Lohnt es sich, im Januar 2010 noch das SONY PRS-600 eBook-Lesegerät zu besprechen, das im Oktober 2009 auf den deutschen Markt kam?
Drei Monate sind keine lange Zeit, doch das Tempo, mit dem Amazon, Microsoft, Samsung und andere fast täglich neue eBook-Reader ankündigen, können selbst ein neues Gerät schon ganz schön alt aussehen lassen.
Anderseits muss man sich fragen, wie SONY mit dem Vorgängermodell PRS-505 im Jahre 2009 in Deutschland ein neues Lesegerät für digitale Texte präsentiert, bei dem selbst die rudimentäre Suchfunktion fehlt. Da wirkt bereits die Produktpolitik veraltet.
Das PRS-600 verspricht gegenüber dem Vorgängermodell eine Suchfunktion, man soll im Text endliche Anmerkungen und Notizen erfassen können und es hat einen Touchscreen.
Zudem sind beide SONYs derzeit so gut wie die einzigen Lesegeräte, die tatsächlich in vielen Buchhandlungen und Elektronikmärkten vor Ort vorrätig sind. Daher lohnt ein Blick. Hier klicken und weiterlesen »
Amazon baut den Zugang zu den eigenen elektronischen Texten weiter aus. Nachdem man unmittelbar vor der Frankfurter Buchmesse 2009 bekannt gegeben hatte, dass das elektronische Lesegerät Kindle nun aus den USA weltweit in über 100 Länder geliefert wird, folgte jetzt der nächste Schritt.
Ab sofort steht ebenfalls in über 100 Ländern weltweit eine kostenlose Anwendung für PCs bereit, mit der die elektronischen Bücher ohne das spezielle Kindle-Lesegerät auf Windows-Geräten lesbar sind. Eine Version für Mac-Rechner ist laut Amazon in naher Zukunft geplant.
In den USA steht zudem seit einiger Zeit eine iPhone-Applikation zur Verfügung, die ebenfalls Zugriff auf die Kindle-Buchdateien erlaubt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch diese in den genannten Ländern verfügbar sein wird und Bücher im Kindle-Format weltweit auf dem iPhone verfügbar sind. Nachtrag: Seit dem 15.12.2009 kann die iPhone-Applikation auch in Deutschland kostenlos im Apple App-Store heruntergeladen werden.
Wir haben uns den »Kindle for PC« näher angesehen. Hier klicken und weiterlesen »
Einen Tag vor der Frankfurter Buchmesse widmete man sich am 13.10.2009 auf der TOC-Konferenz der Frage, wie sich Verlage aufgrund der Digitalisierung weiterentwickeln müssen. Seit 2007 veranstaltet der Computerbuchverlag O’Reilly diese Konferenz in New York. In Zusammenarbeit mit der Buchmesse fand sie nun erstmals in Frankfurt und in Europa statt. TOC steht für »Tools of Chance (for Publishing)«, also für die Dinge, die man dem Verleger in die Hand geben sollte, wenn er oder sie sich den Herausforderungen stellen will, die Digitalisierung, Mobilität und virtuelle Gemeinschaften mit sich bringen.
Hochkarätige Referenten – meist aus USA oder Großbritannien – referierten zu diesen Themen und präsentierten ihre Erfahrungen und Visionen.
Mit einigen Hundert Besuchern war der große Ballsaal des Blue Radisson Hotels gut gefüllt, die zeitliche Positionierung direkt vor der Messe erwies sich als ideal. Hier klicken und weiterlesen »
Dass es so schnell gehen würde, war doch überraschend: Ab dem 19. Oktober 2009 kann Amazons eBook-Lesegerät Kindle auch in Deutschland bestellt werden.
Schon seit einigen Tagen gab es Spekulationen darüber, dass Amazon das Gerät noch vor der Buchmesse in Großbritannien auf den Markt bringen würde. Amazon selbst wollte sich zu diesen Gerüchten wie immer nicht äußern.
Doch seit heute morgen ist es offiziell auf der deutschen Startseite amazon.de zu lesen: Ab dem 19. Oktober 2009 wird das Kindle auch nach Deutschland geliefert. Denn das ist interessant: Bei amazon.de selbst ist das Gerät nicht erhältlich. Es wird an deutsche Kunden von amazon.com direkt aus den USA zum tagesaktuellen Dollarpreis geliefert. Außerdem müssen Kunden in Deutschland die Zollgebühren und weitere Aufschläge selbst zahlen. So kostet das Gerät hier ca. 300 Euro gegenüber umgerechnet 176 Euro, die die Kunden in den USA für das Kindle berappen.
Das umständliche Prozedere lässt vermuten, dass es für Amazon dann doch recht schnell gehen musste, nachdem die Markteinführung bereits 2008 noch eine Medien-Ente war. Noch vor der Frankfurter Buchmesse 2009 sollte jetzt offenbar das Signal gesetzt werden: das Kindle wird es nicht nur in den USA geben! Ab Mitte Oktober kann es in weiteren 100 Ländern bestellt werden. Hier klicken und weiterlesen »
»Das Urheberrecht und wie es sich aufgrund des technischen Fortschritts weiterentwickeln muss, ist eine zentrale rechtspolitische und gesellschaftliche Frage geworden«, betonte Irene Pakuscher, die seit dem Jahr 2000 die Urheberrechtsabteilung des Justizministeriums leitet, auf der Urheberrechtstagung der Heinrich-Böll-Stiftung.
Noch-Ministerin Brigitte Zypries war verständlicherweise nicht mehr selbst zur Veranstaltung gekommen. Aber schließlich »sei es ja egal, wer unter Ihnen Minister ist«, stellte Mitveranstalter Matthias Spielkamp von der Initiative iRights.info bei der Vorstellung Pakuschers ironisch fest.
Die Heinrich-Böll-Stiftung, das Goethe-Institut und iRights.info hatten am 2. Oktober 2009 zur Veranstaltung »Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens« nach Berlin eingeladen. Das Interesse war groß, der Veranstaltungssaal mit über 200 Zuhörern gut gefüllt. Hier klicken und weiterlesen »
Das Twitter-Lyrik-Buch ist fertig! Ab sofort kann es in jeder Buchhandlung vor Ort und bei allen Online-Buchhandlungen wie z. B. Amazon, Libri oder buecher.de bestellt werden.
»Twitter-Lyrik«, herausgegeben von BoD und literaturcafe.de, enthält genau 283 lyrische Tweets – Gedichte mit maximal 140 Zeichen, die beim ersten Twitter-Lyrik-Wettbewerb mit dem Kurznachrichtendienst verschickt wurden. Produziert wird der Gedichtband per Print on Demand, also bei Bestellung – eine perfekte Synthese aus Web 2.0, traditionellem Buch und Print-on-Demand-Technologie.
Neben der klassischen gedruckten Taschenbuchausgabe für 9,80 Euro steht das komplette Werk auch als eBook im PDF-Format auf www.twitter-lyrik.de kostenlos zum Download bereit.
Ein Buch gegen Geld und gleichzeitig umsonst? Wir sagen Ihnen, was uns zu diesem Schritt veranlasst hat. Hier klicken und weiterlesen »
Dan Clancy leitet die Entwicklung der Google Buchsuche. Er war am Donnerstagabend, 30. Juli 2009, zu Gast im Computergeschichte-Museum im Kalifornischen Moutain View. Das Gespräch mit dem Leiter des Museums wurde von Google gesponsert, sodass davon auszugehen ist, dass Google den Abend bewusst nutzen wollte, um die Visionen des Unternehmens zum Thema Bücher und Digitalisierung zu verkünden.
Die Google Buchsuche und die aktuell auch in Deutschland geführte kontroverse Diskussion um das Google Books Settlement spiegle laut Clancy nicht wider, wie Google die Zukunft des Buches tatsächlich sehe. Bei der aktuelle Buchsuche gehe es primär um vergriffene Bücher, sagte Clancy und spielte die Tatsache herunter, dass das so nicht ganz richtig ist.
Der Chefentwickler der Google Buchsuche wollte über die Zukunft sprechen. Er sieht das Geschäftsmodell der stationären Buchhandlungen um die Ecke als bedroht und überholt an. Sie seien »der wunde Punkt des Bücher-Ökosystems«. Stattdessen soll es nach den Wünschen von Google künftig nur eine große digitale Über-Buchhandlung geben – und die heißt Google. Hier klicken und weiterlesen »
Romanautoren haben keine Ahnung vom Internet. Diese Behauptung ist gewagt. Aber nur wer solch unumstößliche Tatsachen in den Raum stellt, findet Gehör. Romanautoren haben viel mit Politikern gemeinsam. Auch von Günter Grass kann man sich vorstellen, dass er sich eMails und Websites lieber von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, um die Texte zu lesen. Der Mann ist schließlich 82 Jahre alt. Doch auch Judith Hermann, die nicht einmal halb so alt ist, bekennt in einem Interview mit der ZEIT freimütig, dass das Internet nicht ihre Welt sei. »Ich habe erst seit diesem dritten Buch zu Hause einen Internetanschluss. Wenn die mediale Korrespondenz dieser Tage hier vorbei sein wird, schaffe ich ihn wieder ab«, sagt die Bestsellerautorin (»Sommerhaus, später«).
Viele Autoren haben eine Website. Aber gerade die etablierten Autoren lassen diese pflegen. Meist vom Verlag, der dann einen Buchtrailer oder tolle Flash-Animationen erstellen lässt, die dann wiederum in brancheninternen Wettbewerben als besonders innovativ ausgezeichnet werden.
Dabei müssten die Autoren nach »draußen«, ins Web, zu ihren Lesern gehen. Hier klicken und weiterlesen »
Für ihre Masterarbeit am Institut für Kommunikationswissenschaft der Ludwig- Maximilians-Universität München sucht Katharina Thiemann Personen, die an einer Untersuchung zum Thema »Nutzung von Ebook-Readern« teilnehmen möchten.
Vorraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie einen eBook-Reader besitzen oder einen solchen regelmäßig nutzen. Damit sind ausschließlich spezielle Lesegeräte wie der SONY PRS-505 gemeint. Nutzer von Multifunktionsgeräten, mit denen auch eBooks gelesen werden können – wie z. B. das iPhone -, können an der Studie leider nicht teilnehmen.
Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, wie die Lesegeräte genutzt werden und in welchem Verhältnis die Nutzung zur Buchnutzung steht. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, wird das Thema in Gruppendiskussionen persönlich oder via Skype besprochen. Dabei wird über die Erfahrung mit den eBook-Readern diskutiert und erörtert, welche Bedeutung die Geräte derzeit haben und in Zukunft haben könnten.
Unter allen Teilnehmern wird zudem ein Amazon-Gutschein im Wert von 25 € verlost. Hier klicken und Katharina bei ihrer Arbeit unterstützen »
Mit dem SONY PRS-505 ist in Deutschland erstmals ein eBook-Lesegerät für alle erhältlich, so man bereit ist, dafür den viel zu hohen Betrag von 299 Euro auszugeben. Zwar gab und gibt es auch andere Lesegeräte auf dem Markt, doch spielen diese kaum eine Rolle, und man muss schon genau suchen, wo man diese kaufen und bestellen kann. Der Sony-Reader ist derzeit in jeder Thalia-Buchhandlung erhältlich oder bei libri.de zu bestellen.
Die Redaktion des Literatur-Cafés hat den Sony-eBook-Reader PRS-505 ausführlich in der Praxis getestet. Wir haben damit Romane im Flugzeug, im Bett und im Lesesessel gelesen und wollen in diesem Testbericht neben den technischen Aspekten vor allen Dingen auf Textdarstellung, Typografie und Handhabung des silbernen Lesegerätes eingeben. Hier klicken und weiterlesen »