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Behmels Bösewichter (3): Wo gehobelt wird

Albrecht Behmel, Initiator des Samiel Awards
Albrecht Behmel (Foto: privat)

Der Große Böse Wolf, Mephistopheles, Dracula und die Panzerknacker – wer liebt sie nicht? Schurken sind ein zentraler Erfolgsfaktor in Geschichten, gleich ob es Märchen sind, Thriller oder Romanzen. In gewisser Weise brauchen sogar Sachbücher Antagonisten oder zumindest antagonistische Kräfte, denn wir Menschen sind von Konflikten, Siegen und Niederlagen fasziniert.

In dieser Kolumne zum Samiel-Award ergreife ich Partei für das Böse. Im dritten Teil geht es um Schurken als Massenware und den Begriff des Antagonisten.

Barbara Fellgiebels Buchmesseimpressionen 2013 (1)

LOL - Verlagswerbung auf dem Messegelände
Verlagswerbung auf dem Messegelände

Barbara Fellgiebel war auch in diesem Jahr wieder auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und traf dort alle und jeden. Los geht es mit dem ersten Teil:

Es macht Spaß, den Buchmesse-Rückblick 2012 zu lesen, ehe man sich ins Gewimmel von 2013 begibt! Das gönne ich mir auf der Anreise und erreiche unmittelbar dieses glucksende, bubbelnde Vorfreudegefühl: Wie schön, dass ich wieder dabei sein kann! Mal sehen, was und wer mich dieses Jahr berührt, fasziniert, langweilt, entsetzt. Come what may! Sich mit offenen Sinnen auf das Abenteuer Buchmesse einlassen, tief durchatmen und rein in die bereicherndste Woche des Jahres!

Wolfgang Tischer bloggt für Deutschlandradio Kultur von der Buchmesse

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Deutschlandradio Kultur BuchmesseblogDeutschlandradio Kultur betreibt während der Frankfurter Buchmesse ein Buchmesseblog unter blog.dkultur.de. Als Gastblogger sind die Autorin Monika Zeiner, der Autor Thomas Glavinic und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de mit dabei.

Einen Tag vor Messebeginn, am Dienstag, 8.10.2013, gibt es um 16:10 Uhr im Deutschlandradio Kultur zudem ein Livegespräch aus Frankfurt mit dem Herausgeber des literaturcafe.de zu hören.

So wird also von Wolfgang Tischer in den nächsten Tagen weniger hier im literaturcafe.de und mehr im Buchmesseblog des Deutschlandradios zu lesen sein.

Bram Stoker: Dracula – Eine Vampyr-Lesung – Kostenloser Download

Bram Stoker: Dracula - Eine Vampyr-Lesung

Der Ruf des Vampyr-Romans wurde durch klebriges Kitschblut beschmiert. Es ist Zeit, den Meister aus der Gruft zu holen: Dracula – speziell in der deutschen Übersetzung von Heinrich Widtmann von 1908 – fledermausüberflügelt sie auch heute noch alle.

Wolfgang Tischer und Lilian Wilfart lesen Bram Stoker. Laden Sie sich die Hörfassung als MP3-Datei kostenlos herunter. Der Graf ist unter uns.

Buch der Zukunft: Haben Sie schon das neue GTA gelesen?

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Buchhandlung im Spiel GTA V

Das Buch wird interaktiv und social, wird nächste Woche wieder auf der Buchmesse zu hören sein. Früher war das eine Handels- und Lizenzmesse. Heute macht man sich in Frankfurt Gedanken und Sorgen über die Zukunft. Auf Konferenzen wie CONTEC und StoryDrive geht man der Frage nach, was Buch, Verlage und Autoren künftig so machen.

Der Leser darf mitgestalten und sich einbringen. Geschichten sind nicht mehr nur an Papier und Elektronik gebunden, Grenzen zu Film und Spiel verwischen.

Das soll die Zukunft sein? Das erlebe ich doch jeden Abend! Ich spiele GTA V.

Behmels Bösewichter (2): Bedrohlicher Fortschritt

Albrecht Behmel, Initiator des Samiel Awards
Albrecht Behmel (Foto: privat)

Der Große Böse Wolf, Mephistopheles, Dracula und die Panzerknacker – wer liebt sie nicht? Schurken sind ein zentraler Erfolgsfaktor in Geschichten, gleich ob es Märchen sind, Thriller oder Romanzen. In gewisser Weise brauchen sogar Sachbücher Antagonisten oder zumindest antagonistische Kräfte, denn wir Menschen sind von Konflikten, Siegen und Niederlagen fasziniert.

In dieser Kolumne zum Samiel-Award ergreife ich Partei für das Böse. Im zweiten Teil geht es um die Frage, warum häufig Visionäre, Wissenschaftler und Unternehmer die Bösen sind.

Kerstin Höckel: Alle Dokusoaps in einem Buch

Kerstin Höckel: Wie wir damals auf dem Bauernhof geheiratet haben, und der Alois am Tag drauf fast den Hund erschossen hat, weil er was gegen die Stadtmenschen hat und das Glück überhauptIch liebe diese Kistchen vor und in Buchhandlungen, in denen man lustvoll in Mängelexemplaren oder Remittenden stöbern kann. Ansonsten wäre ich nie auf Kerstin Höckels Roman gestoßen mit dem coverfüllenden Titel:
Wie wir damals auf dem Bauernhof geheiratet haben, und der Alois am Tag drauf fast den Hund erschossen hat, weil er was gegen die Stadtmenschen hat und das Glück überhaupt.

Da wäre mir beste Unterhaltung entgangen!

Behmels Bösewichter (1): Die Wendung zum Guten

Albrecht Behmel, Initiator des Samiel Awards
Albrecht Behmel (Foto: privat)

Der Große Böse Wolf, Mephistopheles, Dracula und die Panzerknacker – wer liebt sie nicht? Schurken sind ein zentraler Erfolgsfaktor in Geschichten, gleich ob es Märchen sind, Thriller oder Romanzen. In gewisser Weise brauchen sogar Sachbücher Antagonisten oder zumindest antagonistische Kräfte, denn wir Menschen sind von Konflikten, Siegen und Niederlagen fasziniert.

In dieser Kolumne zum Samiel-Award ergreife ich Partei für das Böse. Im ersten Teil geht es um langweilige Massenmörder und vielschichtige Schurken.

Twitter-Fehler: Welche Probleme die Buttons von Facebook und Co mit sich bringen

Die dubiose Download-Meldung beim Aufruf des Twitter-ButtonsWir haben derzeit den Twitter-Button unter unseren Beiträgen deaktiviert, mit dem man diese einfach und bequem über den Kurznachrichten verbreiten konnte. Beim Aktivieren des Buttons erschien eine merkwürdige Meldung, und der Browser versuchte, eine Datei herunterzuladen. Laut SPIEGEL Online handelt es sich dabei glücklicherweise nicht um einen Virus, sondern offenbar um einen Fehler bei Twitter.

Bis Twitter den Fehler behoben hat, lassen wir den Twitter-Button deaktiviert, um unsere Nutzer nicht zu verunsichern.

Ohnehin sprechen viele Argumente dafür, die Buttons von Facebook und Twitter nie direkt in die eigene Autoren- oder Verlagswebsite einzubauen.

Textkritik: Der Arsch stört heftig

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Durch die Brille schau ich morgens,
was es wohl zu essen gab?
Fühl‘ mich innerlich erleichtert,
erst, wenn ich geschissen hab!

Rrritsch Papier mir
vonne Rolle,
wisch‘ die Kimme
– nich‘ so dolle!

Zieh‘ die Strippe, bürste Streifen,
spüle nochmal hinterher
wasch ich Arsch mir
dann die Hände,
Fenster auf
und Tür zu.
Ende.

© 2013 by Frank Sander. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Launige, handwerklich recht saubere Alberei.
Aber der Arsch stört heftig!

Die Kritik im Einzelnen

Das Fragezeichen am Ende geht bei dieser Satzkonstruktion nicht: Dann muss am Ende der ersten Zeile ein Punkt oder ein Doppelpunkt stehen. Ein Punkt würde den Hauptsatz abschließen, ein Doppelpunkt darauf hinweisen, dass etwas Wichtiges folgt.
Gelungen: Die Erinnerungen an den vorangegangenen Tag müssen heftig verschwommen sein … zurück

Hier ist das Komma vor erst nicht korrekt, also entfernen!
Gelungen: Mit erleichtert ist wohl zweierlei gemeint, nämlich das eine und die Erkenntnis, am Tag zuvor nichts Falsches gegessen zu haben.  zurück

Hier müsste nach hinterher ein Punkt oder ein Komma stehen. zurück

Diese Stelle ist völlig misslungen: Muss das lyrische Ich sich zu allem Überfluss jetzt noch Arsch nennen? Das hat keinen inhaltlichen Zusammenhang mehr, sondern nur noch einen formalen. Ließe sich ändern, sofern das lyrische Ich besonders gründlich wäre; dann lautete es so: spüle nochmal hinterher, / wasch den Arsch mir, / dann die Hände, (…)

Eine Erinnerung wurde geweckt: Von Hans Magnus Enzensberger gibt es ein politisches Gedicht mit dem Titel Die Scheiße (1964), und ein gewisser Harald Schmidt hat es 1999 in seiner Show vorgelesen: Immerzu höre ich von ihr reden / als wär sie an allem schuld./ Seht nur, wie sanft und bescheiden / sie unter uns Platz nimmt! / Warum besudeln wir denn ihren guten Namen / und leihen ihn dem Präsidenten der USA, / den Bullen, dem Krieg / und dem Kapitalismus? (…) zurück

https://www.youtube.com/watch?v=_gs9RtkRaC0

Marcel Reich-Ranicki (1920 – 2013)

Marcel-Reich Ranicki

Ein Literaturkritiker, der etwas taugt, ist immer eine umstrittene Figur. Solange er wirkt und Einfluss ausübt, fällt es allen schwer, ihm gerecht zu werden. (…)

Und später? Dieselbe literarische Öffentlichkeit, die häufig die Macht des Lebenden überschätzt, vergisst schnell den Toten: Dem Kritiker flicht die Nachwelt keine Kränze.

Marcel Reich-Ranicki

Self-Publishing auf der Frankfurter Buchmesse 2013

Self-Publishing auf der Frankfurter Buchmesse 2013Für Selbstverleger und solche, die es werden wollen, bietet die Frankfurter Buchmesse in Halle 3.1 im Jahre 2013 erstmals eine eigene »Self-Publishing Arena« mit Vorträgen, Info-Veranstaltungen und Diskussionen an.

Während sich die Leipziger Buchmesse mit autoren@leipzig bereits seit zwei Jahren gezielt den Autoren widmet, war man in Frankfurt bislang eher zurückhaltend. Doch im Jahre 2013 hat man offenbar erkannt, dass sich der Einfluss der Self-Publisher nicht nur in den Bestsellerlisten, sondern auch auf der Messe niederschlagen muss.

Was erwartet Self-Publisher und solche, die es werden wollen, in Frankfurt?

Bürgerbespitzelung: Petition von Schriftstellern mit unterzeichnen – und ein E-Book-Tipp

Juli Zeh ist Initiatorin der Petition gegen den Überwachungsstaat»Ist die Bundesregierung dabei, den Rechtsstaat zu umgehen, statt ihn zu verteidigen?« Diese Frage stellte die Schriftstellerin Juli Zeh in einem offenen Brief, der bereits Ende Juli in der FAZ veröffentlicht wurde.

Endlich wieder ein klares politisches Engagement von Schriftstellern, von denen man den Eindruck gewinnen konnte, sie wenden sich nur noch dann an die Politik, wenn es um die eigenen Interessen geht.

Von der digitalen Überwachung merken wir nichts, sie tut uns nicht weh, sie ändert nicht unseren Kontostand – und dennoch ist sie gefährlicher als alles andere, denn es geht um unsere Freiheit.

Machen Sie mit und zeichnen Sie die Petition online mit, bei der u.a. Feridun Zaimoglu, Jo Lendle, Tanja Dückers, Ingo Schulze und Josef Haslinger unterzeichnet haben. 70.000 Menschen sind bereits dabei.

Wer sich zudem eingehender mit dem Thema beschäftigen will, für den haben wir einen E-Book-Tipp zum Thema Überwachungsstaat und PRISM-Skandal.

Deutscher Buchpreis 2013: Kurzer Blick auf die 6 der Shortlist

deutscher buchpreis 2013Bei neuen Büchern lese ich nur die erste Seite (manchmal reichen wenige Sätze), um dann zu entscheiden, ob ich das weiterhin lesen mag.

In dieser Woche wurde die Shortlist der letzten sechs Kandidaten für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht: Drei sind männlich, drei weiblich. Alle sechs mir völlig unbekannt – das ist gut so, da gibt es keine Erwartungen und ich bin einfach nur neugierig!

CreateSpace von Amazon im Test: Sinnvoller Service für Verlage?

Ulrike Wolfring vom Storyhouse Verlag
Ulrike Wolfring vom Storyhouse Verlag

CreateSpace ist ein Service von Amazon, um kostengünstig und in kleinen Auflagen Bücher im Print-on-Demand-Verfahren zu drucken. Seit einiger Zeit ist die Plattform auch für Deutschland verfügbar. Wie gut ist CreateSpace? Ist es eine reine Self-Publishing-Plattform, die Selbstverlegern die Möglichkeit bietet, ihre E-Books auch gedruckt anzubieten? Oder ist der Service auch für Verlage interessant, um kleine Auflagen zu produzieren? Ulrike Wolfring und Andreas Exner vom Stuttgarter Storyhouse Verlag geben in diesem Gastbeitrag interessante Einblicke in die Verlagskalkulation und haben die Plattform ausgiebig getestet. Die Ergebnisse überraschen!