Ein moderater Geräuschpegel im Hintergrund hilft bei kreativen Arbeiten. Das haben Wissenschaftler der Universität Illinois herausgefunden. Solange eine bestimmte Lautstärke nicht überschritten werde, helfen Geräuschteppiche, wie man sie beispielsweise in einem Café findet. Einige Schriftsteller schreiben gerne in Cafés. Ob sie den Kreativitätsschub bereits unbewusst nutzen?
Überarbeiten und Korrekturlesen sollte man seine Texte jedoch nicht im Kaffeehaus, wie die Forscher ebenfalls herausgefunden habe.
Was geschah in diesem Krieg? Was hat Vater so verändert, dass er nie darüber sprechen konnte. Astrid Braun stellt sich diese Frage und findet mögliche Antworten in den Notizen des Vaters.
Der Schriftsteller Ralf Rothmann kennt die Antwort nicht und sucht sie in der Fiktion. Astrid Braun hat sein Buch »Im Frühling sterben« gelesen. Sie erkennt Parallelen in der Suche nach dem nie Ausgesprochenen.
Ein Smartphone-Nutzer? Nein, »Der junge Sänger« von Georges de la Tour (um 1650), der auf Wolfram Schütte dennoch aktuell wirkt, weil man so beleuchtete Gesichter derzeit überall finden könne. Der Perlentaucher machte den Chorknaben zum Bildmotiv der Debatte um die Literaturkritik im Internet.
In einem Beitrag für den Perlentaucher bedauert der Literatur- und Filmkritiker Wolfram Schütte den Bedeutungsverlust der Literaturkritik. Sie sei in den gedruckten Zeitungen immer weniger zu finden. Spätestens jetzt, so Schütte, komme man ums Internet nicht mehr herum. Vielleicht sei dies der richtige Ort, eine neue digitale Zeitung für Literaturkritik zu schaffen?
Schüttes Vorschläge riefen eine ganze Reihe von Reaktionen und Antworten hervor, die der Perlentaucher dokumentiert.
Wolfgang Tischer, Gründer und Herausgeber des literaturcafe.de, hält nichts von einer solchen Zeitung für Literaturkritik. Sein Debattenbeitrag ist nun ebenfalls im Perlentaucher zu lesen.
Das Stuttgarter Staatstheater macht sich über Henrik Ibsen lustig. Mit Edgar Selge in der Titelrolle hat Christopher Rüping im Schauspielhaus den »Peer Gynt« inszeniert. Dass man dabei Ibsen nicht ernst nimmt, ist nur ein Problem dieses Theaterabends.
dörfer brennen wie
zeitungspapier
bäume genug
um einen wald voll
zu verbrennen
menschen noch mehr
so viel schon
brennt
und tiere erst
knistern in der luft
wie babys
oder spielzeug
als zigarrenrauch
in der luft
all das obst
und ähren und felder
selbst der fluß
kaffeeheiß
steigt empor
wie brennen dörfer
herr ober
lieber einen tee
und die neueste ausgabe
die hier ist
von gestern
Kurz, böse und ehrlich
Was dieser scheinbar beliebige Übergang von brennendem Zeitungspapier zu anderem Brennenden wie Wald, Tiere, Babys, Spielzeug auslöst, das spielt sich im Leser ab, damit muss er ganz allein fertig werden: Was geht da ab? Was geschieht? Woher kommen diese irritierenden Bilder?
Angedeutet wir es schon in der zweite Zeile: Die Zeitung mit ihren Sensations-Meldungen steht am Anfang, sie kommt jeden Morgen frisch auf den Tisch.
Die Meldungen informieren, aber stumpfen auch ab, wie z. B das lyrische Ich, das beiläufig alles zur Kenntnis nimmt und dann feststellt: Kenn ich doch, ist doch von gestern! Gibt es denn nichts Neues? Immer diese brennenden (oder ertrinkenden) Babys …
Am 15. Juli 2015 veranstaltete Amazon den Prime Day, eine groß angelegte Angebotsaktion für sogenannte Prime-Kunden. Als Angebot des Tages gab es den Kindle Paperwhite der 6. Generation für günstige 79,99 Euro. Normalerweise kostet der E-Reader 99,99 Euro.
Wir wurden gefragt: War das wirklich günstig oder gab es einen Haken?
Unlängst haben wir im literaturcafe.de das Textadventure »Lifeline« vorgestellt, das dieses Spiele-Genre in die Neuzeit überträgt und interaktiver ist als so manches E-Book.
Nun liegt das Spiel in einer hervorragenden deutschen Übersetzung vor, und neben einer Version für iPhone, Apple Watch und iPad gibt es jetzt das Spiel auch für die Android-Welt.
Grund genug, das Spiel nochmals in einem Video vorzustellen.
Rainald Goetz 2013 bei seiner Dankesrede zum Schillerpreis in Stuttgart (Foto: Tischer)
»Haben Sie von dem schon mal was gelesen?«, fragte die eine schwäbische Besucherin die andere, als Rainald Goetz im November 2013 in Stuttgart aus den Händen von Winfried Kretschmann den Schiller-Gedächtnispreis erhielt.
Keine der beiden hatte, aber man wollte. Doch spätestens jetzt sollten sie, denn Rainald Goetz erhält 2015 auch den Georg-Büchner-Preis.
Was liest du denn da auf dem Paperwhite? Ist es Werbung oder Lektüre?
Seit der neue, bessere Kindle Paperwhite in der günstigen Variante Werbung zeigt, muss man verdammt aufpassen. Legt man das Gerät achtlos beiseite, kann der literarisch ambitionierte Leser plötzlich unter Schnulzen-Verdacht geraten – wenn nicht noch schlimmer.
Amazon hat dem Gerät bereits einen »Pornofilter« verpasst, doch der wirkt nicht bei seichter Unterhaltung. Es wird Zeit, dass Amazon handelt, denn die Lektüre auf dem E-Reader macht es Angebern ohnehin schon schwer genug.
Wer war wer beim Bachmannpreis 2015 in Klagenfurt? Und wer war 2015 überhaupt in Klagenfurt? Es geht am Wörthersee um Rollenverteilung, Deutungshoheit und Ansprüche, sagt Christine Koschmieder.
Daher kommen in dieser Podcast-Folge zwei andere Gewinner zu Wort: Valerie Fritsch hat nicht nur den Kelag-Preis, sondern auch den BKS-Publikumspreis gewonnen. War ihr bewusst, wie beliebt sie bei den Zuschauern ist?
Wolfgang Tischer spricht zudem mit Juror Klaus Kastberger, der ebenfalls die Sympathie der Zuschauer erobert hat. Er wurde bei unserer Abstimmung zum beliebtesten Bachmann-Juror 2015 gewählt. Was macht einen guten Juror aus?
Die Klagenfurter Gewinnerinnen 2015 (von links): Dana Grigorcea (3sat-Preis), Nora Gomringer (Bachmannpreis) und Valerie Fritsch (Kelag-Preis)
Der mit 25.000 Euro dotierte Bachmannpreis geht 2015 an Nora Gomringer für ihren Text »Recherche«. Gomringer setzte sich mit ihrer Geschichte in einem starken Konkurentinnenfeld durch. Die Autorin wurde von Jurorin Kegel Sandra Kegel eingeladen. Mehr dazu in Folge 6 unseres Bachmannpreis-Podcasts, in der sie berichtet, wie ihr Text entstanden ist.
Der mit 10.000 Euro dotierte Kelag-Preis geht an Valerie Fritsch. In einer Stichwahl setzte sie sich gegen Teresa Präauer durch. Die Autorin wurde von Juror Klaus Kastberger eingeladen.
Der 3sat-Preis, gestiftet von 3sat, dem Gemeinschaftssender der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ZDF, ORF, SF und ARD in Höhe von 7.500 Euro geht an Dana Grigorcea. Auch sie setzte sich in der Stichwahl mit Teresa Präauer durch. Grigorcea wurde von Hildegard E. Keller eingeladen.
Das Publikum stimmte ebenfalls für Valerie Fritsch. Sie erhielt als zweiten Preis des Tages den BKS-Publikumspeis, der ebenfalls mit 7.500 Euro dotiert ist.
Von 0 auf 1: Klaus Kastberger ist der beliebteste Bachmann-Juror 2015. Der Literaturkritiker und Leiter des Literaturhauses Graz belegte bei unserer nicht repräsentativen Abstimmung Platz 1 in der Publikumsgunst. Kastberger ist in diesem Jahr das erste Mal Mitglied der Literaturpreis-Jury.
Wer gewinnt den Bachmannpreis 2015? Schwierig. Nur eines scheint sicher: kein Mann! Die guten und sehr guten Texte gab in diesem Jahr ausschließlich von den Teilnehmerinnen zu hören. Mit Dana Grigorcea und Teresa Präauer kamen am letzten Lesetag zwei weitere Preise-Anwärterinnen hinzu.
Literaturkritiker Ijoma Mangold, Literaturchef der ZEIT, wagt in dieser Podcast-Folge dankenswerterweise eine Prognose.
Und Nora Gomringer – ebenfalls unter den Favoritinnen – berichtet, wie ihr Bachmann-Text entstanden ist.
Was geschah am 2. Bachmann-Tag, als nach der Lesung von Ronja von Rönne die Kameras schon aus waren? Wie fühlt sich Monique Schwitter nach ihrer Lesung? Und was hat ein Sitz in der Jury mit dem Atlantik zu tun?
Die Antwort gibt Folge 5 des Videopodcasts von den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2015 in Klagenfurt – und die Interviews mit Monique Schwitter und Juri Steiner, der seit 2013 der Bachmann-Jury angehört.
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