
Zum zweiten Mal ist im Bayerischen Rundfunk die Literatursendung »Gottschalk liest?« zu sehen. Im Gegensatz zur ersten Ausgabe wirkt Thomas Gottschalk seriös und gut vorbereitet. Doch dann kommt Marlene Streeruwitz auf die Bühne.

Zum zweiten Mal ist im Bayerischen Rundfunk die Literatursendung »Gottschalk liest?« zu sehen. Im Gegensatz zur ersten Ausgabe wirkt Thomas Gottschalk seriös und gut vorbereitet. Doch dann kommt Marlene Streeruwitz auf die Bühne.

Beim Bachmannpreis werden Literaturpreisgelder in Höhe von insgesamt 55.000 Euro vergeben. Doch die Hälfte der nominierten Autoren fällt zuvor der undurchsichtigen Shortlist zum Opfer und hat keine Aussicht auf einen Preis. Wer weiterkommt, ist vage. Wir haben nachgerechnet und belegen mit konkreten Zahlen und Beispielen, wie wenig literarisch die Vorauswahl sein kann.

War das die 19. Ausgabe des »neuen« literarischen Quartetts? Oder habe ich mich verzählt? Auf jeden Fall musste man lange warten, bis man einen so schön formulierten Verriss zu hören bekam, wie in dieser Sendung. Der kam vom Gast und der war Joachim Meyerhoff.

Über das Pfingstwochenende gibt es auf SWR2 einen ganz besonderen akustischen Leckerbissen zu hören: das dreiteilige Hörspiel »Don Quijote von der Mancha« mit Christian Brückner in der Titelrolle. Die Produktion steht anschließend kostenlos zum Download zur Verfügung. Im literaturcafe.de können Sie schon jetzt die berühmte Windmühlenszene anhören.

Wohl jeder kennt die Bilder der netten älteren Dame: Astrid Lindgren, die scheinbar ewig Kind gebliebene Autorin von Pippi Langstrumpf und der Gebrüder Löwenherz. Der Film »Astrid« zeigt, dass ihre Jugend nicht unbeschwert war. Mit 18 wurde sie ungewollt schwanger und musste ihren Sohn weggeben. Der Film mit einer starken Alba August in der Hauptrolle ist auf DVD und Blu-ray erhältlich und ist bis 19. Juni 2020 kostenlos in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Der letzte Apfel
Ein Apfel rief: »Kommt her geschwind
und pflückt mich endlich doch!
Ich schaukle hier im kalten Wind,
wer weiß, wie lange noch.
Hier oben bin ich, Menschenskind,
du musst nicht lange suchen,
all meine Kameraden sind
schon längst auf einem Kuchen
Warum ich rot geworden bin
und fleckig, schrumplig, klein?
In mir steckt eine Made drin,
da muss ich sauer sein!«
Das ist der Apfel immer noch,
denn wie wir heute wissen,
hat ihn – obgleich er sehr gut roch –
noch keiner angebissen.
Locker, leicht und eigentlich perfekt!
So wünsche ich mir das: klare Strophen, keine Botschaft, kein Schmalz. Stattdessen eine kleine, humorvolle Ballade! Zwar habe ich schon beim ersten Lesen festgestellt, dass zwei Wörtlein fehlten für ein ganz exaktes Versmaß – aber die fielen mir spontan ein, und ich habe sie ergänzt, ohne dass ich nachdenken musste. Die wären dem Autor bestimmt auch eingefallen, hätte er sein Gedicht nochmals aufs Versmaß überprüft.. Deswegen gab es auch keinen Brillenabzug, denn dichten kann er!
Ab hier habe ich das Gedicht kursiv gesetzt, denn es handelt sich um eine wörtliche Rede bis zum Ende der dritten Strophe. Frech geändert habe ich das kleine k von kommt in ein großes. Und weil das eine Aufforderung ist, endet die Zeile mit einem Ausrufungszeichen. zurück
Des korrekten Versmaßes wegen habe ich sowohl ein DU als auch ein SCHON eingefügt. zurück
Die Gedankenstriche habe ich ergänzt, und am Ende fehlte lediglich ein Punkt. zurück
Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI) wird von den Medien gern als »Spaßpartei« bezeichnet. Seit fünf Jahren sitzt der Parteivorsitzende Martin Sonneborn als Abgeordneter im Europaparlament. Sein Buch »Herr Sonneborn geht nach Brüssel« ist die optimale Vorbereitung für die Europawahl.

Alles was Sie über das Veröffentlichen ohne Verlag wissen müssen: Am 21. Mai 2019 findet in Mannheim ein Self-Publishing-Seminar mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de statt, veranstaltet von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Eine Anmeldung für die freien Plätze ist noch bis zum 14. Mai 2019 möglich.

In der Reihe »Rund ums Buch« beleuchtet das Aargauer Literaturhaus essenzielle Fragen und Themen rund um das (literarische) Buch. Am 22. Mai 2019 diskutieren Nicole Pfister Fetz vom Verband »Autorinnen und Autoren der Schweiz AdS«, die Schriftstellerin Simone Lappert und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de über eine Literaturszene im Wandel.

Was für Bücher schreiben Sie? Krimis? Liebesromane? Fantasy? Viele Autorinnen und Autoren glauben, originell zu sein, wenn Sie diese Frage nicht beantworten können. Dabei ist es an dieser Stelle wichtig, in einer eindeutigen Schublade zu stecken. Das Werk »Buchgenres kompakt« kann hier helfen – oder der Besuch in einer Buchhandlung.

Isolde Reutter hat am 12.04.2019 im ZDF ebenfalls das Literarische Quartett gesehen. Sie ist wütend über die Wut-These zu Anke Stellings Buch »Schäfchen im Trockenen« und fühlt sich ins Jahr 1972 zurückversetzt. Hier ist ihre Gegen-Wut-Rede – und ein Lob.
Macht. Er liebte das Spiel um die Macht. Geld war Macht. Macht war Geld, wenn man sie zu nutzen verstand. So wie er.
U-Boote. U-Boote waren seine Leidenschaft. Vor dreizehn Jahren hatte er das erste Mal den Bauplan eines solchen Wunderwerks der Technik in den Händen gehalten. Die Geburtsstunde einer Vision. Die Geburt seiner Passion. U-Boote waren Mittel zur Macht für diejenigen, die eine Flotte besaßen, Ohnmacht für jene, die sie nicht besaßen. Seine Boote waren im russisch-japanischen Krieg erprobt worden. Erfolgreich. Erfolg ist Macht. Macht bedeutet Ansehen und Geld. Viel Ansehen und viel Geld. Das Geld war es, das für ihn zählte. Er hatte viel davon, doch nicht genug. Das Ansehen überließ er den anderen. Denen, die in kommenden Geschichtsbüchern auftauchen würden. Denen, die als Lenker der Geschicke ihrer Nation gelten würden. Denen, die Berater nutzten, um an die Macht zu gelangen. Denen, die ihre Macht ausbauten. Sie brauchten Berater. Berater wie ihn.
…
Sinnloses Geschwafel.
Ich habe jede Lust verloren, das noch weiter zu lesen oder gar zu besprechen – denn gibt es nichts zu korrigieren: Dieser Text ist nicht zu retten! Und dabei ist es nur der erste Absatz eines dreiseitigen Textes …
Warum den Titel wiederholen? Der kommt ja anschließend eh wieder! zurück
Erneut eine Wiederholung: Streichen. zurück
Wir Leser wissen bereits, dass der Protagonist in U-Boote verliebt ist! Warum aber soll es für uns wichtig sein, wann er zum ersten Mal einen U-Boot-Bauplan in den Händen gehalten hat? Das ist überflüssig! Ersatzlos streichen! zurück
Aufgeblasenes Geschwätz! Das ist doch alles bereits bekannt: Warum noch eine Kitschschippe drauflegen? Passion – Vision … meiner Treu! Wann geht es denn endlich los? zurück
Braucht man eine Flotte, um U-Boote zu haben? Reichen U-Boote allein nicht? Z. B. eine Flotte U-Boote? Ich besitze nicht einmal 1 U-Boot, bin aber deswegen nicht ohnmächtig! Inhaltlich-sprachlicher Pfusch. zurück
Warum muss dieses Wort aus dem Zusammenhang gerissen werden und isoliert? Warum heißt es nicht ganz einfach Seine Boote waren erfolgreich im russisch-japanischen Krieg erprobt worden? zurück
Was schert den Verfasser sein Geschreibsel vom Anfang? Nichts! Alles vergessen. Dort hieß es nämlich Macht war Geld. Das war dort schon grober Unfug. Und der wird jetzt noch gröber, denn jetzt bedeutet Macht Geld, ist also kein Geld mehr … Herr, schmeiß Hirn ra! zurück
Daraus schließe ich, dass für den Protagonisten nicht die U-Boote seine Leidenschaft waren, wie am Anfang gelogen wird, sondern lediglich schnöder Mammon! Warum nicht gleich? zurück
Was für ein Berater, der nicht weiß, wo’s langgeht, sondern dem Geld nachsabbert. zurück

Woran lag es, dass die Sendung vom 12. April 2019 zunehmend uninteressant wurde? An den Büchern? Dem Quartett? Der eigenen Müdigkeit? Als Gast versuchte zumindest Sandra Kegel, die besprochenen Bücher kritikabel differenzierter zu betrachten.

Haben Sie in Ihrer Kindheit auch ein Tier zu Grabe getragen? Das wollten wir zum Kinostart der Stephen-King-Neuverfilmung von »Friedhof der Kuscheltiere« von Ihnen wissen (Zur Filmkritik). Hier ist der ganz persönliche Friedhof der Kuscheltiere im literaturcafe.de.

Wenn die Totgeglaubten wiederkehren, dann sind sie nicht mehr sie selbst. So ist auch die Neuverfilmung von »Friedhof der Kuscheltiere« nichts weiter als billigster Horror-Tant aus der Schreckschublade, dem sämtliches Leben der Buchvorlage entwichen ist.