Alle Beiträge des literaturcafe.de in chronologischer Reihenfolge

Wie ein Drehständer mit Postkarten: »Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste« im Kino

Im Film »Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste« blickt Regisseurin Margarete von Trotta auf die Beziehung zwischen der Lyrikerin und dem Autor Max Frisch. Ein Film wie ein Drehständer mit Postkarten, der lange nicht mehr auf die Straße gerollt wurde.

Wie privilegiert wir uns da fühlen dürfen! – »Vom Himmel die Sterne« von Jeannette Walls

Mehrere Neuerscheinungen im Herbst 2023 beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Töchtern und Vätern. Isa Tschierschke seziert Jeannette Walls' »Vom Himmel die Sterne«, den neuesten Fang des Übersetzerpaars Wasel & Timmermann (»Eine Frage der Chemie« und »Gesang der Flusskrebse«).

Das Literarische Quartett und der Schweizer Literaturclub vom Oktober 2023: Lichtspiele

Im Schweizer Literaturclub diskutiert man 15 Minuten über ein Buch, ohne auch nur einmal den vollständigen Namen der Autorin zu nennen. Beim Literarischen Quartett des ZDF dagegen ist wieder alles bei den Alten.

Verstörend und schön: »Eine Liebe« von Sara Mesa

Auf dem Cover des Romans »Eine Liebe« von Sara Mesa sind Insekten abgebildet. Schaut man genauer hin, sieht man, dass es aus Müll gebastelte Tiere sind. Eine verstörende und schöne Kunst. Das trifft auch auf den Inhalt zu.

»Er ist keiner von uns!« – BookTok-Community gegen Denis Scheck bei den BookTok-Awards

Unter dem Hashtag #BookTok reden meist junge Leserinnen über Bücher aus den Genres Romance und Fantasy. Umso entsetzter ist man dort, dass ausgerechnet ein »alter weißer Mann« bei den erstmals ausgelobten TikTok Book Awards mitmischt: Literaturkritiker Denis Scheck.

»Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste« – Zum Kinostart verlosen wir Ticket- und Buchpakete

Im Spielfilm »Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste« blickt Regisseurin Margarete von Trotta auf die Beziehung zwischen der Lyrikerin und dem Autor Max Frisch. Zum Kinostart am 19. Oktober 2023 verlosen wir drei Ticket- und Buchpakete mit dem Roman »Malina« und dem Buch »Ingeborg Bachmann, meine Schwester« von Heinz Bachmann.

»Nicht von dieser Welt« – Michael Ebert über seinen Roman und das Lesen in Schramberg

Seine erste Lesung moderierte in Hamburg Micky Beisenherz, demnächst spricht Michael Ebert in München mit Linda Zervakis über seinen Debut-Roman »Nicht von dieser Welt«. Dazwischen jedoch liest Ebert im beschaulichen Schramberg. Das dortige Krankenhaus hat sein Leben und seinen Roman geprägt. Wolfgang Tischer traf sich mit Michael Ebert für den Podcast des literaturcafe.de im Schwarzwald.

»Die Mittagsfrau« im Kino – Wir verlosen Ticket- und Buchpakete

2007 ging der Deutsche Buchpreis an Julia Franck für ihren Roman »Die Mittagsfrau«. Es sollte ganze 16 Jahre dauern, bis die Geschichte verfilmt wurde. Zum Kinostart am 28.09.2023 verlosen wir zwei Ticket- und Buchpakete.

Schreibzeug-Podcast: Die besten Texte mit 50

»Schreibe eine Geschichte mit maximal 2.500 Zeichen, in der 50 eine wichtige Rolle spielt, allerdings nicht als Geburtstag oder Jubiläum.« So lautete die Schreibaufgabe in der 50. Folge des Schreibzeug-Podcasts. Die Zahl der Einsendung erreichte einen neuen Rekord. Hier sind die von Diana Hillebrand und Wolfgang Tischer ausgewählten neun besten Geschichten.

Self-Publisher sollen KI-Einsatz offenlegen – Wie sinnvoll ist Amazons neue Richtlinie?

Von ChatGPT geschriebene E-Books überschwemmen Amazons Self-Publishing-Plattform und werden zu Bestsellern. So suggerierten es Berichte in Online-Medien. Wer als Self-Publisher Manuskripte bei Amazon hochlädt, soll nun Auskunft geben, in welchem Umfang eine KI geholfen hat. Dabei wird zwischen »KI-generiert« und »KI-assistiert« unterschieden.

So wie Passmann für Männer: »Pick me Boys« als KI-Experiment

Mit ihrem neuesten Buch »Pick me Girls« hat Sophie Passmann sofort Platz 1 der Bestsellerliste erobert. Auf Basis eigener Erfahrungen schildert sie, wie Frauen in einer patriarchalischen Gesellschaft Männern gefallen wollen. Aber was ist mit all den »Pick me Boys« dort draußen? Wir lassen ihnen von der KI ein Buch erstellen. Ein nicht ganz so ernst gemeintes Experiment mit verblüffenden und beängstigenden Ergebnissen.

Das Literarische Quartett vom September 2023: Angenehm unterhalten

»Es wäre eine Bereicherung«, war vor Monaten im literaturcafe.de zu lesen, wenn das ZDF jemanden aus den U21-Sendungen zwischen die Immergleichen des Literarischen Quartetts setzen würde. Endlich hat man es gewagt. Die 17-jährige Abiturientin Cara Platte war eine Bereicherung für die Runde. Selten wurde im Quartett so angenehm über Bücher diskutiert.

Gartenglück genießen: »Pinnegars Garten« von Reginald Arkell

Man hat ein hübsches Buch vor sich. Ein äußerst hübsches Buch. Eines, das man allein deswegen kauft. Lesebändchen und bedruckter Leineneinband, darauf abgebildet ein englisches Herrenhaus mit entsprechendem Garten: hohe Buchsbäume, üppige Lavendelzweige, grüner Rasen. Willkommen in »Pinnegars Garten« von Reginald Arkell.

»Hast du uns endlich gefunden« – Edgar Selge im Gespräch über sein literarisches Debüt

Mit über 70 Jahren veröffentlichte der Schauspieler Edgar Selge sein literarisches Debüt. Eine Kindheit um 1960 zwischen Gefängnis und Kultur, eng am eigenen Leben orientiert. »Hast du uns endlich gefunden« fand sich 2021 sofort auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und gewann Preise. Mitten im Schwarzwald unter dem nächtlichen Sternenhimmel spricht Wolfgang Tischer mit Edgar Selge über die Entstehung des Buches.

Ungewöhnlich anrührend: »Eigentum« von Wolf Haas

Bücher von Wolf Haas werden gemeinhin in »Brenner-Krimis« und »andere Romane« eingeteilt. Sprachlich auffällig sind alle. Das 157-Seiten-Bändchen »Eigentum« zählt zu den anderen Romanen. Darin findet sich die Lebensgeschichte der Marianne Haas, Mutter des Erzählers Wolf Haas. Auffällig und doch stellenweise zu normal für einen Roman.