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Download-Portale für Hörbücher getestet

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In Ausgabe 3/2006 hat die Zeitschrift Tomorrow fünf Download-Portale für Hörbücher getestet. Bewertet wurden claudio.de, audible.de, soforthoeren.de, libri.de und diadopo.de hinsichtlich Angebot, Download-Komfort, Preis/ Zahlungsmodalitäten, Service und Klangqualität.

Als Sieger des Tests ging claudio.de hervor. claudio stellt daher den vollständigen Testbericht als Datei kostenlos zur Verfügung (PDF/2,4 MByte).

Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings, dass sowohl claudio.de als auch TOMORROW zum Burda-Konzern gehören. Dennoch deckt sich das Testergebnis auch mit den Erfahrungen und Eindrücken unserer Redaktion.

Piraten auf dem Zürichsee

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Werbung und Marketingkampagnen verändern die Sprache. Neue Wortschöpfungen wie „unkaputtbar“ mögen die einen zum Fluchen und die anderen zum Schmunzeln bringen. Kritisch wird eine Kampagne aber dann, wenn Begriffe neu definiert werden, um mit gezielten Falschaussagen die Bevölkerung zu manipulieren.

Massiv mit entstellenden und verkürzten Aussagen arbeitet beispielsweise die Kampagne der Musik- und Unterhaltungsindustrie, die nun auch auf digitale Güter wie Hörbücher oder eBooks überschwappt.

Fast schon selbstverständlich titelt man auch in der Schweiz „Bundesrat sagt digitaler Piraterie den Kampf an“. Und wir stellen uns Dreimastbarken auf dem Zürichsee vor und ungewaschene Halunken mit Augenklappen, die an Land springen und in den Büros der Zürcher Innenstadt mit vorgehaltenen Musketen die Herausgabe von CDs verlangen.

Wie falsch allein schon der Begriff „Raupkopierer“ ist, der bereits in der Alltagssprache wie selbstverständlich verwendet wird, schreibt die Zeitschrift c’t in der Ausgabe 5/2006: § 249 des Strafgesetzbuches (StGB) definiert Raub als Wegnahme einer Sache mittels körperlicher Gewalt oder einer „Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib und Leben“. Juristisch gesehen wäre ein „Raubkopierer“ also jemand, der CDs oder DVDs mit Waffengewalt an sich bringt, um sie dann in Tauschbörsen zu verteilen.

Es steht außer Frage, dass Urheberrechte geschützt werden müssen und Kreative für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden sollten. Doch wirkt eine Kampagne gegen Unrecht glaubhaft, wenn darin Dinge bewusst falsch dargestellt werden?

Der erwähnte Artikel macht daher klar, wer hier in Wahrheit verdient: Illegale Anbieter im Internet ausfindig zu machen, sei sehr schwierig und bedinge zumeist ein juristisches Verfahren. Dies sagte Ursula Widmer. Und Frau Widmer ist auf IT- und Telekomrecht spezialisierte Rechtsanwältin, die sich auf diese Verfahren sicherlich schon freut.

Wir sind nominiert!

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BildDer Podcast des literaturcafe.de ist von der Jury des podcastclub e.V. für den Deutschen Podcast-Award 2006 in der Kategorie KULTUR:gut nominiert worden.

In dieser Kategorie möchte der podcastclub Podcasts mit kulturell bedeutsamen Inhalten ehren.

Je Kategorie gibt es drei Nominierungen. Der Sieger erhält den Award am 7. April 2006 auf dem Ersten Deutschen Podcast Kongress in München überreicht.

Und am Ende…

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… des Theaters fällt der Vorhang. Zugabe?

Mit Pätzold in Polen

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Vom 22. bis 30. September 2006 findet zum wiederholten Mal ein Treffen von Autoren aus Deutschland und Polen im Camp Rodowo statt.

Die Schreibwerkstatt richtet sich an jüngere Menschen, die sich bereits intensiv mit dem Verfassen eigener Texte beschäftigen. – Eine Werkstatt für Schreibende, die Feuer gefangen haben, bereits eigene stilistische Ideen und Ziele ins Auge gefaßt haben – unter der Anleitung erfahrener Autoren.

Schwerpunkt 2006 ist das Handwerkszeug zum Schreiben einer klassischen Kurzgeschichte / Short Story.

Mit einem Teilnahmebeitrag von schlappen 20 Euro ist das Ganze darüber hinaus sehr günstig.

Organisator des Treffens ist übrigens kein geringerer als Mark Pätzold. Pätzold ist der diesjährige Gewinner des Roman-Wettbewerbs der Zeitschrift Brigitte.

Reform der Reform

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Nachdem der Rat für deutsche Rechtschreibung seine Änderungsempfehlungen abgegeben hat, stimmen darüber heute die Kultusminister ab. Bastian Sick schreibt zur reformierten Reform in seiner Zwiebelfisch Kolumne beim SPIEGEL ONLINE einen sehr lesenswerten Beitrag.

Wen er wohl mit den „prominenten Verweigerern“ meint, die bereits signalisiert hätten, dass sie ihren Widerstand gegen die neue Orthographie aufgeben werden?

Warum es bei unserem Gewinnspiel keine Gewinne mehr gibt

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Jeden Monat können Sie bei uns im literaturcafe.de mitknobeln und mitraten. Bereits seit 1999 gibt es das Literatur-Quiz, das wir Ihnen zusammen mit der Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen präsentieren. In der Regel gilt es, ein berühmtes Werk und seine Autorin oder seinen Autor zu erraten. Der Spaß an der Sache steht dabei im Vordergrund, doch um das Ganze etwas interessanter zu machen, gab es jeden Monat Buchpreise zu gewinnen, die uns in der Regel namhafte Verlage für das Quiz zur Verfügung gestellt haben, wofür ihnen an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

Auch in diesem Monat ist wieder Ihr literarisches Wissen gefragt. Allerdings gibt es keine Buchpreise mehr zu gewinnen.

Warum das?

Die Buchgewinne, die als Ansporn und Anreiz gedacht waren, entpuppten sich leider indirekt immer mehr zu einem Ärgernis, das uns als Veranstalter des Quiz‘ in den letzen Monaten Ärger und hohen Aufwand einbrachten.

Was war geschehen?

Wenn immer es im Netz etwas zu gewinnen oder kostenlos gibt, zieht dies leider auch magisch Betrüger und Schummler an. Dutzendfach eingetragene fast identische Adressen, bei denen nur der Vorname wechselt, sind dabei die harmloseste Variante. Einen weitaus größeren spielverderbenden Charakter haben da schon spezielle Foren und Websites, auf denen Monat für Monat die Lösung veröffentlicht wird. Doch selbst bei dieser Art von Schummelei müssen die Teilnehmer zumindest noch ihre Adresse und die Lösung von Hand eingeben. Absolut ärgerlich sind jedoch „Gewinnspielportale“, bei denen die Leute lediglich ihre Adresse einmal eingeben müssen und sie dann automatisch von den Betreibern in hunderte von Preisausschreiben und Gewinnspielen eingetragen werden, ohne dass die Leute die Websites jemals besuchen müssen. Die Betreiber dieser „Gewinnspielservice-Sites“ verlangen oftmals sogar Geld für ihre Dienste und können sich sogar Fernsehwerbung leisten. Das hier letztendlich gutes Geld mit dem Weiterverlauf der Adressen verdient wird, scheinen die Leute einfach hinzunehmen, wenn nur die Chance auf Gewinne winkt.

Das Extrem in dieser Art war unser letztes Preisrätsel vom Februar 2006: Wir hatten sage und schreibe 126.718 Adressen in unser Teilnehmerdatei, die satte 35 MByte umfasste. Davon sind jedoch nur ein Bruchteil von einigen hundert Einträgen ehrliche Teilnehmer am Gewinnspiel, der Rest wird von den „Service-Sites“ automatisch eingetragen. Wären wir ein Katalogversender oder ein Adresshändler, würde uns das natürlich maßlos freuen. Denn leider werden die meisten Gewinnspiele im Netz nur zum Adressensammeln benutzt, und die Gewinne sind nur Köder.

Anders jedoch bei uns: hier sollte allein der Spaß an der literarischen Knobelei im Vordergrund stehen. Das aufwändige und zeitintensive Ausfiltern der Betrüger-Adressen stand trotz technischer Hilfsmittel nicht mehr in Relation zum Ziel unseres Literatur-Quiz‘. Jeder Schummler, der uns durch die Lappen geht und womöglich ein Buch gewinnt, hat dies gegenüber einem ehrlichen Teilnehmer nicht verdient.

Natürlich lassen sich diese Eintragsdienste zum Beispiel durch Bildabfragen (CAPTCHA) ausschließen. Es bleiben aber immer noch die Schummler, die von den Lösungsportalen kommen. Die sind so gut wie nicht zu ermitteln.

Daher haben wir uns entschieden, das Quiz, das über die Jahre viele treue Fans gefunden hat, weiterzuführen, allerdings ohne Buchgewinne. Zumindest eine Verlosung im Monatsrhythmus wird es nicht mehr geben.

Somit steht wieder der Spaß am literarischen Wissen im Vordergrund. Und Sie können jetzt gleich erfahren, ob Sie mit Ihrer Lösung richtig lagen. Zunächst zeigen wir Ihnen keine Lösung und Sie können ohne Lösungsvorschlag mitraten. Mit einem Klick können Sie dann drei mögliche Antworten aufdecken und Ihren Favoriten anklicken. Auf der Website der Schiller Buchhandlung erfahren Sie dann sofort, ob Sie mit Ihrer Antwort richtig lagen.

Wir wünschen allen ehrlichen literarischen Knobelfans weiterhin viel Spaß bei unserem monatlichen Literatur-Quiz in Zusammenarbeit mit der Schiller Buchhandlung.

Zum aktuellen Quiz gelangen Sie hier.

Fußballerische Rechtschreibschwäche

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Wie in der taz nachzulesen ist, ist die FIFA nicht dazu in der Lage, das Wort „Fußball“ korrekt zu schreiben. Blickt man auf die offizielle Website zur Fußball-Weltmeisterschaft, so wird dort tatsächlich der Begriff „Fussball“ verwendet. Wie die taz völlig korrekt anmerkt, ist diese Schreibweise sowohl nach der alten als auch nach der neuen Rechtschreibung falsch. [via netbib]

Bloglesungen

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Es greift immer mehr um sich, aus dem eigenen Weblog öffentlich vorzulesen. Weblog-Texte können durchaus sehr literarisch sein. Dies beweist schon seit längerem die Website Blog:Read, bei der es selbst vertonte Blog-Texte zum Download gibt.
Wer eine Live-Lesung veranstalten will, der sollte am besten einen der A-List-Blogger verpflichten, also Don Alphonso, Don Dahlmann oder Modeste. Oder er macht es wie das Handelsblatt und lädt gleich alle ein (MP3-Mitschnitte hier).
Don Alphonso ist es auch, der in der Blogbar mit den 10 populärsten Irrtümern über Bloglesungen aufräumt. Dort findet man Trost und Antwort auf Statements wie „Da kommt niemand“ oder “ Ich muss Freunde auf die Bühne zu lassen, obwohl ihre Texte schlecht sind, aber die sind sonst beleidigt“ oder auch „Ich kriege trotzdem danach niemals Groupies ins Bett“.
Und wo in der Gegend die nächste Blog-Lesung stattfindet, das will neuerdings das Bloglesungsblog verkünden. Und wenn in der eigenen Stadt keine Lesung stattfindet, dann hilft es nur, selbst eine zu veranstalten (siehe Irrtum Nummer 1: „Ich kann das nicht organisieren„).

Bei Brigitte gewinnt wieder ein Mann

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Mark Pätzold heißt der diesjährige Gewinner des Roman-Wettbewerbs der Zeitschrift Brigitte. Nach Markus Lüngen im Jahre 2005 geht der Preis der Frauenzeitschrift also erneut an einen männlichen Autor.
Die ersten 50 Seiten seines Werkes überzeugten die Jury, die aus der Schriftstellerin Birgit Vanderbeke, ihrem Kollegen Wladimir Kaminer, der Literaturagentin Birgit Politycki, der BRIGITTE-Kultur-Ressortleiterin Meike Dinklage und – wie immer – Juli Zeh bestand.
Nun muss der 32-jährige Pätzold sein Werk noch zuende schreiben. Die Handlung: Nach einem Flugzeugabsturz über der Nordsee verbringen die besten Freunde David und Henri die Nacht im schulterhohen Wasser auf einer Sandbank. Eine gute Gelegenheit, um sich endlich einmal die Wahrheit zu sagen.
Auf dem Autorenbild, das sich auf der Brigitte-Website befindet, hat man den Autor daher schon mal in eine Badewanne gesetzt. Da sieht er aber eher aus wie Uwe Barschel in Genf.

Hörbuch kaputt?

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Wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat, dass eine Hörbuch-CD, die auf dem heimischen CD-Player läuft, sich im Autoradio plötzlich nicht mehr wiedergeben lässt oder wer schon einmal versucht hat, mit der audible-eigenen Software ein MP3-Hörspiel auf CD zu brennen, der kennt den Ärger: Kopiersperren und digitales Rechtemanagement (DRM) verleiten dem ehrlichen Käufer den Spaß an CDs oder heruntergeladenen Musikdateien. Nicht umsonst wird DRM von Kritikern als „Digitale Rechte-Minimierung“ übersetzt.

Man kann also nur hoffen, dass Verlage und digitale Hörbuchanbieter nicht den gleichen Fehler wie die Musikindustrie machen und die eigenen Versäumnisse nun von ehrlichen Kunden ausgebadet werden müssen. Denn Raubkopierer wird man weder durch Kopiersperren noch durch DRM abschrecken, die jeder computerbegeisterte Schüler in Sekunden knacken kann.

Dave Goldberg, beim Internet-Portal Yahoo für Musikdienste zuständig, sieht daher DRM als größtes Hindernis für den Erfolg dieser Portale an.

Nach einer Umfrage des Börsenblattes betrachten glücklicherweise die meisten Hörbuchverlage nachwievor das digitale Wasserzeichen als besten Schutz vor Raubkopieen (PDF-Datei/200 kByte).

„Wir brauchen keinen besseren Schutz. Das elektronische Wasserzeichen reicht, um illegale Downloads zu verfolgen. Wir sind deshalb gegen höhere Hürden“, meint beispielsweise Heike Völker-Sieber vom Hörverlag.

Mit diesem digitalen Wasserzeichen kann die Herkunft einer Datei nachgewiesen werden, sodass man sich die Weitergabe an Dritte sehr genau überlegen wird. Die MP3-Datei läuft aber selbst auf den günstigsten MP3-Playern und kann problemlos mit jedem Brennprogramm auf eine CD gebracht werden.

Das Café unterstützt den Jokers-Lyrikpreis

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Im März startet wieder der Jokers-Lyrik-Preis. An diesem Gedicht-Wettbewerb des Augsburger Buchversenders dürfen alle deutschsprachigen Hobby-Poetinnen und -Poeten teilnehmen. Für den ersten Platz gibt es immerhin 1.000 Euro Preisgeld (2. Preis: 500 Euro; 3. Preis: 250 Euro).

Kein Wunder also, dass bereits im letzten Jahr über 4.500 Einsendungen eingegangen sind.

Die Auswahl der Gewinner trifft eine fachkundige Jury.

Neu ist in diesem Jahr, dass es neben den Hauptpreisen eine ganze Reihe von Sonderpreisen gibt. So stiftet beispielsweise BoD eine komplette Buchveröffentlichung.

Und auch das literaturcafe.de gehört in diesem Jahr zu den Partnern des Wettbewerbs. Wir werden exklusiv zwei der eingereichten Gedichte vertonen. Diese akustische Version wird dann sowohl im literaturcafe.de als auch auf der Jokers-Website zum Download bereitstehen. Und die beiden Beiträge werden natürlich auch in unserem Podcast zu hören sein.

Was es noch zu gewinnen gibt, können Sie unter www.jokers.de/lyrikpreis erfahren. Dort stehen auch die genauen Teilnahmebedingungen, die man sich – wie bei jedem Wettbewerb – zuvor gut durchlesen sollte. Der Wettbewerb endet am 31. März 2006. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Juli 2006 bekannt gegeben.

Übrigens: Als ganz besonderes Schmankerl bietet Jokers eine Info-Seite an, die sich mit dem Thema befasst, was denn überhaupt ein Gedicht ist – und was ein gutes Gedicht ausmacht. Tipps und Hinweise, deren Lektüre sich vor einer Teilnahme am Wettbewerb auf jeden Fall lohnt.

Wir bitten um Ihre Stimme!

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Beim Wettbewerb „Rote Feder 2006“ galt es, einen Klassiker oder Motive daraus neu zu vertonen. Die beiden Veranstalter des Wettbewerbs, claudio.de und abebooks.de, haben nun die 20 besten Beiträge online gestellt und bitten das Internet-Publikum um eine Vorab-Bewertung.

Das war zwar nirgendwo so geplant oder im Vorfeld angegeben, aber dies verwundert nicht weiter, denn wie bereits vor einiger Zeit angemerkt, glänzt der Wettbewerb nicht unbedingt durch eine gute Organisation. Auch wir haben die Abstimmungsseite gerade durch Zufall entdeckt.

Mit dabei bei der Vorauswahl ist auch ein Beitrag des literaturcafe.de-Herausgebers Wolfgang Tischer. „Reinhard“ lautet der Titel und er lehnt sich frei an Motive von Theodor Storms Immensee an (Download/ MP3-Format/ 4 MByte). Wer die Türchen unseres Adventskalenders regelmäßig geöffnet hat, dem ist der Beitrag nicht ganz unbekannt. Allerdings wurde er speziell für den Wettbewerb nochmals überarbeitet.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie hier Ihre Stimme für Wolfgang Tischer und den Beitrag „Immensee“ abgeben.

Da – wie bei der Gesamtorganisation des Wettbewerbs nicht anders zu erwarten – jeglicher Hinweis fehlt, wann der Bewertungszeitraum abläuft, klicken Sie am besten gleich.

Vielen Dank für Ihre Stimme!

Sven Bost bloggt

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Sven Bost hat uns geschrieben, um auf sein aufwändig gestaltetes Weblog hinzuweisen. Jeden Tag ein Foto und ein kurzer Text.

Ich bin müde, ich habe wieder nachts gearbeitet, jetzt ist es zehn. Ich versuche wirklich bestmöglich mich selbst in diese Texte zu legen, die Buchstaben so zu reihen, dass sie etwas von mir weitergeben, eine Ahnung wie es sich anfühlt ich zu sein, was ich denke. Ich möchte das gerne mit Euch teilen. Ich hätte auch gerne etwas von Dir. Wie ist Dein Leben?

Nun denn: klickt hin unter und erzählt es ihm. Vielleicht können wir so Sven etwas aufheitern. Klingt alles etwas sehr depressiv dort…

Textkritik: Das Schwurkreuz – Prosa

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Es hing noch Nebel über den Wiesen und den grasbewachsenen Wällen außerhalb der Mauern von Starigard. In den dunklen Gassen der Stadt selbst eilten sich vereinzelt schon die ersten Mägde, um mit ihren Daubenschalen Wasser zu holen und die Herdfeuer in den Küchen anzufachen. In einer Stunde erst würde die Sonne aufgehen, aber vor den Toren standen schon die Fernhändler mit ihren hoch bepackten, gut verschnürten Karren und warteten auf Einlass.
Schon seit Jahren kamen die Kaufleute am Markttag zu Petri Kettenfeier aus allen Richtungen herbei, um auf dem Marktplatz des Bistums die vielfältigsten Waren anzubieten: Grobe Wolle aus Dänemark, Zinngefäße aus dem Süden, Friesische Laken, Steinzeugkrüge, Grapen und Kannen aus Ton, Trinkhörner, Salztonnen und Werkzeuge aller Art, die kein Schmied am Ort zu fertigen verstand – hier gingen die Geschäfte immer gut.
Einer der Kaufleute, die vor dem Kuhtor ausharrten, schien keine Waren bei sich zu führen, doch niemand störte sich daran. In unheilvollem Turnus und mittlerweile oft geschah es, dass ein Fernhandelskaufmann seine Waren schon Wochen zuvor in die Stadt einlagerte, wenn sie auf dem Weg lag. Die Geschäfte weiter oben im Norden gingen schon lange nicht mehr so gut wie ehedem, und der Weg war zu beschwerlich, um mit voll gepacktem Fuhrwerk die Rückreise auf wild gewachsenen Pfaden anzutreten.

Diesen jungen Kaufmann aber schien mehr zu belasten als nur entgangene Geschäfte, und das Zwielicht des anbrechenden Tages verlieh seiner Stirn einen ungesunden, wächsernen Glanz. Immer wieder ballte er die Hände zur Faust, stapfte mit dem Fuß auf und schien krank vor Sorge um die Dinge jenseits des Stadttors, zu dem sein Blick sich immer wieder wandte und das sich erst in einer Stunde öffnen würde.
Derick von Ertzdorff aber hatte hier weder etwas eingelagert, noch war er Fernhändler, auch wenn die Kleidung, die er seit ein paar Tagen trug, jedem diesen Eindruck zweifelsohne aufnötigte – anderweit hätte er sich kaum ungefragt dem Tross der fahrenden Händler in Mölln anschließen können, denn der gewährte den erforderlichen Schutz vor Buschkleppern, schlecht bezahlten dänischen Soldaten und den vereinzelt auch immer noch umtriebigen Heiden in diesem Landstrich; zwar nur versprengte Neigen der hier einst ansässigen slawischen Familienstämme Wagriens, trachteten sie doch immer noch, in ihrer Unbekehrbarkeit, jedem Christen nach dem Leben.
Wie die meisten Kaufleute, hatte auch Derick ein wertvolles Gut bei sich, das es jedoch auf Weisung höchster Stellen in die Stadt zu bringen galt – der Anlass seines Unbehagens. Doch niemand sah den Kampf, den er da mit sich selbst austrug, seit ein paar Tagen schon.

Unter seinem Rock befand sich – gut versteckt vor begierigen Blicken – ein feuervergoldetes, gut drei Handbreit großes Kruzifix, das, aus Bronze gegossen, mit Kupferplatten verlötet und mit einem rückwärtig aufklappbaren Deckel versehen, einen auf diese Weise zugänglichen Hohlraum zur Aufnahme einer Reliquie besaß.
Albrecht von Orlamünde, der dänische Statthalter von Mölln, ließ es in kürzester Zeit für Bischof Walrave von Starigard anfertigen, damit ein Beschuldigter vor dem hiesigen Gericht zum Schwur gezwungen werden konnte. Jede Verweigerung käme einem Eingeständnis gleich; ein Falscheid indessen brachte den Kirchenbann und den Angeklagten damit in den Status eines reineweg Geächteten, der von jedem unbestraft erschlagen werden dürfte; ein Schuldbekenntnis schließlich übergab ihn geradewegs der animadversio debita, der »gehörigen Bestrafung«.
Was immer auch der Schuldige ersann, um dem zu entgehen: Im Angesicht des Schwurkreuzes war kein Entkommen möglich.
Es zog sich nun in Starigard seit Wochen ein Prozess so in die Länge und schien auch ob der Sicherheit des Schuldigen in Wort und Widerwort zu keinem Ende mehr zu kommen, dass Bischof Walrave höchsteilig beim Dänenherzog selbst in Mölln um die Beschaffung eines solchen Kreuzes bat. Es ginge, so der Bischof, hier gleichwohl auch um die weltlichen Interessen – in dieser Stadt und auch im ganzen Umland.
Der Beklagte dieser Tage, ein Zisterziensermönch mit Namen Saxo von Jarl – ein Missionar von adligem Geblüt -, war etwas besonderes, doch seine Tat so unerhört, dass der Bischof zu Beginn schon die Forderung vertrat, die näheren Umstände mögen im Prozess nicht tiefer gehend als nötig erörtert, denn dies allein schon könne jeden guten Christen der Gemeinde schwer verunsichern und kränken.

Des Beklagten offengeistige Belesenheit, sein ausgeprägtes Wissen um die Dinge der Natur und seine Sicherheit in Fragen des weltlichen und klerikalen Rechts vor allem brachten ihn zuvor schon mehrmals in den Kreis der offiziellen Redeführer bei kirchlichen Disputen. Seine Passion jedoch seit Jahren war die Missionsarbeit unter den slawischen Stämmen der Wagrier im Umland. Die Bekehrung dieser heidnischen Großfamilien war für gewöhnlich oft mit Sorge um Leib und Leben der Ordensbrüder verbunden. Im Gegensatz zu vielen anderen aber kehrte Saxo immer wieder unversehrt von seinen Missionswegen zurück. Viele, die ihn kannten, bemerkten dabei einen Wandel seines Wesens, der sich auch mehr und mehr in seiner Rede niederschlug; unvereinbar schließlich mit dem Dogma des Bernhard von Clairvaux, seines Ordensbegründers, der vehement den unbedingten Glauben forderte – viel näher schon der Lehre Peter Abaelards, dass nichts wirklich geglaubt werden könne, was nicht zuvor auch vom Verstand erfasst wurde.
Zuletzt bekundete Saxo ganz unverhüllt seine Vergebung, ja sogar seine Sympathie für Anschauung und Weltbild dieses Volkes. Seine Wandlung schließlich gipfelte in der Akzeptanz ihrer religiösen Wirklichkeit und ihres Gottes, den man, laut Saxo, ja lediglich nur anders rief – und dieser also niemand anderes als Gottvater, der Weltenlenker selbst sein könne.
Das war Häresie. Es fand sich nur kein Zeuge für die unerhörte Rede. Die Menschen seines Umfelds wussten alle, was geschah, wenn auch nur einer diese Worte vor dem Bischof wiedergäbe, und sie wussten gleichsam auch, welcher Verlust an klugem Einwand und durchdringender Kenntnis um die Dinge ihnen selbst damit zu widerfahren drohte. Nein, niemand erwog auch nur im Traum die Preisgabe des liebgewonnenen Gefährten, dessen genialer Geist sich manches Mal zu eigentümlichen Bemerkungen verstieg.
So gab der Bischof schließlich die Fertigung des Schwurkreuzes in Auftrag, das in Ermangelung von Zeugen seinen Dienst verrichten sollte. Dieser Wolf im Schafskleid, der den Glauben verdarb, den kostbarsten Weinberg des Herrn zu verwüsten begann und dessen Lehre um sich fraß wie eine Krebsgeschwulst, war nicht nur eine Bedrohung für den Kirchenfrieden im Inneren; solche Verbrüderungsreden eines erfahrenen Missionars gefährdeten auch das Ordnungsbild der weltlichen Legaten. Dies musste mit dem Tod des Plagegeists beendet werden – und das Kreuz gab die Gewähr für dieses Urteil.
Die Gewissheit um den Ausgang des Prozesses heute war es auch, die eifrige Männer der Stadt seit gestern schon damit beschäftigte, von allen Seiten Holz und Pech herbeizuschaffen, um es auf dem Ringwall aufzuschichten und einen Pfahl inmitten des Gebildes aufrecht zu platzieren. Sie bauten einen Scheiterhaufen, den Derick von Ertzdorff bei seiner Ankunft schon von Weitem sah.
Im Namen Orlamündes das Kreuz in die Stadt zu tragen war ein ehrenvoller Auftrag, den zu erfüllen sich in Mölln vor ein paar Tagen jeder im Gefolge des Statthalters anzubiedern schien, auch eingedenk des bischöflichen Wohlwollens, dessen man sich dann im Falle des Erfolgs und für die Zukunft sicher sein konnte.
Derick selbst gehörte nicht zu diesen Schranzen. Sein Ruf als jugendlicher Querkopf und sein ungestümer Drang zur Gegenrede in unzeitigen Momenten hatten ihm so manches Mal das Fortkommen vereitelt, das sein Vater sich so sehr für ihn erhoffte. Von diesem kam denn auch die Fürbitte in Mölln, man möge seinem Sohn, dem Widerborst, noch eine Chance geben, auf den rechten Pfad zu kommen, damit er endlich wisse, wo sein Platz ist.

Zu aller Verblüffung – und zum Entsetzen Dericks – entsprach Albrecht von Orlamünde tatsächlich dieser Bitte eines langgedienten Edelmanns.
Sich des karriereförderlichen Anliegens zu entziehen hätte seinen Vater nicht nur bloßgestellt, es hätte ihm das Herz gebrochen. So war es nun an Derick, dem diese Schickung drohte. Er liebte seinen Vater aufrichtig, und nichts weniger käme dem alten Herrn gerecht, als dass sein Sohn ihm solche Schande macht, mit eitlem Widerspruch und anmaßender Moral vom Auftrag abzurücken – doch beizugeben war ihm diesmal unerträglich, ja, es war ein echter Scheideweg, auf den man ihn in Richtung Starigard befahl, denn der Beschuldigte war Derick kein Unbekannter, im Gegenteil: Saxo von Jarl war einst sein Mentor, sein Hauslehrer vor langer Zeit, auf Gut Ertzdorff. Dort bekamen er und seine Brüder die ersten Unterweisungen in Schrift und Religion von einem jungen, adligen Gelehrten, der an den Kathedralenschulen in Paris studierte, kurz darauf jedoch sein Erbe ausschlug und das Novizium im Zisterzienser-Orden antrat.

Es war wohl keine lange Zeit, in der Saxo auf Gut Ertzdorff unterrichtete, aber für Derick war es die eindrücklichste, die sein weiteres Leben unmittelbar bestimmen sollte, das spürte er schon damals. Alle Wunder, die die Welt für Derick später bereithielt, trafen auf das schöngeistige Fundament, das ihm dieser junge Mann in nur wenigen Monaten legte. Saxo von Jarl öffnete für Derick die Türen zu den glanzvollsten Disziplinen des Wissens, die noch kommen würden: Religion, Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur, Kunst und Musik. Sie sollten Dericks Wege fortan nicht nur kreuzen, sie traten in sein Leben ein, drangen vor und erreichten ihn tatsächlich auch im Innersten. Den echten Hochgenuss empfinden zu können, den eine neu gewonnene Erkenntnis zu bereiten imstande ist, dieses lebendige Vermögen des menschlichen Geistes, war ein Geschenk jenes außergewöhnlichen Lehrers, dem Derick lange Zeit danach in Dankbarkeit ein Gedicht zueignete. Doch die geschriebenen Zeilen verließen niemals seine Kammer – er führte sie im Geiste immer mit sich und bedachte lautlos damit Menschen, die es ebenso verdienten:

Vor allen Welten, allen Zeiten,
in ihren Unermesslichkeiten
vom Menschen Geist noch unerkannt,
fällt mir der Zufallsglaube schwer;
ist es doch diese Zeit, in der
sich für mich Deine Seele fand.

Für diesen Mann jetzt, der den eigenen Weg vor langer Zeit gefunden und den Derick von Ertzdorffs entscheidend vorbereitet hatte, errichtete man hier vor Starigard den Scheiterhaufen, und Derick von Ertzdorff oblag es nun, seinen Wegbereiter ans Feuer zu liefern – und niemand sah den Kampf, den er da mit sich selbst austrug, seit ein paar Tagen schon.

Die Sonne legte ihre ersten leichten Strahlen über das flache Land und bestrich den Pfahl auf der Anhöhe des Walls mit einer kupfergoldenen Farbe – gleichsam jener des Gebildes, das im Rock des immer noch um seine Wege kämpfenden Derick von Ertzdorffs seiner endgültigen Bestimmung harrte.
Die Fernhändler waren durchaus nicht ungeduldig, als die Stadtwächter säumig die Tore öffneten, denn vor Ende des anstehenden Spektakels einer öffentlichen Verbrennung waren sowieso kaum Geschäfte zu erwarten. Einige der Händler machten sogar kehrt, als es ihnen offenbar wurde, hier den Bau eines Scheiterhaufens zu beobachten, und begaben sich zur Umkehr. Vielleicht schafften sie noch am Vormittag die Ankunft in den südlicheren Dörfern, dessen Bewohner, von derlei fragwürdiger Zerstreuung verschont, ihren Waren die Aufmerksamkeit entgegenbrachten, die ihnen tatsächlich gebührte.
»Ihr trennt den Zug?« fragte ein dagebliebener Händler staunend.
»Wir kehren um!« rief jemand zurück. »Hier ist es sinnlos!«
Weitere Händler begannen, aus dem Pulk auszuscheren, was die sie umgebenden Gespanne zum Teil nur widerwillig zuließen.
»Narren! Ihr teilt die Gemeinschaft!« fluchte einer, dessen hoch gestapelte Waren zu verrutschen begannen. Er sprang vom Fuhrwerk und zog die alten Seile nach. »Ihr bringt alles durcheinander!«
Derick betrachtete ihn abschätzig. »Wie denn das?«
»Lasst sie doch ziehen!« jubelte ein Dagebliebener den Umkehrenden hinterher. »Umso besser für unsere Geschäfte! Geht mit Gott!«
»Das tun sie – und weit mehr als du, Geck!« fauchte Derick und wies mit seinem rechten Zeigefinger auf den Spötter: »Sprüche Salomos 8: Ruft nicht die Weisheit? Die Einsicht, lässt sie nicht ihre Stimme erschallen? Oben auf den Höhen am Weg, da wo die Pfade sich kreuzen, hat sie sich wartend aufgestellt. Neben den Toren, am Zugang zur Stadt, am Eingang der Pforten schreit sie: An euch, ihr Männer, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die Menschenkinder. Lernt Klugheit, ihr Einfältigen, und ihr Toren, bringt euer Herz zur Einsicht!«
Der Mann sah verwirrt umher wie eine ausgesetzte Katze.
»Wartet!« rief Derick den Fahrenden nach und begann, sich einen Weg durch die dicht stehenden Karren zu kämpfen. Er spürte, wie sich sein Hals zuschnürte. »Ich gehe mit Euch … Wartet auf mich!«
Die Scheidenden wandten verdutzt ihren Blick zum Rest der Dagebliebenen. Der junge Kaufmann, der sich da hochgebracht mit eckigen Schritten durch die Ochsengespanne drängte, hielt sich ungelenk die linke Seite.
»Nehmt mich mit! Ihr kennt den Weg zurück.« Derick lief, so schnell es eben ging, den Umkehrenden nach, um ihnen zu folgen.
Das Kreuz in seinem Rock war sperrig. Und obgleich es hohl war, wog es schwer.

© 2006 by Gero Bruchmann. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Eine mittelalterliche Geschichte, stilistisch der Zeit entsprechend weitschweifig und umständlich erzählt, ohne dass es langweilig wird.
Manchmal wird sprachlich der Bogen überspannt, und einige wenige inhaltliche Ungereimtheiten stören den insgesamt sehr guten Gesamteindruck.

Die Kritik im Einzelnen

So richtig diese Form »sich eilen« auch ist, so sehr stört sie heute doch beim Lesen! Ich rate zum Verzicht auf »sich« oder zu »beeilen«. zurück
Warum handelt es sich um einen »unheilvollen Turnus«? Was wiederholt sich wo und wieso unheilvoll? zurück
Das illustrativ-klischeehafte Fäusteballen und Mit-dem-Fuß-Stampfen bekommt etwas Ermüdendes, wenn man sich vorstellt, dass er solcherlei schon eine Weile treibt und wohl noch eine Stunde weiter so treiben wird – besser streichen, zumal der Protagonist anschließend noch als »krank vor Sorge« bezeichnet wird: Ob so einer Fäuste ballt und mit dem Fuße stampft? zurück
Die »Neige« im Sinne von Rest kenne ich bislang nur für Flüssigkeiten und Lebensmittel – auch das Grimmsche Wörterbuch hat keinen Beleg dafür, dass dieses Wort für Angehörige eines Stammes verwendet wurde. zurück
Die lange, verkappte Partizipialkonstruktion »zwar nur … Wagriens« macht den Satz sehr schwer verdaulich! Ich empfehle folgende Vereinfachung: »zwar waren es nur versprengte Reste der hier einst ansässigen slawischen Familienstämme Wagriens, doch in ihrer Unbekehrbarkeit trachteten sie immer noch jedem Christen nach dem Leben.« Auch wenn die Erzählung im Mittelalter angesiedelt ist, muss ein Lesen nicht unnötig erschwert werden. zurück
Dieses Wörtlein darf getrost verschwinden, da Informationwert=Null. zurück
Davon glaube ich kein Wort, denn diesen Kampf hat er öffentlich und sichtbar geführt, mit Fäusteballen und heftigem Auf-den-Poden-Stampfen! Und jetzt schon »seit ein paar Tagen«! Wie gut, dass ich die Kampfszene gestrichen habe … zurück
Das Kreuz ist fertig und soll seiner Bestimmung übergeben werden; die korrekte Zeitstufe wäre das Plusquamperfekt: der Bischof »hatte es anfertigen lassen«. zurück
Dieses Wort ist zu alt, als dass es Sinn macht, es zu verwenden, und selbst der Sinn macht keinen Sinn: »… in den Status eines geradewegs Geächteten…«. Also weg mit diesem Wort. zurück
Diese Wortfolge würde ich aus Verständnisgründen umstellen: »… in Mölln selbst um die Beschaffung…« zurück
Umstellung: »Seine Passion seit Jahren war jedoch« zurück
Nanu? Es handelt sich doch angeblich nur noch um versprengte Reste – jetzt treten hier unversehens ganze Großfamilien auf? zurück
Für gewöhnlich oft? Ist »für gewöhnlich« nicht erheblich häufiger als nur »oft«? Und was ist beides zusammen? Eben! Also sich für eines von beiden entscheiden! zurück
Zeitstufe: gesehen hatte! zurück
Das geht sehr viel kürzer: statt den Pfahl »mit einer kupfergoldenen Farbe« zu bestreichen (mit was bestreicht man, wenn nicht ›gewöhnlich oft‹ mit Farbe?), könnte die Sonne den Pfahl kupfergold bestreichen (es ginge auch gerade noch »mit Kupfergold«) zurück
Das ist jetzt ja was ganz was Neues: Das ist das allerersteste Mal, dass Derick um irgendwelche Wege kämpft – bislang hat er heimlich und unbemerkbar nur mit sich selbst gekämpft! Ich würde die komplette verlinkte Wortversammlung streichen. zurück
Dieses Hilfssubjektes bedarf es dank sofortiger Satzweiterführung aber nicht im Mindesten! zurück
Erneut eine Merkwürdigkeit: Derick hatte den Scheiterhaufen schon von Weitem beim Anmarsch gesehen – und andere Händler bemerken diesen erst, als das Tor sich öffnet? Das verstehe ich nicht. zurück
Das Wort sagt mir gar nichts: Meint es aufgebracht? aufgeregt? zurück