150 Tage später: Ina Fuchshuber über neobooks.com – Buchmesse-Podcast Leipzig 2011

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Ina FuchshuberVor genau 150 Tagen war im literaturcafe.de ein Gespräch mit Ina Fuchshuber von neobooks.com zu hören. Auf der Frankfurter Buchmesse 2010 wurde das Autoren- und eBook-Portal des Droemer Knaur Verlags zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Neobooks soll zum einen unbekannten Autoren die Möglichkeit geben, ihre Texte online der Leserschaft und anderen Schreibern zu präsentieren. Gleichzeitig ist es ein Akquisekanal des Verlags, um vielleicht neue Talente zu entdecken, um sie ins reguläre Verlagsprogramm zu übernehmen.

Heute sprechen wir erneut mit Ina Fuchshuber, um zu erfahren, wie die Resonanz auf Neobooks ist und was seit dem Start gut und weniger gut gelaufen ist.

Blickt man aktuell auf die Website neobooks.com, stellt man fest, dass die Veröffentlichung als eBook – obwohl von Anfang an geplant – noch stärker in den Vordergrund getreten ist.

So präsentierte Neobooks Anfang Februar die ersten vier Portal-Autoren, die aufgrund der Bewertungen der Online-Leser einen Autorenvertrag »gewonnen« hatten. Auffällig ist, dass drei der Autorinnen und Autoren es nicht in ein gedrucktes Buch geschafft haben, sondern »nur« in ein eBook. Der vierte Titel erscheint als Knaur-Taschenbuch.

Warum das so ist und warum das eBook für bestimmte Themen und Manuskripte sogar das bessere Medium sein kann, das erläutert Ina Fuchshuber im Interview.

Außerdem berichtet Ina Fuchshuber von den geplanten Erweiterungen. So wird Neobooks dahingehend ausgebaut werden, dass Autoren die Möglichkeit haben, ihre eBooks künftig auch kostenpflichtig anzubieten und zu verkaufen. Und es ist vorstellbar, dass die Plattform demnächst auch von anderen Verlagen genutzt werden könnte – möglicherweise von weiteren Verlagen des Holtzbrinck-Konzerns, zu dem auch Droemer Knaur gehört.

Geändert wurde auf jeden Fall kurz nach dem Start das Bewertungssystem der Plattform. Insbesondere sogenannte Gefälligkeitsbewertungen sollen mit dem neuen und aktuellen System unterbunden werden.

Am Schluss des Gesprächs steht die Frage, welche Rolle die Neobooks-Fanseite auf Facebook spielt, und ob nicht die Gefahr besteht, dass die Diskussion dorthin abwandern oder eine eigene Plattform obsolet machen könnte.

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