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Folge 49: Pfarrer Menzel träumt

Soweit Pfarrer Menzel sich erinnern kann, träumt er mit Vorliebe von überlebten Abstürzen bei gewagten Kletterpartien an Bergen. Aus seinem letzten Traum wusste er noch, wie er auf dem Rücken lag und mit blutrünstigem Antlitz zum grünen Deneb und in die ambrosisch schöne Nacht starrte. Der Berg, der ihn abgewiesen, war ihm Besieger und Stiefmutter zugleich und – aber das einzugestehen setzte Pfarrer Menzel erheblich zu – eine Art harter Gott in gnadenloser Schöne. Er selbst fühlte sich dann ebenfalls wie Besieger und Stiefmutter und harter Gott, war aber wie selbstverständlich bereit, sein Haupt vor dem Richterspruch des Waltenden zu neigen. Bei der Ausführung ging er zwar kurzfristig des ambrosisch grünen Deneb verlustig, aber nur, um gleichzeitig festzustellen, dass keine Lehre der Welt in der Lage war, ihm das Schwert der Tat aus der Hand zu schlagen. Erleichtert kehrte er die Neigerichtung um und tauchte blicklings in die feucht-weisen wissend-wässrigen Augen eines Riesenmops, weswegen Pfarrer Menzel dann doch noch schweißgebadet hochschreckte.