In dieser Rubrik finden Sie Tipps und Hinweise, die Ihnen Hilfe und Anregungen für Ihren literarischen Schreiballtag geben sollen. Von der Normseite bis zur Autoren-Software, vom Profi-Tipp bis zur Warnung vor dubiosen Websites.
Die Textmanufaktur Leipzig hat auch für das zweite Halbjahresprogramm ein hochkarätiges Kursprogramm für Autorinnen und Autoren zusammengestellt. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr wurde das neue Programm unter anderem um die Programmbereiche »Genreliteratur«, »Lektorat/Verlag«, »Kinderbuch« oder »Journalismus« erweitert.
Obwohl sie noch kein Jahr besteht, hat sich die private Autorenschule bereits einen hervorragenden Namen in der Szene erarbeitet, denn die Seminare mit moderaten Preisen werden von absoluten Profis und Kennern der Literaturszene durchgeführt. So führt diesmal beispielsweise der Reisejournalist Wolfgang Büscher in das Genre der Reiseliteratur ein, und Bestsellerautor Feridun Zaimoglu erläutert die »Arbeit am Text«. Mit dabei sind u.a. auch Horst Bosetzky (-ky) mit einer »Grundlagenwerkstatt Kriminalroman« und weitere Profis aus den Lektoraten bekannter Verlage.
Und das Beste: Auch diesmal erhalten Sie einen Nachlass auf die Kursgebühren, wenn Sie sich bis 15. Juni 2009 über das Literatur-Café anmelden. Die Seminare werden dann 10 Euro günstiger.
Irgendwo muss es geheime Textvorlagen für ganz besondere Briefe geben. Zum Beispiel dafür, wie man von Autoren Geld verlangt. Die Argumente dieser Briefe ähneln sich nämlich wie ein faules Ei dem anderen.
»Große Verlage interessieren sich gar nicht mehr für neue Autoren und Literatur, sondern konzentrieren sich auf billige amerikanische Auslandslizenzen, die den Mainstream bedienen und schnelles Geld bringen.« Aha, die großen Verlage sind böse, nicht an der Kunst, sondern nur am Geld interessiert. Wir sind anders, uns interessiert nur die reine Kunst, wir sind Idealisten und deshalb, lieber Autor, möchten wir von ihnen etliche Tausend Euro haben. Weil wir nicht am Geld interessiert sind wie die großen Verlage.
Wer als Autor nicht will, dass sein Verlag seine Werke auf Arten nutzt, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch gar nicht bekannt waren, muss die »Nutzungsrechte für unbekannte Nutzungsarten« bis zum 31.12.2008 zurückrufen, darauf weist der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA) heute in seinem Newsletter hin und bezieht sich damit auf eine Empfehlung der Beratungsstelle für Selbstständige mediafon.
Wer als Autor einen Vertrag mit einem Verlag abschließt, der tritt diesem die Nutzungsrechte ab. Das ist notwendig, denn nur so ist es dem Verlag erlaubt, das Werk des Autors zu drucken und zu verbreiten. In den meisten Fällen sichert sich der Verlag aber nicht nur die Rechte am Buch, sondern beispielsweise für Hörbuch oder Verfilmung. Will sich ein Filmproduzent später diese Rechte sichern, so muss er dies dann mit dem Verlag und nicht mehr mit dem Autor verhandeln. Natürlich sollte ein Autor darauf achten, dass er an solchen »Weiterverkäufen« der Nutzungsrechte gut verdient.
Mit der Ausgabe für 2009 erscheint er zum sechsten Mal, der Autorenkalender der 42er Autoren. Für viele Schreibenden hat er sich zum unverzichtbaren Begleiter und Impulsgeber entwickelt, denn in dem handlichen Büchlein mit Lesebändchen steckt auch für 2009 mehr drin als nur ein Kalendarium zum Notieren von Terminen.
Und wer den Autorenkalender bereits von den Vorjahren her kennt, der oder die weiß, dass selbst im reinen Kalenderteil mehr zu finden ist als nur Platz für Notizen. In diesem Jahr hat man sich bei den 42er Autoren ein Quiz ausgedacht. Tag für Tag muss anhand von Beruf und kleiner biografischer Notiz erraten werden, welcher bekannte Autor welchen Beruf ausgeübt hat – neben der Schriftstellerei. Bereits in diesem Ratespiel steckt eine Erkenntnis, die auch im Serviceteil des Kalenders aufgegriffen wird: Es ist nicht einfach, nur vom Schreiben zu leben, und selbst die großen und bekannten Autoren hatten oft mehr oder weniger spannende Hauptberufe, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdient haben.
Der Print-on-demand-Dienstleister Books on Demand (BoD) ist eine Kooperation mit dem Kaffeehändler Tchibo eingegangen. Ähnlich wie Postbank oder Matratzenhersteller Schlaraffia bietet BoD ein Produkt in einer exklusiven Form im Online-Shop von Tchibo in der Rubrik »Tchibo plus« an.
Im Fall von BoD kann man für 39,90 Euro das eigene Buch veröffentlichen. Hierzu erwirbt man zu diesem Preis einen digitalen Gutschein, den man selbstverständlich auch verschenken kann. In diesem Preis ist eine ISBN enthalten, sodass der Titel auch in den Katalogen der Buchgroßhändler gelistet und somit über den Buchhandel vor Ort und online bestellbar ist. Ebenfalls enthalten ist eine »persönliche Beratung«, die jedoch im Angebot im Umfang nicht näher spezifiziert ist, und ein kostenloses gedrucktes Exemplar für den Eigenbedarf (Belegexemplar). [Nachtrag: BoD hat uns mitgeteilt, dass die Beratung in keiner Weise eingeschränkt oder limitiert ist.] Das Angebot ist bis zum 6. Januar 2009 befristet, wobei die erworbenen Gutscheine in einem Zeitraum von 3 Jahren eingelöst werden müssen.
Vergleicht man dieses Angebot mit den normalen BoD-Preisen, so entspricht es dem Paket BoD Comfort, das regulär für 399 Euro angeboten wird. Beim Weg über den Kaffeeröster spart man so 350 Euro.
Die Textmanufaktur in Leipzig ist eine neue Autorenschule, die mit insgesamt 11 Kursen im kommenden Jahr 2009 startet. Gegründet hat sie der Autor und Journalist André Hille. Das Kursprogramm ist absolut hochwertig und setzt ausschließlich auf professionelle Top-Referenten aus der Buchbranche. Insbesondere viele Lektoren namhafter Verlage finden sich darunter, so z. B. Constanze Neumann (Lektorin bei S. Fischer), Andreas Paschedag (Lektor Aufbau Verlag), Thorsten Ahrend (Wallstein-Verleger), Uwe Heldt (MohrbooksLiterary Agency, Berlin). Ebenfalls zu den Referenten zählt der Bestseller-Autor Wladimir Kaminer.
Mit 155 bzw. 165 Euro sind die Wochenendkurse zudem unschlagbar günstig. Auf Wunsch vermittelt der Veranstalter zudem eine günstige Übernachtungsmöglickeit. Und das Beste: Wir haben mit der Textmanufaktur für Literatur-Café-Gäste Sonderkonditionen ausgehandelt. Wer sich über das Literatur-Café anmeldet, der bekommt auf die Kursgebühr nochmals 5 Euro Nachlass. Nutzen Sie das Anmeldeformular am Ende des Artikels.
Eine Besucherin des Literatur-Cafés fragt anlässlich einer Textkritik: Wann sind es Worte und wann Wörter? Sind es nur dann Wörter, wenn es tatsächlich um solche geht und nicht um das Gesagte?
Diese selbst gegebene Antwort trifft den Kern!
Das deutsche Wort Wort kennt im Gegensatz zu allen (?) anderen Sprachen zwei Pluralformen: Wörter und Worte.
Wörter sind laut Duden »Lautgebilde bestimmter Bedeutung«; wenn jemand mit uns redet oder wir etwas lesen, gehen wir davon aus, dass Wörter verwendet werden; falls wir einzelne nicht verstehen, fragen wir oder schauen im Wörterbuch nach, vielleicht auch in einem Fremd- oder Spezialwörterbuch oder im Internet: da tummeln sie sich gemeinhin. Manchmal wird man nicht fündig: Dann kann es durchaus sein, dass sie erfunden wurden wie z. B. Pipi Langstrumpfs apothekerverwirrendes Spunk oder auch hier im Literatur-Café bei Pfarrer Menzel: drei von den in dieser Episode aufgeführten 12 Sprachen sind völlig frei erfunden, eine vierte gibt es gar nicht (das Wort jedoch schon), und eine fünfte ist keine Sprache, sondern eine Schrift.
Unlängst hat OpenOffice.org die Version 3.0 der kostenlosen Office-Suite »OpenOffice« präsentiert. Die Open-Source-Software steht kostenlos für alle gängigen Betriebssysteme zum Download bereit. Es lohnt sich für Autorinnen und Autoren nicht mehr, Geld für Microsofts Office-Anwendungen auszugeben, denn die kostenlose Alternative »Writer« als Bestandteil von OpenOffice kann alles, was eine Textverarbeitung können muss. Die Version 3.0 ist kompatibel zu MS-Word und hat kein Problem beim Lesen und Schreiben von doc-Dateien. Die Version 3.0 liest sogar die docx-Dateien von Word 2007.
Speziell für schreibende Menschen interessant ist die in Version 3.0 erweiterte Notizfunktion, die es erlaubt, übersichtliche Kommentare zu Textpassagen an den Rand des Dokuments zu schreiben (Menüpunkt Einfügen/Notiz). Sowohl diese Notizfunktion als auch der Überarbeiten-Modus, der Änderungen am Text hervorhebt und nachvollziehbar macht (Menüpunkt Bearbeiten/Änderungen/Aufzeichnen), ist kompatibel zu Word. Diese beiden Optionen eigenen sich z. B. sehr gut für den Austausch überarbeiteter Dokumente zwischen Autor und Testlesern oder Lektor.
Besonders gefreut hat es uns, dass Kamil Stefanowski zudem unsere Normseiten-Vorlage für OpenOffice verbessert und optimiert hat. Hier waren noch Fehler in der Formatierung der Folgeseiten enthalten, die Kamil behoben hat.
Ihr erster großer Erfolg, das waren »Die Puppenspieler«. Seitdem hat die Autorin Tanja Kinkel zahlreiche weitere Bestseller geschrieben, und auch ihr neuestes Werk »Säulen der Ewigkeit« ist auf der Liste der am besten verkaufen Bücher ganz vorne mit dabei.
Das Wichtigste, so Tanja Kinkel im Podcast, das ein Autor oder eine Autorin bekommen kann, ist konstruktives Feedback. Und wo kann man sich besser und schneller über Texte und Bücher austauschen als im Internet?
Daher bietet die Bestseller-Autorin seit kurzem auf ihrer Website www.tanja-kinkel.de eine kostenlose Schreibwerkstatt für Nachwuchsschreiber an. Ausgehend von einem Text ihres Romans sind die Teilnehmer in mehreren Runden aufgefordert, eine Kurzgeschichte zu schreiben und dann ihr Werke gegenseitig konstruktiv zu kritisieren und zu bewerten. Im Buchmesse-Podcast berichtet Tanja Kinkel von diesem Projekt.
Tanja Kinkel: Säulen der Ewigkeit. Taschenbuch. 2009. Knaur. ISBN/EAN: 9783426636305. EUR 9,99 (Bestellen bei Amazon.de) Tanja Kinkel: Säulen der Ewigkeit: Roman. Taschenbuch. 2012. Knaur TB. ISBN/EAN: 9783426512258. EUR 7,00 (Bestellen bei Amazon.de) Tanja Kinkel: Säulen der Ewigkeit: Roman. Kindle Edition. 2009. Knaur eBook (Herunterladen bei Amazon.de)
Der Prosa-Text, den sich Malte Bremer für die heutige Textkritik angesehen hat, zeigt exemplarisch erneut einen Fehler, den viele angehende Schriftsteller machen: Sie wiederholen sich unnötig und treten Dinge breit, die dem Leser längst klar sind.
Aus dem gleichen Grund finden sich in den Manuskripten von Anfängern oft ellenlange Vorworte, in denen die Schreiber dem Leser erläutern wollen, warum sie das Werk geschrieben haben, was sie damit ausdrücken wollen etc. etc. etc.
Ein guter literarischer Stoff braucht solche Erläuterungen nicht. Im Gegenteil: Oftmals wird die Geschichte sogar besser, wenn Überflüssiges und Eindeutiges weggestrichen wird. Von überflüssigen Adjektiven wollen wir an dieser Stelle gar nicht reden, denn wir wollen uns ja nicht wiederholen!
Herr Lier! Ich finde Ihre Beiträge hier wundervoll. Ich frage mich nur, ob Sie nicht...B.E. Knoll18.05.13 04:05
Lieber Tom Liehr, Nachdem ich die Normseite vom Literaturcafe für meine Manuskripte verwende, habe ich...Verlagsautorin17.05.13 03:05
Zitat: "(ich habe, um das abermals zu betonen, KEINEN Roman per “Self-Publishing” veröffentlicht)" Korrigiere mich...Angela Charlotte Reichel17.05.13 11:05