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Kurztest: Droemer Knaur startet kostenpflichtigen eBook-Download

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Handbuch für Sexgöttinnen als eBook immer griffbereit?Ab sofort bietet der Droemer Knaur Verlag ausgesuchte Titel in elektronischer Form zum kostenpflichtigen Download als eBook an. Unter den knapp 40 Titeln finden sich auch Bestseller wie Sabine Kueglers »Dschungelkind«,  »Attic« von Lincoln Child und Douglas Preston oder »1000 ganz legale Steuertricks« von Franz Konz.

Die Bücher stehen als PDF-Datei zum Download bereit. Die Dateien können weder ausgedruckt, noch in Teilen kopiert werden. Die heruntergeladene Datei muss also entweder auf einem Desktop-Rechner bzw. Notebook oder aber auf einem mobilen Gerät gelesen werden, das das in der Nutzung eingeschränkte PDF-Format unterstützt.

Wir haben das neue Angebot gleich einmal getestet.

Folge 54: Pfarrer Menzel schwitzt

Bei Pfarrer Menzel führt die Vorstellung, einen Beichttermin zu übersehen, dazu, dass ihm aus einigen Poren etwas Angstschweiß dringt, was ein unverzügliches Baden (mit den bekannten Folgen) nach sich zieht. In letzter Zeit badet Pfarrer Menzel auffallend oft.

Willms‘ Woche: Durch Scheitern zum Erfolg

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne, mag sich Dan Brown gedacht haben, als aus seinem großen Durchbruch im Musikbusiness nichts wurde. Zwar wurden seine Songs und die selbst geschriebenen Lyrics durchaus für gut befunden, jedoch sind die Chancen für Musiker, die kein Interesse daran zeigen, sich auch mal dem Publikum zu präsentieren, damals wie heute relativ schlecht. Doch genau das wollte Dan Brown tun: im Hintergrund bleiben und schreiben. So kam, was kommen musste: nach dem zweiten Album »Angels & Demons« ereilte Brown das musikalische Aus.

Bis hierhin eine Geschichte, die so oder so ähnlich wohl jeden zweiten Tag geschieht – aber hinter »Angels & Demons« verbirgt sich eben doch noch etwas anderes.

Folge 53: Pfarrer Menzel vergisst

Niemand konnte Pfarrer Menzel der Vergesslichkeit zeihen, im Gegenteil: Er galt als Muster von Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit (von kleineren, geradezu lächerlichen Ausnahmen einmal zu Recht abgesehen). Freiwillig oder fahrlässig verabsäumte er weder nichts noch zu keiner Zeit. So konnte verständlicherweise er selbst es sich nicht vorstellen, dass er es gewesen, der den Hahn vom Weinfässchen im Keller geöffnet hinterlassen hatte. Erfreulich dabei war, dass die kleinen Nager diese Flut nicht überlebt hatten, was in Folge dem Vorrat an Backoblaten zugute kam.

Wegen Karl Valentin: Zitate-Website fällt Abmahn-Wahn zum Opfer

Die Website Abmahnungen werden immer mehr zum modernen Zensurinstrument, um gegen Kritiker im Internet vorzugehen.

Dabei ist es oft völlig unerheblich, ob der Grund der Abmahnung berechtigt ist. Gerade Privatpersonen und Blogger sind durch die anwaltlichen Schreiben und die genannten hohen Streitwerte so eingeschüchtert, dass sie aus Angst vor weiteren Zahlungen meist sofort klein beigegeben.

Der Abmahnende hat sein Ziel erreicht, auch wenn er vielleicht im Unrecht war. Selbst im glimpflichsten Fall bleibt der Abgemahnte auf seinen Anwaltskosten von mehreren Hundert Euro sitzen. Denn einen Anwalt sollte man auf jeden Fall konsultieren, um angemessen auf eine Abmahnung zu reagieren.

Das jüngste Beispiel dieser Art trifft die gut gemachte Zitate-Website »Sehr erfahrende Menschen«, die sich bereits seit Jahren auch auf unserer handverlesenen Literaturlinkliste befindet.

Shaker Media will offenbar mit Anwälten schäkern [Nachtrag]

Unverlangte Werbung per eMail?Ohne Einverständnis der Empfänger darf in Deutschland keine Werbung verschickt werden. Im Bereich der elektronischen Post heißen solche unverlangten Werbe-Mails Spam. Sehr zum Missfallen des Werbenden gilt das Verbot auch dann, wenn er mit Sicherheit davon ausgehen kann, dass die Werbebotschaft für den Empfänger interessant wäre.  Solche Mails werden daher meist anonym über Server in Asien und Europa verschickt.

Umso mehr erstaunt es, dass der Mediendienstleister Shaker Media ganz offen unverlangte Werbe-Mails an Autoren verschickt. Shaker Media ist mit seiner breiten Publikumsausrichtung relativ neu auf dem Markt aktiv und will offenbar so weitere Kunden gewinnen. Bislang war Shaker hauptsächlich im wissenschaftlichen Bereich tätig.

Folge 52: Pfarrer Menzel reist

Pfarrer Menzels Reise nach Jerusalem gestaltete sich überaus strapaziös: So erwies sich die Platzkarte für den Alpenexpress als Fehlinvestition, da der infrage kommende Wagen definitiv fehlte; auf dem Schiff war die Kabine entgegen allen Beteuerungen und Schwüren doch schon besetzt (und zwar ausgerechnet von liebenswerten Liobaschwestern), und in Beirut, wo er versehentlich landete, da er den Fahrplan wohl falsch übersetzt hatte, fand er nicht einmal mehr eine Rikscha, während die Flugzeuge wegen der andauernden Kriegswirren auf drei Jahre ausgebucht waren. Das im Zustand ernster Verzweiflung gemietete Kamel wurde Opfer eines israelischen Präventivschlages, so dass Pfarrer Menzel schließlich und endlich auf einem Esel in Jerusalem einritt, wobei ihm der Treiber mit Palmwedeln Kühlung zufächelte. Der Jubel war herzerfrischend und unmissverständlich.

Folge 51: Pfarrer Menzel rülpst

Zumindest in diesem einen Punkt lässt Pfarrer Menzel auf seinen abtrünnigen Amtsbruder Martin Luther aber auch gar nichts kommen.

Grimme Online Award für literaturport.de in der Kategorie »Kultur und Unterhaltung«

Wie früher: SperrfristBeim Literarischen Colloquium Berlin und dem Brandenburgischen Literaturbüro können die Sektkorken knallen: Der Online-Literaturführer für Berlin und Brandenburg literaturport.de gewinnt in diesem Jahr den Grimme Online Award in der Rubrik »Kultur und Unterhaltung«. Der ebenfalls nominierte Lesesaal der FAZ ging leer aus. Obwohl der Literaturport keinesfalls eine sonderlich spektakuläre Website darstellt, ist die Auszeichnung der Berliner auch ein deutliches Signal an das Literaturarchiv in Marbach, dessen staatlich geförderte Literaturruine literaturportal.de daneben noch tiefer absackt.

Das Literarische Colloquium Berlin und das Brandenburgische Literaturbüro haben bewiesen, dass man mit weniger Mitteln ein besseres und jetzt auch ausgezeichnetes Literaturportal erstellen kann. Spätestens jetzt sollte darüber nachgedacht werden, ob es nicht zum neuen offiziellen bundesweiten Literaturportal ausgebaut werden sollte. Glückwunsch!

Überaus peinlich agierte dahingegen erneut das Adolf Grimme Institut.

Folge 50: Pfarrer Menzel wartet

Eigentlich wartet Pfarrer Menzel beständig, aber vergebens. Letzteres hat Ursprung oder Begründung insofern, als Pfarrer Menzel – obwohl er nicht weiß, worauf – durchaus den Eindruck hat, noch länger warten zu müssen, wohingegen Ersteres mangels Begründung und Ursprung eigentlich in jeder Beziehung blödsinnig ist, wäre da nicht die peinliche Parallele zu Jesus.

Thomas-Mann-Quiz: Die Auflösung der Fragen

Eines der Bücher mit literaturcafe.de-Tasse, die es zu gewinnen gab.Vor einer Woche konnten Thomas-Mann-Fans anlässlich seines 133. Geburtstages ihr Wissen rund um die Buddenbrooks und Co unter Beweis stellen. Insgesamt 6 Fragen galt es in »Willms‘ Woche« zu beantworten.

Nun dürfen sich 3 Gewinner auf ihre literaturcafe.de-Tasse und ein Überraschungsbuch freuen.

Allen anderen wollen wir die richtigen Lösungen auf unsere Quizfragen natürlich nicht schuldig bleiben. Hier sind nochmals die Fragen – und ihre Antworten.

Folge 49: Pfarrer Menzel träumt

Soweit Pfarrer Menzel sich erinnern kann, träumt er mit Vorliebe von überlebten Abstürzen bei gewagten Kletterpartien an Bergen. Aus seinem letzten Traum wusste er noch, wie er auf dem Rücken lag und mit blutrünstigem Antlitz zum grünen Deneb und in die ambrosisch schöne Nacht starrte. Der Berg, der ihn abgewiesen, war ihm Besieger und Stiefmutter zugleich und – aber das einzugestehen setzte Pfarrer Menzel erheblich zu – eine Art harter Gott in gnadenloser Schöne. Er selbst fühlte sich dann ebenfalls wie Besieger und Stiefmutter und harter Gott, war aber wie selbstverständlich bereit, sein Haupt vor dem Richterspruch des Waltenden zu neigen. Bei der Ausführung ging er zwar kurzfristig des ambrosisch grünen Deneb verlustig, aber nur, um gleichzeitig festzustellen, dass keine Lehre der Welt in der Lage war, ihm das Schwert der Tat aus der Hand zu schlagen. Erleichtert kehrte er die Neigerichtung um und tauchte blicklings in die feucht-weisen wissend-wässrigen Augen eines Riesenmops, weswegen Pfarrer Menzel dann doch noch schweißgebadet hochschreckte.

Willms‘ Woche: Eine Stimme für 6 Millionen

Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Für die meisten Gefangenen jedoch kam diese Hilfe zu spät. Auch Anne Frank und ihre Schwester Margot waren wenige Wochen vor der Rettung gestorben. Geschwächt durch die menschenunwürdigen Bedingungen im Lager und gezeichnet vom nationalsozialistischen Terror fielen die Mädchen im März 1945 einer schweren Typhus-Epidemie zum Opfer.

Annes Vater, Otto Frank, überlebte das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und veröffentlichte das mittlerweile weltberühmte Tagebuch seiner Tochter. Sie war nur 15 Jahre alt geworden.

Folge 48: Pfarrer Menzel hat einen Konflikt

Bei Durchsicht der Kollekte stieß Pfarrer Menzel aus völlig heiterem Himmel auf ein Bank-Deutscher-Länder-Fünfzig-Pfennig-Stück aus dem Jahre 1950 mit der Prägung L. Die Versuchung, dieses Unikat klammheimlich gegen einen ganz normalen Fünfziger auszutauschen und dann zu versilbern, war groß. Ob er es gewagt hat, entzieht sich unserer definitiven Kenntnis. Aber tags darauf blickte er immer wieder um sich wie einer, der einen Anschlag befürchtet. Außerdem nahm die nächste Sitzung bei seinem Beichtvater ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch; offenbar wurden die beiden so leicht nun auch wieder nicht handelseinig!

Die LITERA in der Nachspielzeit: Geld für lesende Autoren

Eintrittskarte LITERA08Eigentlich ist Österreich nur mehr mit der EM beschäftigt, in welcher Form auch immer. Die Literatur und die erste LITERA-Messe in Linz wurden schon fast wieder vergessen.

In meinem Bericht zur Literaturmesse hatte ich seinerzeit beanstandet, dass die Autoren von der Literaturmesse teilweise keine Bezahlung erhalten haben.

Heute nun eine gute Nachricht: Offenbar hat die Stadt Linz nachträglich einen Förderbeitrag für Autorenlesungen von 5.000 Euro bereitgestellt. Das zumindest teilt der Veranstalter der LITERA, die Linzer Kongressgesellschaft, in einer eMail an die Autoren mit.

Demnach erhalten Autoren für eine Lesung von maximal 30 Minuten 75 Euro. Wer eine »große Lesung« von maximal 1 Stunde gehalten hat, darf sich über 125 Euro freuen.

Dieser Schritt ist ein guter und richtiger hin zur langfristigen Etablierung der LITERA in Linz. Natürlich hoffe ich, dass die Honorare in Zukunft noch an die Empfehlung der IG Autoren angepasst werden können.

Cornelia Travnicek