Jeff Jarvis im Gespräch: Seit 9 Jahren keinen Roman mehr gelesen – Buchmesse-Podcast 2010
Der us-amerikanische Journalist, Blogger und Buchautor Jeff Jarvis (»Was würde Google tun?«) ist bei der deutschen Netzgemeine äußerst beliebt. Besonders nachdem er seine Prostata-Krebserkrankung öffentlich machte und aus dem Netz viel Zuspruch erhielt, propagiert er, das Private viel mehr öffentlich zu machen, da darin viel Positives liege.
Dass mancher in Deutschland Google das Fotografieren der eigenen Hausfassade verbieten lassen will, ist für Jarvis unverständlich. Schließlich gelte auch in Deutschland die Panoramafreiheit, und wenn wir Google das Fotografieren öffentlicher Straßenzüge verbieten, müsste es in letzter Konsequenz für alle verboten werden – und das wäre nicht erstrebenswert. Doch ist Google die Öffentlichkeit oder ist Google Kommerz? Was ist, wenn die Daten missbraucht werden?
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Kann das Internet ein unbekanntes Buch bekannt machen? Welche Chance haben heutzutage gute literarische Bücher, wenn sie von Elke Heidenreich nicht mehr in die Kamera gehalten werden? Wird ein Buch nur wahrgenommen, wenn es stapelweise in den Buchhandlungen liegt? Eine Präsentationsform, die sich die Buchhandelsketten von den Verlagen mit mehreren Tausend Euro bezahlen lassen – hier zählt der Preis, nicht Qualität.




Am Buchmesse-Wochenende, wenn an den Publikumstagen nicht mehr nur die Fachbesucher auf den Gängen unterwegs sind, hat man den Eindruck, dass von den Verlagen die Autoren nach vorne geschoben werden, deren Gesichter aus dem Fernsehen bekannt sind.
Tina Uebel hat alles Mögliche zu erzählen, aber ganz gewiss nicht die »Wahrheit über Frankie«, wie der Titel ihres Agententhrillers verspricht (


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