Lektorat: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen«

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Isa Schikorsky: Aus dem LektoratIsa Schikorsky hat ein feines, kleines und nützliches Buch für Prosa-Autorinnen und -Autoren geschrieben, welches exakt das enthält, was sein Untertitel verspricht: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Mit den Rubriken »Schreibtipps für Erzähltexte«, »Erste Schritte auf dem Literaturmarkt«, »Professionell in Formfragen«, »Aspekte der Verlagssuche« und »Literatur zum Schreiben und Veröffentlichen« sind nahezu alle wichtigen Aspekte beleuchtet.

Isa Schikorsky, die als Autorin und freie Lektorin arbeitet, schreibt wunderbar verständlich, und da bei 50 Tipps auf 132 Seiten einige Themen nicht länger als eine Seite behandelt werden, gibt die Autorin wertvolle und hilfreiche Literaturhinweise zum Weiterlesen – oder rät, wenn es angebracht ist, auch von zweifelhafter Ratgeberliteratur ab.

Natürlich dürfte erfahrenen Autorinnen und Autoren vieles von dem, was Schikorsky beschreibt, bekannt sein. Das Buch ist in erster Linie für Schreibanfänger ideal, doch gibt es auch erfahrenen Autoren neue Impulse oder bringt einige Dinge wieder ins Bewusstsein.

Die Tipps und Hinweise werden mit Beispielen und eigenen Erfahrungen plastisch erläutert. Nie doziert die Autorin, bisweilen spricht sie die Leserin oder den Leser auch direkt an und vermittelt so fundiertes Wissen und Erkenntnisse, die auch wir vom literaturcafe.de ohne Ausnahme unterschreiben würden.

Zudem ist das Buch selbst ein hochwertiges Werkstück der Autorin: Als Sachbuch für eine spezielle Zielgruppe ist es konsequenterweise bei BoD im Print-on-Demand-Verfahren hergestellt. Doch Inhalt, Typografie, Satz und Layout sind so professionell, dass es eine haptische und optische Freude ist. Hier versteht eine Autorin ihr Handwerk durch und durch. Sie glänzt mit Wissen, das sie gekonnt und verständlich weitergibt. Nur an zwei oder drei Stellen weist Isa Schikorsky dezent und passend auf die eigenen Angebote für Autoren hin, ansonsten hält sie sich mit Eigenwerbung angenehm zurück und überzeugt stattdessen mit Inhalt und Know-how.

Tipp: Einen Blick ins Buch können Sie bei Amazon werfen.

Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat 2: 50 neue Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Taschenbuch. 2018. Books on Demand. ISBN/EAN: 9783752820089. EUR 10,00 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Taschenbuch. 2009. Books on Demand. ISBN/EAN: 9783837035551. EUR 10,00 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat 1 und 2: 100 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Taschenbuch. 2018. Books on Demand. ISBN/EAN: 9783752820881. EUR 12,90 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Kindle Edition. 2013. Books on Demand » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige
Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat 1 und 2: 100 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Kindle Edition. 2018. Books on Demand » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige
Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat 2: 50 neue Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Kindle Edition. 2018. Books on Demand » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige
Isa Schikorsky: Aus dem Lektorat: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen by Isa Schikorsky (2009-09-11). Broschiert. 1762. Books on Demand. EUR 22,96 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige

6 KOMMENTARE

  1. Die Frage hatte ich schon mal gepostet, scheinbar ist sie aber verschwunden: Warum veröffentlich eine Verlagsmitarbeiterin so ein gutes Buch bei BoD ?

  2. Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand: weil es – wenn überhaupt – so für die Autorin am lohnenswertesten ist.

    Welcher Verlag hat den Interesse, solch ein Buch zu verlegen? Die Zielgruppe ist zu klein. Klar, es gibt ein paar Spezialverlage für dieses Thema wie Uschtrin und Autorenhaus, aber warum sollte ein Autor dort veröffentlichen?

    Vorrätig haben Buchhandlungen Schreibratgeber ohnehin selten. Also müssen sie bestellt werden. Entweder von der Buchhandlung oder via Amazon und Co. Beides geht auch bei BoD, da ist für den Besteller kein Unterschied. Für die Autorin aber schon, denn die verdient einfach mehr pro verkauftem Exemplar, wenn Sie das Buch direkt bei BoD anbietet, als wenn sich noch ein Verlag dazwischenschaltet.

    Etwas anders wäre das bei großen Publikumstiteln und Romanen. Hier sind große Verlage einfach besser in den Buchhandlungen vertreten und können dort ihre Bücher platzieren.

    Bei reinen “Bestelltiteln”, ist ein Verlag immer mehr obsolet, wenn der Autor oder die Autorin fit genug ist und ein Buch auch gut layouten kann etc.

    Laut ihrer Homepage scheint die Autorin auch nicht in einem Verlag angestellt zu sein, sondern arbeitet als freie Lektorin. Ob sie Mitglied beim VFLL ist, geht aus der Seite nicht hervor. Siehe auch http://www.vfll.de/

  3. Naja, so viel lohnender ist es nicht, über BoD zu veröffenlichen, jedenfalls nicht bei diesem Preis und nicht, wenn die Bestellungen primär über den Buchhandel und Internet- Bestellungen laufen! Bei Direktbestellungen ist die Gewinnmarge größer, aber das muss man als autorin erst mal in Vorleistung gehen und ein Bücherkontingent im Voraus drucken lassen. Ich habe sowohl in einem normalen Verlag Bücher veröffentlicht als auch bei BoD – die Gewinnspanne für mich als Autorin ist in etwa die gleiche. Aber es gibt eben Themen, bei denen ein Verlag nicht den entsprechenden Umsatz rechnet, und wenn einem das Projekt dennoch am Herzen lieg, ist BoD eine feine Sache. (Auch bei den Verlagen scheint es da härter zuzugehen als früher, – viele früher eigenständige Verlage sind mittlerweile Teil eines großen Konzerns und haben wohl mehr Druck)

  4. Ich vermute viel eher, dass die Autorin keinen Verlag für dieses Buch gefunden hat, weil alles, was darin zu lesen ist, kostenlos und ausführlicher im Internet zu finden ist. Die Kapitel sind nur Streifzüge durch Phasen des Romanschreibens und Rezensionen lassen sich im Web auch viel interessanter finden als in diesem Buch.
    Klar als Wegweiser für absolute Neulinge könnte man dieses Buch empfehlen, aber diese Zielgruppe wäre für Verlage absolut uninteressant.

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